Seit 09:05 Uhr Im Gespräch
Donnerstag, 29.10.2020
 
Seit 09:05 Uhr Im Gespräch
Tagesprogramm Sonntag, 26. Juni 2016
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

Insel im Meer aus Tinte
Haitis Schriftsteller erinnern sich an die Duvalier-Diktatur, das Exil und ihre Rückkehr
Von Cornelius Wüllenkemper

30 Jahre nach François Duvaliers verheerender Gewaltherrschaft suchen Haitis Schriftsteller nach den verlorenen Träumen der früheren "Perle der Karibik".

François Duvaliers paranoider Feldzug gegen kommunistische Aktivitäten, egal welcher Form, versetzte ab 1956 auch Haitis Literaturszene in Angst und Schrecken. Schriftsteller und Journalisten standen vor der Wahl, entweder mit einem Mann zu paktieren, der sich mal mit Jesus, mal mit dem Voodoo-Todesgeist Baron Samedi verglich oder schnellstmöglich das Land zu verlassen. 30 Jahre nach dem Ende des Gewaltregimes beginnen haitianische Autoren, sich zu erinnern: an das Schreiben unter der Diktatur, an die Flucht vor den Mörderkommandos der Tonton Macoutes und an die Rückkehr in eine fremdgewordene Heimat. Die Schriftsteller Anthony Phelps, Dany Laferrière, Kettly Mars und der beim Erdbeben von 2010 umgekommene Georges Anglade reisen in ihren Büchern in die Vergangenheit der einstigen Perle der Karibik und suchen nach den verlorenen Träumen Haitis.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Jutta Petermann

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Oliver Schwesig

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Neuapostolische Kirche

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Fahr hinaus ins Tiefe! Gott erfahren auf dem Seelengrund
Von Ludger Verst
Katholische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzähltag
Eine gute Laune der Natur
Von Frauke Angel
Gelesen von Adam Nümm
Ab 6 Jahren
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016
(Ursendung)
Moderation: Patricia Pantel

In der Schule gibt es einen Jungen, der hat rote Haare mit Locken, keine Eltern, aber eine Idee. Er hat früher in einem anderen Land gelebt, bis der Krieg kam, mit Bomben und Feuer.

Eines Tages klingelt der Polizist und erklärt, dass Jokim aufhören solle, mit Blumensamen, Erde und Dünger gefüllte Kaffefilter vom Dach des grauen Hauses zu werfen. Ein Bürger habe sich beschwert. Doch Jokim mag Blumen, die blühen, Scharfgabe und Sonnenblumen, aber auch die blauen, weil die duften, in steinige Ecken klettern und gute Laune machen. Und gute Laune können die Menschen, die dort wohnen, gebrauchen. Denn Schmerzen gibt es schon genug in dem grauen Haus.

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Kakadus Reisen
Brücken bauen mit Musik
Flüchtlingskinder und deutsche Kinder geben ein gemeinsames Konzert
Aus der Dr.-Adenauer-Schule in Geseke/ Nordrhein-Westfalen
Moderation: Ulrike Jährling

Seit dem letzten Jahr sind sehr viele Flüchtlinge nach Deutschland gekommen, unter ihnen auch viele Kinder. Und die Politiker sprechen immer wieder davon, dass Flüchtlinge in Deutschland integriert werden sollen. Damit sie sich bei uns zu Hause fühlen können. Aber wie integriert man Menschen in eine Gesellschaft? Eine Möglichkeit ist die Musik. Menschen, die gemeinsam singen, können einander kennenlernen. Das hat auch der Kinderliedermacher Reinhard Horn erkannt. Deshalb macht er mit deutschen Kindern und Flüchtlingskindern zusammen Musik, in mehreren Chören, Konzerten und Projekten. Zum Beispiel an der Dr.-Adenauer-Schule in Geseke, zu der wir mit dem Kakadu reisen. Wir sprechen mit Kindern über Flucht und über das Zusammenleben in Deutschland, mit Erwachsenen, die sich in der Integration von Flüchtlingen engagiert haben und hören zu, wenn gemeinsam gesungen wird.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Uwe Wohlmacher
sonntagsraetsel@deutschlandradiokultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Buddeln fürs Weltkulturerbe
Unterwegs durch die Oberharzer Wasserwirtschaft
Von Petra Marchewka

