Seit 01:05 Uhr Tonart

Montag, 27.01.2020
 
Seit 01:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Freitag, 26. August 2016
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Klangkunst

Nouvelles Aventures
Von Hanno Leichtmann
Mit: Jörg Hartmann, David Moss
Produktion: Deutschlandradio Kultur/Internationales Musikinstitut Darmstadt 2016
Länge: 52'06
(Ursendung)

Ein Remix aus 70 Jahren Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik.

Seit 70 Jahren trifft sich die Musikwelt in Darmstadt: Bei den Ferienkursen des dortigen Musikinstituts erscheint alles, was als Komponistin/Komponist oder Interpretin/Interpret Rang und Namen hat. Zum Jubiläum werfen die Ferienkurse einen Blick zurück und öffnen ihr Archiv. Unter dem Titel 'historage' erhalten Künstlerinnen und Künstler der Gegenwart Zugang zu der Schatzkammer aus Konzertmitschnitten, Vorträgen und Diskussionen. Einer davon ist der Elektronikmusiker Hanno Leichtmann. Für Deutschlandradio Kultur komponiert er seinen persönlichen Parcours durch die Hinterlassenschaften von Stockhausen, Boulez, Ligeti und Co. Seine Arbeit ist Collage, Remix und Hommage gleichzeitig. Dafür wendet er vorrangig Klangbearbeitungs- und Kompositionsmethoden an, die stark vom Studio für Elektronische Musik Köln sowie von der Musique Concrète beeinflusst sind.

Hanno Leichtman, 1970 geboren, kam Anfang der 90er-Jahre als Schlagzeuger der Improvisierten Musik nach Berlin und gründete mit anderen Musikern die sogenannte "EchtzeitMusikSzene". Ende der 90er-Jahre wandte er sich der Elektronischen Musik zu, veröffentlichte unter dem Pseudonym STATIC etliche Tonträger und tourte durch Europa, Japan, Nord und Südamerika.
Er schrieb zusammen mit Lars Rudolph die Musik zum Tanzstück und Film "Allee der Kosmonauten" von Sasha Waltz and Guests, komponierte den Soundtrack zu Christoph Schlingensiefs nie vollendetem Film "African Twintowers" sowie Hörspielmusiken unter der Regie von Leonard Koppelmann für WDR und NDR.

In den letzten Jahren stellte er vier Arbeiten auf Grundlage von (Klang)Archiven vor, zwei Longplayer und zwei Klanginstallationen: Unfinished Portrait of ROEDELIUS Today, Haus der Kulturen der Welt Berlin und PRIMITIVA im Osthaus Museum Hagen.

Seit 2008 ist er auch mit Denseland (mit Hannes Strobl und David Moss) sowie mit Groupshow (mit Jan Jelinek und Andrew Pekler) aktiv. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen gehören "Minimal Studies" 2013 und "Unfinished Portrait of Youth Today" 2015.

Leichtmann ist auch als Kurator genreübergreifender Festivals und Musikreihen tätig:
MY FAVOURITE THING - Festival für Schlagzeug und Elektronik
LETRA / TONE - Festival für Grafik und Musik
MINIMAL STUDIES - Festival für zeitgenössische Minimal Music
GRAND JETÉ - eine Veranstaltungsreihe für spartenübergreifende elektronische Musik

Hanno Leichtmann lebt und arbeitet in Berlin.
www.hannoleichtmann.com

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Weltmusik
Moderation: Wolfgang Meyering

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Dieter Kassel

05:30 Nachrichten

05:50 Kalenderblatt

Vor 175 Jahren: Hoffmann von Fallersleben dichtet das "Lied der Deutschen"

06:00 Nachrichten

06:20 Wort zum Tage

Vera Krause
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Politisches Feuilleton

Polen - Eine wichtige Freundschaft für Deutschland
Von Klaus-Dieter Kottnik

07:30 Nachrichten

07:40 Alltag anders

Patenkind
Von Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt

07:50 Interview

Gesucht: Die letzten weißen Flecken auf der Weltkarte
Manfred Ferdinand Buchroithner, österreichischer Kartograph, Geologe, Hochgebirgsforscher, Bergsteiger sowie Professor für Kartographie an der TU Dresden

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

Jake Bugg - gestern Abend in der Kölner Philharmonie

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Lexikon der Phantominseln" von Dirk Liesemer

