Seit 19:30 Uhr Zeitfragen. Feature
Montag, 21.06.2021
 
Seit 19:30 Uhr Zeitfragen. Feature
Tagesprogramm Samstag, 23. Mai 2015
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

„Wespe, komm in meinen Mund, mach mir Sprache“
Eine Lange Nacht über die Macht der Poesie
Von Günter Blamberger und Michael Krüger
Bearbeitung: Burkhard Reinartz
(Kammermusiksaal des Deutschlandfunks, Köln
Aufzeichnung v. 29.01.2015)

Im Januar 2015 hat der Kurator Michael Krüger in Kooperation mit dem Kolleg Morphomata der Universität Köln und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung die erste Poetica ins Leben gerufen, ein Festival für Weltliteratur, das in diesem Jahr ganz der Poesie gewidmet war. Gedichte namhafter Lyriker aus aller Welt, darunter Lars Gustafsson, Adam Zagajewski, Jürgen Becker, Pia Tafdrup, Marcel Beier und John Burnside wurden sowohl in der Originalsprache als auch in Deutsch gelesen. Internationale Moderatoren des Morphomata-Kollegs führten in die Biografie der Dichter ein und sprachen mit ihnen über die Hintergründe ihrer Arbeit und die Möglichkeiten und Grenzen der Poesie. Wir dokumentieren Auszüge aus dieser Veranstaltung im Kammermusiksaal des Deutschlandfunks vom 29. Januar 2015.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Moderation: Andreas Müller

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Der unbekannte Nat King Cole
Erinnerungen an den Jazzpianisten Cole von Karlheinz Drechsel
DS Kultur 1992
Vorgestellt von Margarete Wohlan

Er war der erste afroamerikanische Fernsehstar und ein Freund des US-Präsidenten John F. Kennedy. Songs wie 'Mona Lisa' und 'Unforgettable' machten ihn in den 40er- und 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts weltbekannt. Doch er war außerdem ein begnadeter Jazzpianist und trat mit dem Nat King Cole Trio regelmäßig in Jazzclubs auf, was nicht selten in Vergessenheit gerät. Karlheinz Drechsel, bekannt als der 'Dr. Jazz' der DDR, möchte mit dieser Erinnerungssendung daran erinnern. Sowohl kenntnisreich als auch unterhaltsam und mit alten, knisternden Platten untermalt, lässt er den oft unterschätzten Musiker wiederaufleben, der 1965 im Alter von 45 Jahren an Lungenkrebs starb.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Ute Welty

06:23 Wort zum Tage

Personalreferent Peter Kloss
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

BND-Wochen im Bundestag: Mehr offene Fragen denn Antworten
Von Falk Steiner

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Internationaler Tag der vermißten Kinder: Was tun im Fall der Fälle?
Gespräch mit Lars Bruhns, Vorstand der "Initiative vermisste Kinder"

08:00 Nachrichten

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Das Mädchen im Spiegel" von Anjelica Huston
Rezenisert von Katharina Döbler

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Live mit Hörern
0 08 00.22 54 22 54
gespraech@deutschlandradiokultur.de

Burnout - schon bei Kindern?
Prof. Dr. Michael Schulte-Markwort, ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie,-psychotherapie und - psychosomatik im Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf

Moderation: Klaus Pokatzky

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Christian Rabhansl

Ulrich Menzel
Die Ordnung der Welt
Suhrkamp Verlag Berlin
Rezensiert von Günter Rohleder

Leonid Luks
Die Rückkehr des Imperiums?
Der neue Moskauer Paternalismus und seine Widersacher
LIT Verlag Münster
Rezensiert von Thomas Franke

Gespräch mit Fabian Scheidler
über
Das Ende der Megamaschine
Geschichte einer scheiternden Zivilisation
Promedia Verlag Wien

Bob Swarup
Geld, Gier und Zerstörung
Wie wir seit Jahrhunderten immer wieder unseren Wohlstand vernichten
Quadriga Verlag Köln

Atif R. Mian, Amir Sufi
Das Schuldenhaus
Die globale Finanzkrise
Warum der Konsument das Problem ist und nicht die Banken
Aus dem Englischen von Karsten Petersen
Orell-Füssli-Verlag Zürich

