Seit 11:00 Uhr Nachrichten
Dienstag, 03.08.2021
 
Seit 11:00 Uhr Nachrichten
Tagesprogramm Samstag, 26. Juni 2021
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Von einsamen Kämpfen und stillen Niederlagen
Die Lange Nacht über Ernest Hemingway
Von Tom Noga
Regie: der Autor

An Ernest Hemingway (1899 -1961) scheiden sich die Geister. Für die einen ist er ein Aufschneider, der sich als Kriegsheld inszenierte (der er nicht war) und sich gerne mit seinen Jagdtrophäen abbilden ließ, mit riesigen Schwertfischen etwa, die ihn um das Zweifache überragen. Andere fasziniert gerade seine Männlichkeit, die Kompromisslosigkeit, mit der er sich in jedes Abenteuer stürzte, und sei es noch so aussichtslos. Die einen kritisieren seine Romane als flach, eindimensional und sprachlich bescheiden. Anderen gefällt gerade dies: seine unprätentiöse, packende Sprache, seine Direktheit, der Reichtum an Bildern, die seine Romane und Kurzgeschichten wie Filme wirken lassen. Fest steht: Ernest Hemingway hat die englischsprachige Literatur vom Schwulst des viktorianischen Zeitalters befreit. Als Autor ist er aus dem Elfenbeinturm der Kunst ausgebrochen. Ein Super-Macho, ein amerikanischer Held, der dorthin ging, wo es weh tat: in den Boxring, in den Krieg, auf Safari, zum Hochseefischen. Und der dann darüber schrieb. Seine Protagonisten sind gebrochene Helden und immer auch ein bisschen die Alter Egos seiner selbst: Jake Barnes, der Kriegsveteran aus „Fiesta“, Frederic Henry aus dem Weltkriegsdrama „In einem anderen Land“. Und natürlich Santiago, der Fischer aus „Der alte Mann und das Meer“, der den größten Fisch seines Lebens fängt, ihn gegen Haie verteidigt und nur ein Skelett zurück in den Hafen bringt. Er hat verloren, aber sich nicht unterkriegen lassen - das war Hemingways Credo.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Moderation: Vincent Neumann

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Ein Sender schreibt Geschichte
Die Anfänge des RIAS 1946
Von Hans Heinz Stuckenschmidt
RIAS Berlin 1971

Stimme der Kritik: Maueröffnung und Nachkriegstheater
Von Friedrich Luft
RIAS Berlin 1989

Stimme der Kritik: Lobrede auf Elisabeth Bergner
Von Friedrich Luft
RIAS Berlin 1986

Vorgestellt von Michael Groth

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Dieter Kassel

06:20 Wort zum Tage

Pfarrer Thomas Frings, Köln
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Nicht nur in der Pandemie
Warum verhalten wir uns nicht vernünftig?
Gespräch mit Christoph Quarch

08:00 Nachrichten

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Tagebuch der Übersiedlung" von Dzevad Karahasan
Rezensiert von Ursula März

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Hitze - Dürre - Klimawandel
Wie können wir nachhaltig mit Wasser umgehen?

Gäste: Markus Möller, Hydrologe -
und Dr. Jörg Rechenberg, Fachbereichsleiter "Wasser und Boden“ beim Umweltbundesamt (UBA)
Moderation: Gisela Steinhauer

Live mit Hörern
08 00 22 54 22 54
gespraech@deutschlandfunkkultur.de

Die erste Hitzewelle in diesem Sommer haben wir überstanden. Wer konnte, kühlte sich ab. Die Wasserwerke verzeichneten Rekordwerte. Nach drei Dürresommern infolge zeigt sich: Auch hierzulande könnte Wasser knapp werden. Nachhaltigkeit ist gefragt! Diskutieren Sie mit!

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Florian Felix Weyh

Buchkritik:
„Erzberger - der gehasste Versöhner" von Benjamin Dürr
Rezensiert von Nana Brink

"Ich bin kein Prophet" von Oswald Spengler
Gespräch mit dem Herausgeber Fabian Mauch

Buchkritik:
„Unverkürzte Demokratie“ von Cristina Lafont
Rezensiert von Michael Schornstheimer

"Lob der Jugend" von Alexander Garcia Düttmann
Gespräch mit dem Autor

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 - Der Tag mit ...

