Seit 14:05 Uhr Kompressor

Dienstag, 20.11.2018
 
Seit 14:05 Uhr Kompressor
Tagesprogramm Sonntag, 26. April 2015
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

"Wort und Weltall"
Ein literarischer Raumflug
Von Dana Ranga
(Wdh. v. 25.05.04)

Wer war der erste Mensch im All? Ein Raumfahrer in einer Rakete oder ein Dichter in der Phantasie? Rilke und Nabokov haben über Sterne und Schwerelosigkeit geschrieben, bevor sie erkundet wurden, William Carlos Williams und Allen Ginsberg sind mittels Sprache zum Mond gereist; sie beschrieben Gedanken und Gefühle als der erste Mensch ins All flog und den Mond betrat. Neben den Schriftstellern sind es die Astronauten, die den Sternen und der samtigen Dunkelheit besonders nah gekommen sind. Einer von ihnen hat sogar darüber geschrieben - Astronaut Story Musgrave, bislang der einzige Raumfahrer, der Literatur studiert hat.
Doch was passiert bei der Begegnung mit dem Weltall? Und: Wie drückt der Mensch das aus?
Sicher ist, dass Sprache auch an die Erde, an die Schwerkraft gebunden ist - an den Planeten, auf dem sie entstanden ist. Schwerelosigkeit stellt die Grammatik auf den Kopf. Da kommt die Melodie der lyrischen und wissenschaftlichen Sprache nicht nur den Schriftstellern entgegen, sondern sie inspiriert auch Pop-Idole zu ihren Songtexten. Ob bei David Bowies "Major Tom" oder bei Kate Bushs “Rocket Man” - die Sehnsucht nach dem Unerreichbaren bleibt fest im Herzen der Menschen verankert.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Jörg Adamczak

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Oliver Schwesig

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Baptisten

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Heimat ist Tiefe, nicht Enge
Neuentdeckung eines Gefühls
Von Elena Griepentrog
Katholische Kirche

Heimat ist ein schwieriges Wort in Deutschland. Zerstört von der Schuld des Zweiten Weltkriegs, verbrannt vom Missbrauch durch die Nazis, durcheinander geworfen von Flucht und Vertreibung. Heutzutage erschwert auch die mobile Arbeitsgesellschaft vielen ein Heimatgefühl. Ein paar Jahre hier, ein paar Jahre dort: Was bleibt da an Heimat übrig? Trotz allem ist Beheimatung ein zutiefst menschliches Bedürfnis. Wo lässt sich auch heute Heimat finden? Wie Heimat leben?

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzähltag
Angeben mit Volldampf
Von Anna-Luise Böhm
Ab 7 Jahren
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2012
Moderation: Paulus Müller

In der Schule gibt es so viele Angeber, die so viele tolle Sachen haben. Tetje gehört nicht zu ihnen. Doch wenn er erst einmal Opas alte Dampfmaschine verkauft hat wird sich das ändern.

Eigentlich findet Tetje Angeben ja blöd. Aber andererseits ist es natürlich auch cool, wenn einen alle in der Klasse wegen einer neuen Spielkonsole beneiden. Nur sind diese Dinge ja so teuer. Opa hat diese alte Dampfmaschine im Schrank stehen. Mit der spielt er nie und er hat gesagt, dass Tetje die erben soll. Kalle, der Besitzer des Trödelladens würde dafür richtig viel Geld zahlen. Opa wird doch garantiert nicht merken, wenn Tetje sich sein Erbe jetzt schon nimmt.

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Kakadus Reisen
Augenblick mal
Das Kinder- und Jugendtheaterfestival in Berlin
Moderation: Tim Wiese

'Augenblick mal', das nationale Kinder- und Judendtheaterfestival findet im April 2015 zum 13. Mal in Berlin statt. Aus 195 Theaterstücken wurden fünf zum Festival nach Berlin eingeladen. Kakadu schaut sie sich an und berichtet darüber. Besonders begeistert haben die Jury Tanzaufführungen. Schon ganz am Anfang der Arbeit werden Kinder durch Gespräche mit den Theaterleuten in die Aufführung einbezogen. So kommen viele Fragen und Überlegungen direkt auf die Bühne: Wo bin ich fremd, wo bin ich geborgen? Wie passe ich in einen Alltag, der immer schon geplant ist? Warum verschwindet immer irgendetwas? Was tun, wenn die Schule zum Alptraum wird?

