Seit 09:05 Uhr Im Gespräch

Mittwoch, 16.10.2019
 
Seit 09:05 Uhr Im Gespräch
Tagesprogramm Sonntag, 30. Juni 2019
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

"Sie wob ihr Netz aus Gift"
Spinnen in der Literatur
Von Rolf Cantzen
(Wdh. v. 23.07.2006)

Im Anfang war ... die Spinne. Sie spinnt den Lebens- und Schicksalsfaden, sie ist die Schöpferin. Oder auch ein Dichterseelchen.

Ovid lässt in seinen Metamorphosen keinen Zweifel daran, dass die Menschen den Göttern im Spinnen überlegen sind. Der Weberin Arachne gelingen faszinierende Gespinste, was die für die Künste zuständige Göttin Athene zu einem Wettstreit provoziert. Athene vermag, einen Stoff mit einer passablen Geschichte und hübschen Ornamenten herzustellen, Arachne aber scheint die Wirklichkeit selbst in ihrem Wandteppich einzufangen, so lebendig wirkt er. Erzürnt zerstört Athene Arachnes Schöpfung und verwandelt die Konkurrentin in eine Spinne. Diese ist seitdem mit dem Teufel im Bunde. Die Spinne ist weiblich und giftig, sie wickelt ein, saugt aus und tötet ihre faszinierten Partner gleich nach der Befruchtung. Andererseits emanzipiert sie den Menschen, indem sie den Göttern trotzt. Sie schöpft aus ihrem Körper, nicht anders als die Dichter.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Wolfgang Meyering

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Martin Risel

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Neue Kirche in Deutschland (Swedenborg-Zentrum)

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

"So muss man leben!"
Zum 200. Geburtstag des Dichters Theodor Fontane
Von Pfarrerin Barbara Manterfeld-Wormit
Evangelische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzähltag
"Der Junge, der unbedingt zu Fuß gehen wollte ..."
Von Wolfram Hänel
Gelesen von André Holonics
Ab 6 Jahre
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
Moderation: Ulrike Jährling

Anstatt mit Papa im Auto machen sich Jakob und seine Mama mit den Fahrrädern auf in Richtung Ostsee. Mal sehen, wer zuerst ankommt.

Da sie keine Lust darauf haben, zusammen mit Papa im Auto an die Ostsee zu fahren, entschließen sich Mama und Jakob, die Strecke mit dem Fahrrad zurückzulegen. In aller Frühe holen die beiden ihre Fahrräder aus der Garage. Jakobs Mama klemmt ihren kleinen Rucksack auf den Gepäckträger. Mit einer Regenplane für jeden, zwei Äpfeln, einer Packung Kekse und einer Flasche Eistee. Mehr nicht. „Wenn schon Abenteuer, dann auch richtig“, sagt Mama und das leuchtet Jakob ein.

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Kakadus Reise
50 Jahre Grips-Theater
Wir schauen hinter die Kulissen des erfolgreichsten Kinder- und Jugendtheaters der Welt
Moderation: Patricia Pantel

Im Juni 1996 fing alles auf einer wohnzimmergroßen Bühne in Berlin Wilmersdorf an. Gab es bis dahin Kindertheater nur in Form von Weihnachtsmärchen, wurde nun echtes Theater für Kinder angeboten. Mit Stücken, extra für sie geschrieben, über Themen, die wirklich Themen bei den Kindern waren und in einer Art und Weise, die neu und anders war. Schauspieler verkleideten sich und spielten Kinder, die den Erwachsenen widersprachen, frech waren, sich eine eigene Meinung über die Welt erlaubten.
Anfangs gab es großen Widerspruch von den Pädagogen. Doch den Kindern gefiel das, was sie auf der Bühne im Grips-Theater sahen und so spielten und spielten die Grips-Menschen weiter und weiter.
Das Grips-Theater ist etwas Besonderes, das sagen die Menschen, die dort arbeiten und auch die Besucher. Aber was macht diese Bühne am Hansaplatz in Berlin so einzigartig?
Patricia ist mit Kindern der Comenius-Schule losgezogen, um genau das herauszubekommen.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin
Moderation: Oliver Schwesig
sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Ralf Bei der Kellen
sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Spaziergänge mit Prominenten
Gisela Steinhauer unterwegs mit dem Arzt und Schauspieler Joe Bausch durch Bochum

