Seit 15:05 Uhr Tonart

Dienstag, 10.12.2019
 
Seit 15:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Samstag, 13. Juli 2019
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

„Wir sind in unserer Haut gefangen“
Eine Lange Nacht über die Familie Wittgenstein
Von Barbara Giese
Regie: Sabine Fringes

In seinem Streben nach Wahrhaftigkeit trennte sich der Logiker und Sprachphilosoph Ludwig Wittgenstein nach dem Ersten Weltkrieg unter den Eindruck seiner Tolstoi-Lektüre von seinem großen ererbten Vermögen. Für seine Erkenntnisse spielte auch das familiäre Umfeld eine Rolle. „Es gibt eine Unzahl allgemeiner Erfahrungssätze, die uns als gewiss gelten. Dass Einem, dem man den Arm abhackt, er nicht wieder wächst, ist ein solcher.“ Dieser Satz könnte mit Blick auf das Schicksal seines Bruders Paul entstanden sein. Der Pianist Paul Wittgenstein hatte im Krieg den rechten Arm verloren, doch in der Pflicht sich selbst gegenüber war er genauso kompromisslos wie sein jüngster Bruder. Er wurde zum Auftraggeber der Werke für die linke Hand von Benjamin Britten, Erich Wolfgang Korngold, Sergej Prokofjew, Maurice Ravel und Richard Strauss. Mit einigen Kompositionen war er nicht einverstanden und ließ sie unveröffentlicht in der Schublade liegen; das Concerto von Ravel hingegen gilt als eines wichtigsten Werke der Zwischenkriegszeit. Durch ungeheure Selbstdisziplin meisterte Paul als einarmiger Pianist eine einmalige Karriere. Hindemiths Klaviermusik mit Orchester op. 29 für Paul Wittgenstein wurde 2002 im Nachlass der Witwe des Pianisten in New York entdeckt und im Dezember 2004 uraufgeführt. Begabt und diszipliniert waren alle acht Kinder der Familie des Stahlmagnaten Karl Wittgenstein, eines großen Förderers der Künste, in dessen Haus Johannes Brahms, Richard Strauss, Gustav Mahler und die Wiener Avantgarde verkehrte. Glücklich waren sie nicht.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Moderation: Vincent Neumann

50 Jahre Mondlandung - der Klang des Weltraums in der Filmgeschichte

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Der schwere Weg der Weimarer Republik (3/5)
Hauptsätze! Hauptsätze!
Kurt Tucholkskys kritischer Journalismus
Von Michael Hase
RIAS Berlin 1970

Jasager und Neinsager
Politisches Theater 1917-1933
Von Michael Hase
RIAS Berlin 1968

Vorgestellt von Michael Groth
(Teil 4 am 10.08.2019)

Als zeitweiliger Mitherausgeber der ‚Weltbühne‘ warnte Kurt Tucholsky in der Weimarer Republik unentwegt vor der Rechten und den Nationalsozialisten. Auch das Theater ergriff Partei und trug zur Polarisierung der Gesellschaft bei.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Ute Welty

06:20 Wort zum Tage

Johanna Vering, Buchen
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Wie man das Samen-Archiv der Welt vorm großen Schmelzen sichert
Gespräch mit Rainer-Helge Braun, Projektleiter für die Renovierung des Welt-Samentresors

08:00 Nachrichten

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Das Haus der unfassbar Schönen" von Joseph Cassara
Rezensiert von Dirk Fuhrig

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Wie schaffen wir gleichwertige Lebensverhältnisse?

Gäste: Sandra Nachtweih, Bürgermeisterin von Pasewalk - und
Prof. Dr. Klaus J. Beckmann, Verkehrs- und Stadtplaner

Moderation: Susanne Führer

Live mit Hörern
0800 2254 2254
gespraech@deutschlandfunkkultur.de

Wie lebt es sich in Deutschland? Antworten gibt der aktuelle "Deutschlandatlas“ der Bundesregierung. Das Ergebnis: Von gleichwertigen Lebensverhältnissen sind wir meilenweit entfernt. Wie können wir sie schaffen? Diskutieren Sie mit!