Zygmunt Bauman
Retten uns die Reichen?
Herder Verlag Freiburg

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  
Moderation: Birgit Kolkmann

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Von Klaus Nothnagel
Moderation: Julius Stucke

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: André Mumot

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Live von den Internationalen Filmfestspielen von Cannes
Moderation: Patrick Wellinski

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Back to the roots
Moderation: Tanja Runow

In der Echtzeit kehren wir heute zurück zu den Wurzeln, bzw. fragen wir uns, warum wir immer wieder Phasen der Begeisterung für das Ursprüngliche, Traditionelle, Archaische durchleben. Warum Großstädter zum Beispiel immer häufiger so genannte Ayahuasca-Retreats besuchen, eine Zeremonie, bei der unter Aufsicht eines Schamanen, ein Getränk aus einer brasilianischen Liane konsumiert wird, das häufig zu Erbrechen führt. Wir fragen nach der Bedeutung von indianischen Motiven, Ethno-Prints aber auch Versatzstücken aus Dirndln in der Mode und besuchen einen Grillkurs an der Weber-Grillakademie in Berlin-Mitte, wo das uralte Fleisch-auf-Feuer-Ritual zur Perfektion getrieben wird. Und was ist eigentlich aus dem Teppich geworden, diesem multifunktionalen Einrichtungsstück, das schon seit Beginn der Viehzucht menschliche Behausungen ziert, aber eine Zeitlang ziemlich aus der Mode geraten war.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Birgit Kolkmann

17:30 Uhr

Tacheles

"Afrikapolitik ist mehr als das Eindämmen von Flüchtlingsströmen"
Joachim von Braun, Direktor des Zentrums für Entwicklungsforschung, stellt sich den Fragen von Ulrich Ziegler

Der Direktor des Zentrums für Entwicklungsforschung an der Universität Bonn findet es bedauerlich, „dass sich die europäischen Staats- und Regierungschefs derzeit hauptsächlich Gedanken darüber machen, wie sie jetzt gerade die nächsten 20.000 Flüchtlinge in Europa fair verteilen könnten.“

Es gehe auch darum, die entwicklungspolitischen Chancen und Herausforderungen, die in der Migration stecken, stärker zu betonen, so Prof. Braun gegenüber Deutschlandradio Kultur. Migration sei per se nicht schlecht. „Wenn die wirtschaftliche Entwicklung anspringt, gibt’s auch mehr Migration. Und das passiert zurzeit in Afrika."

Jetzt müsse man aus der Not der Menschen eine Tugend machen. „Warum geben wir nicht den Flüchtlingen, die zum Beispiel in Libyen mit Hilfe von Schlepperbanden nach Europa wollen, einen Bildungscoupon?“ Mit diesem, so Professor Braun, könnten sie umdrehen, an einer afrikanischen Universität oder einem College eine Ausbildung machen und dann ihrem Land dienen. „Das wäre für mich ein neues Anreizsystem, das im Interesse der Migranten wäre.“

Der Direktor des international und interdisziplinär ausgerichteten Forschungszentrums fordert neue Allianzen zwischen Europa und Teilen Afrikas, denn „wir sitzen gewissermaßen schon in dem gleichen Boot mit denen.“

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Abschied vom Dalai Lama
Die Zukunft des tibetischen Kampfes für Unabhängigkeit
Von Peter Meier-Hüsing
Regie: Günter Maurer
Mit: Martin Theuer, Jürg Löw u.a.
Ton: Martin Vögele
Produktion: SWR 2014
Länge: 53'11

Vielen erscheint der gewaltlose Weg des Dalai Lama überholt. Aber was ist die Alternative?

