Seit 17:05 Uhr Studio 9
Montag, 19.10.2020
 
Seit 17:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Samstag, 5. September 2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Mächtig, direkt und gewaltfrei
Die Lange Nacht über den Kampf um Chancengleichheit in den USA
Von Michael Groth
Regie: Klaus Michael Klingsporn

Museen in Mississippi und Alabama erzählen die Geschichte des Rassismus und der Bürgerrechtsbewegung. Es ist eine offene Wunde - das zeigte jüngst die Rede des ehemaligen Präsidenten Barack Obama auf der Trauerfeier des Bürgerrechtlers John Lewis. Die ersten, die die Verhältnisse ändern wollten, waren die schwarzen Soldaten, die aus dem Zweiten Weltkrieg heimkehrten. Sie hatten ihr Leben riskiert, doch zuhause blieben sie Bürger zweiter Klasse. Die weiße Mehrheit sprach von „Separate but equal“ - getrennt, aber gleich - wobei von gleich keine Rede sein konnte: Es folgte ein langer Kampf der Afroamerikaner, angeführt von Martin Luther King, bis zu dessen Ermordung 1968. Afroamerikaner waren und sind physischer Gewalt ausgesetzt, wenn sie gleiche Rechte fordern. Die Täter - Polizisten wie Zivilisten- blieben weitgehend ungestraft. Die Gewalt ist auch strukturell: Ging es früher um demokratische Mitsprache und um das Recht auf gleiche Wohnverhältnisse, ist es heute vor allem das Recht auf Bildung. Die Lange Nacht beschreibt, in den Worten der amerikanischen Historikerin Jill Lepore, die „ewige Spannung zwischen einem politischen Ideal von Gleichheit und Volkssouveränität und einer faktischen Ordnung, die durch eine Rassenhierarchie geprägt ist.“ Sie folgt den Spuren der Gewalt, des Widerstandes und der Hoffnung. In Teilen der USA herrscht bis heute ein Klima, das Rassisten in die Hand spielt. Eine historische Bestandsaufnahme - nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd durch Polizeigewalt und wenige Wochen vor der Präsidentenwahl am 3. November 2020.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
David Newman
Hoffa (Jimmy Hoffa)

James Horner
All the King’ s Men (Das Spiel der Macht)
Hollywood Studio Symphony

Alfred Newman
How Green Was My Valley (Schlagende Wetter)
Moderation: Birgit Kahle

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

John Lennon: Mind Games (3/5)
Das Trauma
Von Siegfried Schmidt-Joos
RIAS Berlin 1981
Vorgestellt von Michael Groth
(Teil 4 am 10.10.2020)

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Ute Welty

06:20 Wort zum Tage

Martin Wolf, Mainz
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

08:00 Nachrichten

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Streulicht" von Deniz Ohde
Rezensiert von Maike Albath

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Umgang mit den Corona-Protesten: ignorieren oder ernst nehmen?

Gäste: Prof. Dr. Paula Diehl, Politikwissenschaftlerin der der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel - und
Karoline Preisler, FDP-Politikerin
Moderation: Vladimir Balzer

Live mit Hörern
08 00 22 54 22 54
gespraech@deutschlandfunkkultur.de

Corona spaltet unsere Gesellschaft: In jene, die die staatlichen Maßnahmen hinnehmen und befolgen. Und jene, die sie infrage stellen, kritisieren und dagegen demonstrieren; darunter auch Rechtsextreme. Wie sollen wir mit den Protesten umgehen? Diskutieren Sie mit!

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Christian Rabhansl

Andreas Barthelmess
"Die große Zerstörung. Was der digitale Bruch mit unserem Leben macht"
Gespräch mit dem Autor

Marie-Luise Wolff
"Die Anbetung" - Ist Digitalisierung zur Ideologie geworden?
Gespräch mit der Autorin

Buchkritik:
"Politik der Geschwindigkeit" von Jonas Frick
Rezensiert von Vera Linß

Buchkritik:
"Von Luther zu Twitter" von R. Gross, M. Huchler, H. Welzer
Rezensiert von René Aguigah

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 - Der Tag mit ...

Dr. Liane Bednarz, Juristin und Journalistin
Moderation: Korbinian Frenzel

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur
Moderation: Jenny Genzmer

Elon Musk als Nachfolger von Gates und Jobs?
Von Tobi Müller

Infiziert mit einem Verschwörungsmythos?
Gespräch mit Prof. Michael Butter, Universität Tübingen

Podcastbesprechung “In Machines we trust” von MIT Technology Review
Von Carina Fron

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: Janis El-Bira

Menschen und ihre Kreise
Das Projekt "Dichte Netze" von Turbo Pascal
Gespräch mit Angela Löer

Milo Rau und "Das neue Evangelium"
Ein Besuch bei den Dreharbeiten
Von Dorothea Marcus

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
u.a. Berichte von den Internationalen Filmfestspielen in Venedig
Moderation: Patrick Wellinski

Venedig
Gespräch mit Anke Leweke

Mrs. America / Normal People / Her Voice / Central Park
Diskussion mit Susanne Burg, Patrick Wellinski, Anna Wollner und Hendrik Efert

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Moderation: Katja Bigalke

Eröffnungskolumne:
Teppiche
Von David Tschöpe

Was sagt der Orientteppich heute eigentlich noch über den "Orient" aus?
Gespräch mit Anna Beselin

Live on Tape:
Das Teppichluder, der Flokati und der Pornofilm der 70er-Jahre
Gespräch mit Matthias Dell

