Seit 14:05 Uhr Kompressor

Freitag, 28.02.2020
 
Seit 14:05 Uhr Kompressor
Tagesprogramm Samstag, 10. September 2016
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Fern vom Ararat
Eine Lange Nacht über Erinnerungswelten in der armenischen Diaspora
Von Ruth Jung und Günter Liehr
Regie: Burkhard Reinartz
(Wdh. v. 31.10./01.11.2015)

"Die jüngere Schwester der jüdischen Erde", "das gelobte Land am Rande der Welt", in poetischen Bildern beschreibt der russisch-jüdische Dichter Ossip Mandelstam seine Eindrücke einer Reise durch die Republik Armenien. Es ist der Blick eines verfolgten Dichters auf ein uraltes christliches Kulturvolk, das seinerseits verfolgt und Opfer eines Genozids geworden war. Mit der Verhaftung von über 200 armenischen Intellektuellen am 24. April 1915 im damaligen Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, setzte eine gezielte und geplante Tötungsmaschinerie ein, der nur wenige entkamen. Auch 100 Jahre danach will die Türkei das Geschehen nicht als Völkermord anerkennen. Eine schwärende Wunde für die in der Diaspora lebenden Armenier: "Es gibt kein Familientreffen, keine Feier, wo dieses Thema nicht zur Sprache käme", sagt Mihran Dabag, Gründer des Instituts für Genozid- und Diasporaforschung in Bochum und selbst armenischer Herkunft, "Armenier teilen ihre Geschichte in vor dem Verbrechen und nach dem Verbrechen". In einer 'Langen Nacht' über armenische Erinnerungswelten kommen Armenier aus Deutschland wie auch aus Frankreich zu Wort, dem Land mit der größten armenischen Diaspora in Europa. Ganz unterschiedliche Lebensläufe, die doch alle eines gemeinsam haben: die über Generationen wachgehaltene Erinnerung an das Schicksal ihres Volkes. Wie es sich anfühlt, in Deutschland auf türkische Nationalisten und Genozid-Leugner zu treffen, auch darüber sprechen junge deutsche Armenier in dieser 'Langen Nacht'.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Moderation: Vincent Neumann

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Ein Jahr nach dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen in die ČSSR
Feature von Heinz Hofmann
RIAS 1969

Der 15. Jahrestag der Invasion
Wolfgang Scheller im Gespräch mit dem Literaturwissenschaftler Eduard Goldstücker
RIAS 1983

Vorgestellt von Michael Groth

Am 21. August 1968 marschierten Truppen des damaligen Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei ein. Ein Jahr später, am 21. August 1969, nahm sich der RIAS Zeit für eine erste Bilanz: ein Feature von Heinz Hofmann. Anschließend ein Gespräch, das der Sender 1983 - 15 Jahre nach der Invasion - mit dem Literaturwissenschaftler Eduard Goldstücker führte.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Ute Welty

06:20 Wort zum Tage

Prälat Prof. Dr. Felix Bernard
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

Was will der Horst? - Die Union und der bayrische Störenfried
Von Michael Watzke

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Deutsche Sprache - schöne Sprache!
Gespräch mit Roland Kaehlbrandt, Vorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main und Mitglied des Kuratoriums der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

"Denial" von Yael Ronen im Maxim Gorki Theater Berlin
Von Michael Laages

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Kalkutta" von Shumona Shina
Rezensiert von Claudia Kramatschek

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Live mit Hörern
0 08 00.22 54 22 54
gespraech@deutschlandradiokultur.de

Wenn Alkohol zum Problem wird
Klaus Pokatzky im Gespräch
mit Prof. Dr. Johannes Lindenmeyer, Sucht-Experte und Direktor der Salus Klinik in Lindow und
mit Uli Borowka, ehemaliger Fußball-Profi

Ob als Stresskiller oder Lockermacher, als Anmach- oder Einschlafhilfe: Alkohol ist die Gesellschaftsdroge schlechthin. Kaum ein Fest oder Fußballspiel ohne "Stoff", kein Treffen mit Freunden ohne das berühmte "Gläschen in Ehren". Für viele endet dieser Spaß in einer Sucht. Etwa 1,8 Millionen Menschen in Deutschland sind alkoholabhängig, Schätzungen zufolge sterben jedes Jahr zwischen 42.000 und 74.000 Menschen an den Folgen ihres Alkoholkonsums. 15.500 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 17 Jahren werden wegen Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Darüber diskutiert Klaus Pokatzky mit Prof. Dr. Johannes Lindenmeyer, Sucht-Experte und Direktor der Salus Klinik in Lindow - und mit dem ehemaligen Fußball-Profi Uli Borowka. Er war selbst alkoholabhängig und hat einen Verein für Suchterkrankte gegründet.

