Programm 25. November 2020

Seit 20:03

Konzert

Begegnungen mit der Pianistin Elisabeth Leonskaja (3/3)
„Ich muss vor mir selbst bestehen“
Über schwierige und schöne Konzertmomente
Moderation: Cornelia de Reese

Die Pianistin Elisabeth Leonskaja hätte nach einem Konzert am liebsten einen leeren ruhigen Raum ganz für sich allein. Der Beifall der Bewunderer sei eine Geste, aber für sie kein Grund zu spielen, zumal weltweit das Publikum verschiedene Angewohnheiten habe. Sie möchte nach einem Auftritt mit sich selbst zufrieden sein. Im Gespräch berichtet sie von den schwierigen und den schönen Momenten im Konzert und von dem Umgang mit unterschiedlichen Flügeln. Selbst wenn ein Instrument ihr nicht entgegenkomme, spiele sie, denn „nur die Musik ist wichtig. Und ich bin dann glücklich, wenn ich das Gefühl habe, dass der kostbare Moment, die Musik, das Publikum erreicht hat.“

00:00

Nachrichten

00:05

Klangkunst

Rete mirabile | Wundernetz
Von Ulrike Haage und Mark Ravenhill
Konzept und Komposition: Ulrike Haage
Libretto: Mark Ravenhill
Kuratiert von Gaby Hartel
Musiker:
Vokalquartett: Christina Andersson (Sopran), Regina Jakobi (Alto), Daniel Steiner (Tenor), Jonas Böhm (Bass)
Almut Lustig, Brigitte Haas (Perkussion, Marimbaphon, Vibraphon)
Produktion: SWR / Deutschlandfunk Kultur / Museum für Naturkunde Berlin 2018
Länge: ca. 54'30
(Ursendung)

Ein Singspiel über die Antipoden Mensch und Natur, entstanden im Museum in Berlin.

Unter dem Titel ‚Kunst/Natur‘ lud das Museum für Naturkunde Berlin KünstlerInnen ein, mit dem Museumsraum und seinen Objekten in Austausch zu treten. In ‚Rete mirabile‘ (lateinisch: Wundernetz) erforschen Ulrike Haage und Mark Ravenhill die klangliche Resonanz der Nasssammlung des Hauses. Inmitten von Präparaten, Aufbewahrungsgläsern und Vitrinen entsteht ein Singspiel über die Antipoden Fauna und Homines. Ein künstlerischer Illusionsraum trifft auf museale Erinnerungen. Mehr über das Modellprojekt ‚Kunst/Natur‘: kunst.naturkundemuseum-berlin.de

In Zusammenarbeit zwischen dem Berliner Naturkundemuseum und Deutschlandradio Kultur entstand auch das Hörstück "echo echo" von A K Dolven und Gaby Hartel (2015/16).

Ulrike Haage geboren 1957 in Kassel, lebt als Komponistin, Pianistin und Hörspielmacherin in Berlin und arbeitet an der Schnittstelle von Jazz, Avantgarde, klassischer Musik und Literatur. Für ihre grenzüberschreitende Arbeit wurde sie 2003 mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet. Zuletzt komponierte sie für Deutschlandfunk Kultur die Musik zu dem Hörspiel "Nacht" von Etel Adnan.

Mark Ravenhill, geboren 1967 in Haywards Heath in England, ist Dramatiker und Regisseur. Neben Theaterstücken, Drehbüchern und Hörspielen, schreibt er für den Guardian. Sein Erstling "Shopping and Fucking" lief nach seiner Uraufführung im Londoner West End und wurde ein weltweiter Erfolg. Zuletzt für Deutschlandradio Kultur: "Das Experiment" (2011).