09:00 Uhr

Nachrichten

09:07 Uhr

Im Gespräch

Peking ist viel mehr als nur Smog
Ulrike Timm im Gespräch mit der Journalistin Ruth Kirchner, von 2005 bis 2015 Korrespondentin in China

Chinas Wanderarbeiter, die Familienpolitik und der Smog in Peking gehörten zu den wiederkehrenden Themen in den Berichten der ARD-Hörfunkkorrespondentin Ruth Kirchner. Zehn Jahre lang gab sie den Hörerinnen und Hörern in Deutschland einen tiefen und auch persönlichen Einblick in die chinesische Politik und Gesellschaft. Ruth Kirchners Faszination für die Vielfalt der Volksrepublik, ihre Fremdheit und Widersprüche hält immer noch an, obwohl sie inzwischen mit ihrer Familie wieder in Deutschland lebt.
Die beiden Kinder der Journalistin sind in der 22-Millionen-Metropole Peking aufgewachsen und haben mit ihren Eltern den Jangtse-Fluss bereist und auf der Chinesischen Mauer gezeltet. Zurück in Deutschland wundern sie sich darüber, dass sie oft nur nach dem Leben mit dem Smog gefragt werden.
Warum sie in ihrem Pekinger Supermarkt immer nach Importfleisch suchte, und warum ihr Umzugscontainer mit einem Monat Verspätung wieder in Berlin ankam, davon wird Ruth Kirchner in der Sendung Im Gespräch erzählen.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:07 Uhr

Lesart

Das Literaturmagazin
Moderation: Frank Meyer

"Die Welt im Rücken" - wie ein Autor mit seiner bipolare Störung umgeht
Gespräch mit dem Autor Thomas Melle

Lyriksommer
Titus Meyer über Martin Mooz

"Schnee" von Maxence Fermine

... liest Musik: „Coolaid Man“ von Snoop Dogg

Straßenkritik: "Der Weisheit letzter Kuss" von Susan Mallery

Ihr Buchhändler empfiehlt:
Stories! Buchhandlung

11:00 Uhr

Nachrichten

11:07 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Vormittag
Moderation: Carsten Beyer

Void - Das neue Album der Singer/Songwriterin Andrea Schröder
Gespräch mit der Künstlerin

Das muss man gehört haben oder auch nicht!

11:30 Musiktipps

11:35 Klassik

Bach in neuem Design? - Die Köthener Bachfesttage 2016
Gespräch mit Folkert Uhde, zum 1. Mal künstlerischer Leiter der Bachfesttage

12:00 Uhr

Nachrichten

12:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Mittag
Moderation: André Hatting

12:50 Mahlzeit

Von Udo Pollmer

13:00 Nachrichten

13:30 Uhr

Länderreport

Helgoland, 26. August 1841. Die Insel, Fallersleben und "Das Lied der Deutschen"

14:00 Uhr

Nachrichten

14:07 Uhr

Kompressor

Das Kulturmagazin
Moderation: Timo Grampes

Die Anti-Bravo: Willy Fleckhaus' Bildsprache in der "Twen"
Gespräch mit Kurator Hans Michael Koetzle, Museum für angewandte Kunst Köln

Nirgendwo war die "Bravo" so wertvoll wie in der DDR
Gespräch mit Vladimir Balzer

Fundstück 05: Allen Ginsberg - Ruhr-Gebiet
Von Paul Paulun

Lippenstift, Luxus, Glamour?
Eine künstlerische Analyse der russischen Gesellschaft
Gespräch mit der Natalia Gershevskaya, Kunsthistorikerin und Kuratorin

14:30 Kulturnachrichten

15:00 Uhr

Kakadu

15:00 Nachrichten für Kinder

15:05 Entdeckertag

Keine Seite ohne Aufgabe
Über die Geschichte des Schulbuchs
Von Kati Obermann
Moderation: Tim Wiese

Man muss keine Leseratte sein, um jeden Tag in diese Bücher zu gucken. Sie gehören zur Schule wie der Ranzen oder die Federtasche. Die Rede ist von euren Schulbüchern. Aber: Was macht eigentlich ein gutes Schulbuch aus? Wie sollte es sein, damit das Lernen wirklich Spaß macht? Und: Lernen alle Menschen gleich? Oder sehen Schulbücher in anderen Ländern ganz anders aus? Wir finden es heraus. Im Leibniz-Institut für internationale Schulbuch-Forschung. Dort stehen mehr als 180000 Schulbücher aus der ganzen Welt - auch die, mit denen eure Eltern Lesen und Schreiben gelernt haben.

