Seit 18:05 Uhr Feature

Samstag, 17.08.2019
 
Seit 18:05 Uhr Feature
Tagesprogramm Samstag, 1. Juni 2019
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Das große Sterben für die Freiheit
Eine Lange Nacht zum D-Day vor 75 Jahren
Von Peter Kaiser
Regie: Beate Ziegs

In der Operation Overlord setzten in der Nacht vom 5. auf den 6. Juni 1944 mehr als 1.000 Kriegsschiffe, 3.100 Landungsboote, unterstützt von 7.500 Flugzeugen, mit insgesamt mehr als 150.000 US-amerikanischen, britischen und kanadischen Soldaten vom Ärmelkanal zur Küste der Normandie über. Ziel dieser noch heute in der Weltgeschichte größten Streitmacht, war der sogenannte Atlantikwall der deutschen Wehrmacht. Über eine Länge von 2.685 Kilometern sollte dieser „Gürtel aus Bollwerken“ (Adolf Hitler), bestehend aus insgesamt 8.119 Bunkern, das Deutsche Reich an der Atlantikküste vor Angreifern schützen. Doch die Nazi-Bollwerke hielten dem Angriff der alliierten Streitkräfte keine 24 Stunden stand. Mit einem blutigen Preis. Auf beiden Seiten fielen an diesem Tag mehr als 20.000 Männer, manche noch fast Kinder. Der D-Day, wie der Tag in den Geschichtsbüchern später bezeichnet werden sollte, eröffnete zur Ostfront eine zweite Front, die Westfront. Das Ende des Nazireiches zwischen diesen zwei Fronten hatte am 6. Juni 1944 begonnen.

Heute wird dieser gewaltigen Schlacht an der normannischen Küste in den Museen an den Landungsstränden wie etwa Utah Beach, Omaha Beach oder Juno Beach unterschiedlich gedacht. Stehen im Landungsmuseum der Juno Beach die Frauen inmitten der Kampfhandlungen, im sogenannten Frauen-D-Day, im Mittelpunkt einer Ausstellung, so sind andere Museen etwa um die Wehrmachtsbunker gebaut worden, zum Teil noch mit den originalen Geschützen. Und es gibt überall geführte Battlefield-Tours, Schlachtfeldtouren an der HKL, der Hauptkampflinie. Dazu kommen noch das Merchandising mit T-Shirts, Sweatshirts, Baseballcaps, Tassen, Tellern, Regenschirmen und vielem mehr. Heute ist das große Sterben für die Freiheit Europas vor 75 Jahren eher ein großes Geschäft.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Michel Colombier
"Colossus: The Forbin Project" (Colossus)

Jerry Goldsmith
"Logan’s Run" (Flucht ins 23. Jahrhundert)

James Horner
"Brainstorm" (Projekt Brainstorm)
London Symphony Orchestra

Moderation: Birgit Kahle

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Verklungene Stimmen
Erinnerungen an Schauspieler und Musiker der 50er-Jahre
Von Hanns Korngiebel und Thomas Martin Langner
RIAS Berlin 1958
Vorgestellt von Michael Groth

Eine Sendung, die verstorbenen Künstlern der damals jüngsten Vergangenheit gewidmet war. Mit dabei u.a. Erich Ponto, gestorben 1957, mit Versen von Wilhelm Busch, sowie die 1956 gestorbenen Oskar Karlweiß und Walter Gieseking.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Shanli Anwar

06:20 Wort zum Tage

Diakon Jürgen Wolff
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

08:00 Nachrichten

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Die Nickel Boys" von Colson Whitehead
Rezensiert von Carsten Hueck

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Die Kunst, sich selbst zu akzeptieren

Gast: Prof. Dr. Michael Bordt, Jesuit, Philosoph und Autor
Moderation: Katrin Heise

Live mit Hörern
0800 2254 2254
gespraech@deutschlandfunkkultur.de

Wir leben in hektischen Zeiten: Stress an der Arbeit, zu wenig Zeit, das Gefühl, fremdbestimmt zu sein. Aber wissen wir, was wir wirklich wollen? Wie gut kennen wir uns selbst? Wie können wir uns mit unseren Macken, Ängsten und Sehnsüchten aushalten?

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Christian Rabhansl

„Die Dinge beim Namen nennen“ von Rebecca Solnit
Rezensiert von Nana Brink

"Trigger-Warnung: Identitätspolitik zwischen Abwehr, Abschottung und Allianzen"
Gespräch mit Dr. Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank

„Herr Wang, der Mann, der vor den Panzern stand" von Liao Yiwu
Rezensiert von Marko Martin

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 - Der Tag mit ...

Dr. Liane Bednarz, Juristin
Moderation: Axel Rahmlow

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: Janis El-Bira

Schnelle politische Eingreiftruppe
Das Wiener Aktionstheater Ensemble wird 30
Gespräch mit Martin Gruber

100 Blicke auf die Szene
Besuch beim Performing Arts Festival in Berlin
Von Gerd Brendel

Die geniale Stelle
Maria Milisavljevic über das Lesen ihres Stücks "Beben"

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Susanne Burg

Kampf gegen das Vergessen in Rumänien
Radu Jadus Film "Mir ist es egal..."
Gespräch mit dem Regisseur

Vorgespult:
Zwischen den Zeilen / War of Art / Los Perros
Von Christian Berndt

Easy Rider auf der Flüchtlingsroute
Sebastian Schippers "Roads"
Gespräch mit dem Regisseur

Heimkino
50 Jahre "Midnight Cowboy"
Aufwachen aus dem amerikanischen Traum
Von Laf Überland

Mit Zeichnungen Herzen erobern
Gespräch mit Mamoru Hosoda

Die Stärke des südkoreanischen Kinos
"Burning" von Lee Chang-dong
Gespräch mit Anke Leweke

Top Five:
Die Magie des Pferdes
Von Hartwig Tegeler

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Moderation: Katja Bigalke

Live on Tape aus der Restaurantküche
Gespräch mit Susanne Balthasar

Wie Apps die Alltagsorganisation erleichtern
Gespräch mit Marcus Richter

Geht nicht gibt's nicht
Die Welt der Notfalllogistik
Von Carolin Born

Wider die Aufschieberitis
Gespräch mit Prokrastinationsforscher Stephan Förster

Stilübungen Folge 5: Choral
Von Susanne Franzmeyer

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Axel Rahmlow

17:30 Uhr

Tacheles

Demokratie in Schieflage - Unsere Wahlergebnisse sind nicht repräsentativ

Armin Schäfer, Politikwissenschaftler, stellt sich den Fragen von Susanne Führer

Unsere Demokratie hinkt: Da vor allem die sozial Privilegierten wählen, sitzen im Bundestag fast nur noch Akademiker, die Gesetze im Interesse ihrer Wähler verabschieden, also der sozial Privilegierten. Die Interessen der Armen bleiben auf der Strecke.

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

I have fallen into a magic pot when I was a child
Aufwachsen jenseits der Kleinfamilie
Von Nora Bauer
Regie: die Autorin
Mit: Tanja Schleiff
Ton: Henning Meier
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019
Länge: 51'37
(Ursendung)

Mohani wuchs in einer Bhagwan-Kommune in England auf.

Mohani ist im bayrischen Ashram und in der Medina Rajneesh Kommune in England aufgewachsen. Ihre Eltern waren dem Aufruf des indischen Philosophen Bhagwan gefolgt, wie tausende Menschen von überall auf der Welt. Die Kinder von Medina sind heute ca. fünfzig Jahre alt und betrachten ihr Leben im Experiment durchaus mit kritischen Augen. Mohani lebt heute ganz konventionell mit Mann und Kindern in Köln und kann sich auch keine andere Lebensform vorstellen. Und doch hatte die Suche nach Alternativen zur Kleinfamilie einen Grund.

