Seit 22:03 Uhr Freispiel

Donnerstag, 14.11.2019
 
Seit 22:03 Uhr Freispiel
Tagesprogramm Sonntag, 21. Mai 2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

„Alle Dichter sind Juden“
Der Auftritt Paul Celans bei der Gruppe 47 im Mai 1952
Von Helmut Böttiger

Paul Celan wurde in der Gruppe 47 abgelehnt? Die Literatenvereinigung war antisemitisch? Falsch. Eine Legendenzerstörung.

Um den einzigen Auftritt Paul Celans bei der Gruppe 47 ranken sich viele Legenden. Längst gilt es als verbürgt, man habe Celan dort abgelehnt, sogar ausgelacht. Diese Reaktionen werden zudem als Beweis für den in der Gruppe 47 herrschenden Antisemitismus gewertet. Zieht man die vorhandenen Quellen und Materialien heran, dann stellt sich heraus: Diese Darstellung ist nicht haltbar. Im Gegenteil: Celan hatte 1952 im Ostseebad Niendorf beträchtlichen Erfolg. Erst dieser Auftritt hat es ihm ermöglicht, in Deutschland einen Verlag zu finden und für den Rundfunk zu arbeiten, und bei der Abstimmung über den Preisträger der Gruppe 47 landete er unter 21 Teilnehmern auf dem dritten Platz. Auf der Suche nach dem Ausgangspunkt für die erfolgreiche Diffamierung als antisemitisch stößt man auf ein dubioses Interview, das Walter Jens im Jahr 1976 gab, 24 Jahre später. Aufschlussreich ist auch, wie es zu der vom Gruppenchef Hans Werner Richter kolportierten Aussage kam, Celan habe wie Goebbels vorgetragen. Antisemitismus war in der Bundesrepublik tatsächlich äußerst virulent. Und es ist kein Zufall, dass die Antisemiten im Literaturbetrieb zugleich die heftigsten Gegner der Gruppe 47 waren.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Jutta Petermann

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Martin Böttcher

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Christliche Wissenschaft

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Raj ist Hindu, ich bin Christ - Standortbestimmungen
Von Pfarrer Jörg Machel
Evangelische Kirche

Eine Freundschaft zwischen einem Inder und einem Deutschen. Seit 20 Jahren sprechen die beiden über Lebensfragen. Was prägt uns? Woran glauben wir? Einblicke in eine persönliche interreligiöse und interkulturelle Begegnung.

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzähltag
Der lachende Wald
Von Beate Dölling
Gelesen von Max von Pufendorf
Ab 6 Jahren
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017
(Ursendung)
Moderation: Fabian Schmitz

Tom und Nils wollen bei Oma auf dem Land zelten und nachts allein in den Zauberwald. Nur leider soll Fiona, Toms kleine Schwester, mit ihnen im Garen schlafen. Da gibt es nur eins: Sie müssen dem Mädchen richtig Angst machen. Aber Fiona lässt sich nicht vertreiben.

Die beiden Cousins Tom und Nils dürfen bei Omas Familienfeier im Garten zelten. Der grenzt an den alten Wald, und man munkelt, dass dort die Bäume sprechen können und auch schon Leute im Sumpf verschwunden sind - der richtige Ort also, um in der Nacht ein gefährliches Abenteuer zu erleben. Denn die beiden sind Krieger und eine Schlacht im Wald haben sie schon seit langen geplant. Nur leider darf Toms kleine Schwester Fiona mit ihnen zelten. Mit einem kleinen Mädchen an der Backe sehen die beiden Jungs jedoch ihr großes Abenteuer im Zauberwald gefährdet. Daher versuchen sie Fiona aus dem Zelt zu ekeln, ihr Bange zu machen. Aber Fiona gibt nicht so leicht auf. Heimlich folgt sie den Jungen in den Wald. Und so beginnt für die drei ein Abenteuer, mit dem Tom und Nils nie gerechnet hätten.

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag
Wie man eine Prinzessin kuriert
Von Lia Pirskawetz
Ab 7 Jahre
Regie: Christa Kowalski
Mit: Jens Uwe Bogadtke, Daniela Hoffmann, Wolfgang Ostberg, Evamaria Bath, Gunter Schoß, Carmen Maja Antoni, Ulrich Voß, Detlev Witte, Gösta Knothe, Holm Gärtner
Ton und Technik: Jürgen Meinel, Jörg Ulrich und Uta Weinhart
Produktion: Rundfunk der DDR 1988
Länge: 42'14
Moderation: Fabian Schmitz

Jochen und sein Freund Hase wollen eine Prinzessin zum Lachen bringen.

