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Interview | Beitrag vom 14.08.2020

Proteste in BelarusMoskau hält die Füße still

Gustav Gressel im Gespräch mit Dieter Kassel

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Ein Mann macht auf der Straße in Minsk das Victory-Zeichen - als Protest gegen das Wahlergebnis in Belarus. (Photo by Celestino Arce/NurPhoto) | Keine Weitergabe an Wiederverkäufer. (picture alliance / NurPhoto /  Celestino Arce)
Die Proteste in Minsk gegen Machthaber Lukaschenko dauern an. (picture alliance / NurPhoto / Celestino Arce)

In Belarus laufen die Menschen Sturm gegen das Ergebnis der Präsidentenwahl. Sie wollen das autoritäre Regime nicht mehr. Können sie Alexander Lukaschenko stürzen? Automatisch geht der Blick nach Russland. Doch Moskau reagiert bislang gelassen.

Wie der Konflikt nach der Präsidentenwahl in Belarus ausgeht, hängt möglicherweise auch von Russland ab. Bislang ist Moskau jedoch ruhig geblieben - die russischen Medien berichten relativ offen über die Situation im Nachbarland. Doch würde die russische Regierung einen möglichen Sturz Lukaschenkos hinnehmen?

"Wenn Moskau sich sicher ist, dass gewisse Forderungen auch von einer neuen Regierung erfüllt werden, kann man davon ausgehen, dass Moskau auch Führungsfiguren auswechseln lassen wird", sagt der Politikwissenschaftler Gustav Gressel, Senior Policy Fellow im Wider Europe Programme beim European Council on Foreign Relations.

Die EU-Außenminister beraten indessen über mögliche Reaktionen oder Maßnahmen. Gressel meint: Die EU sollte nicht darauf einlassen, Belarus als Teil der Einflusssphäre Moskaus zu akzeptieren.

(mkn)

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