Seit 19:30 Uhr Zeitfragen. Feature

Montag, 25.05.2020
 
Seit 19:30 Uhr Zeitfragen. Feature
Tagesprogramm Samstag, 13. August 2016
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Gebt mir Sand, Wasser und Gold
Die Lange Nacht von der Insel Wannsee
Von Katharina Palm
Regie: Beate Ziegs
(Wdh. v. 03./04.08.2013)

Wilhelm Conrad saß in Stimmings Krug und schaute auf den großen Wannsee. Dieses Gasthaus hatte einst traurige Berühmtheit durch Heinrich von Kleist erlangt und lag direkt hinter der Brücke, wenn man von Berlin kam, auf der Insel Wannsee. Hier sollte nach Conrads Willen die nobelste Villenkolonie Berlins entstehen und was er sich in den Kopf gesetzt hatte, das setzte er auch um. In dieser Villenkolonie Ahlsen, wie er sie später nannte, wohnten nur ein paar Jahre später jene, die in Berlin Rang und Namen hatten, Künstler, Industrielle und Bankiers. Sie ließen sich von berühmten Architekten spektakuläre Häuser und Gärten bauen. Man pflegte das gesellige Beisammensein und lud sich gegenseitig ein, unabhängig von jeder Religionszugehörigkeit. Mit der eigens für die Villenkolonie Ahlsen gebauten S-Bahn zog es auch die armen Berliner an den Wannsee. Sie stiegen hier ins Wasser, um zu baden, was jedoch streng verboten war. Schließlich kamen sie in solchen Scharen, dass es schließlich doch erlaubt wurde, und so entstand das Strandbad Wannsee, der Lido der Armen. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten versank das Paradies im braunen Sumpf. Die Aufarbeitung dieser dunklen Geschichte war mit zähem Ringen verbunden, das heute in mehreren Villen dokumentiert wird. Hier spiegelt sich auf kleinstem Raum die kulturelle und politische Geschichte Deutschlands der letzten 200 Jahre wider. Die verloren gegangene Vielfalt in Berlin-Wannsee lässt diese 'Lange Nacht' wieder auferstehen.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Moderation: Vincent Neumann

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

"Hei lewet noch, der alte Finck"
Eine Erinnerung an den Kabarettisten Werner Finck
Von Marianne und Otto Draeger
DLF 1992
Vorgestellt von Michael Groth

„Hei lewet noch, der alte Finck“ die Überschrift eines Gedichtes, das der gebürtige Görlitzer kurz nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb. Eine Sendung mit vielen akustischen Eindrücken des, wie er sich selbst nannte, Spaßmachers, mit Rückblicken auf die Jugend in der Vaterstadt, auf den kabarettistischen Widerstand im Dritten Reich, und auf die für Finck nicht leichte Nachkriegszeit.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
u.a. Olympische Sommerspiele in Rio de Janeiro 2016
Moderation: Ute Welty

06:20 Wort zum Tage

Hans-Peter Weigel
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

Donald Trump und seine Entgleisungen
Von Marcus Pindur

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Eat this!?
Warum Essen immer politisch ist - auch im US-Wahlkampf
Gespräch mit Prof. Dr. Jürgen Martschukat, Prof. am Institut für Geschichte Nordamerikas an der Uni Erfurt

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

Auftakt bei der Ruhrtriennale: Mit Emcke-Rede und "Alceste"-Premiere
Von Stefan Keim

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Das 48-Stunden-Gedicht" von Jürg Halter und Tanikawa Shuntaro
Rezensiert von Carsten Hueck

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

55 Jahre Mauerbau
Wie können wir unsere Geschichte lebendig halten?
Ulrike Poppe, ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin und heutige Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur in Brandenburg
Klaus-Jürgen Wetz, Geschichtslehrer
Moderation: Klaus Pokatzky

Am 13. August jährt sich der Mauerbau zum 55. Mal; daran erinnert eine Vielzahl von offiziellen Gedenkveranstaltungen. Wie wird dieses entscheidende Datum, wie wird die deutsch-deutsche Teilung, heute noch in unserer Gesellschaft erinnert? Spielt das Thema 27 Jahre nach der Wende noch eine Rolle in Familien, im Kollegenkreis? Wie offen wird darüber geredet, zum Beispiel in Orten oder Familien, in denen es Stasiopfer - oder auch Täter gegeben hat? Was geben die Erwachsenen an die Kinder weiter über die Zeit, als Ost- und Westdeutschland noch geteilt waren?

Hörerinnen und Hörer können sich beteiligen.
Telefonnummer 00800 2254  2254
E-Mail unter gespraech@deutschlandradiokultur.de
Facebook und Twitter

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Ernst Rommeney

Gespräch mit Ulrich Grober
über
Der leise Atem der Zukunft
Vom Aufstieg nachhaltiger Werte in Zeiten der Krise
Oekom Verlag München

Sarah Leonard, Bhaskar Sunkara
Die Zukunft, die wir wollen
Radikale Ideen für eine neue Zeit
Aus dem amerikanischen Englisch
von Gabriele Gockel, Jochen Schwarzer und Robert A. Weiß
Europa Verlag Berlin München Zürich Wien
Rezensiert von Johannes Kulms

Robert B. Reich
Rettet den Kapitalismus!
Für alle, nicht für 1 %
Aus dem Englischen von Bernhard Schmid
Campus Verlag Frankfurt-New York
Rezensiert von Marcus Pindur

Gespräch mit Michael Gamper
über
Der große Mann
Geschichte eines politischen Phantasmas
Wallstein Verlag Göttingen

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  
Moderation: Marcus Pindur

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Mofderation: Panajotis Gavrilis

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

Topic
Be excellent to each other
Gespräch mit Christian Fuchs

Kuba: Die Regierung öffnet das Internet
Von Andreas Boueke

Das wöchentliche Datenpaket
Von Anna Goretzki

Netzkultur
Eine Schöpfung als Spiel - das langerwartete Spiel No Man's Sky
Gepräch mit Christian Schiffer

Medien und Meinungen
Von Jochen Dreier

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: Susanne Burkhardt

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Patrick Wellinski

Ein Abend auf der Piazza Grande
Gespräch mit Anke Leweke

Top Five: Die Bewegendsten Piazza-Abende 2016
Von Peter Claus

Ihre Bilder, Ihre Blicke - Regisseurinnen dominieren Locarno
Gespräch mit der Regisseurin Angela Schanelec

Geliebt und Verdrängt: BRD-Kino Retro 49-63
Gespräch mit Olaf Möller, vom Verband der Berliner Club-, Party- und Kulturereignisveranstalter e.V.

Die Gewinner stehen fest - Wer gewinnt den Goldenen Leoparden
Gespräch mit Anke Leweke

Vorgespult: "Suicide Squad", "Alles was kommt" & "Captain Fantastic"
Vorgestellt von Christian Berndt

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Von schwarz bis schmutzig - Geschichten aus dem Club

Clubmode - alle tragen Schwarz
Von Gesine Kühne

Ravers Little Helper - Tripsitter und Drogenberater
von Matthias Finger

Clubbeputzer - arbeiten, wo andere Urlaub vom Alltag machen
Von Björn Krass

Zukunftsmusik - über den Club hinaus
Von Dennis Kastrup

Echtzeit-Serie "Mutti und ich", Folge 5 "Haustürgeschäfte"
Von Marietta Schwarz

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
u.a. Olympische Sommerspiele in Rio de Janeiro 2016
Moderation: Marcus Pindur

17:30 Uhr

Tacheles

Radikalisierung unter jungen Muslimen: "Ich vermisse die innerislamische Debatte"
Ahmad Mansour, arabisch-israelischer Psychologe und Radikalisierungs-Experte, im Gespräch mit Christian Rabhansl

Nach dem ersten islamistischen Sprengstofanschlag in Deutschland fordern Innenpolitiker schärfere Sicherheitsgesetze. Was taugen die Vorschläge? Warum scheinen Muslime besonders anfällig für Extremismus? Welche Rolle spielt unterdrückte Sexualität, wenn Jugendliche sich radikalisieren? Und bringen die Flüchtlinge neue Gefahren nach Deutschland?

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Gelegs Reise
Wie tibetische Flüchtlingskinder in die Schweiz kamen
Von Nathalie Nad-Abonji
Regie: Petra Feldhoff
Mit: der Autorin, Robert Dölle, Felix von Manteuffel, Caroline Schreiber, Alexandra von Schwerin und Daniel Berger
Ton: Gertrud Melcher
Produktion: WDR/RBB 2015
Länge: 52'42

Das tibetische Flüchtlingskind Geleg Chodak begibt sich auf die Suche nach seinen Wurzeln.

Es ist eine Reise in die eigene Vergangenheit, auf die sich der Tibeter Geleg Chodak begibt: von Basel nach Dharamsala in Indien. 1964, als Siebenjähriger, wurde er von dort zu Pflegeeltern in die Schweiz gebracht. Zwischen 1960 und 1964 vermittelte der Industrielle Charles Aeschimann 158 tibetische Kinder an Schweizer Familien. Geleg und die anderen Kinder kamen aus einem Heim in Dharamsala. Dort befindet sich seit 1960 der Sitz der tibetischen Exilregierung.

Nathalie Nad-Abonji, geboren 1975, ist Schweizerin, lebt und arbeitet seit über 20 Jahren in Deutschland. Bevor sie 2009 begann, als Hörfunkautorin für die ARD und das Schweizer Radio zu arbeiten, war sie Tänzerin. Zuletzt für Deutschlandradio Kultur: "Die lange Reise - ein Afghanistan Veteran kämpft sich zurück ins Leben" (2015).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Musikfestspiele Potsdam-Sanssouci
Hans-Otto-Theater Potsdam
Aufzeichnung vom 25.06.2016

Louis-Nicolas Clérambault
"La Muse de l’Opéra ou Les Caractères lyriques"

Jean-Féry Rebel
"Les Caractères de la Danse", Symphonie chorégraphique

Jean-Philippe Rameau
"Pygmalion", Acte de ballet

La Muse de l’Opéra und Céphise - Chantal Santon-Jeffery, Sopran
La Statue - Magali Arnault-Stanczak, Sopran
L’Amour - Jodie Devos, Sopran
Volk, Nymphen - Vocalconsort Berlin
Les Talens Lyriques
Leitung: Christophe Rousset

Barocke höfische Bühnenmusik war in Frankreich von enormer Delikatesse; Ihre Hochblüte erlebte sie in der Regierungszeit des Sonnenkönigs. Er, der mehrere Stunden am Tag für das Tanztraining reservierte, initiierte die Sonderstellung, die der Tanz in den Bühnenwerken einnahm. Kein anderes europäisches Land ist derart stark auf den artifiziellen Tanz, auf das Ballett fixiert wie Frankreich. Oft wird sogar auf Dramatik und verwirrende Handlungsstränge bewusst verzichtet. Es sind die Franzosen, die oft mit dem Zusatz 'lyrique' zu einem Bühnenstück anzeigen, dass auf der Bühne eigentlich nicht viel passiert, so in der opera lyrique oder konkret auch bei „Les Caractères lyrique“ von Louis-Nicolas Clérambault. Der choreographierte Tanz zu einer Musik ist dann das Wesentliche, worauf man damals, bei Hofe sein Augenmerk richtete. Tanz ist die Seele des französischen barocken Musiktheaters, Tanzbarkeit ist die Richtschnur des Musizierens. Zu schnelle oder zu langsame Tempi, Metrenwechsel oder satztechnische Formate - sie leiten sich von der Tanzbarkeit der Musik her. Der Abend im Potsdamer Hans-Otto-Theater mit Werken von Clérambault, Rebel und Rameau ist eine Verbeugung an die Tanzleidenschaft unserer französischen Nachbarn. Im Radio kann man zwar die Choreographie des Dargebotenen nicht sehen, aber man spürt in der Anmutung der Musik, dass die Ballett-Choreographie das musikalische Geschehen bestimmt; Man hört, dass zur Musik getanzt worden ist. Ein überaus französischer Abend, subtil dargeboten von einem Team aus Versaille, zu dessen Kern das von Christophe Rousset gegründete und geleitete Spitzenorchester „Les Talens Lyriques“ gehört; übrigens urfranzösisch mit dem Zusatz 'lyrique'.

21:00 Uhr

Die besondere Aufnahme

David Geringas zum 70. Geburtstag!

Musik von Paul Hindemith, Josef Suk, Gustav Mahler, Joseph Haydn, Rodion Schtschedrin, Mikalojus Ciurlionis, Stasys Vainiunas und anderen

David Geringas erzählt, wie ihn eine alles umfassende Neugier einfach nicht alt werden lässt.

Im litauischen Vilnius geboren, in Moskau bei Rostropowitsch studiert, 1. Solocellist beim NDR, dann als Solist weltweit auf Tour. Geringas lehrte in Hamburg und Berlin, ist mehrfacher Echopreisträger und Gastprofessor in Los Angelas und unermüdlicher Anwalt der litauischen Musik.

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Sigrid Brinkmann

Warum immer wir?
Gilles Kepel und Olivier Roy über Terror in Frankreich
Von Jürgen König

Lyriksommer: Henemoana Baker über Tusiata Avia (14)
Von André Hatting

Goethe mal anders: Faust als Pekingoper
Von Benjamin Eyssel

Kulturpresseschau - Wochenrückblick
von Adelheid Wedel

August 2016
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