01:00

Nachrichten

01:05

Tonart

Weltmusik
Moderation: Wolfgang Meyering

02:00  Nachrichten 

03:00  Nachrichten 

04:00  Nachrichten 

05:00

Nachrichten

05:05

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Dieter Kassel

u.a. Kalenderblatt
Vor 70 Jahren: Der ehemalige SS-Obersturmbannführer Herbert Kappler wird in Rom verurteilt

05:30  Nachrichten 

05:50  Aus den Feuilletons 

06:00  Nachrichten 

06:20  Wort zum Tage 

Pfarrerin Kathrin Oxen
Evangelische Kirche

06:30  Nachrichten 

07:00  Nachrichten 

07:20  Politisches Feuilleton 

Integration: Frankreichs WM Sieg als Chance der Banlieue
Von Martin Gerner

07:30  Nachrichten 

07:40  Alltag anders 

Tierschutz
Von Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt

07:50  Interview 

Wo ist die Grenze zwischen konservativ und rechtspopulistisch?
Gespräch mit Jenna Behrends, CDU-Kommunalpolitikerin

08:00  Nachrichten 

08:20  Neue Krimis 

"Blut Salz Wasser" von Denise Mina
Vorgestellt von Sonja Hartl

08:30  Nachrichten 

08:50  Buchkritik 

"Von den Bakterien zu Bach" von Daniel C. Dennett
Rezensiert von Susanne Billig

09:00

Nachrichten

09:05

Im Gespräch

Königin im Reich der Paradiesäpfel
Ulrike Timm im Gespräch mit Irina Zacharias, Tomatenzüchterin und Psychologin

Goldapfel, Liebesapfel, Paradiesapfel - das sind nur drei der vielen Namen, die man der Tomate in verschiedenen Ländern und Kulturen gegeben hat. Irina Zacharias ist dem Charme dieser so besonderen Frucht ganz und gar erlegen. Schon in ihrer Kindheit züchteten ihre Eltern auf einer Datsche außerhalb von Moskau verschiedene Tomatensorten. Heute lebt Irina Zacharias auf einem Einsiedler-Bauernhof bei Regensburg und widmet den Tomaten große Teile ihrer Lebenszeit und wird dafür mit intensiven Gaumenfreuden belohnt. In der Gärtnerei "Irinas Tomaten & Kräuter" züchtet das Ehepaar Zacharias über 1000 verschiedene Sorten in einem Farbspektrum von grün über gelb bis rot, pink und lila. Dabei sammelt die studierte Psychologin außerdem Erkenntnisse über die heilenden Kräfte der Natur für Körper und Seele.

10:00

Nachrichten

10:05

Lesart

Das Literaturmagazin
Moderation: Joachim Scholl

Fukushima mon amour - Reise durch ein traumatisiertes Land
Gespräch mit dem Schriftsteller Prof. Adolf Muschg

Straßenkritik: "Der Mann im Eis" von Konrad Spindler
Von Maria Bonifer

"Kleinhirn an alle" Otto Walkes und seine Biographie
Von Tobias Wenzel

Buchkritik: "Requiem für einen spanischen Landmann" von Ramón José Sender
Rezensiert von Marko Martin

Buchhandlung Hansen + Kroeger aus Wiehl empfiehlt...
Gespräch mit Mike Altwicker

11:00

Nachrichten

11:05

Tonart

Das Musikmagazin am Vormittag
Moderation: Carsten Beyer

Der kolumbianische Sänger Carlos Vivces zum ersten Mal in Deutschland
Von Burkhard Birke

Mein Lieblingsinstrument: Bloco Afro
Von Thorsten Bednarz

Das muss man gehört haben ... oder auch nicht: Pop
Von Claudia Gerth

11:30  Musiktipps 

11:45  Unsere roc-Ensembles 

roc-Lieblingsproduktionen: Rundfunkchor Berlin
Gespräch mit Ruth Jarre

12:00

Nachrichten

12:05

Studio 9 - Der Tag mit ...

Andres Veiel, Film- und Theaterregisseur
Moderation: Korbinian Frenzel

12:50  Besser essen 

Sarah Wieners Speisekammer
Fleischqualität

13:00

Nachrichten

13:05

Länderreport

Moderation: André Hatting

Über Tausend Kilometer Kulturgeschichte
Die Straße der Romanik in Sachsen-Anhalt
Von Christoph Richter

Kulturell herausragend in Nordrhein-Westfalen
Die ehemalige Raketenstation Hombroich
Von Andrej Klahn

Keine Ringelschwanzprämie mehr
Niedersachsen fährt Tierschutz zurück
Von Dietrich Mohaupt

Von wegen wie Sand am Meer!
Schleswig-Holstein geht der Baustoff aus
Von Johannes Kulms

Die Straße der Romanik in Sachsen-Anhalt
Burgen, Klöster, Kirchen - Sachsen-Anhalt, Kernland frühen deutschen Königtums, ist reich an prächtigen Baudenkmalen. Die schönsten und bedeutendsten aus der Zeit des 10. bis 13. Jahrhunderts verbindet die Straße der Romanik miteinander. In diesem Jahr feiert die Entdeckungsroute durch das deutsche Mittelalter 25-jähriges Jubiläum.