Hörerinnen und Hörer können sich beteiligen unter der Telefonnummer 00800 2254  2254, per E-Mail unter gespraech@deutschlandradiokultur.de oder auf Facebook und Twitter.

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Café Central, Grillo-Theater Essen
Aufzeichnung vom 06.09.2016

Politik machen: Wie Werte und Worte benutzt werden

Andreas Urs Sommer, Professor für Philosophie
Werte. Warum man sie braucht, obwohl es sie nicht gibt
J.B. Metzler Verlag in Springer-Verlag GmbH 2016

Elisabeth Wehling, Linguistin
Politisches Framing. Wie eine Nation sich ihr Denken einredet - und daraus Politik macht
(edition medienpraxis) Herbert von Halem Verlag 2016

Jens Dirksen, Kulturchef der WAZ 

Moderation: Christian Rabhansl, Deutschlandradio Kultur

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  
Moderation: Panajotis Gavrilis

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Moderation: Jenny Genzmer

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur
Moderation: Vera Linss und Martin Böttcher

Die Messenger-Hölle: Die Kommunikation der Medusa
Gespräch mit Ole Reißmann von Spiegel online

Der Dashbutton von Amazon. Kann man ihn hacken?
Von Moritz Metz

Das neue Deus EX - Marcus
von Marcus Richter

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: Susanne Burkhardt

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Von den Internationalen Filmfestspielen Venedig
Moderation: Patrick Wellinski

Top Five: Die fünf besten Venedig-Filme
Von Hartwig Tegeler

Venedig der Mütter: Heldinnen auf dem roten Teppich und der Leinwand
Von Anna Wollner

Venedig Schwarz/Weiss: Warum so viele Filme die Farbe verweigern
Gespräch mit dem Filmregisseur Lav Diaz

Venedig ficton: Glaube an die schöne Lüge!
Gespräch mit Anke Leweke

Venedig non-fiction: Welche Rolle spielt die Tagespolitik?
Von Christiane Peitz

Venedig ganz göttlich: Wie produziert man einen Malick Film
Gespräch mit dem Produzenten Sophokles Tasioulis

Venedig ganz deutsch: Wo das Fördergeld geblieben ist
Gespräch mit dem Drehbuchautor Stefan Arndt und dem Filmregisseur Francois Ozon

Vorgespult: "Auf Augenhöhe", "Entertainment" und "My first Lady"
Vorgestellt von Noemi Schneider

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Moderation: Katja Bigalke

Bienvenidos a Pyöngyang
Von Julia Macher

Maß und Maßlosigkeit
Von Gesine Kühne

Abschied vom Kiosk
Von Katja Petrovic

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Panajotis Gavrilis

17:30 Uhr

Tacheles

Arbeit 4.0 - "Digitalisierung ist ein Prozess der schöpferischen Zerstörung"
Dr. Hubertus Porschen, DIE JUNGEN UNTERNEHMER, stellt sich den Fragen von Ulrich Ziegler

"Reden können viele, aber die Dinge werden nicht umgesetzt." Zwei Jahre nach dem Start der "Digitalen Agenda" der Bundesregierung zieht der Verband der JUNGEN UNTERNEHMEN eine kritische Bilanz. Als Beispiel nannte ihr Bundesvorsitzender, Hubertus Porschen, den zögerlichen Ausbau des Breitbandnetzes. Im Deutschlandradio Kultur sagte er: "Wenn wir beim Breitbandausbau in dem Tempo weitermachen, dann dauert es bis 2057, bis die flächendeckende Versorgung gewährleistet ist."