Prof. Dr. Christina Weiss, Universität des Saarlandes
Moderation: Anke Schaefer

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur
Moderation: Jenny Genzmer und Dennis Kogel

Human Rights Centered Design I
Regeln für ein faires Internet

„Metaverse“ I
Gaming-Firmen arbeiten am neuen Internet

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: André Mumot

Neustart mit toten Dichtern
70 Jahre Bad Hersfelder Festspiele
Gespräch mit Joern Henkel

Dorfbewohner als Schauspieler
Startschuss am Volksschauspiel Öttigheim
Von Marie-Dominique Wetzel

Die perfekte Ausrede:
Dramaturg Carl Hegemann

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Susanne Burg

Nach den Kinoöffnungen
Verhaltener Optimismus in Frankreich und den USA
Von Christian Berndt

Wo ist das Publikum?
Die Zukunft des Kinos
Gespräch mit Lars Henrik Gass und Michael Hehl

"Proxima": Eine Frau auf Marsmission
Gespräch mit Alice Winocourt, Filmregisseurin

Ein blinder Passagier im Weltraum: "Stowaway"
Gespräch mit Anke Leweke

Vulgär und Subversiv
Mel Brooks und sein Humor
Von Patrick Wellinski

Top Five: David gegen Goliath
Von Hartwig Tegeler

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Moderation: Marietta Schwarz

Intro: Zwangsvorstellung
Von David Tschöpe

Live on Tape:
Gefühl fürs Leiden: Wie die Pandemie für Zwangsstörung sensibilisiert hat
Gespräch mit Katharina Kühn

Der Unterdrückung auf der Spur
"Hexen"-Spaziergang in Leipzig
Von Juliane Neubauer

Zwangsjacken der Konvention
Wie Mode Körper formt
Gespräch mit Renate Stauss

Zwangsloses Modewort
Warum die Politik jetzt dauernd "Angebote" macht
Von Matthias Finger

Folge 35, Klassik drastisch
Von Devid Striesow und Axel Ranisch

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Anke Schaefer

17:30 Uhr

Tacheles

Zur Akzeptanz von Sozialausgaben
Wahlkampf-Thema Steuern ist nicht unsexy
Umverteilungsforscherin Lisa Windsteiger vom Max-Planck-Institut für Steuerrecht, stellt sich den Fragen von Annette Riedel

Politische Parteien, in deren Programmen für die Bundestagswahl soziale und steuerliche Gerechtigkeit eine große Rolle spielen, punkten nicht zwangsläufig bei denjenigen Wählern, die am meisten von Umverteilung profitieren würden. Warum ist das so?

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Reihe: Wirklichkeit im Radio
Steh auf, es ist Krieg
Vom Überfall auf die Sowjetunion
Von Paul Kohl
Regie: Wolfgang Bauernfeind
Mit: Burghart Klaußner, Christine Davis, Gudrun Genest, Walter Renneisen und Erwin Schastok
Ton: Alfons Steffen
Produktion: SFB / DLF / NDR / RB / SWF 1986
Länge: 54'03

1941 sollte die Sowjetunion in einem Blitzkrieg vernichtet werden. Ausmaß der Brutalität und Zahl der Toten übersteigen jede Vorstellungskraft. Paul Kohl brachte 1986 ins Bewusstsein, was viele bis heute verdrängen.

