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Kulturnachrichten

Samstag, 19. Oktober 2019

Film über IS-Radikalisierung gewinnt dokumentART

Der Film "Auf den Spuren von Addai" hat am Samstagabend den Hauptpreis des Europäischen Filmfestivals dokumentART 2019 gewonnen. Der Film von Esther Niemeier thematisiert die Gefühle einer Mutter, die ihren Sohn an die Terrororganisation IS verliert, erklärte die internationale Jury in Neubrandenburg. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Drei weitere Auszeichnungen verlieh die Jury an Filme, die sich mit der Flüchtlingsthematik beschäftigen. Den erstmals vergebenen "Nachhaltigkeitspreis" bekam der Schweizer Andreas Muggli, der zwei afrikanische Flüchtlinge in einer Zeltstadt in Norditalien traf und mit der Kamera über Wochen in der Schweiz begleitete.

Schauspielerin Lotte Tobisch ist tot

Die österreichische Schauspielerin Lotte Tobisch ist tot. Wie der Verein "Künstler helfen Künstlern" mitteilte, starb sie am Samstagmorgen im Alter von 93 Jahren in einem Badener Künstlerheim. Bereits in frühen Jahren gab Lotte Tobisch-Labotyn, wie sie mit vollem Namen hieß, ihr Debüt am Wiener Burgtheater. Es folgten Engagements an allen Bundestheatern. Außerdem wirkte sie in zahlreichen Produktionen des österreichischen Fernsehens mit. Einer breiten Öffentlichkeit war sie aber vor allem als langjährige Organisatorin des "Wiener Opernballs" bekannt. Von 1981 bis 1996 prägte sie Österreichs größtes Society-Event. Bis zu ihrem Tod fungierte sie zudem als Präsidentin des Vereins "Künstler helfen Künstlern", der in Baden jenes Alterswohnheim betreibt, in dem sie verstorben ist.

Solidaritätskonzert für Terror-Opfer von Halle

Zehn Tage nach dem Terroranschlag von Halle ist dort am Samstagabend mit einem Solidaritätskonzert an die Opfer erinnert worden. Zum Auftakt erklang das Glockenspiel vom Roten Turm im Zentrum der Stadt. Im weiteren Verlauf traten Künstler wie Alice Merton, Max Giesinger, Joris, Mark Forster und Michael Schulte auf. Die Organisatoren wollten nach eigenen Angaben ein Zeichen für mehr Toleranz und ein friedliches Miteinander setzen. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff erklärte, der rechtsextreme Terror sei nicht nur in Sachsen-Anhalt zu lange unterschätzt worden. Der CDU-Politiker erinnerte an die Mordserie des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) und an den Mord am CDU-Politiker Walter Lübcke. Zugleich beklagte Haseloff die zunehmende Verrohung der Sprache im politischen Diskurs, die inzwischen auch oft zu Gewalt führe.

Kulturpreis Deutsche Sprache an Peter Eisenberg

Der Sprachwissenschaftler Peter Eisenberg ist in Kassel mit dem Kulturpreis Deutsche Sprache ausgezeichnet worden. Er erhalte die Auszeichnung für seine herausragenden Leistungen zur Erforschung der deutschen Grammatik, begründete der Vorsitzende der Jury, Helmut Glück, die Wahl. Eisenbergs Grammatik des Deutschen und sein Buch über die Fremdwörter im Deutschen hätten Maßstäbe gesetzt. An vielen Universitäten seien Generationen von Deutschlehrern an seiner Grammatik ausgebildet worden, in der Germanistik weltweit sei sie ein Standardwerk. Den mit 5.000 Euro dotierten Initiativpreis Deutsche Sprache erhielt die Musikgruppe "Tonbandgerät" aus Hamburg. Damit werde deren Einsatz gewürdigt, sich als Botschafter für die deutsche Sprache zu engagieren. Der nicht dotierte Institutionenpreis Deutsche Sprache ging an die "Kaukasische Post", die einzige deutschsprachige Zeitung im Kaukasus. Sie sei ein Medium, das die deutsche Sprache im Ausland vorbildlich pflege und stelle einen Aktivposten in den deutschen Außenbeziehungen dar, so die Jury.