Dieses Tempo könne sich Deutschland nicht leisten. Die Startup-Mentalität müsse endlich auch in der Politik ankommen. Die Politik müsse endlich die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Unternehmensgründungen schnell, einfach, günstig und möglichst digital erledigt werden können. Als Vorbilder nannte Porschen Länder wie Österreich oder Estland, in denen die Digitalisierung in der Verwaltung schon weit fortgeschritten sei.

Digitalisierung müsse und werde in allen Bereichen Einzug halten. In der Politik, in der Verwaltung aber auch in alt eingesessenen Unternehmen. "Ich bin ein Verfechter von Schumpeter. Ich kenne den Prozess der der schöpferischen Zerstörung. Wir brauchen neue, frische Unternehmen, die auch den alt eingesessenen Unternehmen Feuer machen, damit die weiter innovativ sind."

Außerdem bräuchte man in einer Digitalen Arbeitswelt ein neues Arbeitsrecht, das auf die neuen Bedürfnisse Rücksicht nimmt. Und auch das Bildungssystem müsse sich mehr an den neuen Herausforderungen orientieren.

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

In ihrer Welt
Von Bernd Sahling
Regie: der Autor
Mit: Thomas Bading
Komposition: Oswald Schwander
Ton: Andreas Stoffels
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016
Länge: 53'56
(Ursendung)

In den 90er-Jahren gingen sehbehinderte Jugendliche auf Blindenschulen. Einige hatten den Mut, sich dem Schulalltag mit Sehenden zu stellen.

Jonas sagt: "Ich hatte immer ein völlig anderes Bild von Integration. Ich hätte mir gewünscht, dass ich eine Ahnung von der Welt kriege, und nicht die Sehenden eine Ahnung von Blinden." In den 90er-Jahren gingen sehbehinderte Jugendliche mehrheitlich auf die Internatsschulen für Blinde. Einige wenige hatten dennoch den Mut, sich dem Schulalltag mit Sehenden zu stellen. Ihre Mitschüler interessierten sich für Mode und gingen in die Disko oder ins Kino. Die tägliche Konfrontation mit dem Anderssein auszuhalten, war schmerzlich. Fünf ehemalige Integrationsschüler erinnern sich.

Bernd Sahling, geboren 1961 in Naumburg an der Saale, Autor und Regisseur. 1983 Volontariat im DEFA-Spielfilm-Studio in Babelsberg, anschließend Regieassistent. 1986-1991 Regiestudium an der HFF in Babelsberg, anschließend DAAD-Stipendiat in Chicago. Seitdem freier Autor und Regisseur für Kinderfilmproduktionen. 2004 Deutscher Filmpreis für "Die Blindgänger". Workshops zur Filmarbeit mit Kindern in Europa, Asien und Amerika. Mitglied der Deutschen Filmakademie, sowie zahlreicher Festivaljurys.

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Gluck Festspiele Nürnberg
Meistersingerhalle
Aufzeichnung vom 18.07.2016

Niccolo Piccini
"Iphigénie en Tauride"
Tragédie lyrique in vier Akten
Libretto: Alphonse du Congé Dubreuil nach Euripides

Iphigénie - Claudia Sorokina, Sopran
Oreste - Frederik Cornille, Bariton
Pilade - Benedikt Kristjansson, Countertenor
Thoas - Jean-Vincent Blot, Bariton
Diane - Pauline Courtin, Sopran
Vocalconsort Berlin
Camerata Salzburg
Leitung: Wolfgang Katschner

Künstler, Philosophen, Staatsmänner, Freigeister stritten im 18. Jahrhundert über die Zukunft. Diesem Streit verdanken wir die heutige Oper.

21:30 Uhr

Die besondere Aufnahme

Mieczysław Weinberg
Sonaten für Klavier

Elisaveta Blumina, Klavier

Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Eckhard Roelcke
u.a. Internationale Filmfestspiele Venedig 2016

Filmfestspiele Venedig: Die Goldenen Löwen sind vergeben
Gespräch mit Anke Leweke und Patrick Wellinski

Puder, Pomp und Dekadenz: "Barock - nur schöner Schein?" in Mannheim
Von Gerald Felber

Kulturpresseschau Wochenrückblick
Von Arno Orzessek

September 2016
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(Antoni Hoffmann/Filharmonia Poznańska)

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