Seit 01:05 Uhr Tonart
Mittwoch, 23.06.2021
 
Seit 01:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Sonntag, 27. Juni 2021
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Studio LCBaufnehmen

Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
Lesung und Gespräch: Lothar Müller, Jochen Schmidt, Jürgen Ritte
Moderation: Katharina Teutsch
Produktion: Deutschlandfunk 2021

Am 10. Juli wäre Marcel Proust 150 Jahre alt geworden. Für das „Studio LCB“ eine Gelegenheit, dem berühmten Autor eine abendfüllende Recherche zu widmen. Erst vor zwei Jahren hatte es in Frankreich einen Proust-Coup gegeben. Im Nachlass waren neun bislang unveröffentlichte Kurztexte aufgetaucht, in denen der in der „Recherche“ später entfaltete Kosmos bereits angelegt ist. „Der geheimnisvolle Briefeschreiber - Frühe Erzählungen“ erscheint in diesem Sommer nun auch auf Deutsch. Des Weiteren ein Buch, das Prousts Welt mit kulturwissenschaftlichem Interesse begegnet. Im LCB wird Autor Lothar Müller zu Gast sein. Der langjährige Literaturredakteur der Süddeutschen Zeitung erforscht in „Adrien Proust und sein Sohn Marcel. Beobachter der erkrankten Welt“ eine wechselvolle Vater-Sohn-Beziehung und den Einfluss der modernen Seuchenmedizin auf die literarischen Motive der Belle Époque. Denn Adrien Proust war einer der Pioniere der Epidemiologie. Ähnlich wie in Thomas Manns „Zauberberg“ wimmelt es auch in Prousts „Recherche“ von Ärzten, Kranken und ihnen zugeteilten Heilstätten. Außerdem werden wir im LCB Jürgen Ritte zu Gast haben. Er ist Herausgeber und Übersetzer von Prousts Briefen. Gerade hat er eine frühe Rezension aus der Feder des Schriftstellers Jean Giraudoux unter dem Titel „In Marcel Prousts Welt“ ins Deutsche gebracht. Sie rekonstruiert Prousts späten Aufstieg zum literarischen Star.
Der Romancier Jochen Schmidt wird mit „Schmidt liest Proust. Quadratur der Krise“ aus dem Jahr 2009 den Proust-Abend vervollständigen. Die eingehende Beschäftigung mit der „Recherche“, die der Autor monatelang à 20 Seiten pro Tag bewältigt und mit dem Rhythmus des eigenen Alltagserlebens verschmelzen lässt, wird im Proust-Jahr neu aufgelegt.

02:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

02:05 Uhr

Tonartaufnehmen

Chansons und Balladen
Moderation: Jürgen Liebing

03:00 Nachrichten 

04:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

04:05 Uhr

Tonartaufnehmen

Clublounge
Moderation: Christoph Reimann

05:00 Nachrichten 

06:00 Nachrichten 

06:55 Uhr

Wort zum Tageaufnehmen

Apostelamt Jesu Christi

07:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

07:05 Uhr

Feiertagaufnehmen

Besten Wissens und Gewissens
Wie bekomme ich ein gutes Gewissen?
Von Pfarrer Michael Becker, Kassel
Evangelische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteheraufnehmen

Sind Kinder mit Brille schlauer als andere?
Von Silke Wolfrum und Patricia Pantel
Moderation: Fabian Schmitz

Brille tragen kann nerven. Brille tragen ist cool. Ja was denn nun? Macht Brille tragen schlau? Oder ist es umgekehrt: Zeigt eine Brille vielleicht besonders schlaue Kinder an? Kakadu schaut ganz genau hin!

08:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

08:05 Uhr

Kakaduaufnehmen

Kakadu fliegt aus
Sommerferienzeit ist Urlaubszeit
Moderation: Fabian Schmitz

Sommer, Sonne, Ferien, auch Kakadu will raus, was anderes sehen, unbekannte Orte entdecken. Zwar ist so ganz normaler Urlaub auch im Jahr zwei der Corona-Pandemie nicht drin, aber: Zum Glück war der Kakadu in den vergangenen Jahren viel unterwegs - und kann daher mit Euch an den kommenden Sonntagen im Radio Ausflüge unternehmen. Dorthin, wo’s am schönsten war und bestimmt auch bald wieder sein wird: auf eine Nordseeinsel, einen Tierschutzhof oder auch nur einfach raus an ein Flussufer, um dort Kräuter zu sammeln, aus denen sich eine köstliche Suppe kochen lässt.

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kakaduaufnehmen

Magazin
Moderation: Fabian Schmitz
08 00 22 54 22 54

09:30 Uhr

Sonntagsrätselaufnehmen

Moderation: Ralf Bei der Kellen
sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Plus Einsaufnehmen

11:00 Nachrichten 

11:59 Uhr

Freiheitsglockeaufnehmen

12:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

12:05 Uhr

Studio 9 kompaktaufnehmen

Themen des Tages

12:30 Uhr

Die Reportageaufnehmen

Ein Jahr Fleischskandal 
Das Ende der Ausbeutung?
Von Manfred Götzke

Als sich vor einem Jahr massenweise rumänische Arbeiter in den Fabriken von Westfleisch, Tönnies und Co. mit Corona infizierten, wurde offenbar, unter welch katastrophalen Bedingungen, Osteuropäer in der Fleischindustrie arbeiten und leben. Fast alle waren damals noch Werkvertragsarbeiter, wurden ausgebeutet von Subunternehmern. Arbeitsminister Hubertus Heil sprach damals von einem System organisierter Verantwortungslosigkeit und ließ die Werkverträge verbieten. Seit Jahresbeginn müssen Fleischkonzerne ihre Schlachter und Zerleger nun direkt anstellen. Werden Rumänen und Bulgaren nun vernünftig und fair behandelt? Dieser Frage geht Manfred Götzke in seiner Reportage nach.

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:05 Uhr

Sein und Streitaufnehmen

Das Philosophiemagazin

14:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

14:05 Uhr

Religionenaufnehmen

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Interpretationenaufnehmen

Roman in vier Sätzen
Die Große C-Dur-Sinfonie von Franz Schubert
Moderation: Ulrike Timm

16:00 Nachrichten 

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Studio 9 kompaktaufnehmen

Themen des Tages

17:30 Uhr

Nachspielaufnehmen

Das Sportmagazin

18:00 Nachrichten 

18:05 Nachspiel 

Mikro-Influencer und Markenbotschafterinnen
Wie Social Media den Sport prägen
Von Anja Schrum

Millionen von Sportbegeisterten rund um den Globus folgen Christiano Ronaldo, Neymar oder Manuel Neuer auf Instagram, Facebook & Co. Immer häufiger sind aber auch weniger bekannte Athleten und Athletinnen als sogenannte Micro-Influencer unterwegs. Um ihren Sport bekannter zu machen, aber auch weil es neue Verdienstmöglichkeiten eröffnet. Sponsoring ohne Social Media ist heute undenkbar. Ob der Berliner Parkour-Sportler Amadei Weiland oder die SSC-Leichtathletin Alica Schmidt - sie alle sind als Influencer bzw. Influencerinnen aktiv. Die Deutsche Sporthilfe unterstützt das digitale Tun ihrer 4.000 Nachwuchsathleten mit Webinaren. Allerdings: Die multimediale Selbstinszenierung verlangt den Sportlern und Sportlerinnen auch einiges ab.

