Seit 08:50 Uhr Buchkritik
Freitag, 25.06.2021
 
Seit 08:50 Uhr Buchkritik
Tagesprogramm Samstag, 26. April 2014
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Brave New World oder 'Der Sturm'
Eine Lange Nacht über William Shakespeare
Von Nora Bauer
Regie: die Autorin
(Wdh. v. 19./20.03.2005)

"Zwanzig Jahre für die Ewigkeit" betitelte Georg Hensel in seinem "Spielplan" das Kapitel über den englischen "playwriter" William Shakespeare. Zwischen 1590 und 1610, zwischen Shakespeares Ankunft im Londoner Theaterleben und seinem Abschied, schuf er 38 Dramen, die das Theater, die theatralische Sicht auf den Menschen, auf die Welt, auf das Leben umgestürzt und für alle Zeiten neu geprägt haben - vergleichbar nur mit Nikolaus Kopernikus' Schrift vom Lauf der Erde um die Sonne oder Christoph Kolumbus' Entdeckung der Neuen Welt. Über die Person Shakespeares weiß man wenig, eigentlich nur, dass er auf dem Lande aufwuchs, die Lateinschule schwänzte und irgendwann nach London ging. Der Kritiker Alfred Kerr stöhnte: "Ich meine, dass man (trotz allem, trotz allem) wieder verzweifelt, ob ein Landlümmel aus dem Drecknest Stratford so was allein gemacht hat." Kenntnisse für das Stückeschreiben erhielt Shakespeare aus der Theaterpraxis, durch Bücher, aus dem Leben. Der Rest ist Begnadung, schrieb Hensel, und warum soll ein Landlümmel nicht begnadet gewesen sein? "Der Sturm" war Shakespeares letztes Stück. In ihm vereinigt sich alles, klingen noch einmal die Motive aller Stücke wie Melodien an. Die "Lange Nacht" über William Shakespeare ist eine Reise in Shakespeares Zeit und in sein Theater, das Globe, wo wir einer Aufführung des "Sturm" folgen.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Musical Time
Stephen Sondheim
"Marry Me A Little"
Musikalische Leitung: John Bell
Regie: Jonathan Silverstein
Mit Lauren Molina und Jason Tam
Moderation: Birgit Kahle

Stephen Sondheims Kammerspiel für zwei Darsteller und einen Pianisten „Marry Me A Little“ erblickte das Licht der Bühnenscheinwerfer 1980. Und zwar als eine intime Revue, die sich zusammensetzte aus bis dato nicht verwendeten Sondheim-Songs, die Craig Lucas und der Regisseur Norman René auswählten und zusammen stellten. Sie entwickelten eine charmante, bittersüße Geschichte und lassen uns so teilhaben an einander ergänzenden oder auch kontrastierenden Träumen und Fantasien zweier einsamer junger Stadtmenschen, deren Wohnungen übereinander liegen, - Fantasien, in denen es um die Liebe und die Zweisamkeit geht. Wir stellen Ihnen die Neu-Inszenierung des Jahres 2013 vor, die Jonathan Silverstein für die Keen-Theatre-Company unternahm.
Eine extrem langwierige Entwicklungsphase hatte Stephen Sondheims Charakterporträt „Road Show“, das entstand nach Alva Johnstons Erzählung „The Legendary Mizners“. Es geht, intoniert von einem 13-köpfigen Kammerorchester, um die Lebenswege zweier charakterlich sehr ungleicher Brüder, von denen der eine stets den anderen auszunutzen oder zu einem Abenteuer zu überreden versteht.

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

05:30 Aus den Feuilletons

05:45 Kalenderblatt

Vor 125 Jahren: Der österreichisch-britische Philosoph Ludwig Wittgenstein geboren

05:50 Presseschau

06:00 Nachrichten

06:15 Länderreport

Ronneburg kämpft um seine Zukunft
Von Johannes Nichelmann

06:23 Wort zum Tage

Pfarrer Matthias Effhauser
Katholische Kirche

06:30 Kulturnachrichten

06:50 Interview

Mehr Friedenssoldaten in den Südsudan
Peter Mende, Botschafter a.D., aupenpol. Berater, ehem. Botschafer in Jordanien und Sudan

07:00 Nachrichten

07:20 Wochenkommentar

Infrastruktur
Von Katharina Hamberger

07:30 Kulturnachrichten

07:50 Interview

Heiligsprechungen und die moderne Welt
Bischof Franz-Josef Oberbeck, Essen

08:00 Nachrichten

08:10 Netscout

08:20 Reportage

Herkules in 3 Tagen - Der Einsatz von 3 D-Technik in Berliner Museen
Von Anne Fromm

Wenn es darum geht, mit der neuesten Technik mitzuhalten, haben es Museen nicht immer leicht. Vor allem klassische Museen tun sich schwer, ihre Jahrhunderte alten Exponate virtuell besucherfreundlich zu präsentieren. Wissenschaftler der Technischen Universität in Berlin haben deswegen zusammen mit vier Museen ein Projekt gestartet: Mit Hilfe von 3D Technologie wollen sie Ausstellungen neu erlebbar machen. Anne Fromm hat sich das angesehen.

