Seit 05:05 Uhr Studio 9
Donnerstag, 26.11.2020
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Samstag, 27. Juni 2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Bitte zeichne mir ein Schaf
Die Lange Nacht über Antoine de Saint-Exupéry
Von Nikolaus Scholz
Regie: der Autor
(Wdh. v. 27./28.06.2015)

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Dieses Zitat aus dem Buch ´Der kleine Prinz` stammt aus der Feder des französischen Piloten und gefeierten Kultautors Antoine de Saint-Exupéry, der im Juli 1944 in den Fluten des Mittelmeers abrupt seinen bis heute ungeklärten Tod fand. Erst im Jahr 2000 wurden von Luc Vanrell, einem Marseiller Taucher und Unterwasserforscher, Teile der Maschine auf dem Grund des Mittelmeers geortet, im Herbst 2003 geborgen und 2004 als ein Teil jenes Fliegers identifiziert, den der französische Autor am Tag seines Verschwindens flog. Die mögliche Absturzursache - technisches Versagen, Abschuss oder Freitod - ist dennoch bis heute unklar. In seinem bewegten Leben arbeitete de Saint-Exupéry (1900 - 1944) zumeist als Pilot - eine Erfahrung, die er auch literarisch verarbeitete. Als Autor versuchte er sich erstmals 1925 mit der Novelle ´L’Aviateur` („Der Flieger“). Bereits sechs Jahre später erhielt er mit dem Roman ´Vol de nuit` („Nachtflug“), dessen Handlung um den tödlichen letzten Flug eines Piloten kreist, den renommierten französischen Literaturpreis Prix femina. 1943 - ein Jahr vor seinem Tod - erschien die mit eigenen Illustrationen versehene Erzählung ´Der kleine Prinz` - ein Buch, das mit insgesamt 80 Millionen weltweit verkauften Exemplaren auf Platz 17 der Weltrangliste der meistverkauften Bücher steht, knapp vor den Fantasyromanen der britischen Erfolgsautorin Joanne K. Rowling. Eine Lange Nacht mit dem Germanisten Johannes Thiele, dem Biographen Joseph Hanimann, dem deutschen Taucher Lino von Gartzen, dem Tiefenpsychologen Eugen Drewermann und Auszügen aus dem literarischen Œuvre von Antoine de Saint-Exupéry.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Moderation: Vincent Neumann

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Es geschah in Berlin (Folgen 473 / 479)
Ein falscher Fußballstar
Das Lokal, das betrügt
Von Werner Brink
RIAS Berlin 1970/71
Vorgestellt von Michael Groth

Die Serie „Es geschah in Berlin“ griff wahre Fälle aus den Protokollen der Westberliner Polizei auf.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Axel Rahmlow

06:20 Wort zum Tage

Monika Tremel, Erlangen
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Wird die PIS abgestraft ?
Polen wählt am Sonntag
Gespräch mit Joanna Maria Stolarek

08:00 Nachrichten

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Kostbare Tage" von Kent Haruf
Rezensiert von Gabriele von Arnim

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Jugend an die Macht! Ab welchem Alter sollen wir wählen dürfen?

Gäste:
Jamila Schäfer, stellvertretende Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und
Prof. Dr. Thorsten Faas, Politikwissenschaftler und Wahlforscher an der Freien Universität Berlin
Moderation: Vladimir Balzer

Live mit Hörern
08 00 22 54 22 54
gespraech@deutschlandfunkkultur.de

Wählen schon mit 16 - oder mit 14? Erneut wird über eine Absenkung des generellen Wahlalters diskutiert. Sind Jugendliche oder Kinder reif genug, politisch mitzubestimmen? Welche Chancen, welche Risiken wären damit verbunden? Diskutieren Sie mit!

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Christian Rabhansl

Buchkritik:
"Handbuch für Zeitreisende" von Kathrin Passig und Aleks Scholz
Rezensiert von Martin Mair

"Umdenken. Überlebensfragen der Menschheit"
Gespräch mit Gerd Müller

"Mondays for future"
Gespräch mit Claudia Kemfert

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 - Der Tag mit ...