18:30 Uhr

Freispielaufnehmen

Schwerpunkt: Wie wir wohnen
Der Kauf
Von Paul Plamper
Regie: der Autor
Mit: Milan Peschel, Cristin König, Sandra Hüller, Jan Henrik Stahlberg, Margarita Broich, Peter Kurth, Judith Engel, Jennifer Frank u.a.
Komposition: Plexiq, The Zabots, Teun Leemreijze
Ton: Lars Deutrich, Tilman Meckel, Roman Vehlken, Paul Plamper, Fabian Kühlein
Produktion: WDR / BR / Deutschlandfunk / Schauspiel Köln 2013
Länge: 68'59

Kann man Glück bauen? Besitzen wir das Eigentum oder besitzt das Eigentum uns? Mitten im Schlachtfeld der Gentrifizierung kämpfen zwei Paare um die 40 um eine Wohnung.

Wenn man im Jahr 2030 über die vielen missglückten Bauprojekte der 10er-Jahre diskutiert, dann wird dieses Viertel - das sich in jeder deutschen Großstadt befinden könnte - immer als Gegenbeispiel gehandelt werden: keine Gentrifizierung, keine Bausünden. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Paar Mitte 40: Damals ist es in das alternativ angehauchte Bauprojekt eingestiegen und hat sich eine Wohnung im schönsten Haus des Viertels gekauft. Mittlerweile ist es aber an einem Punkt, wo der an den Besitz geknüpfte Lebensentwurf manchmal wie eine Fessel wirkt. In dieser Situation taucht ein anderes Paar auf, ebenfalls Mitte 40 und wohlhabend. Sie haben sich in die Wohnung vernarrt und wollen sie kaufen. Sie schleichen sich zunächst in die Lebensbereiche des Paares und okkupieren die nächste Umgebung. Als wären sie ein Ersatzpaar, das freundlich lauernd bereitsteht, die Wohnung - und fast auch das Leben darin - zu übernehmen. Die Besitzer lehnen das Angebot zuerst reflexartig ab, weil ihnen die eigene Idylle wieder wertvoller erscheint, wenn sie von anderen begehrt wird. Dann geraten sie ins Wanken. Geld und die Tatsache, dass Dinge käuflich sind, scheinen allen immer irrationalere Handlungen abzuverlangen. Der Kauf wird zu einer höheren Macht, die wie ein Magnetfeld vier Menschen in ihren Strudel zieht und wieder ausspuckt.

Begründung der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für die Auszeichnung als Hörspiel des Monats Mai 2013: „Das Hörspiel ‚Der Kauf’ ist eine in jeder Hinsicht herausragende funkdramatische Produktion. Sie überzeugt sowohl inhaltlich als auch durch die großartigen Leistungen der gesamten, exquisit besetzten Darsteller-Riege (u.a. mit Margarita Broich, Sandra Hüller und Peter Kurth), aus der Milan Peschel noch herausragt. Hinzu kommt die faszinierende technische Umsetzung für das Radio.
Erzählt wird in einer spannenden Rückblende-Dramaturgie die fiktive, gleichwohl atemberaubend authentisch wirkende Geschichte zweier Paare in den besten Jahren, die einen erbarmungslosen Kampf gegeneinander - und um eine Immobilie führen. Dabei werden die gestörten zwischenmenschlichen Beziehungen Schicht für Schicht bloßgelegt, Neid, Hass und Selbstwertdefizite treten immer schärfer hervor. In einem überzeugenden, hoch spannenden Handlungsstrom zeigt sich, wie viel Unheil und Verzweiflung, wie viel Scheinheiligkeit zur Lebenswirklichkeit von Menschen gehören kann, die zu den Leistungsträgern und Meinungsführern der Gesellschaft gezählt werden. Ein Hörspiel, das gerade in seiner überzeugenden Illusionslosigkeit eben auch für die große, einzige Hoffnung auf das Humane steht.“