Jochen und sein Freund, der Hase, wollen sich beim König beschweren: Eine Treibjagd hat die Ernte des Dorfes vernichtet. Doch der König hat andere Sorgen: Die Staatskasse ist leer. Deshalb hat er verkünden lassen, dass derjenige die Prinzessin zur Frau bekommt, dessen Geschenk ihr ein Lächeln entlockt. Über Jochen und seinen Freund Hase muss die Prinzessin von ganzem Herzen lachen. Doch der König denkt nicht daran, sein Wort zu halten.

Lia Pirskawetz, geboren 1938, studierte Slawistik und Anglistik in Berlin, arbeitete danach als Lektorin, seit 1965 lebt sie als freischaffende Schriftstellerin und Übersetzerin in Berlin. Sie hat zahlreiche Romane, Erzählungen und Dramen aus dem Russischen und schrieb Hörspiele und Feature für den Rundfunk.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin
Zwillinge
Moderation: Matthias Hanselmann
sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Uwe Wohlmacher
sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Spaziergänge mit Prominenten
Renate Schönfelder unterwegs mit der Entertainerin Gayle Tufts auf Rügen

„Hier ist es so deutsch, die Menschen sind bodenständig und es erinnert mich an meine Heimat in Massachusetts.“ Das sagt die amerikanische Entertainerin und Sängerin Gayle Tufts über die Ostseeinsel Rügen. Zwischen ihren Bühnenshows  wie Some like it Heiß! oder SUPERWOMAN, ein Mischung aus Stand-up-Comedy, Tanz und viel Musik, zahlreichen TV-Auftritten und Buchprojekten, zieht es die 56-Jährige regelmäßig auf die größte deutsche Insel.

Rügen ist ein Stück zu Hause für Tufts, das sie in den USA verloren hat. Besonders seitdem der Präsident Trump heißt.  How I lost my Heimat and found my Zuhause, der Titel ihres neuen Buches beschreibt Tufts Gefühl auf ihre Art.

Auf der Ostseeinsel kann die „erklärte Feministin“ stundenlang spazieren gehen.  Von Binz durch den Wald nach Sellin, Landschaft „wie in einem Bühnenbild von Pina Bausch oder einem Gemälde von Casper David Friedrich“. Das will sie zeigen, wenn sie mit der Deutschlandrundfahrt unterwegs ist. Und auch Prora, die riesige Ferienanlage der Nazis, heute entstehen hier Luxus-Wohnungen,  „Das ist ein Teil von Rügen und seiner Geschichte“, findet Gayle Tufts.

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages

12:30 Uhr

Die Reportage

Zurück in Twin Peaks
Ermittlungen an einem mysteriösen Ort   
Von Juliane Schiemenz   
(Wdh. v. 06.03.2016)   

Juliane Schiemenz ist an den Ort im Nordwesten der USA gereist, wo die Fernsehserie „Twin Peaks“ von David Lynch entstanden ist. „Twin Peaks“ ist nicht irgendeine Serie, sondern ein Stück Fernsehgeschichte, ein popkulturelles Phänomen der 90er-Jahre. Manche bezeichnen die Sendung gar als die „Mutter aller grossen TV-Serien“, Vorbild für „Akte X“, oder „Breaking Bad“. Juliane Schiemenz wollte herausfinden, ob das „reale“ Twin Peaks so mysteriös ist, wie es in der Serie wirkt und ob die realen Einwohner so skurril sind wie die Charaktere aus dem Fernsehen. Dafür hat sie Berge erklommen, ist im Nebel durch Wälder geirrt und hat Unmengen Kirschkuchen gefuttert. Heute läuft nach über 25 Jahren die dritte Staffel Twin Peaks in den USA an.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
Moderation: Svenja Flaßpöhler

Wir werden gaaaaanz ruhig
Von Xaver Römer

Bewegtes Denken: Zum Tode Karl-Otto-Apels
Von Josef Früchtl

Schweigen - Heil oder Hölle?
Gespräch mit Dr. Alice Lagaay, promovierte Philosophin, Research Fellow am IKKM Weimar und Kelsang Gyaltsen, budhistische Nonne am Kadampa Meditationszentrum Frankfurt

10 Strategien für ein besseres Leben
Von Nicolas Dierks

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Schwerpunkt: Kunst und Religion
Moderation: Kirsten Dietrich

Luther und die Avantgarde -
Dieses Wochenende wird in Wittenberg die "Weltausstellung Religion“ eröffnet
Kirsten Dietrich spricht mit Gerd Brendel über seine Eindrücke

