Seit 06:20 Uhr Wort zum Tage

Dienstag, 28.01.2020
 
Seit 06:20 Uhr Wort zum Tage
Tagesprogramm Freitag, 1. August 2014
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Klangkunst

pssst Leopard 2A7+
Von Natascha Sadr Haghighian
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014
Länge: 47'09
(Ursendung)

"pssst Leopard 2A7+" ist eine klangliche Untersuchung der offenen Geheimnisse um den Panzer, der Leopard heisst.

Es gibt Geheimnisse, die keine sind. Wie zum Beispiel die deutsche Rüstungsproduktion. Der Rüstungsexportbericht der Bundesregierung ist öffentlich zugänglich und bleibt doch in einem eigentümlichen Zwielicht. Dort genannt wird unter anderem der 2A7+, ein Gerät zur Befriedung von Unruhen, Protesten und Aufständen im urbanen Raum. Aber warum trägt ein Panzer einen Tiernamen? Und wie klingt ein Panzer, der Leopard heißt?
'ssst Leopard 2A7+' ist eine klangliche Untersuchung der offenen Geheimnisse um den Panzer, der Leopard heißt, und dem wir vielleicht in Zukunft auf der Straße begegnen werden. Fiktive Fieldrecordings aus den Produktions- und Einsatzorten, manipulierte Geräusche aus dem Kettenfahrzeug, und Briefe an den Leopard entwerfen eine ambivalente Szenerie. Die scheinbar eindeutigen Funktionen des Kriegsgerätes werden unterwandert. Das Tier trennt sich vom Kettenfahrzeug.

Natascha Sadr Haghighian, geboren 1967 in Teheran, ist eine deutsche Installationskünstlerin. Zahlreiche Ausstellungen u.a. documenta13.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Weltmusik
Moderation: Carsten Beyer

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen

05:30 Nachrichten

05:50 Kalenderblatt

Vor 100 Jahren: Der Erste Weltkrieg beginnt

06:00 Nachrichten

06:23 Wort zum Tage

Beate Hirt
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Politisches Feuilleton

Der weite Weg des Markar Koutcharyan
Von Andreas Zecher

07:30 Nachrichten

07:40 Alltag anders

Zeitung
Von Matthias Baxmann und Mathias Eckoldt

07:50 Interview

Was ist Resilienz - wie kann man sie stärken?
Gespräch mit Professor Klaus Lieb, Leiter des neuen Deutschen Resilienz-Zentrum Mainz (DRZ)

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

Ausstellung "Die Welt um 1914. Farbfotografie vor dem Großen Krieg"
Von Barbara Wiegand

08:30 Nachrichten

08:50 N/A

Sachbuch: Josef Sachs/ Volker Schmidt
Faszination Gewalt: Was Kinder zu Schlägern macht, Orell Füssli, Zürich 2014
Rezensiert von Susanne Billig

09:00 Uhr

Nachrichten

09:07 Uhr

Im Gespräch

Was kann man von Ihren hundert Jahren lernen?
Gespräch mit Wilhelm Stintzing, Pfarrer i.R.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:07 Uhr

Lesart

Das Literaturmagazin
u.a.

Marko Martin: Keine Zeit für Literatur im Gaza-Krieg!
Gespräch mit dem Autor und Kenner der israelischen Literatur

Der 1. Weltkrieg in der französischen Literatur
Von Barbara Wahlster

Originalton: Neuköllner Postkarten, Fünfte Karte
Von Jan Wagner

Belletristik: Flore Vasseur
Kriminelle Bande, aus dem Französischen von Christian Driesen, Verlag Haffmanns & Tolkemitt, Berlin
Rezensiert von Irene Binal

Der 1. August 1944. Literatur zum Warschauer Aufstand
Von Martin Sander

Buchhändler im Gespräch: Ingo Herrmann, Buchhandlung Moby Dick aus Berlin

11:00 Uhr

Nachrichten

11:07 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Vormittag
u.a.
Großmeister der Synästhesie: Matt Cutlers alias Lone und sein neues Album "Reali
Von Tobias Feld

11:30 Musiktipps

Anna Prohaska: "Behind the Lines" - Lieder zwischen Krieg und Frieden
Von Uwe Golz

11:35 Klassik

Das neue Buch von Alfred Brendel "Wunderglaube und Mißtonleiter"
Haino Rindler im Gespräch mit dem Autor

12:00 Uhr

Nachrichten

12:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Mittag

13:00 Nachrichten

13:30 Uhr

Länderreport

Herr Ho hat Berlin geteilt
Von Johannes Nichelmann

Nordvietnam, Südvietnam - der alte Konflikt schwelt in Berlin weiter. Than-Thuy Luong fällt es schwer, das zu ertragen. Dass es Grabenkämpfe gibt, als etwa beim diesjährigen Neujahrsfest statt der offiziellen vietnamesischen Flagge, die rot-gelbe des Südens aufgehängt wurde. Than-Thuy war neun Jahre alt, als sie nach Deutschland kam. Ihre Eltern erzählen, dass sie keine Zeit hatten, sich um die eigene Integration zu kümmern. Sie mussten Geld verdienen, für sich und die Familie. So sind sie - wie viele andere Vietnamesen - weder in Deutschland richtig angekommen, noch in der Gegenwart des modernen Vietnams.

14:00 Uhr

Nachrichten

14:07 Uhr

Kompressor

Das Kulturmagazin
u.a.

Frage des Tages: Ist der Geier eine Ente? Was Hedgefonds von Dagobert Duck lernen können
Gespräch mit Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung

30 Jahre Anschnallpflicht - Ein Gespräch über Risikobereitschaft
Gespräch mit Prof. Thomas Macho, Philosoph & Kulturwissenschaftler, Humboldt-Universität zu Berlin

Kurzkritik - Super Duper Alice Cooper
Von Uwe Wohlmacher

Die Kunst des Krieges I: Futurimus
Von Rudolf Schmitz

Kai aus der Kiste? Wer ist die Neue der Stiftung Bauhaus Dessau?
Von Nikolaus Bernau

14:30 Kulturnachrichten

15:00 Uhr

Kakadu

15:00 Nachrichten für Kinder

15:05 Entdeckertag

Frösche lesen keine Drehbücher
Tiere vor der Kamera
Von Brigitte Jünger
Moderation: Tim Wiese

Sind Wölfe wirklich gefährlich? Wo kann man sie in Deutschland in freier Wildbahn beobachten? Wie fliegen Maikäfer? Und wie leben Anemonenfische? Was ist besonders, wenn Giraffen schlafen? All diese Fragen stellen sich nicht nur Wissenschaftler, sondern auch der Tierfilmer Jens Hamann. Sein Beruf ist es, den Zuschauern eine Welt vor Augen zu führen, die sie meistens nur aus der Ferne kennen. Dafür hat er schon viele Tage und Stunden damit verbracht, auf der Lauer zu liegen, um kleine und große Tiere in ihrem Alltag zu beobachten. Neben seiner Filmkamera braucht er dabei vor allem eines: sehr viel Geduld! Wolf und Maikäfer zieren sich mindestens ebenso wie George Cloony und Brad Pitt, wenn sie etwas aus ihrem Leben preisgeben sollen. Doch das Warten lohnt sich! Am Ende erhalten die Zuschauer Einblick in eine tierische Welt, die uns normalerweise versperrt ist.

Brigitte Jünger arbeitet als freie Journalistin in der Nähe von Köln und schreibt Kinderbücher. Ihre CD-Reihe "Kunst-Stücke für Kinder" ist mehrfach ausgezeichnet worden.

15:30 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Nachmittag
u.a.

"Überall isch Musig" - Aus der Lieder- und Chansonszene der Schweiz

Die "Kapelle Eidg. Moos" beim Festival "Schweizgenössisch" und zu Gast im Studio
Von Mathias Mauersberger

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Abend

17:20 Kommentar

17:30 Kulturnachrichten

18:00 Uhr

Nachrichten

18:07 Uhr

Wortwechsel

Putins exportierter Krieg - Zerbricht die Ukraine?
Es diskutieren:
Sabine Adler, Osteuropakorrespondentin Deutschlandradio
Thomas Franke, freier Journalist, Moskau
Patrick Keller, Konrad Adenauer Stiftung
Wolfgang Gehrcke, MdB, Die Linke
Moderation: Burkhard Birke     

Es ist so gut wie sicher, dass die Maschine MH 17 über der Ostukraine mit Raketen abgeschossen wurde, die aus russischen Beständen stammen. Und es ist sicher, dass die menschenverachtenden Separatisten, die Kinder zunächst töten, und deren Angehörige und die Teams, die Informationen am Absturzort suchen, anschließend demütigen, ohne russische Unterstützung keine Chance hätten. Dennoch zögert die internationale Gemeinschaft. Die EU streitet über Sanktionen und Waffenlieferungen an Moskau. US-Präsident Obama findet außer starken Worten kaum Möglichkeiten, Putin dort zu treffen, wo es weh tut.
Derweil zerfällt die Ukraine, die Regierung scheint hilflos - und Opfer ist, wie immer im Krieg, vor allem die Zivilbevölkerung. Ist die Lage noch beherrschbar? Wohin können die Flüchtlinge? Ist das Verhältnis zwischen Moskau und dem Westen dauerhaft beschädigt?

19:00 Uhr

Nachrichten

19:07 Uhr

Aus der jüdischen Welt mit "Shabbat"

Was haben Juden mit dem Nahen Osten zu tun?
Von Miron Tenenberg

Ein wertvolles Erbe
Von Rebecca Hillauer

Tischa beAw
Zwischen Trauer, Zorn und Hoffnung
Von Heinz-Peter Katlewski

Zum Schabbat : "Grant us Peace" von Kantorin Rebecca Garfein und "Ufros aleinu" (Gebet um Frieden) von Kantorin Roslyn Barak

Moderation: Evelyn Bartolmai

Was haben Juden mit dem Nahen Osten zu tun?
Seit Israel vor gut 3 Wochen begonnen hat, dem ständigen Raketenhagel aus dem Gazastreifen mit einer Militäroffensive zu antworten, die auf die Zerstörung der Abschussrampen und damit der Machtstrukturen der Hamas gerichtet ist, hat das Entsetzen über das Blutvergießen in Nahost zugleich in zahlreichen Ländern eine Welle des Judenhasses ausgelöst, die im Nachkriegseuropa ohne Beispiel ist.

Ein wertvolles Erbe
In Algerien vor Ausbruch des Befreiungskrieges 1954 machten muslimische und jüdische Musiker gemeinsam Chaabi-Musik. Die junge algerisch-irische Regisseurin Safinez Bousbia hat dieser wunderbaren Geschichte nachgespürt und sie in dem preisgekrönten Film "El Gusto",auf Deutsch "Die Leidenschaft", dokumentiert. Im Frühjahr war der Film in der Reihe "Filmische Reflexionen" im Haus der Kulturen der Welt in Berlin zu sehen. Rebecca Hillauer hat mit der Regisseurin gesprochen.

Tischa beAw - Zwischen Trauer, Zorn und Hoffnung
Beim  Blick  in den Nahen Osten präsentiert sich der aktuelle Krieg zwischen Israel und der Hamas in Gaza für die einen als Folge einer völlig aus dem Ruder gelaufenen Politik. Für andere, und insbesondere ultra-religiöse Kreise, ist der Konflikt indes logische Abfolge der Vorsehung, und gar der Beginn des messianischen Zeitalters, dem ein verheerender Zerstörungskrieg vorangeht. Der jüdische Kalender verzeichnet für nächsten Dienstag den Trauertag Tischa beAw, den neunten Tag im Monat Aw. Es ist der Tag, an dem in der Geschichte des Volkes Israel wiederholt tragische Ereignisse stattgefunden und Katastrophen begonnen haben, wie Heinz-Peter Katlewski von dem Kölner CHABAD-Rabbiner Mendel Schtroks erfahren hat.

19:30 Uhr

Zeitfragen. Literatur

"Fremdheit als Konstante"
Die französische Schriftstellerin Marie N'Diaye und ihre rätselhaften Frauenfiguren
Von Katrin Hillgruber
(Wdh. v. 15.02.2011)

Vielfach preisgekrönt, lebt und schreibt die französische Autorin in der Wahlheimat Berlin. Das Motiv der Fremdheit teilt sie mit ihren Frauenfiguren.

Marie N'Diaye ist in ihrer 2007 erkorenen Wahlheimat Berlin angekommen: Nach dem Prix Goncourt erhielt sie gemeinsam mit ihrer Übersetzerin Claudia Kalscheuer für den Roman „Drei starke Frauen“ den Internationalen Literaturpreis, den das Berliner Haus der Kulturen der Welt und die Stiftung Elementarteilchen vergeben. Marie N'Diaye wurde 1967 in Pithiviers bei Orléans als Tochter einer Französin und eines Senegalesen geboren. Mit 17 bei einem Literaturwettbewerb entdeckt, gilt sie inzwischen als eine der vielversprechendsten Autorinnen ihres Landes. Obwohl sie sich durch und durch als Französin fühlt, ist das Motiv der Fremdheit für Marie N'Diaye und für ihre eigentümlich charismatischen Frauenfiguren eine prägende Konstante. Die weiblichen Figuren in ihren Romanen sehen sich gerade innerhalb der Familie mit Ritualen der Ausschließung und erschreckenden Abgründen konfrontiert. Oft schwingt auch ein Hauch von afrikanischem Animismus mit, vom Glauben an die Beseeltheit der Natur. „Durst nach Unrecht“ wurde Marie N'Diaye von der französischen Presse bescheinigt. Er ist noch lange nicht gestillt.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Festival Mitte Europa
Jakobuskirche, Oberkotzau
Aufzeichnung vom 10.07.2014

Sonaten von Jan Dismas Zelenka und Johann Sebastian Bach

Ensemble Prag-Berlin:
Dominik Wollenweber / Vilém Veverka, Oboe
Mor Biron, Fagott
Ulrich Wolf, Kontrabass
Barbara Maria Willi, Cembalo

22:00 Uhr

Einstand

Swingende Leichtigkeit
Das Uwaga! Quartett
Von Ilona Hanning

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
u.a.

"Rosenkavalier" - Franz Welser-Möst dirigiert in Harry Kupfers Regie in Salzburg
Gespräch mit Frieder Reininghaus, Musik- und Theaterwissenschaftler

Die Kunst des Krieges I: Futurismus
Von Rudolf Schmitz

Nach dem Ring - eine Bilanz der Bayreuther Festspiele 2014
Von Jürgen Liebing

"Schweizgenössisch" - Kunst und Kultur des Alpenlandes in Berlin
Von Tobi Müller

Kulturpresseschau
Von Adelheid Wedel

23:30 Kulturnachrichten

August 2014
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