Seit 17:05 Uhr Studio 9

Donnerstag, 05.12.2019
 
Seit 17:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Samstag, 14. April 2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Fremd in der Welt und frei im Leben
Eine Lange Nacht über Jean-Paul Sartre und Albert Camus
Von Christoph David Piorkowski
Regie: Vera Teichmann

Anfang der 40er-Jahre. Im besetzten Paris begegnen sich die jungen Schriftsteller-Philosophen Jean-Paul Sartre und Albert Camus zum ersten Mal. Je bedrückender die Lebensverhältnisse durch die deutsche Okkupation werden, desto größer wird die Freiheit geschrieben. Die bald als Existenzialisten bezeichneten Intellektuellen feiern im Künstler- und Literatenviertel Saint-Germain-des-Prés ein intensives Leben und begeben sich gleichzeitig in den Widerstand gegen die Besatzer. In den angesagten Cafés kann man den existenzialistischen Bürgerschrecks, die in der Nachkriegszeit zu Ikonen der Philosophie werden, öffentlich beim Denken und Schreiben zuschauen. Der seit der Kindheit von Büchern umgebene Sartre und der in bitterer Armut aufgewachsene Algerienfranzose Camus thematisieren auf je eigene Weise die prekäre Existenz des Individuums in einer absurden und gottlosen Welt. Ohne jeden Kompass ist der Mensch zu einer furchterregenden, aber auch berauschenden Freiheit verdammt, die ihm die totale Verantwortung für sein Leben aufbürdet. Ab den 50er-Jahren engagieren sich Sartre und seine nicht minder populäre Lebensgefährtin Simone de Beauvoir immer stärker für den Kommunismus. Mit dem politisch gemäßigteren Moralisten Camus kommt es darüber zum Bruch. Als Persona non grata wird der einst von der Pariser Intelligenz aufgenommene Aufsteiger aus Algier nun aus deren Mitte verbannt. Bis zu seinem Unfalltod im Jahr 1960 zieht sich Albert Camus auf ein Leben und Denken im Zeichen der mittelmeerischen Sonne zurück. Jean-Paul Sartre schwört dem orthodoxen Kommunismus ab und wahrt seine Stellung als einer der tonangebenden Linksintellektuellen des 20. Jahrhunderts.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Moderation: Vincent Neumann

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Seht, da kommt der Träumer
Martin Luther King und die Realität
Von Eckehard Bahr
Deutschlandfunk 1988

Martin Luther King in der Berliner Waldbühne
RIAS Berlin 1964

Vorgestellt von Michael Groth

Die Geschichte des afro-amerikanischen Friedensnobelpreisträgers aus der Sicht eines Deutschen, der die entscheidenden Jahre der Bürgerrechtsbewegung in den Vereinigten Staaten verbrachte. Dreieinhalb Jahre vor seiner Ermordung am 04.04.1968 hatte King das geteilte Berlin besucht.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Katrin Heise

06:20 Wort zum Tage

Pfarrer Florian Ihsen
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

08:00 Nachrichten

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Von dieser Welt" von James Baldwin
Rezensiert von Julia Riedhammer

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Live mit Hörern
Facebook, Google & Co - Wie können wir unsere Daten besser schützen?
Michael Seemann, Blogger und Autor
Peter Schaar, Vorsitzender der Europäischen Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz
Moderation: Klaus Pokatzky

Tel: 0800 2254 2254
E-Mail unter gespraech@deutschlandfunkkultur.de
sowie auf Facebook und Twitter

Der aktuelle Facebook-Skandal hat viele Nutzer sozialer Medien verunsichert und für politische Diskussionen gesorgt: Wie sicher sind unsere Daten und Informationen, die wir alltäglich posten, teilen oder beim Surfen im Internet hinterlassen? Wer hat Zugriff darauf - und wofür können sie verwendet werden? Wie können wir unsere Daten besser schützen? Ist effektiver Datenschutz im Netz überhaupt möglich?

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Florian Felix Weyh

Olaf Jacobs (Hg.): "Die Staatsmacht, die sich selbst abschaffte"
Die letzte DDR-Regierung im Gespräch
Vorgestellt von Paul Stänner

Rolf Schneider: "Ebereschenfeuer"
Gespräch mit dem Autor

Franz Fühmann: "Über Gottfried Benn"
Eine Rede
Vorgestellt von Helmut Böttiger

Simon Ings: "Triumph und Tragödie"
Stalin und die Wissenschaftler
Rezensiert von Michael Schornstheimer

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  
Moderation: Birgit Kolkmann

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Nico Fried, Hauptstadtbüro Süddeutsche Zeitung
Moderation: Vera Linß

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur
Moderation: Katja Bigalke und Martin Böttcher

Social Scoring in China
Von Axel Dorloff

Überwachung per Augentracking - Facebooks jüngste Patentanmeldung
Gespräch mit Erich Moechel, Experte für Datensicherheit und Lektor an der FH Joanneum Graz

Filmwebsites unter Beschuss
Von Mike Herbstreuth

Medien und Meinungen
Von Jochen Dreier

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: André Mumot

„Junk“
Ayad Akthars neues Erfolgsstück im Deutschen SchauSpielHaus Hamburg
Gespräch mit dem Dramatiker

Die geniale Stelle
Dramaturg Dirk Baumann über Susanne Kennedys Arbeiten

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Susanne Burg

"SPK-Komplex"
Vom Patientenkollektiv zur kriminellen Vereinigung
Gespräch mit dem Filmemacher Gerd Kroske

Vorgespult:
"Ghost Stories" / "Pawo" / "Stronger"
Von Christian Berndt

Kollateralschaden?
Netflix kämpft mit Cannes um die Kinozukunft
Gespräch mit Patrick Wellinski