Nora Bauer, geboren 1960, lebt in Köln, Regisseurin für zeitgenössische Oper und Radio-Autorin. U.a. ‚Der andere Vertrag. EPAs-Freihandelsabkommen zwischen EU und Afrika‘ (Dlf 2016), ‚Landschaft mit Ruine - Eine Lange Nacht Italienischer Reisen deutscher Dichter‘ (Dlf 2016). Zuletzt: ‚Sonne, Mond und Sterne‘ (Dlf Kultur 2017), ‚Unter Deutschen am Volta. Eine deutsch-ghanaische Kolonialgeschichte‘ (Dlf 2017), ‚Landgrabbing in Deutschland? Von den Folgen einer Gesetzeslücke‘ (Dlf 2018).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Schwetzinger Festspiele
Rokokotheater, Schloss Schwetzingen
Aufzeichnung vom 26.04.2019

Elena Mendoza
"Der Fall Babel" (Uraufführung)
Musiktheater
Libretto: Matthias Rebstock mit Texten von Fabio Morábito, Yoko Tawada und Cécile Wajsbrot

Ayano Durniok, Sprecherin
David Luque, Sprecher
Tobias Dutschke, Schlagzeug
Martin Homann, Schlagzeug
Almut Lustig, Schlagzeug
SWR Experimentalstudio
Schola Heidelberg
Leitung: Walter Nußbaum

Ganze neun Verse umfasst die alttestamentarische Geschichte vom Bau der Stadt Babel und ihrem bis in den Himmel reichenden Turm, aber die Quintessenz der Erzählung ist ungeheuerlich. Gott straft die Menschen mit Vielsprachigkeit. Ohne einander zu verstehen, können sie den Bau nicht vollenden und zerstreuen sich über die Erde. Elena Mendoza und Matthias Rebstock beziehen sich auf diesen Mythos, allerdings in einer modernen Form, die den Mythos spiegelt, ihn umkehrt. Drei Erzählstränge werden verwoben, die aus dem babylonischen Sprachgewirr hervortreten. In Gestalt einer negativen Utopie artikulieren die Autoren ihr Plädoyer für existenzielle Notwendigkeit kultureller Vielfalt.

21:00 Uhr

Die besondere Aufnahme

Philharmonie Ludwigshafen
Aufzeichnung vom 22.03.2019

Ernst von Dohnányi
Sinfonie Nr. 1 d-Moll op. 9
"Sinfonische Minuten" op. 36

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Leitung: Roberto Paternostro

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Eckhard Roelcke

Fälschung?
Ein Beitrag im Dlf Nova wirft Fragen auf
Gespräch mit Lena Lotte Stärk

Regie-Debüt im Aalto-Theater Essen
Stephen Lawless inszeniert "Cosi fan tutte" von Wolfgang Amadeus Mozart
Gespräch mit Ulrike Gondorf

Sozialistische Museumspolitik
Tagung in der Kunsthalle Rostock
Gespräch mit Lukas Cladders

100 Blicke auf die Szene
Besuch beim Performing Arts Festival in Berlin
Von Gerd Brendel

44. Mülheimer Theatertage
Bekanntgabe des Gewinnerstücks nach Jury-Debatte
Gespräch mit Bernhard Doppler

Kulturpresseschau
Von Arno Orzessek

Juni 2019
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Der Russe und seine DatschaKleines Glück im Grünen
Blick in einen üppigen Garten mit Datscha auf dem Gelände der Gartenbaugenossenschaft "Sewer" außerhalb von Moskau. (picture-alliance / dpa / RIA Nowosti)

600 Quadratmeter mit Schuppen: Das bekamen in der Sowjetunion einst Arbeiter zugeteilt - als Sommerhaus und zum Beackern. Rasch wurde die Datscha russisches Kulturgut und sie ist es bis heute. Und aus manchen Hütten sind Paläste geworden.Mehr

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