Breitblättriges Knabenkraut ist Orchidee des Jahres

Das stark gefährdete Breitblättrige Knabenkraut ist zur Orchidee des Jahres 2020 gewählt worden. Sie entfaltet im Frühjahr purpurfarbene Blüten und kommt nur in Feuchtgebieten vor. Die Orchidee leide unter dem Klimawandel, weil ihr Lebensraum durch geringere Niederschlagsmengen immer trockener werde, teilten die Arbeitskreise Heimische Orchideen der Bundesländer in Arnstadt iN Thüringen mit. Vor allem Trockenheit im Frühjahr gefährde die Bestände. Nach Angaben der Naturschützer sind viele der etwa 60 in Deutschland vorkommenden Orchideenarten auf dem Rückzug, weil sich Lebensräume und Umweltbedingungen verändern.

Die meisten katholischen Priester gibt es in Europa

Fast die Hälfte aller Katholiken weltweit lebt in Nord- und Südamerika (48 Prozent), während es die meisten katholischen Priester in Europa gibt (42 Prozent). Diese Zahlen veröffentlichte der vatikanische Informationsdienst Fides. Anlass ist der außerordentliche Sonntag der Weltmission am Wochenende. Demnach gab es Ende 2017 die meisten Ordensleute in Europa, auch wenn die Zahlen leicht rückläufig sind. Gestiegen ist auf beiden Kontinenten die Zahl der ständigen Diakone. Am Sonntag feiert Papst Franziskus im Petersdom einen Gottesdienst zum außerordentlichen Weltmissionsmonat. Dieser wird in allen Bistümern der katholischen Weltkirche begangen.

Piero Masztalerz gewinnt Deutschen Cartoonpreis

Der Hamburger Zeichner und Texter Piero Masztalerz ist auf der Frankfurter Buchmesse nach 2011 zum zweiten Mal mit dem Deutschen Cartoonpreis ausgezeichnet worden. Der 49-Jährige werde für eine Zeichnung geehrt, die mit absurdem Witz den Klimawandel thematisiere, teilte die Jury zur Begründung mit. Der Cartoon zeigt ein Flugzeug, an dem ein Geländewagen hängt, und zwei Jugendliche auf der Straße, die feststellen, dass das große Auto dem Vater eines der Jugendlichen gehört. Masztalerz arbeitet unter anderem für "Spiegel Online", "Stern" und "Titanic". Auf dem zweiten Platz landete Petra Kaster, der dritte Preis ging an Hannes Richert. Der gemeinsam von der Buchmesse und dem Lappan-Verlag in Oldenburg vergebene Cartoonpreis ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert. Der Sieger erhält 3.000 Euro, der Zweitplatzierte 2.000 Euro und der Drittplatzierte 1.000 Euro.

Andrang auf Buchmesse am ersten Publikumstag

Am ersten Publikumstag der Frankfurter Buchmesse haben sich zahlreiche Buchfreunde in den Hallen gedrängt. An den Ständen der Verlage informierten sie sich über Neuerscheinungen und Bestseller. Ein Novum in diesem Jahr: Erstmals können Besucher das ganze Wochenende über Bücher kaufen. Zudem wurden den Besuchern Lesungen, Vorträge und Diskussionsrunden geboten. Gastland in diesem Jahr ist Norwegen. Auf der Messe - aber auch in Museen und auf Bühnen in der gesamten Stadt - präsentiert sich das Land mit einem breiten Kulturangebot.

Barenboim mit Konrad-Adenauer-Preis ausgezeichnet

Der Dirigent Daniel Barenboim hat den Konrad-Adenauer-Preis der Stadt Köln erhalten. Damit werde der 76-Jährige für sein beispielloses Engagement für Frieden und Völkerverständigung geehrt, teilte die Stadt mit. Das Kuratorium würdige mit der Auszeichnung seinen Beitrag zur kulturellen Bildung und sein Engagement zur internationalen Integration sowie für das respektvolle Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Oberbürgermeisterin Henriette Reker überreichte den Preis.