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Uwe Wohlmacher
sonntagsraetsel@deutschlandradiokultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Im Tal liegt noch Schnee von gestern
Steinach in Thüringen
Von Hans-Otto Reintsch

Steinach. Nahe Sonneberg, im Süden Thüringens. Unzählige Schieferfassaden füllen das Tal und die Hänge. Die Anwohner sprechen ein seltsames Schwäbisch, die anderen den Sonneberger Dialekt. Früher lebten sie an der innerdeutschen Grenze, in der Sackgasse, heute mitten in Deutschland. Steinach sucht jetzt seine Bestimmung als alpiner Skiort. Bei Kriegsende wurde der Ort von den Amerikanern besetzt. Kampflos. Bevor die Russen kamen. Im unzerstörten Ort wurden viele Flüchtlinge untergebracht. Ihre Spuren sind Teil der Geschichte von Steinach. Einer, der im Mai 1945 hier landete, war Horst Dressler-Andress. Er strandete bei Kriegsende hier. Unter Goebbels Ministerialrat im Reichsministerium für Propaganda. Nach dem Krieg saß er in Buchenwald in Haft. Als "Minderbelasteter" machte er bald in der DDR Karriere als Kulturfunktionär, Klassenkämpfer und Theaterregisseur. Seine Töchter, heute 85 und 70, mussten ein Leben lang schweigen. Jetzt reden sie. Zum ersten Mal.

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Kirsten Lemke

12:30 Uhr

Die Reportage

Unterwandert von rechts
Neonazis im thüringischen Koster Veßra
Von Ernst-Ludwig von Aster

Seit der Vertreibung des Bürgermeisters und dem Brand einer Flüchtlingsunterkunft gilt die Region um Tröglitz in Sachsen-Anhalt als Zuhause von Rechtradikalen. Aber was war eigentlich vorher? Ein Dorf oder eine Region werden nicht von einem auf den anderen Tag rechtsradikal. Dem Voraus geht oft eine gezielte Unterwanderung von rechts, gegen die niemand etwas unternimmt. Neonazis können sich ungestört ausbreiten, weil die einen vage Sympathien hegen, die anderen die Gefahr nicht erkennen und die schweigende Mehrheit oft nur froh ist, dass im Dorf mal wieder was los ist.
Ernst-Ludwig von Aster war in dem 300-Seelen-Ort Kloster Veßra in Thüringen, wo ein Rechtsextremer die Dorfkneipe übernommen hat. Seither gibt es einen "Deutschen Stammtisch",  "Holocaust -Leugner" Günther Deckert spricht zu ausgewählten Themen und rechtsradikale Bands wie "Lunikoff" spielen live und vor vollem Haus. Nun versucht die Gemeinde alles, um den unliebsamen Gastwirt wieder loszuwerden. Ein Vorkaufsrecht wurde im Nachhinein geltend gemacht, die Kneipe zum Kulturdenkmal erklärt. Dagegen hat der Besitzer Widerspruch eingelegt. Das Verfahren kann sich über Jahre hinziehen. Derweil wird im Goldenen Löwen weiter stramm rechts gefeiert.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
Moderation: Christian Möller

Gerechtigkeit? Politische und philosophische Ansätze
Von Jochen Stöckmann

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

"Eine Aussage gegen das Judentum"
Ein Gespräch mit Prof. Micha Brumlik vom Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg über die Thesen des evangelischen Theologen Notger Slenczka, der das Alte Testament am liebsten aus der Bibel entfernen würde
Von Philipp Gessler

Ein scheinbar jüdischer Hut
Der pensionierte Berliner Pfarrer Gerhard Begrich wird wegen seiner Kopfbedeckung als Jude gehalten - und erlebt Haarsträubendes
Von Michael Hollenbach

Keine Probleme, nur Fragen
Untereinander versteht man sich gut: In Berlin-Neukölln hat die muslimisch-christlich-jüdisch-atheistische Friedensinitiative "Salaam Schalom" ein schweres Jahr hinter sich
Von Klaus Martin Höfer

