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Montag, 27.01.2020
 
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Tagesprogramm Samstag, 21. Mai 2016
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Hinter den Mauern von San Quentin
Eine Lange Nacht über das kalifornische Staatsgefängnis
Von Arndt Peltner
Regie: Rita Höhne

Es ist das älteste Gefängnis in Kalifornien. 1852 wurde es am Rande der San Francisco Bay eröffnet. San Quentin ist reich an Geschichte und voller Geschichten. Sie handeln von Gangs, die sich auch hinter den Mauern einen brutalen Krieg liefern und dem kalifornischen Todestrakt. Hier spielte aber auch Johnny Cash in legendären Konzerten. Hier entstand eines der größten und beeindruckendsten Wandbilder im ganzen Land, verborgen vor den Augen der Öffentlichkeit. Die Bastille by the Bay, wie San Quentin auch genannt wird, hat Künstler und Musiker ebenso gesehen wie notorische Gangbosse und Massenmörder. Dutzende von Programmen werden den Gefangenen in San Quentin angeboten, sie reichen von Sozial- und Kunstprogrammen, über eine Shakespeare Theatergruppe, eine eigene Zeitung bis hin zu einem seit 1920 bestehenden Baseballteam. Eine 'Lange Nacht' über das weltbekannte Gefängnis und seine Insassen.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Dmitrij Schostakowitsch
"New Babylon"
Basel Sinfonietta
Leitung: Mark Fitz-Gerald

Adam Peters
"Savages"
The Hollywood Studio Symphony
Leitung: Nick Glennie-Smith

Gabriel Yared u.a.
"In the Land of Blood and Honey" (Liebe in Zeiten des Krieges)
Leitung: Jeff Atmajian

Alexandre Desplat
"Argo"

Moderation: Birgit Kahle

Mutig und inspiriert, originell und ausgelassen kommt sie daher: Dimitri Schostakowitschs erste Filmmusik. Entstanden in einer Phase des künstlerischen Aufbruchs der jungen Sowjetunion im Jahr 1929 für Grigori Kozintsevs und Leonid Traubergs expressionistisches Stummfilm-Drama „Das neue Babylon“, in dem es um die Pariser Kommune des Jahres 1871 geht. Besonders amüsant: die Marseillaise kontrapunktisch verbunden mit dem Can-Can. - In seinem stilistisch gemischten, von Zynismus durchzogenem Thriller „Savages“ beschreibt Oliver Stone den Krieg zweier Freunde gegen ein mexikanisches Drogen-Kartell. Adam Peters schrieb die Musik und nahm in den Soundtrack viel Zeit- und Lokal-Kolorit in Form von Titeln bekannter Interpreten auf. - Für Angelia Jolies sehr engagiertes Regiedebüt „In the Land of Blood and Honey“, in dem es um den Balkan-Krieg geht, schuf Gabriel Yared die musikalische Begleitung, ebenfalls unter Einbeziehung von Songs und Interpreten aus der Region. - Ben Affleck erzählt in seinem politischen Drama „Argo“ die wahre Geschichte einer Zusammenarbeit der CIA mit Hollywood, - klug unterstützt von einer orientalisch geprägten Komposition von Alexandre Desplat.

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Zum 25. Jahrestag der Gründung Israels - Interview mit Ben Gurion
RIAS 1973

David Ben Gurion diskutiert mit Berliner Schülern
RIAS 1968
Vorgestellt von Michael Groth

Ein Interview, wenige Monate vor dem Tod des Staatsmannes, und ein Schulklassengespräch: Erinnerungen an David Ben Gurion.

Im Mai 1973, knapp sieben Monate vor seinem Tod, antwortete David Ben Gurion auf Fragen des RIAS-Redakteurs Horst-Jürgen Retzlaff. Rund fünf Jahre zuvor empfing der israelische Politiker eine Gruppe Berliner Schüler zum 'Schulklassengespräch'. Als Erinnerung an einen großen Staatsmann beide Sendungen, leicht gekürzt.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Julius Stucke

06:20 Wort zum Tage

Peter Kottlorz
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

Folter im Donbass - Russlands Verantwortung
Von Gesine Dornblüth

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Österreich vor der Bundespräsidentenwahl - Stand und Perspektiven
Gespräch mit Prof. Dr. Peter Filzmaier, Politologe, Professur für Demokratiestudien und Politikforschung an der Donau Universität-Krems

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

Keine Panik! - Udo Lindenberg Tourstart in Gelsenkirchen
Von Jan Tengeler

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Mein Jahr mit Mister Mac" von Esther Freud
Rezensiert von Ursula März

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Live mit Hörern
0 08 00.22 54 22 54
gespraech@deutschlandradiokultur.de

Rechtsruck und Abschottung - Auslaufmodell Europa?
Matthias Hanselmann im Gespräch mit der Publizistin Evelyn Roll, leitende Redakteurin der Süddeutschen Zeitung

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Ernst Rommeney

Gespräch mit Jagoda Marinic
über
Made in Germany
Was ist deutsch in Deutschland?
Verlag Hoffman und Campe

Gespräch mit Shahak Shapira
über
Das wird man ja wohl noch schreiben dürfen!
Wie ich der deutscheste Jude der Welt wurde
Rowohlt Verlag Reinbek

Patrick Kingsley
Die neue Odyssee
Eine Geschichte der europäischen Flüchtlingskrise
Aus dem Englischen übersetzt von Hans Freundl und Werner Roller
C.H.Beck Verlag München
Rezensiert von Holger Heimann

Gulwali Passarlay
Am Himmel kein Licht
Die lange Reise eines kleinen Jungen,
der allein aus Afghanistan flieht
Mitautor: Nadene Ghouri
übersetzt von Jürgen Neubauer
Piper Verlag München
Rezensiert von Simone Schmollack