Julio Garcia Vico gewinnt Deutschen Dirigentenpreis

Der in Düsseldorf lebende Spanier Julio Garcia Vico hat in Köln den "Deutschen Dirigentenpreis" gewonnen. Im Finalkonzert mit dem WDR-Sinfonieorchester und dem Gürzenich-Orchester sowie Sängern der Kölner Oper setzte sich der 1992 geborene Nachwuchsdirigent gegen zwei weitere Finalisten durch. Vico kann sich über ein Preisgeld von 15 000 Euro sowie mehrere Folgeauftritte mit verschiedenen, renommierten Orchestern freuen. Aktuell studiert der Musiker Dirigieren in Düsseldorf. Für den in Köln ausgetragenen Wettbewerb hatten sich zwölf Kandidaten für die letzten Runden qualifiziert, in denen sie sich vor einer Jury beweisen mussten.

Eine Million Euro als "Rückendeckung" für kleine Verlage

Drei kleine Verlage aus Baden-Württemberg, Berlin und Leipzig sind die Hauptgewinner des Deutschen Verlagspreises: Der Hädecke-Verlag aus Weil der Stadt, der kookbooks-Verlag aus Berlin und Spector Books aus Leipzig. Die drei Hauptsieger bekommen jeweils 60.000 Euro. 60 weitere Verlage erhalten jeweils 15.000 Euro. Vier Verlage mit höherem Jahresumsatz bekommen eine undotierte Anerkennung: die Wissenschaftliche Buchgesellschaft, der Verlag Schwaneberger, die Edition Michael Fischer und der Reclam Verlag. Die Ehrung wurde auf der Frankfurter Buchmesse zum ersten Mal vergeben. Eine Jury unter Vorsitz des Literaturkritikers Denis Scheck hatte die Gewinner aus insgesamt 312 Bewerbungen ausgewählt. Der Deutsche Verlagspreis wurde von Kulturstaatsministerin Monika Grütters ins Leben gerufen und ist insgesamt mit mehr als einer Million Euro dotiert.

Prinzessin-von-Asturien-Preise vergeben

Im spanischen Oviedo sind die renommierten Prinzessin-von-Asturien-Preise vergeben worden. Sie gelten als die "spanischen Nobelpreise" und werden jedes Jahr in acht verschiedenen Sparten überreicht. Jeder Gewinner erhält 50.000 Euro. Die amerikanische Schriftstellerin Siri Hustvedt wurde in der Sparte Literatur ausgezeichnet. Der britische Starregisseur Peter Brook wurde als "bester Theaterregisseur des 20. Jahrhunderts" in der Sparte der Künste gewürdigt. Der US-Mathematiker und Ingenieur Salman Khan nahm den Preis in der Sparte Internationale Zusammenarbeit entgegen. Als "wichtigste Kulturinstitution Spaniens und eine der bedeutendsten Pinakotheken der Welt" ging der Preis für Kommunikation und Geisteswissenschaften an das Madrider Prado-Museum, das in diesem Jahr sein 200. Jubiläum feiert und maßgeblich an der humanistischen Ausbildung vieler Generationen beteiligt sei. Die Klimaforscherinnen Joanne Chory und Sandra Myrna Diaz wurden in der Sparte Wissenschaft und Forschung ausgezeichnet. Der Preis für Sozialwissenschaften ging an den US-Wissenschaftler Alejandro Portes für seinen Beitrag zur Erforschung internationaler Migrationsströme. In der Sparte Sport wurde die ehemalige Skifahrerin Lindsey Vonn gekürt.

Hessischer Filmpreis für Deutsches Filminstitut

Das Deutsche Filminstitut und Filmmuseum (DFF) ist als erste Institution bei der Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreises mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet worden. Die langjährige Direktorin des DFF, Claudia Dillmann, nahm den Preis gemeinsam mit ihrer Nachfolgerin Ellen Harrington und dem Vorstandsmitglied Nikolaus Hensel entgegen. Der Schauspieler Hanns Zischler würdigte das DFF, das in diesem Jahr 70-jähriges Jubiläum feiert. "Ich beglückwünsche das Institut für seine Arbeit, uns die Filmgeschichte unermüdlich nahe zu bringen und am Leben zu halten", sagte er. Den mit 7500 Euro dotierten Newcomer-Preis erhielt die Schauspielerin und Filmemacherin Maryam Zaree. Einen Sonderpreis vergab die Jury an die in Bad Nauheim geborene Regisseurin Caroline Link für ihre Verfilmung der Autobiografie "Der Junge muss an die frische Luft" von Hape Kerkeling.

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