Seit 13:05 Uhr Sein und Streit

Sonntag, 21.07.2019
 
Seit 13:05 Uhr Sein und Streit

Studio 9 | Beitrag vom 19.02.2016

Propaganda-VerdachtBeeinflusst Russland die deutsche Öffentlichkeit?

Von Kersten Mügge

Podcast abonnieren
Hunderte Russlanddeutschen demonstrieren in Villingen-Schwenningen gegen Gewalt und für mehr Sicherheit in Deutschland.  (dpa / Marc Eich)
Russlanddeutsche bei einer Demonstartion in Villingen-Schwenningen (dpa / Marc Eich)

Von einem besonderen Auftrag der Bundesregierung an die Nachrichtendienste berichten NDR, WDR und SZ. Offenbar sollen BND und Verfassungsschutz untersuchen, ob und wie Russland mit propagandistischen Mitteln Einfluss in Deutschland nehmen will.

In den vergangenen Wochen haben Russlanddeutsche vor allem in Süddeutschland demonstriert: in Rastatt, Ellwangen oder Heilbronn. Auslöser für deren Proteste waren unter anderem Berichte in russischen Medien, deutsche Behörden würden Straftaten von Flüchtlingen bewusst verschweigen.

Nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" wollen das Kanzleramt und einige Ministerien in Erfahrung bringen, wie es in jüngster Vergangenheit zur Häufung von Desinformation gekommen sei. Es solle geklärt werden, ob der Kreml die Bundesregierung gezielt schwächen wolle. Als Beispiele dieser gezielten Aktionen nennt der Rechercheverbund die russische Berichterstattung über die Kölner Silvesternacht und die vermeintliche Vergewaltigung eines russlanddeutschen Mädchens in Berlin.

In "Studio 9" berichtete Kersten Mügge über den Auftrag an die Nachrichtendienste.

 

 

Mehr zum Thema

Proteste gegen Flüchtlinge - Russlanddeutsche durch russische Medien stark beeinflusst?
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 25.01.2016)

Russlanddeutsche - Von rechten Gruppen politisch benutzt
(Deutschlandfunk, DLF-Magazin, 04.02.2016)

Russische Propaganda - Den Westen subtil diskreditieren
(Deutschlandfunk, Markt und Medien, 30.01.2016)

Interview

weitere Beiträge

Frühkritik

Ivy Pochoda: "Wonder Valley"Nackt auf dem Highway
Die Abbildung zeigt das Cover des Buches Wonder Valley. (Deutschlandradio / Ars vivendi)

Ein nackter Mann joggt durch den Berufsverkehr von L.A. – die Medien lassen nicht lange auf sich warten. Und auch ein Anwalt folgt dem Mann spontan. "Wonder Valley" erzählt von Menschen, die auf der Flucht sind – vor ihrem Leben und vor sich selbst. Mehr

weitere Beiträge

Buchkritik

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur