Seit 14:05 Uhr Kompressor

Montag, 13.07.2020
 
Seit 14:05 Uhr Kompressor
Tagesprogramm Sonntag, 12. Juli 2015
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

"Ich lebe wie eine Lilie auf dem Felde"
Victor Klemperers Nachkriegstagebücher (2/4)
August 1945
Gelesen von Gerry Wolf
(Wdh. v. 10.08.1996)
(Teil 3 am 19.07.2015)

Es scheint wie im Märchen, als Eva und Victor Klemperer das zerstörte Dresden verlassen und zu ihrem Haus in Dölzschen hinaufsteigen. Sie haben überlebt: die Erniedrigungen, den Terror, den Verrat, das ‚Judenhaus‘. Victor Klemperer erhofft einen Neubeginn für sich und für Deutschland. Er stürzt sich in die Arbeit. Dazu gehört die Bewältigung der Vergangenheit. Manchem Bekannten stellt Klemperer einen Persilschein aus, andere weist er ab. Die Verhältnisse sind chaotisch, aber sie ordnen sich, manchmal erstaunlich schnell. In Dresden beginnt ein Tauziehen um die Machtpositionen. Dann wird es schon im Herbst empfindlich kalt. Die Sorge um Brennmaterial und Lebensmittel lässt wenig Zeit für wissenschaftliche Arbeiten. Klemperer führt sein Tagebuch weiter. Es erzählt von seiner Zerrissenheit, den großen Hoffnungen und der nicht minder großen Skepsis, und vom Alten im Neuanfang. 70 Jahre nach Kriegsende sendet Deutschlandradio Kultur an vier Sonntagen im Juli Lesungen aus Victor Klemperers Aufzeichnungen aus den ersten Monaten nach dem Ende der Nazi-Herrschaft.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Uwe Golz

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Mathias Mauersberger

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Bahá'í-Religion

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

"Aus der Asche wird ein Schwan entstehen"
Zur Verbrennung von Jan Hus als Ketzer vor 600 Jahren
Von Pfarrer Burkhard Müller
Evangelische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzähltag
Nicobobinus (2/8)
Die Entführung
Von Terry Jones
Ab 6 Jahren
Produktion: WDR/DLR 1996
(Teil 3 am 19.07.2015)
Moderation: Patricia Pantel

Nicobobinus und seine Freundin Rosie erleben auf ihrer Reise ins Land der Drachen die unglaublichsten Abenteuer. Eine humorvolle fantastische Kinderhörspielserie in acht Teilen.

Nicobobinus und seine Freundin Rosi sind auf dem Weg in die Drachenstadt. Die Füße, der Hals und die Hand von Nicobobinus wurden vom goldenen Mann in pures Gold verwandelt. Und nur durch Drachenblut kann er sie wieder zurückverwandeln. Doch die beiden kommen nicht weit. Vier gefährliche Banditen schnappen Nicobobinus, stecken ihn in einen Sack und schleppen ihn weg.

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag
Wilbur und Charlotte
Von Andrea Otte
Nach einer Geschichte von E. B. White
Aus dem Englischen von Anna von Cramer-Klett
Ab 7 Jahren
Regie: Robert Schoen
Komposition: Peter Kaizar
Mit: Jens Wawrczeck, Sophie Rois, Michael Habeck, Heidi Kriegskotte, Anna Stippi, Hermann Beyer u.a.
Produktion: Südwestrundfunk 2001
Länge: 52'50
(Wdh. v. 27.01.2002)
Moderation: Patricia Pantel

Wilbur ist ein mickriges Ferkel und sucht dringend einen Freund. Zum Glück trifft es Charlotte, eine Spinne mit viel Fantasie.

Fern ist 10 Jahre alt, lebt in einem kleinen Ort irgendwo in Amerika und hat gerade einen Sieg errungen. Ihr Vater züchtet Jungschweine, ein neuer Wurf ist angekommen, ein Ferkel aber ist sehr mickrig. Aus ihm wird nichts werden, also will es der Vater töten. Aber Fern kämpft um das Schweinchen, der Vater gibt nach. Fern nennt es Wilbur und zieht es mit der Flasche groß. Es wächst heran und die beiden haben viel Spaß miteinander. Und eine neue wunderbare Freundin findet Wilbur auch: die Spinne Charlotte!

Elwyn Brooks White (1899-1985), erfolgreicher amerikanischer Autor und Journalist.

Andrea Otte, geboren 1967 in Kiel, arbeitet als freie Redakteurin für den SWR in Baden-Baden.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin
Moderation: Olga Hochweis
sonntagmorgen@deutschlandradio.de

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Uwe Wohlmacher
sonntagsraetsel@deutschlandradiokultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Spaziergänge mit Prominenten
Olaf Kosert unterwegs mit dem Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar im ländlichen Rhein-Sieg-Kreis

Warum frieren Enten nicht fest, wenn sie stundenlang auf einem zugefrorenen See stehen? Für die Beantwortung solcher und ähnlicher Fragen hat Ranga Yogeshwar die Reihe Wissen vor acht erfunden, in der vor der Tagesschau die kleinen und großen Fragen der Welt in aller Kürze erklärt werden.
Seit 1993 moderiert der Diplom-Physiker im Fernsehen unter anderem die Sendungen Quarks & Co oder Die große Show der Naturwunder. Mit leuchtenden Augen weckt er die Begeisterung für Wissenschaft auch bei seinen Zuschauern und gehört damit zu den beliebtesten Wissenschaftsvermittlern im Fernsehen.

Ranga Yogeshwar wurde in Luxemburg geboren, verbrachte seine Kindheit auf dem Land in Luxemburg und in Indien. Seit 20 Jahren lebt Yogeshwar mit seiner Familie in einem kleinen Dorf. Die Landschaft ist durchzogen von unzähligen Bächen, die alle im nahegelegenen Hennef in die Sieg fließen. Im Garten hat er eine eigene Sternwarte, denn der Sternenhimmel fasziniert ihn genauso, wie alles irdische.

Olaf Kosert begleitet Ranga Yogeshwar bei einem Spaziergang auf dem Land - in der Nähe von Hennef im Rhein-Sieg-Kreis.

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Thorsten Jabs

12:30 Uhr

Die Reportage

Der Krieg in mir
Senna Lübke und der Bosnien-Krieg
Von Elin Rosteck

Schlaf? Ist nicht dran zu denken. Sie liegt jede Nacht wach im Bett. Und wenn irgendwo ein „tatü-tata“ zu hören ist, dann kriegt sie Herzrasen und Schweißausbrüche.
Senna Lübke, 45, stammt aus Bosnien. Sie flüchtete vor dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat. Eine Jeans und einen Pullover brachte sie damals mit über die Grenze. Beide sind längst zerschlissen. Die Erinnerungen an den Krieg dagegen und an ihre ersten Schritte in Deutschland, die trägt sie heute noch mit sich herum. Senna Lübke steht für 2,2 Millionen Menschen, die zwischen 1992 und 1995 vor dem Bosnien-Krieg flüchteten. Es wird berichtet, was diese Menschen auch jetzt noch innerlich leisten müssen, um ihr Leben hier hinzukriegen; wie sie auch Jahre später noch von Flucht und Krieg beinflusst sind - ohne sich davon etwas anmerken zu lassen. Senna Lübke erzählt nie von ihren Erlebnissen und hat kein Vertrauen zu Fremden. Deutschlandradio Kultur möchte ihre Geschichte erzählen - ausgehend von ihrem Leben hier und ihren Reisen in die alte Heimat.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
Moderation: René Aguigah

Philosophischer Wochenkommentar: Krise und Würde
Von Katharina Döbler

Philosophie in einer globalisierten Welt
Von Gerd Brendel

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Religiöse Toleranz im Sultanat Oman
Von Anne Francoise Weber

Wie das Bild Luthers gemacht wurde - zwei Cranach-Ausstellungen in Eisenach und Gotha
Von Adolf Stock

Schuldenerlass für Griechenland?
Gespräch mit Jürgen Kaiser vom Entschuldungsbündnis erlassjahr.de

Zeige deine Wunde - ein Filmessay zu Joseph Beuys
Von Ralf Bei der Kellen

Moderation: Kirsten Dietrich

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Gipfel der „Contrastierungskunst“
Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzerte KV 482 und KV 503
Moderation: Hans Winking

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Thorsten Jabs

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Abenteuer und Albtraum
Vor 150 Jahren wurde das Matterhorn erstmals bestiegen
Von Folkert Lenz

Am 14.07.1865 ging ein hochalpiner Wettlauf zu Ende: An jenem Julitag standen der Engländer Edward Whymper mit sechs Gefährten als erste Menschen auf dem weltberühmten Gipfel. Er deklassierte damit die rivalisierende Seilschaft um den Italiener Jean-Antoine Carrel, die zur gleichen Zeit an dem symbolträchtigen Felsgipfel unterwegs war. Pech für Whymper: Seine Besteigung endete im Desaster. Beim Abstieg stürzten vier seiner Begleiter ab, weil ein Sicherungsseil riss.
Bis heute ist der Hausberg des schweizerischen Zermatt Spielort von Rekordjagden und Tragödien. Erst im April raste der Spitzenbergsteiger Dani Arnold durch die 1200 Meter hohe Nordwand: In nur 1 Stunde und 46 Minuten. Zugleich ist das Matterhorn (4478 m) der Traumberg für viele Laien-Alpinisten. Über 3000 Bergsportler stürmen jedes Jahr gen Gipfel. Manch einer verliert dabei sein Leben: 600 Tote gab es bis heute seit der Erstbesteigung vor 150 Jahren.

18:30 Uhr

Hörspiel

Erzählung des Gleichgewichts 4:W
Von Jean Daive
Aus dem Französischen von Werner Hamacher
Funkeinrichtung und Regie: Ulrich Lampen
Komposition: Ulrike Haage
Mit: Jean Daive, David Bennent
Ton: Alexander Brennecke, Martin Eichberg
Produktion: DKultur 2012
Länge: 87‘52
(Wdh. v. 16.12.2012)

Ein lebhaftes Kind verstummt für viele Jahre. Der Erwachsene notiert die Versuche, sich wieder zur Sprache zu bringen.

W. ist die Aufschrift auf einem Papierbündel und einem Paket, in dem eine störende Schwester, ein stummer Vater, eine entfernte Mutter auf die Post gebracht und verschickt werden (...) W. ist auch ein gezahnter Buchstabe. Sein Biss richtet sich gegen alles, was W sonst noch ist oder andeutet: das Weiß, auf das es geschrieben ist, Wien als den Ort einer bestimmten, Psychoanalyse genannten Hör- und Sprechpraxis, das Weh, das mit der Sprache und mit ihrem Fehlen verbunden ist. W., das Gedicht, ist eine stenografische Erzählung von einem, der sich zur Sprache zu bringen versucht und, da er viele ist, nur zu geteilten und widersprüchlichen Sprachen kommen kann.
Jean Daives Text wurde zweisprachig inszeniert.

Jean Daive, geboren 1941 in Bonsecours/Belgien, Lyriker, Romancier, Übersetzer, u.a. von Paul Celan. Leitender Redakteur für Visuelle Künste bei France Culture. Jean Daive war als Heranwachsender mehrere Jahre verstummt.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Großes Haus des Staatstheaters Mainz
Aufzeichnung vom 23.05.2015

Jörg Widmann
„Con brio“, Konzertouvertüre für Orchester

Carl Maria von Weber
Konzert Nr. 1 für Klarinette und Orchester f-Moll op. 73

Jörg Widmann
„Lied“ für Orchester (2003/rev. 2009)

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60

Jörg Widmann, Klarinette
Philharmonisches Staatsorchester Mainz
Leitung: Hermann Bäumer

Die Frage ist eine grundsätzliche auch in der Musik: Ist nur neu, was sich unbedingt von der Tradition abgrenzt, abhebt, was sie irgendwie hinter sich lässt? Ist das Neue ein Sich-Absetzen um jeden Preis, um die Parameter neu und unerhört zu gestalten? Oder ist auch neu, was mit der Tradition gedacht und entwickelt wird?

Viele Komponisten unserer Tage haben sich mit pragmatischer Klarheit für eine Mit-der-Tradition-Idee entschieden, zum Beispiel der Klarinettist, Dirigent und Tonsetzer Jörg Widmann. Seine Konzertouvertüre "Con brio" greift die klassische Geste des Ludwig van Beethoven auf und rückt sie in eine neue Betrachtung. So ist es logisch und konsequent, dass der Abend mit einem "originalen" Beethoven zu Ende geht, mit Beethovens Vierter aus dem Jahr 1806.

22:00 Uhr

Musikfeuilleton

"Faszinosum Trautonium"
Über das Komponieren mit alter analoger Technik
Von Andrea Marggraf

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Gabi Wuttke

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Christine Watty

Übermorgenkünstler. Junge Kunst aus 8 Akademien in der Kunsthalle Baden Baden
Von Johannes Halder

Kulturpresseschau
Adelheid Wedel

Juli 2015
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