Donnerstag, 14.11.2019
 
Tagesprogramm Freitag, 5. Mai 2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Klangkunst

documenta 14: Every Time A Ear di Soun
Future Tense
Von Aslı Çavuşoğlu
Komposition: İsmail Genç (Havantepe)
Mit: Karoly Alliotti, Özkan Cangüven, Sinan Okan Çavuş, Aslı Çavuşoğlu und Selin Murat
Mischung: İsmail Genç (Havantepe) im Circuit Room, Istanbul
Produktion: documenta 14/Deutschlandfunk Kultur 2017
Länge: 50'00
(Ursendung)

Was bringt die Zukunft der Türkei? Aslı Çavuşoğlu hat eine Reihe von Wahrsagerinnen und Wahrsagern befragt.

Die Radiosendung beruht auf dem Zeitungsformat Future Tense, einer Auftragsarbeit für das Pinchuk Art Centre.

Angesichts zunehmender Zensur in der Türkei nimmt die Zahl der Wahrsager und Astrologinnen zu. Diese genießen den Status von Autoritäten. Sie warnen ihre Kunden abhängig von den Positionen der Sterne vor Bomben und sagen das Datum eines Volksaufstands ausgehend von Planetenkonstellationen voraus. Während Populismus, zwischenmenschliche Härte und Diskriminierung nicht nur in der Türkei, sondern in aller Welt ein nie gekanntes Ausmaß erreichen, fragt sich jeder, was als Nächstes passieren wird. Das Projekt "Future Tense" verfremdet unseren gewohnten Informationskonsum, indem es Propaganda, Nachrichten und Wahrsagerei durcheinanderrührt. Wie Freud einmal feststellte, ist Wahrsagerei der Ausdruck des Wunsches, ein persönliches Trauma möge sich auflösen. "Future Tense" beleuchtet die Frage, was genau wir eigentlich glauben wollen.

Aslı Çavuşoğlu, wurde 1982 in Istanbul geboren. Film- und Fernsehstudium an der Marmara Universität, Istanbul. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen, unter anderem im Arabischen Museum für moderne Kunst, Katar, auf der 14. Istanbul Biennale, der Performa Biennale 11, im Witte de With - Center for Contemporary Art in Rotterdam und im MAK Museum in Wien.

"Every Time A Ear di Soun" ist eine gemeinsame Radiokunst-Ausstellung von documenta 14 und Deutschlandfunk Kultur. Sie zeigt 30 neue Hörstücke von internationalen Künstlerinnen und Künstlern.
Diese Klänge werden von acht Rundfunksendern auf der ganzen Welt ausgestrahlt - und sie erscheinen im Klangkunstprogramm von Deutschlandfunk Kultur während des documenta-Zeitraums vom 8. April bis 17. September.
Der Titel der Ausstellung ist einem Song des jamaikanischen Dub-Poeten Mutabaruka entlehnt. Er bedeutet "Immer wenn ich den Klang höre".

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Weltmusik
Moderation: Olga Hochweis

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Liane von Billerbeck

05:30 Nachrichten

05:50 Kalenderblatt

Vor 175 Jahren: In Hamburg bricht der "Große Brand" aus

06:00 Nachrichten

06:20 Wort zum Tage

Wolfgang Drießen
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Politisches Feuilleton

„Wir lieben den Frieden und tragen keine Burka“
Die Leitkultur des Fahnenappells
Von Fabian Köhler

07:30 Nachrichten

07:40 Alltag anders

Blumenstrauß
Von Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt

07:50 Interview

Werden wir eine Gesellschaft der Angst?
Gespräch mit Arno Deister, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie

08:00 Nachrichten

08:20 Neue Krimis

Die Krimibestenliste für den Monat Mai
Vorgestellt von Tobias Gohlis

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Plötzlich Gänsevater" von Michael Quetting
Von Johannes Kaiser

09:00 Uhr

Nachrichten

09:07 Uhr

Im Gespräch

"Mein Rom ist überall"
Susanne Führer im Gespräch mit Sabina Magnani von Petersdorff

Die Kunsthistorikerin Sabina Magnani von Petersdorff ist Römerin mit Leib und Seele: "Rom ist mein Vater- und Mutterland." Als Stipendiatin des DAAD kam sie in den 80er Jahren nach West-Berlin und wollte danach schnell wieder weg, nach Rom, versteht sich. Inzwischen lebt Sabina Magnani von Petersdorff seit 35 Jahren in Berlin, glücklich verheiratet mit einem Deutschen und Mutter von drei Berliner Kindern. Das Grenzüberschreitende wurde ihr schon im Elternhaus vermittelt: Ihre Mutter, die Journalistin Franca Magnani, war jahrelang für die deutschen Fernsehzuschauer Gesicht und Stimme Italiens; ihr Vater, der Politiker Valdo Magnani, war Antistalinist und Eurokommunist, lange bevor seine Partei, die KPI, diesen Kurs einschlug. Sabina Magnani promovierte über August Kopisch, deutscher Schriftsteller und Maler, der 1826 die Blaue Grotte auf Capri entdeckte. Und wenn ihr heute Berliner Schnauze und Berliner Wetter zu sehr zusetzen, dann tröstet sie sich: "Mein Rom ist überall."