Vor zwei Jahren hat sich der Dalai Lama von seinen politischen Funktionen verabschiedet und konzentriert sich seither auf seine Rolle als religiöses Oberhaupt der tibetischen Buddhisten. Die erste Generation Tibeter, die nach 1951 im Exil geboren und aufgewachsen ist, kennt das unabhängige Tibet nur aus Filmen, Büchern und Erzählungen. Jetzt hat sie führende Positionen in der Exil-Community übernommen. Doch der kulturelle Graben zwischen den Exil-Tibetern und denen, die unter chinesischer Herrschaft leben müssen, wächst. Die kompromisslose Haltung der chinesischen Führung in der Tibetfrage führt zu Verzweiflung und Radikalisierung. Vielen erscheint der gewaltlose Weg des Dalai Lama überholt. Aber was ist die Alternative?

Peter Meier-Hüsing, geboren 1958, studierte Religionswissenschaften. Seit über 20 Jahren Reporter, Autor und Redakteur für den Hörfunk und verschiedene Zeitschriften. Lebt in Bremen.

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Staatstheater Darmstadt
Aufzeichnung vom 25.04.2015

Modest Mussorgskij
"Boris Godunow"
Musikalisches Volksdrama in sieben Szenen
Text vom Komponisten nach Alexander Puschkin und Nikolai Karamsin

Boris Godunow - Vladimir Baykov
Fjodor - Ulrika Strömstedt
Xenia - Jana Baumeister
Xenias Amme - Elisabeth Hornung
Fürst Wassili Schuiski - Jevgenij Taruntsov
Andrei Schtschelkalow, Leibbojar - David Pichlmaier
Pimen - Vadim Kravets
Grigori Otrepjew, der falsche Dmitrij - Mark Adler
Warlaam - Thomas Mehnert
Missail - Minseok Kim
Schenkwirtin - Katrin Gerstenberger
Gottesnarr - Andreas Wagner
Nikitsch, Polizeioffizier - Oleksandr Prytolyuk
Mitjuch - Stanislav Kirov
Chruschtschow - Andreas Wellano
Lawsitzkij - Vledimir Emelin
Tschernikowskij - Aldomir Mollov
Opernchöre der Staatstheater Darmstadt und Wiesbaden
Kinderchor des Staatstheaters Wiesbaden
Staatsorchester Darmstadt
Leitung: Will Humburg

"Das Vergangene im Gegenwärtigen" zu finden und sichtbar zu machen, hat der russische Komponist als seine künstlerische Aufgabe formuliert. Hintergrund der Oper ist die "dunkle Zeit" des Zareninterregnums zu Anfang des 17. Jahrhunderts in Russland. Mussorskij fand den Stoff in Puschkins "Dramatischer Chronik von dem Unglück des moskowitischen Reiches, dem Zaren Boris und dem Grischka Otrepjew". Im Mittelpunkt: Zar Boris und sein Gegenspieler, der falsche Dmitrij. Boris Godunow, ein Bojar aus tatarischem Geschlecht, war schon unter Iwan dem Schrecklichen ein einflussreicher Mann am Zarenhof. Iwan starb, übergab die Regierungsgeschäfte an Fjodor, der aber schwachsinnig war. So ging das Amt an Boris Godunow, den Schwager, über. Fjodor starb und Boris nahm - vom Volke angefleht - die Zarenkrone an. Boris hatte wenig Glück… Mussorgskij wollte ein realistisches Bild zeichnen, eines der Möglichkeiten und Unmöglichkeiten einer Zarenherrschaft. Das Volk leidet und wird unterdrückt, die Opfer der Erniedrigung, der Armut, Bedrückung und Sündhaftigkeit erhalten in der Oper eine Stimme: "Das Volk allein ist unverfälscht, ein Ganzes, groß und ohne Tünche!"

22:30 Uhr

Lesung

Briefwechsel
Paul Celan und Nelly Sachs
Gelesen von Ingo Hülsmann und Ilse Ritter
(Wdh. v. 06.11.2010)

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Britta Bürger

Deutscher Schwarzer Rauch in Wien: Das ESC-Finale
Von Elmar Kraushaar

Fortschritt in der Gurlitt-Saga - Erste Bilder restituiert
Von Hans-Jürgen Maurus

Die großen Mühen für das große Gedenken - Erinnerungskultur in Washington
Von Jan Boesche

Kulturpresseschau-Wochenrückblick
Von Ulrike Timm

Mai 2015
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