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Breitband | Beitrag vom 30.01.2010

Public Domain Manifesto veröffentlicht

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Das EU-Projekt Communia hat ein Public Domain Manifesto veröffentlicht. Der Zusammenschluss diverser Organisationen möchte damit stärker auf die gesellschaftliche Bedeutung gemeinfreier Güter hinweisen. Die historische Entwicklung des "geistigen Eigentums" in Form von Urheberrechten, Patenten oder Markenrechten zeigt, dass die Rechtssprechung um eine Balance zwischen dem Interesse der Urheber, der Rechteinhabern und dem Interesse der Öffentlichkeit bemüht war. Mit dem Aufkommen des Internet und der digitalen Speicher- und Kopiertechnologien in den 90er Jahren kam es zu einer massiven Verschiebung des Gleichgewichts zugunsten der Rechteverwerter (Verlage, Musikindustrie), die derzeit neue juristische Rahmenbedingungen zur Absicherung ihrer Geschäftsmodelle fordern. (Leistungschutzrecht etc.). Dennoch sind es gerade die gemeinfreien Daten, die die Basis für neues Wissen und neue kulturelle Werke darstellen, heißt es auf der Website des Manifests.
Folgende Grundprinzipien von Public Domain werden aufgeführt:
"The Public Domain is the rule, copyright protection is the exception. Copyright protection should last only as long as necessary to achieve a reasonable compromise between protecting and rewarding the author for his intellectual labour and safeguarding the public interest in the dissemination of culture and knowledge. What is in the Public Domain must remain in the Public Domain. The lawful user of a digital copy of a Public Domain work should be free to (re-)use, copy and modify such work. Contracts or technical protection measures that restrict access to and re-use of Public Domain works must not be enforced."  
 Creative Commons USA oder Knowledge Ecology International , aber auch Einzelpersonen wie Creative-Commons-Gründer Lawrence Lessig, Philippe Aigrain (La Quadrature du Net) haben das Manifest bereits unterzeichnet . Natürlich gibt es das Public Domain Manifesto auch auf Facebook. Jedes Jahr wird am 1. Januar der Public Domain Day begangen.
Foto: Nelson Piedra /Flickr cc

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