08:30 Kulturnachrichten

08:50 Kulturtipp

"Yinka Shonibare MBE"
Ausstellung eines nigerianischen Künstlers, Gerisch-Stiftung Neumünster
Von Anette Schneider

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Radiofeuilleton - Im Gespräch

Live mit Hörern
0 08 00.22 54 22 54
gespraech@deutschlandradiokultur.de
Thema: "Auf Augenhöhe mit dem Arzt - Wie finden Patienten die richtige Behandlung?"
Gast: Dr. Gunter Frank, Mediziner und Sachbuchautor

09:30 Kulturnachrichten

10:00 Nachrichten

10:30 Kulturnachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Radiofeuilleton - Wissenschaft und Technik

11:05 Thema

Explosive Folie schützt Bankautomaten
Von Thomas Wagner

11:15 Musik

11:30 Kulturnachrichten

11:33 Buchkritik

Sachbuch: Thomas Ditzinger
Illusion des Sehens. Eine Reise in die Welt der visuellen Wahrnehmung, Springer Verlag, Heidelberg 2014

11:40 Musik

11:50 Mahlzeit

Mit Salz auf dem Kriegspfad
Von und mit Udo Pollmer, Ernährungsexperte

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Moderation: Andre Zantow

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Tacheles

"Der Mindestlohn ist keine Antwort auf Altersarmut, sondern nur ein erster Schritt für eine neue Ordnung der Arbeit."
Ulrich Ziegler im Gespräch mit Reiner Hoffmann, künftiger DGB-Vorsitzender.

Wird der gelernte Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige Direktor des Europäischen Gewerkschaftsinstituts den Gewerkschaften hierzulande als künftiger DGB-Chef mehr Europa-Kompetenz beibringen? Was können national ausgerichtete Gewerkschaften auf europäischer Ebene bewegen?
Reichen Forderungen nach mehr öffentlichen Investitionen, um mehr Beschäftigung in Europa zu erreichen? Was steht auf nationaler Ebene ganz oben auf der "To-Do-Liste" des künftigen DGB-Chefs?

13:30 Uhr

Kakadu

Entdeckertag für Kinder
Die ganze Welt ist eine Bühne
William Shakespeare
Von Niels Kaiser
Moderation: Ulrike Jährling

Wenn die Theaterstücke eines Autors, der vor 400 Jahren gelebt hat, heute noch aufgeführt werden, dann müssen sie wirklich etwas Besonderes sein! William Shakespeare ist ein solcher Autor, viele Fachleute halten ihn sogar für den größten Theaterdichter aller Zeiten! Seine Stücke handeln von großen Liebespaaren ('Romeo und Julia'), von fantastischen Elfen und Kobolden ('Ein Sommernachtstraum') und sie enthalten geflügelte Worte, die heute noch verwendet werden ('Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage!'). Wie Shakespeares Stücke entstanden sind, in was für einer Zeit er gelebt hat und warum seine Werke heute noch so interessant für uns sind, diese Fragen beantworten an Shakespeares 450. Geburtstag Theaterfachleute und Romeo und Julia persönlich!

Niels Kaiser ist Autor von Kinder- und Musiksendungen im Deutschlandradio Kultur und im Hessischen Rundfunk. Er hat an der CD-Reihe „Weltwissen für Kinder" mitgearbeitet und gestaltet Kinder-CDs mit klassischer Musik.

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Nach dem Fest
Was bleibt von Gartenschauen, Olympia und Co.?
Von Johannes Nichelmann

Ein Olympiapark mit Stadien und Sporthallen, Olympischem Dorf und Pressezentrum - Austragungsort der 20. Olympischen Sommerspiele. Heute das olympische Erbe Münchens. Vor über vierzig Jahren zogen die Sportler ab, 2008 wurden Tribünen gesprengt. Und heute? Frankfurt am Main feierte vor fünfundzwanzig Jahren eine Bundesgartenschau: aufwändig angelegte Muster- und Schaugärten mit kunstvoll arrangierten Blumenbeeten in den Niddaauen nordwestlich der hessischen Metropole. Ist davon noch etwas übrig? Was geschieht, wenn Großprojekte enden, wenn das Prestige für die Regionen nach ein paar Wochen oder Monaten abklingt? Vor dem Start so eines Projekts müssen Naturschützer, Anwohner, Politiker und Funktionäre zueinanderfinden, tagen, verwerfen, beschließen. Und danach? Wie geht es mit den teuer und mühsam aufgepeppten Flächen nach dem Ende der großen Feste weiter? Die 'Deutschlandrundfahrt' unterwegs durch Landschaften, denen die Nutzung abhanden kam.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Religionen