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Moderation: Andre Zantow

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: André Mumot

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Live von den Internationalen Filmfestspielen von Cannes
Moderation: Susanne Burg

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Flora und Fauna
Moderation: Susanne Balthasar

Unter Bäumen - Gespräch mit der Schriftstellerin Zora del Buono

bloom on - Schnittblumen erobern Hipsterevents
Von Marietta Schwarz

Schafsdarm und Pfötchensuppe - die Rückkehr der Innereien
Von Liuse Sammann

Live on Tape: Barcelona's Sittiche
Von Julia Macher

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Tacheles

Die Ungleichheit in Deutschland wächst
Politikwissenschaftler Wolfgang Merkel stellt sich den Fragen von Martin Steinhage

Seit einiger Zeit wird - wieder einmal - kontrovers über die Frage diskutiert, wie es um die soziale Gerechtigkeit in Deutschland steht: Wie sind Einkommen und Vermögen verteilt, was ist mit der Chancengleichheit, etwa beim Zugang zu Bildung?
Während nicht nur eine Reihe von Ökonomen der Überzeugung sind, der Sozialstaat funktioniere gut und sorge für ausreichende Verteilungsgerechtigkeit, vertreten andere die Auffassung, die Ungleichheit in Deutschland nehme immer weiter zu. Dieser Meinung ist auch der Politikwissenschaftler und Demokratieforscher Wolfgang Merkel vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Er sagt über die deutsche Gesellschaft, „ein Drittel ist uns weggebrochen“ - mit gefährlichen Folgen für die Demokratie.

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Durch Osteuropa
Das Modell von Érpatak
Wie ein rechtsextremer Bürgermeister Ungarn verändert
Von Keno Verseck
Regie: Alexander Schuhmacher
Mit: Andreas Szerda, Sebastian Schwab u.a.
Ton: Johanna Fegert
Produktion: SWR 2014
Länge: 54’32

Mihály Orosz führte im Dorf das “Modell von Érpatak“ ein und etablierte es als verbindliches Wertemodell.

Érpatak, ein winziges Dorf im Nordosten Ungarns, war bis 2005 ziemlich bedeutungslos - bis Mihály Zoltán Orosz zum Bürgermeister gewählt wurde. Der bekennende Rechtsextreme, Ordnungsfanatiker, Antisemit und Romahasser führte im Dorf das "Modell von Érpatak" ein und etablierte es als verbindliches Wertemodell. Die Regeln lauten: Ordnung, Arbeits- und Gemeinschaftssinn, nationale Brauchtumspflege. Wer die Regeln nicht einhält, dem droht Kürzung der Sozialhilfe, Ausgrenzung, sogar Vertreibung aus dem Dorf.

Keno Verseck, geboren 1967 in Rostock, seit 1991 freiberuflicher Journalist mit Schwerpunkt Mittel- und Südosteuropa.

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Oper in deutschen Ländern
Foroni aus Verona, ein Italiener in Schweden
Annäherungen an den Komponisten Jacopo Foroni und seine Oper Cristina

19.30
Live aus dem Oldenburgischen Staatstheater

Jacopo Foroni
"Cristina, Regina di Svezia"
Dramma storico-lirico in drei Akten
Libretto: Giovanni Carlo Casanova

Cristina, Königin von Schweden - Miriam Clark
Maria Eufrosina - Melanie Lang
Oxenstierna - Ill-Houng Choung
Erik - Alexander Murashov
Gabriele de la Gardie - Paulo Ferreira
Carlo Gustavo - Daniel Moon
Arnold Messenius - Tomasz Wija
Johan / Voce interna - Philipp Kapeller
Voce interna - Anna Avakian
Opern- und Extrachor des Oldenburgischen Staatstheaters
Oldenburgisches Staatsorchester
Leitung: Vito Cristófaro

Foronis Oper spielt wenige Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg. Liebe, Zurückweisung und Eifersucht bilden ihren Kern. Königin Christine liebt Gabriel de la Gardie, dieser jedoch hat allein Gefühle für Königin Christines Cousine Maria, die wiederum von Erik, dem Sohn des Kanzlers, umworben wird. Königin Christine lässt all ihre Macht spielen, muss aber ohnmächtig zusehen, wie ihr alles entgleitet, so dass sie abdankt. Foroni hatte im Jahr 1848 am Aufstand in Mailand teilgenommen und sich anschließend nach Schweden in Sicherheit gebracht, wo er als Dirigent einer italienischen Operntruppe wirkte. 1849 erlebte seine Oper 'Cristina, regina di Svezia' dort ihre umjubelte Uraufführung, die dazu führte, dass Foroni als Chefdirigent an die Königliche Oper berufen und in den folgenden Jahren zu einer der wichtigsten Persönlichkeiten des schwedischen Musiklebens wurde. Ebenso wie ihr Schöpfer geriet auch die Oper viel zu schnell in Vergessenheit. 2007 wurde sie beim Vadstena Summer Opera Festival erstmals wieder aufgeführt und 2013 beim Wexford-Festival als Entdeckung des Jahres gefeiert. Das Oldenburgische Staatstheater zeigt nun die deutsche Erstaufführung dieses grandiosen Werkes. 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Anke Schaefer

Was liest Du? Estland
Von Matthias Burghardt

"Kultur öffnet Welten" - Verleihung neuer Sonderpreis im DHM
Von Jochen Stöckmann

One day in life - Daniel Libeskind entwirft Konzert-Event
Von Rudolf Schmitz

Kulturpresseschau - Wochenrückblick
Von Adelheid Wedel

Mai 2016
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