Dr. Liane Bednarz,, Juristin

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur
Moderation: Vera Linß und Tim Wiese

K-Pop Fans ruinieren Trumps Wahlkampfveranstaltung
Von Hagen Terschüren

Wie stark können Aktionen von K-Pop-Fans die Politik beeinflussen?
Gespräch mit Sung Un Gang

Medien und Meinungen
Gespräch mit Samira El Ouassil

Podcast-Kritik:
"Linda Zervakis präsentiert: Gute Deutsche"
Von Carina Fron

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: André Hatting

Neues Spiel, neue Formen
Tiktok macht Theater
Von Matthias Dell

Tiktok und die neuen Bühnen
Ideen für ein Online-Theater der Zukunft
Gespräch mit Konstantin küspert

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Patrick Wellinski

Corona-Ticker: Soll ich ins Kino?
Von Christian Berndt

Sommerurlaub mit Flüchtling in "Sunburned"
Gespräch mit Carolina Hellsgard, Filmregisseurin

Marché!
Was kann der Cannes Filmmarkt online?
Gespräch mit Jörg Taszman

Berliner Wasserwelten in "Undine"
Gespräch mit Christian Petzold

"Biologie!" von Jörg Foth und andere DEFA-Jugendfilme aus der Wendezeit
Gespräch mit Andreas Kötzing

Top Five:
Boxen im Film
Von Hartiwg Tegeler

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Moderation: Martin Böttcher

Eröffnungskolumne:
Unverwundbar
Von David Tschöpe

Feiern im Pandemie-Anzug
Von Kerstin Zilms

Eine Geräuschkulisse, die krank macht
Sounddesign im Krankenhaus
Von Matthias Finger

Serie "Szpital Polski" Operation 1: Linke Hände
Von Mariola Brillowska

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages

17:30 Uhr

Tacheles

Nikita Dhawan zu Kolonialismus und Rassismus
"Ignoranz gegenüber der eigenen Ignoranz"

Gesprächspartnerin:
Die aus Indien stammende Professorin für Politikwissenschaft, deren inhaltlicher Fokus auf Postkolonialen Studien sowie auf Frauen- und Geschlechterforschung liegt, stellt sich den Fragen von Annette Riedel.

Die indische Wissenschaftlerin fordert, dass Europa seine Arroganz im Umgang mit seinem kolonialen Erbe aufgeben müsse, inklusive andauernder rassistische Strukturen. Das Humboldt-Forum sei konzeptionell "feudal" und "ohne Sinn und Verstand".    

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Wirklichkeit im Radio
Der Tod des James Dean
Von Alfred Andersch
Regie: Friedhelm Ortmann
Mit: Ludwig Kremer, Hermann Schomberg, Rolf Boysen u.a.
Produktion: SWF / HR / RB 1959
Länge: ca. 54'

John Dos Passos‘ Biographie von James Dean, Allen Ginsbergs Gedicht „Howl“ sowie eine Boxreportage und die Trompete von Miles Davis: aus diesen drei Elementen entsteht ein Zeitbild der „finsteren Jugend Amerikas“ und ein Meilenstein des Features.

1955 kam James Dean bei einem Autounfall ums Leben. Er wurde, 24-jährig, zu einem weltweiten Idol und Sinnbild der „Beat-Generation“, der finsteren, geschlagenen Generation Amerikas. In Alfred Anderschs Radioklassiker von 1959 artikuliert sich das Lebensgefühl dieser Generation. Seine Technik war neu und folgenreich. Die Montage aus Gedichten amerikanischer Beat-Poeten und der Reportage eines Boxkampfes symbolisiert, worum es in dieser Epoche ging: um den Kampf des David (Jugend) gegen den Goliath (Gesellschaft).

Alfred Andersch (1914-1980) gehört zu den kritischen Autoren der deutschen Nachkriegszeit. Er schrieb Romane, Hörspiele, Erzählungen und Reisebilder. Zusammen mit Hans Werner Richter gründete er das Schriftstellertreffen der „Gruppe 47“. Bekannt wurde er mit seinem autobiographischen Roman „Die Kirschen der Freiheit“ (1952) und dem Roman „Sansibar oder der letzte Grund“. Von 1948 bis 1958 war er Redakteur, zuerst beim Hessischen Rundfunk, dann beim Süddeutschen Rundfunk. Andersch gehörte neben Ernst Schnabel, Peter von Zahn und Axel Eggebrecht zu den sogenannten vier „Musketieren“ des Radio-Features nach 1945. Weitere Stücke: „Die bitteren Wasser von Lappland“ (NWDR 1953), „Fahrerflucht“ (SWF/RB 1957), „In der Nacht der Giraffe“ (HR 1960).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Konzert