"Man soll das Leben schon genießen"
Ein Gespräch mit der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor über das Körperverständnis von Muslimen
Von Philipp Gessler

Wunder des Lichts
Das Ikonen-Museum in Recklinghausen zeigt in einer Sonderausstellung die prächtig-bunten Ikonen der "Wiedergeburtszeit" ab dem 17. Jahrhundert in Bulgarien
Von Bettina von Clausewitz

Moderation: Philipp Gessler

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Geistesflüge mit Konzertflügel
Die fünfte Klaviersonate von Alexander Skrjabin
Gast: Michael Stegemann
Moderation: Olaf Wilhelmer

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Kirsten Lemke

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Die Kunst des Loslassens
Bogenschießen und Selbsterfahrung
Von Fritz Schütte

Der Schütze schließt ein Auge und schaut mit dem anderen durch die Zielvorrichtung. Sein Bogen ist ein hoch technisiertes Gerät. Neben dem Sportbogenschießen gewinnt das traditionelle Bogenschießen immer mehr Anhänger. 'Treffen ohne zu zielen' ist das Motto. So wie man einen Schlüssel ohne zu zielen ins Schloss steckt. Intuitives Bogenschießen wird in Meditationskursen und Führungskräfteseminaren geübt. Die Königsdisziplin des Bogenschießens ist das japanische Kyudo. Die Bewegungsabläufe sind genau vorgeschrieben. Wer sie verinnerlicht, wird treffen. Die Kunst des Bogenschießens gilt als tiefreichende Auseinandersetzung des Schützen mit sich selbst.

18:30 Uhr

Hörspiel

Was sie trugen/
The Things They Carried
Von Tim O´Brien
Aus dem amerikanischen Englisch: Regina Rawlinson
Bearbeitung: Marion Czogalla, Gaby Hartel
Regie: Harald Krewer
Mit: Christian Redl, Tino Mewes, Nicolai Despot u.v.a.
Ton: Thomas Monnerjahn
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014
Länge: 70’01
(Wdh. v. 16.03.2014)

Jeder Soldat trug in seinem Kampfgepäck auch einen Talisman, eine Erinnerung an Zuhause, einen Glücksbringer, der überlebenswichtig war.

Anschließend:
Lesung
Briefwechsel zwischen Willy Brandt und Günter Grass
(Wdh. v. 01.06.2013)

Lyrik: "Mehr und mehr ängstigen sich die Kinder"
Von Günter Grass
(Wdh. v. 28.05.2006)

Sie waren jung, sie hatten das Leben vor sich, und es war Krieg in Vietnam. Sie hatten die Pflicht zum 'rechtmäßigen Töten' und sollten zugleich hohe ethische Werte verteidigen. Die Dinge, die sie wie einen Talisman bei sich trugen, ein zärtlicher Brief, eine Bibel, ein Damenstrumpf, die für sie mehr Gewicht hatten als ihr Kampfgepäck, konnten sie nicht retten. Wer aus den Einsätzen zurückkehrte, den bedrängten oftmals lebenslange Traumata. Mittendrin in diesem Chaos: Tim
O’Brien, der Jahrzehnte später versucht, das Erlebte zu verarbeiten. In seinen Erzählungen geht es nicht mehr nur um Vietnam - sondern um die universale Zumutung des Krieges.

Tim O’Brien, geboren 1946 in Austin, Minnesota, Schriftsteller, schreibt aus eigenem Erleben über den Vietnamkrieg. Lehrt 'Kreatives Schreiben' an der Texas-State-University.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Konzerthaus Berlin
Aufzeichnung vom 19.04.2015

Max Bruch
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26

Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 6 A-Dur

Kristóf Baráti, Violine
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Marek Janowski

22:00 Uhr

Musikfeuilleton

Hinter der siebten Tür
Béla Bartóks "Herzog Blaubarts Burg" im Inszenierungsvergleich
Von Bernhard Doppler

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Axel Flemming

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Sigrid Brinkmann

Zwischenbericht vom Festival Film Polska
Von Jörg Taszman

Kulturpressechau
Von Tobias Wenzel

23:30 Kulturnachrichten

April 2015
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