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Christian Rabhansl

"Heimat. Kann die weg?"
Ein Gespräch mit Politikerin Muhterem Aras und Kulturwissenschaftler Hermann Bausinger

Ein Jahr nach dem NSU-Prozess:
"Der Prozess: Der Staat gegen Beate Zschäpe u.a"
Gespräch mit Autorin Gisela Friedrichsen

Buchkritik:
"Klare, lichte Zukunft" von Paul Mason
Rezensiert von Catherine Newmark

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 - Der Tag mit ...

Dr. Ursula Weidenfeld
Moderation: Axel Flemming

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

Das Museum im Netz
Von Matthias Finger

Digital-Strategien der Museen
Löst der virtuelle Museumsrundgang den analogen ab
Gespräch mit Prof. Dr. Tobias Nettke

Das Ende der Filter
Die neue Authentizität auf Youtube und Instragram
Gespräch mit Anika Meier

Kunstprojekt
"Kryptomining mit Pflanzen"
Wenn das Geld unter der Erde wächst
Von Friedemann Brenneis

Medien und Meinung
Von Azadê Peşmen

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: Janis El-Bira

"From Stonewall to Queertopia"
Queeres Festival an den Münchner Kammerspielen
Gespräch mit Mitgliedern der KammerQueers an den Münchner Kammerspielen Lola Fonsèque und Keith King

Theaterwallfahrten
Passions- und Tiroler Festspiele parallel in Erl
Von Bernhard Doppler

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Susanne Burg

Noch schnell die Welt retten
Eine Superheldin im Wahn - "Electric Girl"
Gespräch mit Ziska Riemann, Filmregisseurin

Vorgespult:
"Back to Maracana" / "Messer im Herz" / "König der Löwen"
Von Christian Berndt

Erster deutscher Netflix-Film
"Kidnapping Stella"
Gespräch mit Thomas Sieben, Drehbuchautor

Das Filmland Indien 2019
Die Indo-German Film Week
Von Antje Stiebitz

Harry und Sally
Vor 30 Jahren haben sie sich getroffen
Von Andreas Kötzing

Endlich fertig?
Apokalypse Now Final Cut
Von Patrick Wellinski

Top Five:
50 Jahre Mondlandung
Von Hartwig Tegeler

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart

Serie: "La vie en rose" (3)
Fahren
Von Tom Heithoff

Eröffnungskolumne
Ehen vor Gericht
Von David Tschöpe

Scheidung als TV-Show der 70er
"Ehen vor Gericht"
Gespräch mit Klaudia Wick

"Bis dass der Tod euch scheidet"
Eheauflösung in der katholischen Kirche
Gespräch mit Prof. Dr. Thomas Schüller, Theologe

Mut´a
Die Ehe auf Zeit verbeitet sich in der islamischen Welt
Von Hüseyin Topel

Leben nach der Scheidung
Mit Co-parenting-App
Von Nicole Markwald

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Axel Flemming

17:30 Uhr

Tacheles

Iran-Konflikt: "Die Lage ist sehr gefährlich"
Azadeh Zamirirad, Wissenschaftlerin bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin, stellt sich den Fragen von Patrick Garber

Eigentlich will am Persischen Golf niemand einen Krieg, sagt die Politologin Azadeh Zamirirad. Aber Irans Strategie der schrittweisen Eskalation dort sei äußerst riskant. Und die US-Politik helfe vor allem den Hardlinern in Teheran.

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Disruptor Amazon
Wie Zerstörung unser Leben schöner machen soll
Von Peter Kessen
Regie: Felicitas Ott
Mit: Mark Oliver Bögel, Marit Beyer und Andreas Klaue
Ton: Karl-Heinz Runde
Produktion: SWR 2018
Länge: 54'33

Zerstörung bestehender und Aufbau eigener Strukturen - Amazon und sein Gründer Jeff Bezos gelten als Musterbeispiele für die ökonomische Disruption. Wie geht der Internetgigant vor? Und was entsteht aus den Trümmern?