15:30 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Nachmittag
Moderation: Oliver Schwesig

Ein Wegbereiter des Modern Jazz - Zum Tod von Rudy van Gelder
Gespräch mit Bert Noglik, Ex Jazzfest-Leiter

Das muss man gehört haben oder auch nicht!
Von Uwe Wohlmacher

"Ihr von der Bravo habt ja keine Ahnung" - Der Popmusikfotograf Didi Zill

"Ich will nicht in den Himmel" - Hans Scheibner wird morgen 80 Jahre alt
Gespräch mit dem Kabarettisten

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Abend
Moderation: Vladimir Balzer und Axel Rahmlow

17:30 Kulturnachrichten

18:00 Uhr

Nachrichten

18:07 Uhr

Wortwechsel

Smartphone-Verbot in Schulen: Sinnvolle Maßnahme?
Darüber diskutieren:
Ties Rabe, SPD, Hamburger Senator für Schule und Berufsbildung
Josef Kraus, Präsident Deutscher Lehrerverband
Paula Bleckmann, Professorin für Medienpädagogik an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn
Konstantin Gülden, Gymnasiast, Mitglied Landesschülerausschuss Berlin

Moderation: Oliver Thoma

In vier Bundesländern beginnt in dieser Woche wieder die Schule - darunter im bevölkerungsreichen Nordrhein-Westfalen. Dort befürchten einige Lehrer und Eltern, die virtuellen Monster von "Pokémon Go" könnten den Unterricht stören. Sie fordern deshalb ein generelles Smartphone-Verbot für alle Schulen. Antiquierte Maßnahme oder pädagogische Notwendigkeit? In Bayern sind Mobiltelefone im Schulunterricht seit zehn Jahren verboten. Andererseits weisen Bildungsexperten auf die didaktischen Nutzen neuer Medien hin: Durch Smartphones, Tablets & Co. würde der Unterricht moderner, Lehrer könnten sich besser auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Schüler einstellen.
Sollten Mobiltelefone in Schulen generell verboten werden? Ließe sich das praktisch überhaupt durchsetzen? Oder sind das Maßnahmen von gestern, die die Chancen des digitalen Lernens behindern? Wie steht es mit der digitalen Schule in Deutschland und wie mit der Medienkompetenz deutscher Schüler und Lehrer?

19:00 Uhr

Nachrichten

19:07 Uhr

Aus der jüdischen Welt mit "Shabbat"

500 Jahre venezianisches Ghetto
Von Arkadiusz Luba

Zum Schabbat
Salamone de' Rossi:
"Mizmor Letoda", der 100. Psalm
"Lemi Echpots"
Mänerchor Pro Cantione Antiqua
Leitung: Sydney Fixman
venezianische Synagogenmusik aus der Zeit des Ghettos. Sie wurde erstmals 1623 in Venedig veröffentlicht.

Moderation: Miron Tenenberg  

Das Ghetto Nuovo in Venedig begeht in diesem Jahr das 500-jährige Jubiläum. Doch Juden kommen deswegen nicht wirklich in Feierlaune. Immerhin stehen Ghettos für Verfolgung, Unterdrückung und Ausgrenzung. Das war vor 500 Jahren nicht anders.
Jüdinnen und Juden wurden selbst im damals reichsten, mächtigsten und liberalsten Stadtstaat Europas - der Republik Venedig - per Dekret gezwungen, in einem abgetrennten, verschlossenen und überwachten Teil der Stadt zu leben. Ein Zeichen der Trennung, aber auch des Schutzes. Denn die Behörden sicherten ihnen Schutz vor Pogromen und Inquisition zu.
Venedig hat das Ghetto nicht erfunden. Doch das Ghetto in Venedig gab der Diskriminierung einen Namen.
"Geto" hieß das Viertel, in dem die Juden nun leben mussten; Venezianisch für Gießerei. Es war der verlassene Bezirk der unbeliebten Eisengießer. Eingewanderte deutsche Juden hatten jedoch ihre Probleme mit dem weichen G, das "Dsch" ausgesprochen wurde: Geto. Sie sprachen das G jedoch wie im Deutschen aus und so verhärtete das Wort mit der Zeit. Dadurch wurde das H nach dem G notwendig, damit es auch im Italienischen Ghetto ausgesprochen werden konnte.
Gut 400 Juden leben heute noch in Venedig, davon aber nur drei Familien im Ghetto. Es ist jedoch immer noch jüdisches Zentrum der Stadt und besitzt ein jüdisches Restaurant, eine koschere Bäckerei, einige Buchhandlungen, Galerien, ein jüdisches Altenheim, ein Museum und eine handvoll Synagogen. Zynischerweise steht das Ghetto wieder unter Polizeischutz. Ein Arbeitscontainer dient dort als lokale Wache.

19:30 Uhr

Zeitfragen. Literatur

Lyriksommer
"ma belle - skalpelle..."
Lyriker remixen Reime, Verse, Sonette
Von Astrid Mayerle
(Wdh. v. 28.08.2015)

Zeitgenössische Lyriker setzen wieder auf Rhythmen und Klangbilder und greifen zu bekannten Formen wie Vers und Reim.

Im Gegensatz zu allen anderen Textarten zeichnet sich das Gedicht dadurch aus, dass es die Nähe zum Lied, zum Song, zum Sprechgesang sucht - und findet. Um der Alltagssprache zu entkommen, setzen zeitgenössische Lyriker wieder auf Rhythmen, Klangbilder und Wortcluster, wobei sie zu bekannten Formen wie Vers und Reim greifen. Während spätestens die Moderne ein Gipfeltreffen von Mund, wund, Schwund noch verpönt hat, erscheint genau das jetzt wieder möglich - vorausgesetzt, es ist klug arrangiert und erzeugt wie etwa bei Sina Klein neue Liebesmetaphern, in denen der Specht in Doppelbesetzung auch noch Nachtigall und Lerche ablöst. Sina Klein versteht die neue Hinwendung zu Reim und Vers als Antwort auf die Rationalisierungsprozesse in der Sprache der Gegenwart. Jan Wagner hält strenge Formen wie das Sonett für "ein Korsett, in dem man besonders gut atmen kann". Dagmara Kraus setzt auf die Assoziationskraft der kapriziösen Wortmalerei, wie sie im Frankreich des 13. Jahrhunderts in sogenannten Fatrasien entwickelt wurde und unterzieht die simplen Reime dieser Unsinnspoesie einem lyrischen Upgrading. Eine Sendung über die Freiheit der Form und die Strenge des Spiels.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Raritäten der Klaviermusik
Live aus dem Rittersaal im Schloss vor Husum

Baldassare Galuppi
Sonate F-Dur

Carl Philipp Emanuel Bach
Sonate G-Dur Wq 62/19

Johann Sebastian Bach
Siciliano aus: Sonate Nr. 2 Es-Dur für Flöte und obligates Cembalo BWV 1031
bearbeitet für Klavier von Ignaz Friedman

Johann Sebastian Bach
Fantasie und Fuge g-Moll für Orgel BWV 542
bearbeitet für Klavier von Franz Liszt

César Franck
Prélude, Fugue et Variation op. 18 Nr. 3 für Orgel
bearbeitet für Klavier von Ignaz Friedman

Franz Liszt
Klavierstück Fis-Dur
Hymne de la nuit
Csárdás macabre

ca. 20:50 Konzertpause

Nikolaj Medtner
Märchen op. 34 Nr. 1
Canzona serenata op. 38 Nr. 6

Sergej Rachmaninow
Sonate Nr. 1 d-Moll op. 28

Zlata Chochieva, Klavier

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Thomas Jaedicke

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Eckhard Roelcke

Verhüllung- Über die "Last" des Stoffes
Gespräch mit dem Performancekünstlerin Nezaket Ekici

"Kadir, der Krieg und die Katze des Propheten" Jugendbuch zur Terrorradikalisier
von Holger Schmidt

Lyriksommer Gerhard Falkner über Tristan Marquardt (25)
Von André Hatting

Kulturpresseschau
Von Arno Orzessek

23:30 Kulturnachrichten

August 2016
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