Live aus dem Gewehrsaal des Schlosses Ettersburg in Weimar

Ernst von Dohnányi
"Winterreigen" für Klavier op. 13 (Ausschnitte)

Gustav Jenner
Aus den Liedern op. 2 und op. 7:
Stille Sicherheit
Der Wald ist kahl
Die Nachtigall
An meiner Seite saßest du
Nur wer die Sehnsucht kennt
Es träumte mir
Die Nacht mit ihrem Frieden

Max Bruch
Canzone für Violoncello und Klavier op. 55

Ottorino Respighi
"Il Tramonto" für Mezzosopran und Streicher
(Texte: Percy Shelley)

Ernst von Dohnányi
Sextett C-Dur op. 37

Sayaka Shigeshima, Mezzosopran
Ursula Dehler, Violine
Barbara Seifert, Violine
Astrid Schütte, Violine
Almut Bormann, Viola
Jakob Tuschscheerer, Viola
Alexandre Castro-Balbi, Violoncello
Astrid Müller, Violoncello
Jan Doormann, Klarinette
Mees Vos, Horn
Sofja Gülbadamova, Klavier

21:00 Uhr

Oper

Komische Oper Berlin
Aufzeichnung vom 22.12.2019

Paul Abraham
"Dschainah" - Das Mädchen aus dem Tanzhaus
Große Operette in zwei Akten auf ein Libretto von Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda
Bühnenpraktische Rekonstruktion von Henning Hagedorn und Matthias Grimminger

Dschainah - Hera Hyesang Park
Pierre Claudel - Johannes Dunz
Hortense Cliquot - Zizie de Paris
Yvonne - Mirka Wagner
Baron Bogumil Barczewsky - Dániel Fiko
Erzähler - Klaus Christian Schreiber
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin
Chor der Komischen Oper Berlin
Orchester der Komischen Oper Berlin
Leitung: Hendrik Vestmann

Madama Butterfly als Operette in Vietnam! Paul Abrahams musikalisches Liebesabenteuer eines französischen Marineoffiziers mit einer Dschainah, der vietnamesischen Variante einer japanischen Geisha, ist eine wilde Mischung aus Puccini, Puszta und Jazz. Der "multikulturelle Eintopf" entstand als Auftragswerk des Wiener Kaffee-Königs Julius Meinl II. für dessen japanische Frau Michiko Tanaka. Fast auf den Tag genau 84 Jahre nach ihrer Uraufführung in Wien erlebt das Werk nun seine verspätete Deutsche Erstaufführung - ein ganz besonderes Fundstück in der Reihe von Ausgrabungen und Wiederentdeckungen an der Komischen Oper Berlin.
"Im Sing-Song-Haus des finsteren Dajak in Saigon arbeitet das Mädchen Lylo als Dschainah. Als sie von ihrem ebenso gefühllosen wie geldgierigen Besitzer verkauft werden soll, erklärt sich der Schriftsteller und Marineoffizier Pierre Claudel kurzerhand dazu bereit, Lylo zu heiraten. Dumm nur, dass in Paris seine Verlobte Yvonne auf Pierres rechtzeitige Rückkehr wartet, denn aus Erbschaftsgründen muss Yvonne bis zu einem bestimmten Datum verheiratet sein. Aber Schwiegermutter Hortense Cliquot hat vorgesorgt und schon vor Pierres Abreise einen Bräutigam-Stellvertreter ernannt. Pierre hat es denn auch nicht allzu eilig, seine befristete Ehe mit Lylo aufzulösen und nach Frankreich zurückzukehren. Aber eine Madame Cliquot reist, wenn es sein muss, auch mit Tochter und Entourage nach Vietnam, um den treulosen Schwiegersohn zur Raison zu bringen."(Barry Kosky, Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin)

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Eckhard Roelcke

Gaia-Projekt(s)
Eine Cyborg-Oper von kainkollektiv
Von Christoph Ohrem

Humor nach #METOO: feministische Filme im Hamburger Kunstverein
Von Anette Schneider

"Ich will, dass du bist" - Ausstellung "Crazy" in Cottbus

"Welt ohne Kunst"?
Open-Air-Plakat-Aktion der Münchner Kammerspiele
Von Tobias Krone

Kulturpresseschau - Wochenrückblick
Von Tobias Wenzel

Juni 2020
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