Ein großer Zerstörer, das ist er für die Zeitung Die Welt: Jeff Bezos, der Gründer von Amazon. Mit rund 100 Milliarden Dollar ist Bezos der reichste Mensch der Welt. Amazon gilt als Beispiel für die Wirtschaftstheorie der Disruption: Mit technologischen Revolutionen zerstören neue Unternehmen ihre Konkurrenten, Märkte und Arbeitsstrukturen, um eigene Strukturen zu schaffen. Was sind die Konsequenzen? Und welche neue Ökonomie entsteht für Beschäftigte, Händler und Kunden?

Peter Kessen, geboren 1963, Deutsche Journalistenschule, Promotion über die ästhetische und politische Linke in den 1960er-Jahren in München, seit 1996 freier Journalist in Berlin, Schwerpunkt Features und Reportagen im Bereich Wirtschaft und Soziales: "Die Biobranche zwischen Alternativrevolte und Dumpingkapitalismus" (WDR 2013), "Ueberau - Das schönste und kommunistischste Dorf Deutschlands" (SWR 2015). Zuletzt: "Die Fauistas. Das neue Proletariat und die Gewerkschaftsriesen" (SWR 2017).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Theater Chemnitz
Aufnahme vom 03./04.06.2019

Franz von Suppé
‚Der Teufel auf Erden‘
Fantastisch-burleske Operette auf ein Libretto von Karl Juin und Julius Hopp
Textliche Neufassung: Alexander Kuchinka
Musikalische Revision: Jakob Brenner

Ruprecht - Alexander Kuchinka, Sängerschauspieler
Rupert - Matthias Winter - Bariton
Mutter Aglaja - Dagmar Schellenberger, Sopran
Oberst Donnersbach - Gerhard Ernst, Sängerschauspieler
Amanda/ Amalia/ Amira - Marie Hänsel, Sopran
Isabella/ Isolde/ Iska - Sophia Maeno, Mezzosopran
Isidor/ Isbert/ Ismail - Andreas Beinhauer, Bariton
Reinhart/ Reinwald/ Reiner - Reto Rosin, Tenor
Haderer/ Thomas/ Vizeleutnant Nebel/ Herr Kappe - Matthias Otte, Sängerschauspieler
Tanzschulleiter - Carsten Knödler, Schauspieler

Opernchor der Theater Chemnitz
Robert-Schumann-Philharmonie
Leitung: Jakob Brenner

Was macht der gestresste Oberteufel, wenn es ihm in seinem Reich zu voll wird, weil heutzutage wirklich jeder in die Hölle will? Er lässt sich auf der Erde nieder. Kein Wunder, dass das Höllenleben ohne Regierungschef völlig aus dem Ruder läuft und die Belegschaft überfordert ist. Wieso ist er auch ausgerechnet jetzt nicht da? Und wo, zum Teufel, steckt er eigentlich genau? Der einzige Ausweg scheint zu sein, dass einer der Unterteufel die Erdenleiter hinaufklettert, um nach dem Chef zu suchen. Auf seiner Reise streift er nicht nur durch die Kontinente, sondern auch durch die Jahrhunderte, um festzustellen, dass das Leben auf der Erde viel teuflischer ist, als er je geahnt hat.

22:00 Uhr

Die besondere Aufnahme

Witold Lutosławski
Konzert für Violoncello und Orchester

Johannes Moser, Violoncello
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Thomas Søndergård

Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Britta Bürger

Von Haustieren und Antihelden
Skulpturen von Thomas Schütte in Bregenz
Von Johnnes Halder

Die Macht der Masse
Ausstellung von Clemens von Wedemeyer in Leipzig
Von Nadja Bascheck

Kulturpresseschau
Wochenrückblick
Ulrike Trimm

August 2017
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