14:00

Nachrichten

14:05

Kompressor

Das Kulturmagazin
Moderation: Timo Grampes

"Goooood Mooooorning, Vietnaaaam!"
Kult-Moderator Adrian Cronauer gestorben
Gespräch mit Fritz Egner

Chance vertan?
Die erste queere Briefmarke der BRD ist ziemlich hetero
Gespräch mit Johannes Kram

Kutte und Krawatte:
Doku über Taiwans Metal-Politik-Star Freddy Lym
Gespräch mit dem Regisseur Marco Wilms

14:30  Kulturnachrichten 

Von Alexander Moritz

15:00

Kakadu

15:00  Nachrichten für Kinder 

15:05  Entdeckertag 

Der Boden unter unseren Füßen
Das Element Erde
Von Kati Obermann
Moderation: Ulrike Jährling

Eigentlich müssten wir sie auf Händen tragen - so kostbar ist sie. Stattdessen treten wir sie täglich mit Füßen: die Erde. Sie ist so etwas wie die Haut unseres Planeten und ohne sie gäbe es bei uns kein Leben. Nicht mal die Bewohner der Ozeane könnten ohne den Boden am Meeresgrund leben. Worin also liegt das Geheimnis dieses Elements? Inwiefern ist Erde Ursprung und Ende allen Lebens und warum haben Menschen die Mutter Erde jahrtausendelang als Gottheit verehrt? Wir finden es heraus und gehen der Erde sozusagen auf den Grund.

15:30

Tonart

Das Musikmagazin am Nachmittag
Moderation: Andreas Müller

Arte-Doku: Prince - "Sexy Mother F*****":
Gespräch mit dem Regisseur

Das muss man gehört haben ... oder auch nicht (Pop)
Von Claudia Gerth

Mein Lieblingsinstrument: Bloco Afro
Von Thorsten Bednarz

Zurückgespult - Die Woche in der Musik
Von Mike Herbstreuth

16:00  Nachrichten 

16:30  Musiktipps 

17:00

Nachrichten

17:05

Studio 9

Kultur und Politik am Abend

17:30  Kulturnachrichten 

Von Alexander Moritz

18:00

Nachrichten

18:05

Wortwechsel

Städte bauen statt Lager? Auf der Suche nach einer europäischen Afrika-Politik

Über diese und andere Fragen diskutieren:

Dr. Annette Weber, Afrikaexpertin der Stiftung Wissenschaft und Politik
Dr Asfa-Wossen Asserate, Buchautor und Unternehmensberater
Günter Nooke, Afrikabeauftragter der Bundesregierung
Hans-Christoph Buch, Reiseschriftsteller und Afrikakenner

Moderation: Monika van Bebber

Während wir Europäer nur über Flüchtlinge diskutieren, laufen wir Gefahr, Afrika als Jahrhundertchance zu verpassen, meint der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU). Viel zu oft werde Afrika allein als Krisengebiet wahrgenommen. In Wirklichkeit sei er ein Kontinent der Chancen. Ähnlich der Afrikabeauftragte der Bundesregierung: Günter Nooke sagt, wir sollten in Afrikas Städte investieren, anstatt Auffanglager für Flüchtlinge zu bauen.

Ist unser Afrikabild von Unwissenheit und kolonialem Blick geprägt? Übersehen wir, welche Chancen die Boom-Regionen des Kontinents bergen? Und: Führen Frieden und Wachstum in den afrikanischen Staaten wirklich zu weniger Migration?