Joe Bausch ist ein Multitalent. Er ist examinierter Arzt und Schauspieler. Fernsehzuschauer kennen Joe Bausch aus dem Kölner Tatort. Dort spielt er den etwas grimmigen Pathologen Dr. Roth. Aber auch in Serien, Fernseh- und Kinofilmen war er an der Seite von Ulrich Tukur oder Götz George zu sehen. Bei SAT1 moderiert Bausch Sendungen mit medizinischen Themen oder mit Bezug zu Kriminalität. Beides liegt dem Mediziner, der auch Theaterwissenschaften und Jura studierte, im Blut. Wenn er keine Drehtermine für Tatort & Co. hatte, dann arbeitete er bis vor Kurzem als leitender Arzt in der Justizvollzugsanstalt Werl. Auch wenn er heute in der Nähe von Soest zu Hause ist, hat er die meiste Zeit seines Lebens in Bochum verbracht. Dort studierte er Medizin, dort stand er zuerst auf der Theaterbühne und dort erblickte auch seine Tochter das Licht der Welt. Mit Bochum verbindet ihn so vieles, doch wohlgefühlt hat er sich dort nie so richtig. Er hat die Stadt schätzen gelernt, die Ehrlichkeit der Menschen gemocht, aber eigentlich wollte er von dort immer wieder weg.

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Kirsten Lemke

Voraussichtliche Themen:

43. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt

Bachmann-Preis - Abstimmung und Preisverleihung

12:30 Uhr

Die Reportage

Bildung für alle
Ein Menschenrecht im Praxistest
Von Martin Reischke

Das Recht auf Bildung gehört zu den allgemeinen Menschenrechten, festgeschrieben bereits 1948. In Deutschland setzen die einzelnen Bundesländer dieses Recht durch: jeder und jede hat kostenlosen Zugang zu Bildung. Aber heißt das auch, dass alle die gleichen Chancen haben? Wer in einer bildungsfernen Familie aufwächst, wer in einem sozialen Brennpunkt zur Schule geht, der hat ganz andere Voraussetzungen, später Karriere zu machen als Kinder aus gutbürgerlichem Milieu. Die Herkunft spielt in Deutschland eine große Rolle für das weitere Fortkommen. Aber manchmal kommt es auch ganz anders, als man denkt. Das zeigt der Praxistest im Berliner Bezirk Wedding.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
Moderation: Christian Möller

Voraussichtliches Thema:

Philosophischer Wochenkommentar:
Leben auf dem Mars? - Welche Enttäuschung!

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Voraussichtliche Themen:

Aus Silke wurde Sebastian - Der transidente ev. Pfarrer von Veitshöchheim

Die Hilfe kommt von Gott - Die Geschichte eines transidenten Juden

Die Botschaft Christi ist die Liebe - Auch die körperliche!?

Wenn der Prieser mit der Nonne - Sexueller Machtmissbrauch in Kamerun

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Nächte in spanischen Palastgärten
Das "Concierto de Aranjuez" von Joaquín Rodrigo
Gast: Stefan Jenzer, Gitarrist
Moderation: Holger Hettinger

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Kirsten Lemke

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin
Moderation: Jörg Degenhardt

Für Gleichberechtigung im Sport - Radsportlerinnen wollen wieder zur Tour de France

Fußball-Revolution bei Lewes FC - Englischer Klub bezahlt Frauen und Männer gleich

Sprungbrett für eine große Karriere? - Gespräch zur U 21 EM vor dem Finale

Vor German Open im Rollstuhl-Tennis - Porträt Sabine Ellerbrock

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Quäl dich, du Sau!
Über den Schmerz im Sport
Von Jutta Heess

„Quäl dich, du Sau!“ Teamkollege Udo Bölts musste 1997 Jan Ullrich auf der Tour der Leiden, der Tour de France, mit deutlicher Ansprache zum Sieg treiben. Viele Leistungssportlerinnen und Leistungssportler beschreiben immer wieder, wie sie über die „Schmerzgrenze“ gehen, „Sterne sehen“, den „Schmerz lieben“, wie hart Training und Wettkämpfe sind. Athleten müssen lernen, damit umzugehen - körperlich, mental und pharmazeutisch. Nicht selten verlangen sie ihrem Körper zu viel ab, um ganz vorn mit dabei zu sein. Das wird vor allem bei frühen Rücktritten vom Leistungssport deutlich. Gerade musste der Tennisspieler Andy Murray seine Karriere mit 31 Jahren aufgrund von Hüftproblemen beenden. Aber die Betroffenen wehren sich: Profihandballer haben in einem Social-Media-Video auf die hohe Belastung in ihrer Sportart hingewiesen. Wie viele Schmerzen können und dürfen Sportler in Kauf nehmen?