Paul Plamper, 1972 in Ulm geboren, ist Autor, Hörspielmacher und Klangkünstler. Am Theater inszenierte er u.a. am Berliner Ensemble und am Stadttheater Istanbul. Seit 1999 schreibt und produziert er Hörspiele, überwiegend für den WDR. Für seine Werke erhielt er zahlreiche Preise, u.a. den Prix Europa für „Top Hit leicht gemacht“ (2002) und „Tacet“ (2011), den Hörspielpreis der Kriegsblinden für „Ruhe 1“ (2009) und den Robert Geisendörfer Preis für „Der Assistent“ (2010).
Plamper arbeitet außerdem an den Schnittstellen zwischen Hörspiel, bildender Kunst und Theater. Er entwickelt Arbeiten im Stadtraum, wie „Das Akustische Kleist Denkmal“ am Kleinen Wannsee, sowie Audioinstallationen, u.a. gezeigt im Museum Ludwig Köln, ZKM Karlsruhe, in den Kammerspielen und dem Residenztheater München. Zuletzt: „Future Dealers“ im Museumsquartier Wien, „Dienstbare Geister“ auf der Ruhrtriennale und „Der Absprung“ am Residenzschloss Altenburg, ZKM u.v.a.
Das Hörspiel „Der Kauf“ erhielt 2012 den Deutschen Hörspielpreis der ARD und wurde 2013 als das Hörspiel des Monats Mai sowie als Hörbuch des Jahres der hr2-Hörbuchbestenliste ausgezeichnet. 2021 erhielt er den Günter-Eich Preis, der das Lebenswerk von Autorinnen und Autoren würdigt, „die mit Radioarbeiten das Repertoire der Gattung Hörspiel vielgesichtig und stetig erweitert haben“.

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:03 Uhr

Konzertaufnehmen

Debüt im Deutschlandfunk Kultur
Großer Sendesaal im Haus des Rundfunks Berlin
Aufzeichnung vom 16.06.2021

Claude Debussy
aus: Douze Études für Klavier, orchestriert von Michael Jarrell
Nr. 9 "Pour les notes répétées"
Nr. 10 "Pour les sonorités opposées"
Nr. 12 "Pour les accords"

Dmitrij Schostakowitsch
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 Es-Dur op. 107

ca. 20.50 Konzertpause
Mascha Drost im Gespräch mit den Debütanten

Aaron Copland
Konzert für Klarinette, Streichorchester, Harfe und Klavier

Albert Roussel
"Le festin de l'araignée" ("Das Festmahl der Spinne")
Sinfonische Suite zur Ballett-Pantomime op. 17

Friedrich Thiele, Violoncello
Joë Christophe, Klarinette
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Elena Schwarz

22:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

22:03 Uhr

Literaturaufnehmen

Männer ohne Verfallsdatum
Wie Werther und Bond die Welt eroberten
Von Dagmar Just
Produktion: DeutschlandRadio Kultur 2007

Zwei Zeiten, zwei Helden, ein klassisches Gegensatzpaar: Johann Wolfgang Goethes Werther und Ian Flemings James Bond. Der Leidensmann und der Lusttyp. Der Romantiker und der Technikfetischist. Der Aussteiger und der Konformist. Der unglücklich Liebende und der Womanizer. Der Selbstmörder und der Berufsmörder. Der Versager und der Sieger. Nichts scheint das Elitenidol des 18. und das Massenidol des 20. Jahrhunderts zu verbinden, alles sie zu trennen. Dennoch lösen beide im Abstand von 150 Jahren unabhängig voneinander Fieberreaktionen in einem Millionenpublikum aus, das für sie streitet, schlägt und tötet, sich seltsamen Moden unterwirft und im Netz outet. Wieso? Beide haben die Halbwertzeit moderner Helden längst überschritten. Dennoch scheinen sie alles andere als Auslaufmodelle zu sein: James Dean und Curt Cobain werden bis heute erfolgreich mit dem Wertherimage vermarktet, neue Actionhelden wie die Kämpfer gegen die Matrix oder Tarantinos Figuren nach dem Bonddesign kreiert. Wie passt das zur nicht nur von Forschern konstatierten "Krise der Männlichkeit"?

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Fazitaufnehmen

Kultur vom Tage

23:30 Kulturnachrichten 

23:50 Kulturpresseschau 

Juni 2021
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