Ein Pensionär steht in Gummistiefeln in einem alten, verfallenen Wassergraben: Joachim Niebaum schaufelt und schuftet, damit jeder sehen kann, was hier einmal war. Das wollen auch Wilfried Ließmann und seine Mitstreiter: Sie buddeln und scharren, um alte Bergwerke wieder zugängig machen. Denn hier, im niedersächsischen Oberharz, schlummert ein wertvoller Schatz: die Oberharzer Wasserwirtschaft, eines der bedeutendsten Industriedenkmäler der Welt. Das weitläufige System aus Stauteichen, unterirdischen Bächen, Gräben und Höhlen ist eine technische Meisterleistung, begonnen im 16. Jahrhundert und von da an ständig weiterentwickelt mit dem Ziel, durch Wasserkraft Silbererze zu fördern.

2010 hat die UNESCO die Oberharzer Wasserwirtschaft in die Weltkulturerbeliste aufgenommen. Doch der Harz, in den 70er-Jahren in einen touristischen Dornröschenschlaf gefallen, tat sich bisher schwer damit, dieses grandiose, aber knifflige Flächendenkmal für sich zu nutzen. 95 Prozent der Schächte, Gruben und Wasserläufe sind bis heute begraben geblieben. Aber bei einigen Menschen zwischen Goslar und Sankt Andreasberg herrscht jetzt Goldgräberstimmung: Die 'Deutschlandrundfahrt' führt zu Wissenschaftlern, Gastronomen und einer Schriftstellerin, die allesamt in Eigenregie damit begonnen haben, die kulturellen Schätze des Harzes zu bergen und ihre Attraktivität bekannt zu machen.

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Axel Flemming

12:30 Uhr

Die Reportage

Schule hinter Gittern
Wie Lernen im Knast funktioniert
Von Thomas Klug und Maximilian Klein

Es ist alles geregelt und die Türen sind immer verschlossen. Das Leben im Knast bietet kaum Abwechslung. Und doch sitzen die Gefangenen nicht nur ihre Strafe ab. Es werden Möglichkeiten zur Resozialisierung angeboten - zum Beispiel Unterricht: Naturwissenschaften, Deutsch, Geschichte, Englisch. Die Schule in der JVA Berlin-Tegel ermöglicht es den Gefangenen, Schulabschlüsse nachzuholen.
Viele der Inhaftierten hatten keine guten Erfahrungen mit der Schule gemacht. Im Gefängnis können sie sich erstmals auf das Lernen konzentrieren und nachholen, was sie in den Jahren zuvor versäumt haben. Sie wissen, dass sie mit einem späten Schulabschluss nicht alle ihre Probleme lösen werden. Aber es kann ein Anfang sein.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Isoliert und misshandelt
Eine neue Studie zeigt, dass Kinder in Einrichtungen der katholischen Behindertenhilfe bis 1975 viel Gewalt erfahren haben
Ein Gespräch mit der Verfasserin Annerose Siebert

"Wachsen gegen den Trend" ging nicht
Vor 10 Jahren veröffentlichte die EKD das Impulspapier "Kirche der Freiheit" - bis heute gibt es viel Kritik daran
Von Michael Hollenbach

Mehr als nur Milchpulver
Vor 70 Jahren halfen Care-Pakete dem hungernden Nachkriegsdeutschland
Von Kirsten Serup-Bilfeldt

Don Palmiro und die Umweltverschmutzung
In Sizilien kämpft ein Priester gegen einen Chemiekonzern - und verliest die Namen der Opfer in der Messe
Von Thomas Migge  

Im Garten kann man Gott begegnen
Gärtnern als spirituelle Erfahrung  
Von Karin Lamsfuß

Moderation: Anne Françoise Weber

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Psychogramm einer großen Liebe
Die "Lyrische Suite" von Alban Berg
Gast: Frank Schneider, Musikwissenschaftler
Moderation: Michael Dasche

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Axel Flemming
u.a. UEFA Fußball Europameisterschaft™ 2016

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin
Moderation: Thomas Jaedicke

Traditionsverein auf neuem Spielfeld - Der FC Schalke 04 im E-Sport
Von Maximilian Kuball

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Salti, Hechte, Schrauben
Über das Wasserspringen
Von Matthias Baxmann

Um es beim Wasserspringen auf internationale Wettkämpfe zu schaffen, ist ein zehnjähriges Training notwendig, mindestens dreimal in der Woche. Wer nicht schon mit sechs Jahren damit beginnt, bringt es nur zum Hobbyspringer. Ein Jahrzehnt Trockenübungen, Gymnastik und Trampolinspringen für eine gute Sekunde in der Luft vom Ein- oder Dreimeterbrett. Beim Sprung aus zehn Metern Höhe taucht man schließlich mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h möglichst spritzerlos ins Wasser ein. Der bisher schwierigste Sprung vom Zehnmeter-Turm war ein zweieinhalbfacher Salto rückwärts mit dreieinhalb Schrauben. Gehechtet. Wie geht das?