An der Museumswand
Die Renaissance der Teppichkunst
Von Marietta Schwarz

Vom Wohnzimmer ins Yoga-Studio:
Die Yogamatte
Von Katharina Kühn

Mein Kind hat Deine Läuse
Folge 1: Ausflug
Von Eike Hannemann

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Alexander Moritz

17:30 Uhr

Tacheles

Chinas Säbelgerassel um Taiwan - Ist nach Hongkong bald die Insel dran?
Kristin Shi-Kupfer, Sinologin, stellt sich den Fragen von Patrick Garber

China erhöht den Druck auf die Demokratie-Bewegung in Hongkong. Und um den Inselstaat Taiwan, für China eine abtrünnige Provinz, ertönt Säbelgerassel. Deutschland und Europa sollten Taiwan den Rücken stärken, meint die Sinologin Kristin Shi-Kupfer.

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Freddy oder: Der Sänger auf dem Drahtseil
Bekenntnisse eines Fans
Von Helmut Kopetzky
Regie: Ulrich Herzog
Mit: Christian Brückner und Jürgen Thormann
Produktion: SFB 1974
Länge: 54'

1974. Der Autor und Freddy-Quinn-Fan Helmut Kopetzky trifft sein Idol. Er befragt ihn, das Musikbusiness und auch sich selbst: Was steckt hinter der Persona „Freddy Quinn“? Das erste Stück des legendären Feature-Machers.

Helmut Kopetzky zu seinem Debüt als Feature-Autor 1974: „Mein erstes ‚wirkliches’ Feature, weil für die Feature-Redaktion des Sender Freies Berlin produziert. Eine Woche lang, während seines Gastspiels mit dem Volksstück ‚Mensch Kuddel, wach auf!‘ im Hamburger St. Pauli-Theater, bin ich der Schatten des Schlagerstars Freddy Quinn. Ich beobachte den Sänger in der Garderobe, in der Kulisse und in dem engen Durchgang zum Bühneneingang, wo allabendlich die Fans mit Blumen, Teddybären und Autogrammbüchern Schlange stehen. Und hinterher mit Bandgerät, Mikrophon und angstgeweiteten Augen klammere ich mich an den Beifahrersitz in Quinns demonstrativ bescheidenem VW, den er in halsbrecherischem Tempo durch das nächtliche Hamburg zu meiner Unterkunft steuert.“ Ein Porträt der fernen bundesrepublikanischen Vergangenheit - und zugleich ein immer noch gültiges Beispiel dafür, wie man Feature machen kann - nicht privat, aber persönlich; nicht maniriert, aber mit eigener Handschrift.

Helmut Kopetzky, geboren 1940 in Mähren, ist einer der wichtigsten deutschen Feature-Autoren. Er war Hörfunkregisseur, Zeitungsjournalist und Redakteur. Für seine Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet: mit dem Premio Ondas für „Ein Schlachtfeld wird besichtigt“ (DLF 1984) und „Berg der heiligen Zwietracht“ (NDR 2000); mit dem Prix Futura für „Auch ich war ein Bittschön“ (MDR/SFB/Tschechischer Rundfunk 1995), dem Prix Europa für „Ein Tag in Europa“ (HR 1999) und „Die Grenzgänger“ (SFB/ORB/HR 2002), mit dem Prix Maruliæ für „Die Meister und der Dilettant“ (NDR 2010). Im Jahr 2008 wurde er als erster mit dem Axel-Eggebrecht-Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Zuletzt für Deutschlandradio: „Der Kunstkopf-Mann“ (NDR/Dlf 2018). Den Generationenkonflikt griff er noch einmal auf in einem Kurzfeature für die Feature-Antenne „Radio Texte Stimmen“ (Dlf Kultur 2020).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Rudolfinum Prag
Aufzeichnung vom 12.11.2019

Antonio Vivaldi
"Arsilda, Regina di Ponto", Oper in drei Akten RV 700
Libretto: Domenico Lalli

Mirinda - Lenka Máciková, Sopran
Nicandro - Helena Hozová, Sopran
Arsilda - Mireille Lebel, Mezzosopran
Lisea - Aneta Petrasová, Mezzosopran
Barzane - Kangmin Justin Kim, Countertenor
Tamese - Fernando Guimarães, Tenor
Cisardo - Abadie Lisandro, Bass
Collegium Vocale 1704
Collegium 1704
Leitung: Václav Luks

"Arsilda, regina di Ponto" ist die siebte Oper des jungen Antonio Vivaldi. Sie sprüht vor musikalischen Ideen und virtuoser Experimentierlust. Václav Luks und seine beiden Ensembles haben die Oper erstmals in der vollständigen Urfassung aufgeführt.

22:00 Uhr

Die besondere Aufnahme

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 "Pastorale" in der Bearbeitung für Klavier von Franz Liszt
Hinrich Alpers, Klavier
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Johannes Nichelmann

Castorfs Hamburger Opern-Debüt u.a. mit Kurt Weills "Die sieben Todsünden"
Gespräch mit Florian Fuchs

Stück über Antifaschismus
Kevin Rittbergers "Schwarzer Block" im Gorki Berlin
Gespräch mit André Mumot

Impressionismus
Neue Dauerausstellung im Museum Barberini
Von Simone Reber

Isa Genzken
Das Frühwerk im Kunstmuseum Basel
Gespräch mit Soren Grammel

Tonwechsel bei John-Cage Orgelprojekt in Halberstadt
Von Carsten Reuß

Kulturpresseschau - Wochenrückblick
Von Tobias Wenzel

September 2020
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