10:00 Uhr

Nachrichten

10:07 Uhr

Lesart

Das Literaturmagazin
Moderation: Carsten Hueck

Delicious Ella rührt weiter
Von Jule Eikmann

Roman eines Lebenssturzes:
"Ein Mann, der fällt" - und querschnittsgelähmt landet
Gespräch mit der Autorin Ulrike Edschmid

Macrons "Revolution"
Gespräch mit Burkhard Birke

Straßenkritik: "Persepolis" von Marjane Satrapi

Ihr Buchhändler empfiehlt:
Gespräch mit Mike Altwicker,
Buchhandlung Hansen & Kröger, Wiehl

11:00 Uhr

Nachrichten

11:07 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Vormittag
Moderation: Mascha Drost

Nightclubbing, Daywalking, Springsteening:
Mike Hadreas alias Perfume Genius
Von Difiam Hoffmann

Das muss man gehört haben - oder auch nicht
Von Oliver Schwesig

11:30 Musiktipps

11:35 Klassik

Luft sortieren oder auch Musik organisieren?
Peter Gülkes Dirigenten-Essays
Von Uwe Friedrich

12:00 Uhr

Nachrichten

12:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Mittag
Moderation: Anke Schaefer

12:50 Mahlzeit

Von Udo Pollmer

13:00 Uhr

Nachrichten

13:07 Uhr

Länderreport

Moderation: André Hatting

Bürgen für Menschen in Not
Berliner Paten helfen syrischen Flüchtlingen
Von Anja Nehls

Werbung hautnah:
Firmenlogos auf die Haut tätowiert
Von Thilo Körting

Bauliche Eingriffe am Meeresboden -
Ökologischer Ausgleich nur an Land?
Von Silke Hasselmann

14:00 Uhr

Nachrichten

14:07 Uhr

Kompressor

Das Kulturmagazin
Moderation: Max Oppel

Hintern-Trend auf Instagram: Die neue Offenheit?
Gespräch mit Rainer Langhans

Thomas Struth - Werkschau in München
Gespräch mit dem Fotografen

Stargaze: Rap meets Klassik
Von Azadê Peşmen

Analogsynthie-Spielen mit vollem Körpereinsatz - Thomas Lehn im Porträt
Von Hartwig Vens

14:30 Kulturnachrichten

Von Barbara Becker

15:00 Uhr

Kakadu

15:00 Nachrichten für Kinder

15:05 Entdeckertag

Die Zigarre fliegt nicht mehr
Der Absturz des Zeppelins „Hindenburg“ vor 80 Jahren
Von Niels Kaiser
Moderation: Tim Wiese

Sie war die größte Flugmaschine, die jemals gebaut wurde, größer als jeder Jumbo-Jet oder Airbus: die Hindenburg. Wie eine riesige fliegende Zigarre konnte sie völlig lautlos durch die Lüfte gleiten. Die Passagiere saßen in ihr nicht zusammengequetscht wie in einem Flugzeug, sondern dinierten in einem feinen Restaurant und ließen sich nachts in exquisite Betten fallen. Zeppeline überquerten den Atlantik schon im ganz normalen Linienverkehr, lange bevor die ersten Passagierflugzeuge zwischen Europa und Amerika verkehrten. Und wenn nicht alles so fürchterlich schief gegangen wäre, dann würde man vielleicht auch heute noch in gemütlichen Zeppelinen durch die Luft reisen statt in krachmachenden Flugzeugen, die zu allem Überfluss auch noch zum Klimawandel beitragen. Aber als am 6. Mai 1937 die Hindenburg aus ungeklärter Ursache abstürzte, war das Zeppelinzeitalter schlagartig beendet.

15:30 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Nachmittag
Moderation: Vivian Perkovic

Zwischen Eisbären, Iglus und iPads
The Jerry Cans machen Inuit-Pop aus Nunavut
Von Martin Risel

Das muss man gehört haben - oder auch nicht
Von Oliver Schwesig

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Abend
Moderation: Nicole Dittmer

17:30 Kulturnachrichten

Von Barbara Becker

18:00 Uhr

Nachrichten

18:07 Uhr

Wortwechsel

Skandale in der Bundeswehr - Welche Führung braucht die Truppe?