22. Juni 1941: Der Angriff der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion erfolgt unter dem Codewort „Fall Barbarossa“. Drei Viertel der gesamten militärischen Streitkräfte hatte Hitler zusammengezogen, um die Sowjetunion in einem Blitzkrieg zu vernichten. Über fünf Monate dauerte der Vormarsch. Teile der Wehrmacht standen Anfang Dezember 1941 kurz vor Moskau. Dann wurden sie von der Roten Armee zurückgetrieben, drei Jahre lang. Beim Rückzug befahl Hitler die Strategie der „Verbrannten Erde“: Jedes Haus, jeder Brunnen musste zerstört werden. Allein in Belarus wurden während der drei Jahre der deutschen Besetzung 190 Konzentrationslager und sechzig Ghettos von der Wehrmacht und der SS errichtet, wurden 209 Städte und 9.100 Dörfer zerstört. Die Bewohner von 628 Dörfern wurden lebendig verbrannt. Insgesamt verloren 20 Millionen Russen ihr Leben.
Der Autor Paul Kohl reist im Jahr 1985 diesem Krieg nach, auf der Spur der Heeresgruppe Mitte: Brest, Minsk, Smolensk, Moskau. Er besucht die wieder aufgebauten Städte und Dörfer. Er lässt die Opfer dieses Überfalls erzählen, wie das damals war, als die Deutschen kamen. Die Überlebenden von Massenerschießungen, aus den Ghettos, den Konzentrationslagern, aus den verbrannten Dörfern. Und er stellt ihnen die Aussagen und Erinnerungen ehemaliger deutscher Soldaten der Heeresgruppe Mitte gegenüber. Es entsteht das Panorama eines Albtraums. Und damit die Frage: Wie war das möglich?

Paul Kohl, geboren 1937 in Köln, Schriftsteller und Autor von Hörspielen und Radio-Features. Sein besonderes Interesse gilt der Zeit des Zweiten Weltkriegs und den Kriegsverbrechen der Schutzstaffel und der Wehrmacht in der Sowjetunion. Zu diesem Thema schrieb er auch das Drehbuch für eine sechsteilige Fernsehserie im Jahr 1991. Für seine zahlreichen Features erhielt er 2014 den Axel-Eggebrecht-Preis für sein Lebenswerk. Jens Jarisch sagte in der Laudatio: „Paul Kohl übermittelt uns nicht die Nachricht, sondern das, was sie auslässt. Seine Geschichten handeln nur beiläufig davon, was genau geschehen sein mag. Vordringlich handeln sie davon, wie dieses Geschehnis im Hier und Heute wirkt. Bekanntes bekommt neue Brisanz und Geschichte wird lebendig. Weil es sich in Wirklichkeit gar nicht um Geschichte handelt, sondern um eine Form, die Gegenwart zu betrachten.“
Zu seinen Radioarbeiten gehören u.a. „Also am liebsten hätte ich mich auf die Straße gesetzt und angefangen zu heulen“ (Originalton-Hörspiel, HR 1983), „Das Fett meines Vaters“ (Hörspiel, Funkhaus Berlin/RB 1991), „Der Ofenbauer für die Endlösung - Die Firma Topf & Söhne, Erfurt“ (Deutschlandfunk/MDR 2001).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Nationaltheater Mannheim
Aufzeichnung vom 22.05.2021

Karl Amadeus Hartmann
"Simplicius Simplicissimus - 3 Szenen aus seiner Jugend"
Libretto von Hermann Scherchen, Wolfgang Petzet und Karl Amadeus Hartmann nach dem Barockroman "Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch" von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen

Simplicius Simplicissimus - Astrid Kessler, Sopran
Einsiedel - Jonathan Stoughton, Tenor
Gouverneur - Uwe Eikötter, Tenor
Landsknecht - Thomas Berau, Bariton
Hauptmann - Marcel Brunner, Bassbariton
Bauer - Thomas Jesatko, Bassbariton
Chor und Orchester des Nationaltheaters Mannheim
Leitung: Johannes Kalitzke

21:30 Uhr

Die besondere Aufnahme

Bach Nostalghia
Johann-Sebastian-Bach-Originale und Transkriptionen von Ferruccio Busoni, Wilhelm Kempff und Maximilian Schnaus
Francesco Piemontesi, Klavier
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019 in der Jesus-Christus-Kirche in Berlin

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Gabi Wuttke

Tödliche Messerattacke in Würzburg
Zusammenhalt ist wichtig
Gespräch mit Burkhard Hose

"Keine Ahnung"
Neues mit der Marthaler-Familie in Lausanne
Gespräch mit Jörn Florian Fuchs

Zeche Zollverein
Das Depot kann besichtigt werden
Von Nadja Bascheck

"Wir leben zusammen"
Das Deutsche Auswandererhaus stellt sich neu auf
Gespräch mit D. Simone Blaschka

Deutsch-polnische Reaktionen auf das Zentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Von Martin Sander

23:30 Kulturnachrichten

Von Frederick Wyrwich

23:50 Kulturpresseschau

Wochenrückblick
Von Tobias Wenzel

Juni 2021
MO DI MI DO FR SA SO
31 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 1 2 3 4

App: Dlf Audiothek

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Entdecken Sie mit der Dlf Audiothek die Vielfalt unserer drei Programme, abonnieren Sie Ihre Lieblingssendungen, wählen Sie aus Themenkanälen und machen daraus Ihr eigenes Radioprogramm.


Jetzt kostenlos herunterladen

Unsere Empfehlung heute

Ein Leben im Blick der SecuritateDie Akte Hanna
Notiz über die Beschattung von Helga Höfer durch die Securitate. (Quelle: Senta Höfer)

Die Rumäniendeutsche Helga Höfer arbeitete in Bukarest als Journalistin für den Bayerischen Rundfunk. Das machte sie interessant für den Geheimdienst. Über dreißig Jahre später öffnet ihre Tochter Senta Höfer die nun zugängliche Securitate-Akte.Mehr

Hörspiel: Drei Menschen und eine Ehe am Abgrundwing.suit
Ein Fallschirmspringer in freiem Fall. wing.suit - Dramatische Dreiecksgeschichte (EyeEm / Jonathan Murrish)

Marie und Florian, verheiratet, zwei Kinder, wohlsituiert, geben nach außen hin ein wunderbares Paar ab. Aber beide sind in ihren festgefahrenen Rollen nicht glücklich. Als Marie erkrankt, bricht die fragile Konstruktion ihrer Beziehung zusammen.Mehr

Musiker über das Älterwerden Never get old?
Rock am Ring 2012 (picture alliance / dpa / Thomas Frey)

Wie wird man im Musikgeschäft alt? Wie lebt es sich in einem Körper, der nicht verdrängen kann, dass er einmal jünger war? Was sind die Risiken und Nebenwirkungen von Liveauftritten, langen Tourneen und ständigem kreativen Output? Mehr

weitere Beiträge

Wurfsendung

Wurfsendung (Deutschlandradio)

Wurfsendungen werfen wir werktäglich sechsmal, an Samstagen und Sonntagen dreimal ins Programm. Viele einzelne Sendungen eines Tages können Sie auf der Wurfsendungsseite direkt nachhören.
Mehr

Interview

Buch über Alexej NawalnyWas den Kremlkritiker antreibt
Eine drei Meter hohe Installation zeigt vor dem Brandenburger Tor einen "kleinen Alexej Nawalny", wie er den "übergroßen Wladimir Putin" tritt. Die Figur war Teil des Karnevalswagen des diesjährigen Düsseldorfer Rosenmontagszugs, den die Aktivisten von „Freies Russland NRW“ nach Berlin brachten. Entworfen hat sie der Düsseldorfer Künstler J. Tilly. (picture alliance / dpa /Jörg Carstensen)

Wieso ist der Kremlkritiker Alexej Nawalny freiwillig nach Russland zurückgekehrt, obwohl ihm klar war, dass er inhaftiert werden könnte? Vor Ort könne er mehr bewirken als vom Ausland aus, sagt Politikwissenschaftler Jan Matti Dollbaum.Mehr

weitere Beiträge

Fazit

Ein Jahr nach der ExplosionEs geht abwärts in Beirut
Ali Eyal: Don’t let the beautiful colors fool you, who would draw Goofy inside the rooms of grownups? (Ali Eyal / Mousonturm)

Vor einem Jahr ereignete sich die Explosion in Beirut. Der Libanon steckt schon länger in einer Krise. Nun zeigen libanesische Künstler bei einem Festival in Frankfurt ihre Sicht auf ihr Land - und berichten von katastrophalen Zuständen.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur