Seit 17:05 Uhr Studio 9
Donnerstag, 06.05.2021
 
Seit 17:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Samstag, 12. Juli 2014
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Tanz schneller, Genosse, und vergiss das Weinen nicht!
Die Lange Nacht der sowjetischen Popmusik
Von Uli Hufen
(Wdh. v. 15./16.02.2012)

Ob man’s glaubt oder nicht - in der Sowjetunion war es nicht verboten, sich zu amüsieren. Sicher - der Kommunismus musste aufgebaut werden, und das war hart genug. Doch spätestens seit den 50er-Jahren hatte die Partei begriffen, dass etwas Ablenkung und Unterhaltung nicht schaden konnten. Es gab Restaurants, es gab Bars, es gab Konzerte. Die Menschen hörten Radio, schauten Fernsehen und kauften Schallplatten. Sie kleideten sich modisch, sie gingen tanzen und sie verehrten ihre Stars. Diese trugen klangvolle Namen wie Iosif Kobson, Edita Pecha, Valeri Meladse, Anna German oder Alla Pugatschowa und sie verkauften Hunderte Millionen Schallplatten zwischen Brest und Wladiwostock, Murmansk und Taschkent. Sprachbarriere und Kalter Krieg sorgten in unheiliger Allianz dafür, dass von all dem im Westen wenig ankam. Auch in der DDR waren die Stars schlecht gelitten. Doch damit soll nun Schluss sein! Uli Hufen spielt drei Stunden lang Liebeslieder, Balladen und Tanzmusik aus dem real existierenden Sozialismus und erzählt die Geschichte des sowjetischen Pop: von den Aufbau- und Marschliedern der Stalinjahre zu den barocken Tränendrückern der zerfallenden, späten Sowjetunion.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Moderation: Vincent Neumann

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

20 Jahre Deutschlandradio
HörenSagen im Gespräch
Geräuschmacher Joo Fürst
Vorgestellt von Margarete Wohlan

Das hatte Moderator Herbert A. Gornik bisher noch nicht erlebt: Sein Studiogast ritt am 10. Januar 1995 auf einem Pferd ins Studio, mit einem Metallkoffer in der Hand. Der Inhalt war höchst zweifelhaft: eine Gabel, ein Gummihandschuh, ein Locher und eine Schreckschusspistole. Joo Fürst hieß der Gast, von Beruf Geräuschmacher - und die Hörbeispiele seines Könnens klingen wirklich vielversprechend: ein bremsender Zug, der mit einer Gabel imitiert wird. Oder Feuergeräusche durch ein Tonband hergestellt, und Stille, die hörbar gemacht wird. Auch den Klang der Filme wie „Stalingrad“, „Schlafes Bruder“ und „Keiner liebt mich“ hat Joo Fürst erschaffen. „ Jedes Ding hat ein individuelles Geräusch“, findet Joo Fürst und überzeugt davon mindestens den Moderator der Sendung.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen

06:23 Wort zum Tage

Pfarrer i.R. Rainer Stuhlmann
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

Eskalation in Nahost
Von Shelly Kupferberg

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

FIFA - Die dunkle Seite des WM?
Gespräch mit Klaus Blume, freier Sportjournalist, Experte beim Thema FIFA und DFB

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

"Kunst. Schule. Leipzig." - "Herz, Reiz und Gefühl"
Von Barbara Wiegand

08:30 Nachrichten

08:50 N/A

George Saunders: Zehnter Dezember, Stories, aus dem amerikanischen Englisch von Frank Heibert , Luchterhand Verlag, München
Rezensiert von Gabriele von Arnim

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Live mit Hörern
0 08 00.22 54 22 54
gespraech@deutschlandradiokultur.de

Der Hörertalk zur Programmreform mit Andreas-Peter Weber, Programmdirektor des Deutschlandradios

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
u.a.
Uwe-Karsten Heye: Die Benjamins. Eine deutsche Familie, Aufbau Verlag, Berlin 2014
Rezensiert von Susanne Schädlich

Studiogespräch mit Silke Kettelhake, Autorin von "Sonja: negativ-dekadent"

Peter Bohley "Erlebte DDR-Geschichte" Zeitzeugen berichten, Ch. Links Verlag Berlin, 2014
Rezensiert von Holger Heimann

Andreas Franke/ Detlev Steinberg: Wünsdorf. Eine russische Stadt in der DDR -20 Jahre nach dem Abzug der Sowjetarmee
Mit einem Nachwort von Dr. Helmut Domke in Deutsch/Russisch, Mitteldeutscher Verlag, 2014
Rezensiert von Heike Tauch

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Glosse: Klaus Pokatzky
Studiogast: Günter Bannas

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
u.a.
"Conversion": Ein Theaterprojekt in Heidelberg zum Abzug des US-Militärs
Gespräch mit dem Projektleiter Felix Christian-Meyer

Überall Neustarts: Eine kritische Bilanz der Neu-Intendanzen
Von Michael Laages

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
u.a.
Mistaken For Strangers: Das Konservative der Popmusik
Gespräch mit Tom Berninger

Vorgespult: "Wie der Wind sich hebt"; "Schmetterlingsjäger"; "Wir sind die Neuen"
Gespräch mit Susanne Burg

Heimkino: The Samaritans
Von Christian Berndt

We were Rebels: Ophüls-Preisträgerin porträtiert Kindersoldaten
Von Moritz Behrendt

Film im Netz: Österreichisches Filmmuseum stellt Videoarchiv online
Gespräch mit Alexander Horwath. Filmmuseum Wien

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Moderation: Katja Bigalke

In der Echtzeit beschäftigen wir uns heute mit Dilettanten. Dieser Begriff war ja nicht immer negativ belegt. Im Gegenteil, er bezeichnet im Wortsinne, dass man etwas tut, um sich daran zu erfreuen, also eine rein leidenschaftliche Angelegenheit im Gegensatz zur professionellen. Trotzdem: die negative Konnotation bleibt, als Dilettant gilt, wer nicht beherrscht, was er tut. Wann kam es eigentlich zu dieser Deutungsverschiebung? Was kann der Dilettant vielleicht sogar besser als der Profi? Und müssen wir vielleicht sogar den Begriff der Perfektion neu überdenken? Fragen dazu an die Kunsthistorikerin Christine Heidemann, die über das Dilettieren promoviert hat. Wir betrachten das Phänomen Do-it-yourself mal unter dem dilettantischen Aspekt - wer kann hier eigentlich noch was richtig? Und ist das Selbermachen nicht eigentlich auch ein kultureller Rückschritt? Auch ein Rundgang durch britische Gärten kann Aufschluss über Dilettantismus geben. Eine Hobbyforscherin hat den Schlüssel zur Schneckenplage gefunden. Lob des Dilettantismus!

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Tacheles

"Ich bin denen auf dem Schlips rumgetreten, die keinen tragen"
Mit Zivilcourage gegen Rechtsextremismus
Patrick Dahlemann (SPD), Landtagsabgeordneter in Mecklenburg-Vorpommern, stellt sich den Fragen von Martin Steinhage und Andre Zantow

Ein couragierter Auftritt machte einen Nachwuchs-Politiker aus dem beschaulichen Torgelow in Mecklenburg-Vorpommern über Nacht bundesweit bekannt: Mehrere hunderttausend User haben in einem YouTube-Video gesehen, wie Patrick Dahlemann, 25 Jahre, damals Kreistagsabgeordneter, bei einer NPD-Veranstaltung im vorigen Jahr das Wort ergriff und den Rechtsextremen in einer improvisierten Rede gründlich die Leviten las. Wofür seine Partei, die SPD, ihn kürzlich mit dem Gustav-Heinemann-Bürgerpreis ausgezeichnet hat.

Wie viel Mut braucht es, um inmitten von Rechtsextremen Flagge zu zeigen für die Demokratie? Wie stark ist rechtsextremes Gedankengut in der Gesellschaft verbreitet, gerade in den Neuen Bundesländern? Oder ist das gar kein spezifisches Ost-Problem? Und was ist zu tun, um Neo-Nazis Einhalt zu gebieten, im Alltag, aber auch politisch? Ist ein NPD-Verbot sinnvoll? Und wie kann man die sozialen Ursachen für das Abdriften nach rechts gerade vieler junger Menschen bekämpfen?

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Kriegsverbrecher im falschen Krieg
Der Fall Charles Taylor
Von David Hecht
Ton und Regie: der Autor
Mit: Nikolai Frank, Uwe Westphal Stefan Eiche, Anja Schlögel
Autorenproduktion für den SWR 2013
Länge: 54’27

Wie kann ein internationaler Strafgerichtshof Gerechtigkeit schaffen - in den engen Grenzen, die Justiz und Politik vorgeben?

In Liberia tobte in den 90er-Jahren ein brutaler Bürgerkrieg, für den Charles Taylor als Rebellenführer und später als Präsident mitverantwortlich war. Er wurde verhaftet und vor einen internationalen Gerichtshof gestellt. 50 Jahre Haft lautete 2012 das Urteil für den 65-jährigen Taylor - doch nicht für die Gräueltaten, die in seinem Land verübt wurden, sondern wegen „Beihilfe“ zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit im benachbarten Sierra Leone. Alle Prozessbeteiligten hatten Berufung eingelegt, doch 2013 wurde das Urteil bestätigt. Der Autor dieses Features war der erste Pressesprecher des Sondergerichtshofs für Sierra Leone.

David Hecht, geboren 1957 in Melbourne/Australien, studierte Politikwissenschaften. Er arbeitete in New York für die UNO und als Korrespondent in Afrika für BBC und US Public Radio. Seit vier Jahren produziert er deutschsprachige Features aus Berlin.

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Oper in deutschen Ländern
Nationaltheater Weimar
Aufzeichnung vom 29.05.2014

Ernst Krenek
"Jonny spielt auf"

Der Komponist Max - Alexander Günther
Die Sängerin Anita - Larissa Krokhina
Der Jazzband-Geiger Jonny - Krister St. Hill
Der Violinvirtuose Daniello - Bjørn Waag
Das Stubenmädchen Yvonne - Steffi Lehmann
Der Manager - Sebastian Campione
Der Hoteldirektor - Artjom Korotkov
Ein Bahnangestellter - Detlef Koball
1. Polizist - Günter Moderegger
2. Polizist - Chong Ken Kim
3. Polizist - Oliver Luhn
Staatskapelle Weimar
Leitung: Martin Hoff

Jazzoper als Zeitporträt: Wie kein anderes Werk gilt Ernst Kreneks vierte Oper „Jonny spielt auf“, die 1927 in Leipzig uraufgeführt wurde, als Prototyp der Zeitoper. Sie atmet das Lebensgefühl der 20er-Jahre, den Zweifel, den Umbruch, aber gleichzeitig auch die Faszination für alles Neue, das unaufhaltsame Tempo des Maschinenzeitalters. Alles erscheint in Bewegung, die Zeit steht nie still. Auch auf Kosten der Protagonisten, die erst lernen müssen, sich in ihrer neuen Gegenwart zu orientieren. So der Komponist Max, der wie ein Relikt einer vergangenen Zeit in die Einsamkeit flüchtet. Die Sängerin Anita vermag ihn durch ihre Liebe wieder an das Leben zu binden. Doch das dünne Fundament ihrer Beziehung droht zu brechen, als Anita verspätet von einer Gastspielreise aus Paris zurückkehrt. In Paris, dem europäischen Ort der Freiheit, hat Anita den Geigenvirtuosen Daniello kennen gelernt und eine romantische Nacht mit ihm verbracht. Jonny, der farbige Jazzmusiker der Pariser Hotelband, nutzt diese Gelegenheit, um Daniellos kostbare Amati-Geige zu stehlen. Eine groteske Jagd nach der Geige beginnt, an deren Ende Jonny und sein Jazz triumphieren: Er spielt mit der Amati-Geige auf einer in eine Weltkugel verwandelten Bahnhofsuhr zum Tanz auf - zum Zeichen dafür, dass tatsächlich eine neue Zeit herangebrochen ist.

21:30 Uhr

Die besondere Aufnahme

Bach-Bearbeitungen von Ferruccio Busoni
Holger Groschopp, Klavier
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2011

22:30 Uhr

Lesung

Ingeborg-Bachmann-Preis 2014
Lesung des Preisträgertextes von Tex Rubinowitz

Am vergangenen Sonntag wurde dieser Text bei den 38.Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt ausgezeichnet.

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
u.a.
Der Fussball und der liebe Gott
Von Jochen Stöckmann

Chefarzt kritisiert Bühnenverein
Gespräch mit Christoph Eingartner, Chefarzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie

Damage Control - Art and Destruction since 1950
Von Carsten Probst

Youssou N'Dour in Vienne: Senegals Kulturminister, einziges Konzert in Europa
Gespräch mit der Journalistin Martina Zimmermann

Kulturpresseschau-Wochenrückblick
Von Arno Orzessek

23:30 Kulturnachrichten

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