Es diskutieren:
Egon Ramms, General a. D. des Heeres der Bundeswehr
Reinhold Robbe, SPD, ehemaliger Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages
Oberstleutnant a.D. Thomas Sohst, Bundeswehrverband, Landesvorsitzender West
Rolf Clement, Korrespondent für Sicherheitspolitik bei den Programmen des Deutschlandfunks
Moderation: Elke Durak

Welche Führung braucht die Bundeswehr? Wer trägt die Verantwortung, wenn es um die Bekämpfung von Gewalt und rechtsextremen Gedanken in der Truppe geht? Und welche Bundeswehr-Rituale können noch akzeptiert, welche müssen sofort unterbunden werden?

Jahrelang wird Franco A., ein Offizier mit rechtsextremer Gesinnung, bei der Bundeswehr geduldet. In der Kaserne in Pfullendorf berichten Soldaten von demütigenden Aufnahmeritualen. Bei den Gebirgsjägern in Bad Reichenhall kommt es zu sexuellen Übergriffen. Nur eine Auswahl der Bundeswehr-Skandale der letzten Zeit. Die Truppe sei schon lange "kein Spiegel der Gesellschaft mehr", sie ziehe vielmehr "überproportional extremistische Kräfte an", sagt der Historiker Michael Wolffsohn. Die Bundeswehr, ein Sammelbecken für Gewalttäter und rechtes Gedankengut? Ursula von der Leyen prescht in die Offensive und spricht vom "Wegschauen aus falsch verstandenem Korpsgeist". Schuld haben also nur die militärischen Führungskräfte? Bei den Soldaten reagiert man verärgert auf die Verteidigungsministerin. "Es ist viel Vertrauen zerstört worden", sagt der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes André Wüstner. Die Opposition zeigt sich empört. "Eine Ministerin ist verantwortlich für das, was in der Bundeswehr passiert", meint Agnieszka Brugger von den Grünen.

19:00 Uhr

Nachrichten

19:07 Uhr

Aus der jüdischen Welt mit "Shabbat"

"Wir feiern den Sieg"
Über die Erinnerungskultur der jüdischen Rotarmisten in Deutschland
Von Julia Smilga

Jüdische Almosenempfänger
Altersarmut bei Zuwanderern aus der Ex-Sowjetunion
Von Jens Rosbach

Wissenschaftler als Brückenbauer zwischen Deutschland und Israel
Ein neues Kapitel in der deutsch-israelischen Wissenschaftskooperation: Weizmann-Institut und Helmholtz-Zentrum Dresden werden zu "Whelmi“
Von Evelyn Bartolmai

Zum Schabbat: Baruch Finkelstein aus der Großen Synagoge St. Petersburg

Moderation: Mirjam Reusch-Helfrich

19:30 Uhr

Zeitfragen. Literatur

„Ich kaufe ein in diesem Laden“
Texte der Klage, gewidmet den Opfern des NSU-Terrors
Von Esther Dischereit
(Wdh. v. 03.09.2013)

Der Prozess gegen die Mitglieder des NSU jährt sich zum vierten Mal. Zehn Morde geschahen zwischen 2000 und 2007, ohne dass Polizei und Justiz den rassistischen Hintergrund erkannten und gegen die Gewalttäter ermittelten. Der NSU-Untersuchungsausschuss zeigte, dass die Aufklärung behindert, Akten vernichtet wurden und Dokumente in Tresoren verschwanden.
Die Mehrzahl der Getöteten gehören zu eingewanderten Familien. Ihre Angehörigen wurden zunächst verdächtigt, selbst in kriminelle Milieus verstrickt zu sein. Diesen Menschen - den Opfern wie den zu unrecht Geschmähten und Alleingelassenen gelten die Texte, die die Schriftstellerin Esther Dischereit geschrieben hat. Sie nennt sie „Klagelieder“ - als Zeichen des Mitgefühls und als Anklage der unterbliebenen Aufklärung.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Live aus dem Konzerthaus Berlin

Mauricio Kagel
"10 Märsche um den Sieg zu verfehlen“ für Blechbläserensemble und Schlagzeug (Auszüge)

Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 19
Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21

Bernd Alois Zimmermann
"Musique pour les soupers du Roi Ubu“, Ballet noir für Orchester

Kit Armstrong, Klavier
Konzerthausorchester Berlin
Leitung: Iván Fischer

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Sigrid Brinkmann

Berichte von anderswo: Mitglieder im Gespräch in der AdK
Gespräch mit dem Dokumentarfilmer Andreas Veiel

documenta in Kassel nimmt Formen an: Über den Parthenon der Bücher
Von Ludger Fittkau

Kulturpresseschau
Von Ulrike Timm

23:30 Kulturnachrichten

Von Nadya Luer

Mai 2017
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