Absolute Erschütterung -
Vor 80 Jahren wurde Picassos "Guernica“ zum ersten Mal gezeigt
Von Gunnar Lammert-Türk
 
Kalligraphie als Brücke zwischen den Religionen
Von Stefanie Oswalt
 
Kirche wird zu Kulturzentrum -
Deutsche Spuren in Israel
Von Evelyn Bartolmai

Wir bezahlen unseren Pfarrer selber -
Eine Kirchengemeinde organisiert ihre Pfarrstelle
Von Peter Kaiser

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

"Es sind die Gegensätze, die unser Gemüt aufs heftigste bewegen."
Claudio Monteverdis "Madrigali guerrieri et amorosi" 
Gast: Silke Leopold, Musikwissenschaftlerin
Moderation: Ulrike Timm

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Alles ist möglich
Wie sich Sport und Mode beeinflussen
Von Alexa Hennings

Fußballtrainer tragen Maßanzug. Jogginghosen sind bürotauglich. Sneakers längst Alltagsschuhe. Stars treten in Shorts auf und Fidel Castro empfing den Papst im Trainingsanzug. Wo vor wenigen Jahren noch festgelegte Dresscodes herrschten, scheint heute zu gelten: Alles ist möglich. Wie der Sport in den letzten 125 Jahren die Mode beeinflusst hat, und wie umgekehrt Modedesigner am Sportdress gefeilt haben, kann man in Hamburg erfahren: Als erstes Haus in Deutschland beschäftigt sich das Museum für Kunst und Gewerbe mit der Wechselwirkung von Sportbekleidung und Mode. Sport und Mode vereint das Ideal vom perfekten Körper: Was früher der Schnürleib besorgte, erreicht man heute durch Body-Shaping. Elastische Stoffe gab es zuerst im Sport, heute ist ein Wettlauf um die besten Funktionsklamotten daraus geworden. Sport- und die davon geprägte Alltagsbekleidung als Signal: dazugehören oder draußen sein. Alles ist möglich? Die Diskussion um Burkinis, den Schwimmanzug für muslimische Frauen, zeigt die Grenzen. Noch vor 100 Jahren mussten die Frauen hierzulande verhüllende Badebeinkleider tragen, heute will man Bikinis und Badeanzüge vorschreiben. Verkehrte Welt.

18:30 Uhr

Hörspiel

vielstimmig
Die Kunst an nichts zu glauben
De Arte Nihil Credendi
Von Raoul Schrott
Funkeinrichtung und Regie: Michael Farin
Mit: Katharina Franck, Patrick Güldenberg, Dagmar Manzel, Ulrich Noethen, Michael Rotschopf, Lilith Stangenberg, Vera Teltz, Joachim Witt, Raoul Schrott
Komposition: Suzanne Farrin
Ton: Alexander Brennecke, Susanne Beyer
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016
Länge: ca. 79'39
(Wdh. v. 17.04.2016)

Gedichte werden von Sentenzen aus der atheistischen Bibel gerahmt, dem "Manual der transitorischen Existenz" aus dem 17. Jahrhundert.

Nicht selten ist ein Buch der Auslöser, Ausgangspunkt für ein neues, ein weiteres Buch. In diesem Fall: 'De Arte Nihil Credendi - Über die Kunst an nichts zu glauben', ein Traktat aus dem 17. Jahrhundert. Menschen in alltäglichen Berufen fragen nach dem Gelingen des Lebens oder der Kunst des Scheiterns. Passagen daraus bildeten die Inspirationsquelle für neue Gedichte, sie sind zugleich aber auch ihr Spiegel, Illuminationen von fremder Hand.

Raoul Schrott, 1964 in Tirol geboren, Schriftsteller, Lyriker, Literaturwissenschaftler, Komparatist, erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Literaturpreise, u.a. für seine Neuübertragung der "Ilias", "Hesiod", "Theogonie", "Gilgamesh Epos" u.v.m. Nach seinen Texten entstanden viele Hörspiele. Zuletzt die Reihe "Erste Erde Epos" für den BR. Schrott war persönlicher Sekretär des Surrealisten Philippe Soupault.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Live aus der Philharmonie Berlin

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 95 c-Moll

Benjamin Britten
"Nocturne" für Tenor, sieben obligate Instrumente und Streichorchester op. 60

ca. 21.00 Konzertpause

Ralph Vaughan Williams
"Job - A Masque for Dancing" für großes Orchester

Ian Bostridge, Tenor
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Sir Roger Norrington

Surround Sound - Dolby Digital 5.1

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Marietta Schwarz

Kulturpresseschau
Von Paul Stänner

Mai 2017
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