19:00

Nachrichten

19:05

Aus der jüdischen Welt mit "Shabbat"

Moderation: Miron Tenenberg

"Fashion Victims - Wandel in der ultra-orthodoxen Modewelt“
Von Lissy Kaufmann

"Tragen Juden noch den Stern? - Junge Juden stellen sich Nichtjuden vor“
Von Carsten Dippel

Zum klingenden Schabbat:
Ensemble Voci Angeli Musica Antiqua und Mary Jane Newman mit drei Stücken aus der Freitagabend-Liturgie

"Fashion Victims - Wandel in der ultra-orthodoxen Modewelt“
Mode und Kleidung wird  für orthodoxe Frauen in Bnei Brak immer wichtiger. In der ultraorthodoxen Vorstadt von Tel Aviv, gibt es immer mehr Modeläden und mittlerweile sogar eine Mode-Schule. Doch mit Feminismus soll das lieber nichts zu tun haben.

"Tragen Juden noch den Stern? - Junge Juden stellen sich Nichtjuden vor“
Beim Bildungsprogramm "Likrat“ gehen junge Jüdinnen und Juden in Schulen und stehen Nichtjuden Rede und Antwort. Das soll für gegenseitiges Verständnis sorgen. Doch das Judentum zu vermitteln hat auch mit dem Verhältnis zur eigenen jüdischen Identität zu tun.

19:30

Zeitfragen. Literatur

Literatur trifft Wissenschaft
Väter, Mütter und die Töchter
Die Autorin Lucy Fricke und die Publizistin Nicole Zepter
Moderation: Dorothea Westphal
Aufzeichnung vom 12.07.2018 aus dem Literaturhaus Berlin

Wie gehen Töchter mit der Leerstelle um, wenn der Vater sie verlassen hat, und wie mit der Frage, dass sie so werden wie ihre Mutter?

Die Autorin Lucy Fricke und die Publizistin Nicole Zepter haben sich auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Thema Familie befasst:
In ihrem Roman „Töchter“ geht Lucy Fricke der Frage nach, wie Töchter mit dem Schmerz umgehen, den der Tod des Vaters hinterlässt. Martha hat ihren Vater jahrzehntelang nicht gesehen. Doch dann bittet dieser seine Tochter, sie zum Sterben in die Schweiz zu fahren. Dem besonderen Verhältnis zwischen Müttern und Töchtern hingegen spürt die Journalistin Nicole Zepter in Ihrem Buch „Der Tag, an dem ich meine Mutter wurde“ nach. Sie macht die Erfahrung, dass sie mit der gescheiterten Beziehung zum Vater ihrer Tochter einen entscheidenden Abschnitt im Leben ihrer Mutter wiederholt hat. Sie fragt, wie es dazu kommen konnte, spricht mit Therapeuten, Psychologen, Familienmitgliedern und mit ihrer Mutter. Spielt das Schicksal bei solchen Konstellationen eine Rolle? Oder können wir der eigenen Herkunft einfach nicht entkommen?
Die Veranstaltung im Literaturhaus stellt zwei Perspektiven auf ein Thema gegenüber und prüft, was sich Fiktion und Empirie zu sagen haben.

20:00

Nachrichten

20:03

Konzert

392. Wartburgkonzert
Palas der Wartburg, Eisenach
Aufzeichnung vom 07.07.2018

Karol Lipiñski
Sinfonie B-Dur op. 2 Nr. 3 “Sinfonia avec Accompagnement de plusieurs Instruments”

Wolfgang Amadeus Mozart
Divertimento F-Dur KV 138

Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201/186a

Barockorchester Wrocław
Leitung: Jarosław Thiel

22:00

Einstand

"Junge Bratschisten sind rar"
Die Yaro Summerschool der Hochschule für Musik und Theater Rostock
Die Dozentin Claudia Beyer im Gespräch mit Carola Malter

22:30

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: André Hatting

23:00

Nachrichten

23:05

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Gabi Wuttke

Klage Kubys gegen Schaubühne - wieviel Schmäh und Satire darf Theater?
Gespräch mit dem Regisseur Falk Richter

Zehra Dogan - in der Türkei inhaftierte Künstlerin dankt Bansky
Gespräch mit Ingo Arend

Wer braucht die Einheits-Wippe?
Ein Kommentar von Nikolaus Bernau

Almost Alive.
Hyperrealistische Skulpturen in der Kunsthalle Tübingen
Von Rudolf Schmitz

„Siegfrieds Erben“
Zaimoglu/Senkel-Version bei den Nibelungen-Spielen Worms
Gespräch mit Christian Gampert

Kulturpresseschau
Von Paul Stänner

23:30  Kulturnachrichten 

Von Rade Janjusevic