Elvis Presley und das Ende des amerikanischen Traums
Gespräch mit dem Regisseur Eugene Jarecki

Das Fräuleinwunder: Greta Gerwig und ihr "Lady Bird"
Gespräch mit Anke Lewecke

G. W. Pabst-Filme "Westfront 1918" und "Kameradschaft" restauriert
Gespräch mit Martin Koerber, Leiter Deutsche Kinemathek

Top Five:
Clint Eastwood und seine Helden
Von Hartwig Tegeler

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Moderation: Marietta Schwarz

Fußball-Bundesliga:
Warum Frauen ihre eigenen Fanclubs wollen
Gespräch mit Susanne Gietl

Wie der Fanschal zum Mode-Muss wurde
Von Katharina Kühn

Das Geheimnis des Teleshopping:
Zuschauer müssen zu Fans gemacht werden
Von Christoph Möller

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Birgit Kolkmann

17:30 Uhr

Tacheles

Marx trifft auf Politik
Gespräch mit dem Philosophen Kurt Bayertz und dem Bundestagsabgeordneten Marc Jongen (AfD)

Der Gegensatz könnte kaum größer sein, hier der politische Philosoph Karl Marx mit dem Schlachtruf aus dem kommunistischen Manifest "Proletrarier aller Länder, vereinigt Euch!", dort die AfD, die die nationale Souveränität Deutschlands ins Zentrum ihres Parteiprogramms stellt. Liest man Marx als Philosophen, dessen Grundthese ist, dass das gesellschaftliche Sein das kollektive Bewusstsein bestimmt, kann er für die AfD zu einem argumentativen Sparringspartner werden, meint Marc Jongen.
Von welchem gesellschaftlichen Sein muss man ausgehen, um politische Ziele zu verfolgen?
Was folgt daraus für den Umgang mit einer globalisierten Wirtschaft?
Welche Rolle spielen dann kulturelle Differenzen?
Ein Gespräch entsteht so, in dem Marx sehr aktuell wird.

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Doppelherz
Mein Bruder, sein Kunstherz (und ich)
Von Martina Groß
Realisation: Martina Groß und Andreas Hagelüken
Zitator: Thomas Magin
Sprecherin: die Autorin
Sprachaufnahmen: Bernd Friebel
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016
Länge: 54'30
(Wdh. v. 03.12.2016)

Die Arbeit ist alles für ihn - bis zum Herzinfarkt. Koma, dann ein Kunstherz, und alles wird anders.

Etwa 1.200 sogenannte Kunstherzen werden Menschen mit terminaler Herzinsuffizienz pro Jahr in Deutschland eingesetzt. Eigentlich als Überbrückung bis zur Transplantation gedacht. Heute schon leben viele Patienten dauerhaft damit; zwei bis neun Jahre. „Mein Bruder ist einer von ihnen. Eingeliefert ins Krankenhaus mit der Diagnose Herzinfarkt - es war sein zweiter -, gab es keine Alternative. Von nun an hängt sein Leben von einer Maschine ab. Ein Jahr lang habe ich ihn in seinem zweiten Leben begleitet.”

Martina Groß, 1963 in Berlin geboren, studierte Germanistik und Publizistik, seit 1997 Feature-Autorin. Ihre Sendung "Noch zehn Sekunden. Die amerikanische Radiopionierin Elsa Knight Thompson" (Dlf 2010) wurde mit dem Juliane Bartel Medienpreis ausgezeichnet, "Lynne Stewart, eine amerikanische Geschichte" (Dlf/NDR 2011) für den Liberty Award 2013 nominiert. Zuletzt, u.a. "Radikal leben. Die britischen Künstler Gee Vaucher und Penny Rimbaud" (Dlf 2015) und "Leben ist Leben. Tod ist Tod. Der Dichter Richard O. Moore" (SWR/Dlf 2017).

19:00 Uhr

Oper

Live aus der Metropolitan Opera New York

Giuseppe Verdi
"Luisa Miller", Oper in drei Akten
Libretto: Salvadore Cammarano nach "Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller

Alexander Vinogradov, Bass - Graf Walter
Piotr Beczala, Tenor - Rodolfo, sein Sohn
Olesya Petrova, Mezzosopran - Federica, Herzogin von Ostheim
Dmitry Belosselskiy, Bass - Wurm
Plácido Domingo, Bariton - Miller, alter Soldat
Sonya Yoncheva, Sopran - Luisa, seine Tochter
Chor und Orchester der Metropolitan Opera
Leitung: Bertrand de Billy

ca. 20:15 Pause
"Keins seiner Dramen ist dem Musiktheater entgangen"
Friedrich Schiller und Guiseppe Verdi
Von Uwe Friedrich

22:30 Uhr

Die besondere Aufnahme

Philipp Scharwenka
Trio für Violine, Viola und Klavier e-Moll op. 121

Albrecht Laurent Breuninger, Violine
Lise Berthaud, Viola
Oliver Triendl, Klavier

Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Sigrid Brinkmann

Ausweglos:
"Eines langen Tages Reise in die Nacht" von Eugene O'Neill
Andrea Breth inszeniert am Wiener Burgtheater
Gespräch mit Reinhard Karger

Spektakulär:
Giuseppe Verdi: "Aida"
Kay Voges inszeniert an der Staatsoper Hannover
Gespräch mit Uwe Friedrich

"Holocaust als Kultur"
Zur Poetik von Imre Kertész, Akademie der Künste Berlin
Von Jörg Plath

Yael Ronen " Walk on the Dark Side"
Maxim Gorki Theater Berlin
Gespräch mit Eva Biringer

März 2019
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