"Die Konsequenz eines romzentrierten Kirchenbildes"
Ein Interview mit dem katholischen Kirchenhistoriker Hubert Wolf (Münster) zu der anstehenden Heiligsprechung gleich zweier Päpste am Sonntag in Rom
Von Philipp Gessler

Das vierte Kind mit 19 Jahren
Ein Hilfsprojekt der Caritas versucht, jungen Roma-Müttern einen Weg aus dem Teufelskreis von früher Schwangerschaft und Armut zu weisen
Von Michael Hollenbach

Kopftuch oder Festanstellung?
Warum das Kopftuchverbot in mehreren Bundesländern junge Muslima vom Studium des Lehramtes für islamische Religion abschreckt
Von Ita Niehaus

Vom Ohm zum Urknall
Vac: Sprache und Klang im Hinduismus
Von Antje Stiebitz

Sex und Liebe unter den Augen des Göttlichen
Die ARD sendet eine dreiteilige Dokumentation mit dem Titel "Glaube, Liebe, Lust - Sexualität in den Weltreligionen"  - ein TV-Tipp
Von Bernd Sobolla

Moderation: Philipp Gessler

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Lesung

Aus "Ein gerader Rauch" von Denis Johnson
Gelesen von Felix von Manteuffel

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Die Griechenlandfahrer.
oder: Kazaviti, ein Dorf in Blau
Von Manuel Gogos
Regie: Axel Pleuser
Mit: Fabian Hinrichs, Peer Augustinski, An Kuohn u.a.
Ton: Patrick Huth
Produktion: WDR 2013
Länge: 54‘30

Griechenland als Sehnsuchtsort und Realität: eine Recherche in einem Bergdorf auf der nordgriechischen Insel Thassos.

Jenseits von Postkartenmotiven und den Straßenkämpfen von Athen gibt es ein Griechenland, das nur wenige kennen. Der deutsch-griechische Autor Manuel Gogos findet es in einem Bergdorf auf der nordgriechischen Insel Thassos: Kazaviti. Als der deutsche Auswanderer Thomas Schultze-Westrum Anfang der 1970er-Jahre zum ersten Mal hierher kam, wirkte das Bergdorf wie ausgestorben. Es waren die alten mazedonischen Häuser, die dem Ethnologen die Geheimnisse ihrer Bewohner verrieten - Geschichten von Mittelmeerkaufleuten und von Ikonenmalern. Manuel Gogos trifft in Kazaviti auf den steinalten Barba Kapitankostas, der hier in Bernsteintagen den Tango tanzte. Und der junge Tavernenwirt Georgios erzählt, wie die Krise manchen Dorfbewohner fast in den Selbstmord treibt.

Manuel Gogos, geboren 1970 in Gummersbach, Journalist, Literaturkritiker, Feature-Autor. Zuletzt: "Faust und Helena - die Lange Nacht der deutsch-griechischen Beziehungen" (DLF 2013).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Beethovenfest Bonn
Beethovenhalle
Aufzeichnung vom 27.09.2013

Ludwig van Beethoven
"Fidelio" op. 72
Konzertante Aufführung
mit Ausschnitten aus "Roccos Erzählung" von Walter Jens

Florestan - Burkhard Fritz, Tenor
Leonore - Cécile Perrin, Sopran
Don Fernando - Detlef Roth, Bariton
Don Pizarro - Evgeny Nikitin, Bariton
Rocco - Dmitry Ivashchenko, Bass
Marzelline - Mojca Erdmann, Sopran
Jaquino - Julian Prégardien, Tenor
Sprecher - Ulrich Tukur
Deutscher Kammerchor
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Leitung: Paavo Järvi

ca. 20.15 Pause mit Nachrichten

21:30 Uhr

Die besondere Aufnahme

Alfred Schnittke
Aphorismen und Suite für zwei Klaviere

Denys Proshayev und Nadia Mokhtari, Klavier
Produktion: DKultur 2013

22:30 Uhr

Erotikon

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Aus, vorbei: "Ende einer Liebe” von Pascal Rambert - das internationale Erfolgsstück wird jetzt vom Autor in Hamburg inszeniert - u.a. mit Jens Harzer

Die Dinge des Lebens/Das Leben der Dinge: Ein Ausstellungsprojekt im Dresdner Residenzschloss zur "Migration der Formen" (26.4. - 27.7.)
Wolfgang Scheppe, Philosoph

Eröffnungsbericht Heidelberger Stückemarkt

Nach uns die Sintflut! Die Thementage am Deutschen Theater zu "Demokratie - Klima - Krieg" (24.-26.04.)

Aus den Feuilletons

April 2014
MO DI MI DO FR SA SO
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