18:30 Uhr

Hörspiel

Kunststücke
Rotoradio
Von Ferdinand Kriwet
Regie: der Autor
Mit: Max Woithe, Janusz Kocaj, Janus Torp, Marian Funk, Ilja Pletner
Ton: Alexander Brennecke
Produktion: Deutschlandradio Kultur/WDR 2011/2012
Länge: 39'09
(Wdh. v. 29.07.2012)

Radio-Revue (Master Cut)
Von Ferdinand Kriwet
Regie: der Autor
Mit: Bernardo Arias-Portas, Michal Bicenc, Yara Blümel, Rosario Bona, Martin Brauer, Konstantin Bühler, Karim Cherif, Nicolai Despot, Sabine Falkenberg, Marian Funk, Mischa Glaser, Matthias Habich, Ingo Kottkamp, Benjamin Kramme, Ferdinand Kriwet, Lisa Kudoke, Ulrich Lipka, Jan Mêricka, Tino Mewes, Gerald Michel, Christoph Naschke, Pavel Novotny, Friedhelm Ptok, Trystan Pütter, Christoph Schlemmer, Dirk Sikorski, Oskar Thiel, Janus Torp, Marek Urban, Erwin Weber, Margot Weber und Patrick Weber
Ton: Alexander Brennecke
Produktion: Deutschlandradio Kultur/WDR 2013
Länge: 43'31
(Wdh. v. 06.07.2014)

Kriwets Erstlingswerk "Rotor" neu inszeniert und eine Radio-Homestory.

Kriwets Erstlingswerk 'Rotor' von 1961 ist die unaufhörliche Rede eines namenlosen Ich. Der Autor hat sich an eine Auswahl und neue Zusammenfügung gewagt. Fünf junge Schauspieler sprechen die von Kriwet extrahierten Textteile, chorisch arrangiert und rhythmisch collagiert. Eine Annäherung an das eigene Erstlingswerk von vor über 50 Jahren. Hörspiel des Monats Juli 2012.

Eine akustische Archäologie in sechs Abschnitten unterschiedlichen Charakters. Aus einem Strom von Namen und Städten erheben sich in biografisch fortschreitender Reihenfolge Inseln der Erinnerung, von der Kindheit bis ins Alter, von Düsseldorf bis Dresden und Prag. Die den geografischen Stationen entsprechenden Lebensabschnitte werden indirekt in einer Radiokomposition aus Briefen, frühen Gedichten, Theaterszenen etc. vorgestellt: eine Homestory der speziellen Art, die man auch hätte anders erzählen können.

Ferdinand Kriwet, geboren 1942 in Düsseldorf, Schriftsteller, Hörspielautor und international ausgezeichneter MixedMedia-Künstler. Schrieb seine ersten Texte noch in Buchform. In den 1960er Jahren wurde er mit seinen innovativen Radioarbeiten, den "Seh- und Hörtexten" bekannt. Darin spielt er medienübergreifend mit visuellen und auditiven Wahrnehmungs- und Ausdrucksformen. Aktuell erlebt das frühe Werk Kriwets als Pionierarbeit der Medienkunst eine Wiederentdeckung.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 25.06.2016

Hector Berlioz
"La Damnation de Faust"
Légende dramatique op.24 für Soli Chor, Kinderchor und Orchester

Faust - Piotr Beczala, Tenor
Marguerite - Agunda Kulaeva, Mezzosopran
Méphistophélès - Ildebrando d'Arcangelo, Bass
Brander - José Fardilha, Bassbariton
Rundfunkchor Berlin
Staats- und Domchor Berlin
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Tugan Sokhiev

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Ute Welty
u.a. UEFA Fußball Europameisterschaft™ 2016

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Vladmir Balzer

Comic Con. Gegenveranstaltung zum Comicfestival Erlangen?
Von Christian Gampert

Filmfest München ehrt Ellen Burstyn
Von Noemi Schneider

Kulturpresseschau
Von Adelheid Wedel

Juni 2016
MO DI MI DO FR SA SO
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