18:30 Uhr

Hörspiel

Hell genug - und trotzdem stockfinster
Von Peter Steinbach
Regie: Bernd Lau
Mit: Klaus Herm, Franziska Grasshoff, Michael Gspandl, Wol fgang Wagner, Marcus Riedel-Weber, Günter Mack, Erwin Dittberner, August Dahl, August Schmittinger, Harald Krebs, Christel Kuhn, Josef Peil, Marianne Riedel-Weber, Wilfried Este, Peter Steinbach, Michael Evers, Tobias Lelle, Patricia Johannbroer, Kristine Konrad, Susi Gerloff, Adolf Hetzel und Martha Hetzel
Ton: Paul-Gerhard Landsiedel
Produktion: WDR 1981
Länge: 59'35

Dort stand die Kanone, da war die Scheune, in der er sich versteckt hatte. So erinnert sich Johannes Gass an 1945 im Hunsrück. Doch das Fernsehteam macht seine Erinnerungen TV-gerecht.

Anschließend:
Peter Steinbach - ein Porträt des Medienautors, der im Februar 2019 gestorben ist
Von Beate Becker
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019
Länge: ca. 30'00

Ein kleines Fernsehteam dreht im Hunsrück ein Dokumentarspiel über die letzten Wochen vor Kriegsende. Im Zentrum der Geschichte steht Johannes Gass, der 1945 als 17-Jähriger in der Nähe seines Heimatortes stationiert war. Dort stand die Kanone, da war die Scheune, in der er sich versteckt hatte. Seine Erinnerungen werden immer wieder unterbrochen durch die besonderen Erfordernisse des Mediums Fernsehen. Gass erlebt die emotionale Verarmung des Fernsehteams und die Degradierung seiner Person zu originellem Material.

Peter Steinbach, 1938 in Leipzig geboren, am 6. Februar 2019 in Svendborg gestorben, schrieb Drehbücher und Hörspiele. Fotolehre in Köln, sechs Jahre Schiffskoch, diverse Beschäftigungen u.a. am Theater und beim HR-Kirchenfunk, ab 1976 Drehbuchautor. Vier Jahre Professur an der Universität Hamburg für Drehbuch. Für Drehbücher von "Heimat" (1984), geschrieben mit Edgar Reitz, erhielt er 1985 den Grimme-Preis. "Hell genug - und trotzdem stockfinster" (WDR 1981) wurde mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden 1982 ausgezeichnet. Er reflektiert in dem Hörspiel die Suche nach adäquaten Umgang mit authentischem Stoff bei den Recherchen für die Film-Trilogie "Heimat".

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 28.06.2019

Franz Schubert
Ouvertüre D-Dur "Im italienischen Stil" D 590

Wolfgang Amadeus Mozart
Klavierkonzert Nr. 17 G-Dur KV 453

ca. 20.50 Konzertpause

Felix Mendelssohn Bartholdy
Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 “Italienische”

Emanuel Ax, Klavier
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Kent Nagano

22:00 Uhr

Musikfeuilleton

"Ich bin nun wieder dort angelangt, wo ich angefangen habe."
Zum 50. Todestag des Pianisten Wilhelm Backhaus
Von Richard Schroetter

Der Leipziger Pianist Wilhelm Backhaus (1884 - 1969) war ein disziplinierter Außenseiter, der stets um Objektivität bemüht war. Lange bevor sich auch in der Musik eine neue Sachlichkeit durchsetzte, spielte Backhaus die Werke von Brahms und Beethoven ganz ohne Pomp und falsche Feierlichkeit. Doch eine Marotte hatte dieser so kühle Künstler: In seinem Gepäck führte er stets einen Klavierstuhl mit.

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Birgit Kolkmann

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Johannes Nichelmann

Lesen am Wörthersee 2019
43. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt
Nach der Siegerehrung

Wahnsinn in Regensburg
Brigitte Fassbaender inszeniert "Lucia di Lammermoor"

Cinema Ritrovato - Festival in Bologna

Lebensretter - 20 Jahre "Writers in Exile"

70 Jahre dpa

Kulturpresseschau

Juni 2019
MO DI MI DO FR SA SO
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