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Interview / Archiv | Beitrag vom 21.11.2019

Psychogramm einer lebenslangen BeziehungWas Brüder trennt, was sie eint, was sie umtreibt

Joachim Armbrust im Gespräch mit Ute Welty

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Britisches Königshaus: Das Foto zeigt die die Brüder Prinz William und Prinz Harry 2003, wie sie Buckingham Palace verlassen. (picture alliance / AP Images / Chris Young)
Die Brüder Prinz William und Prinz Harry in jüngeren Jahren: Seit sie auf der Welt sind, interessiert sich die britische Öffentlichkeit brennend für ihr Verhältnis. (picture alliance / AP Images / Chris Young)

Brüder sind lebenslang miteinander verbunden - auf Gedeih und Verderb. Der Familientherapeut Joachim Armbrust hat sich mit dieser besonderen Beziehung beschäftigt. Ein Gespräch über körperliche Kraft und Kampf, Grenzen und Respekt.

Brüder haben eine besondere Beziehung: Zwischen ihnen gehe es immer um körperliche Kraft und das Sich-miteinander-messen, sagt der Familientherapeut Joachim Armbrust. Brüder kämpfen miteinander und profitieren dabei voneinander: Wenn man sich aufeinander beziehe und die eigene Kraft dabei einsetze, könne man über sich hinauswachsen, betont Armbrust.

Brüder machen sich gegenseitig stärker

"Brüder treiben sich gegenseitig an und fordern sich heraus", sagt er. Sie machten sich gegenseitig stärker als sie wären, "wenn sie sich nicht hätten".

Brüder bringen sich Armbrust zufolge auch gegenseitig bei, Rücksicht zu üben. "Wenn man den Alltag miteinander bestehen muss als Brüder, lernt man, Grenzen zu achten." Er kenne eine Familie mit fünf Jungs, da habe einer dem anderen schon mal einen Hammer hinterher geschmissen. Zugleich hätten die Brüder aber auch gelernt, dass sie sich gegenseitig aufeinander verlassen können.

(ahe)

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