Seit 13:05 Uhr Länderreport

Dienstag, 04.08.2020
 
Seit 13:05 Uhr Länderreport
Tagesprogramm Freitag, 6. März 2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Klangkunst

You Will Go Away One Day But I Will Not
Von Maria Thereza Alves und Lucrecia Dalt
Mit: Guarani aus dem Jaguapiru Reservat in Mato Grosso do Sul / Brasilien, Aylin Esener, Karim Cherif u.a.
Produktion: Deutschlandfunk Kultur / Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften / Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin / Junge Akademie / CTM Festival 2020
Länge: 48'01
(Ursendung)

Bitte Kopfhörer bereithalten!

Die Pflanzenwelt spricht Latein. Zumindest benennen westliche Wissenschaftler Lebewesen seit Jahrhunderten mit lateinischen Namen. Nun forschen zwei Künstlerinnen nach indigenen Bezeichnungen für Pflanzen aus dem Botanischen Garten in Berlin.

Auf den ersten Blick sieht sie aus wie eine zarte Seerose. Mit ihren filigranen Blüten bevölkert sie Sümpfe und Wasserflächen in Südamerika. Die westliche Wissenschaft nennt sie: Nymphoides humboldtiana, Humboldts Seekanne.
Mindestens ebenso gut steht ihr aber der Name Yvoty mboporã pónhuregua: „Fünfblättrige Blume des Geistes der Felder und Wälder: Du wirst eines Tages fortgehen, aber ich nicht.“ Diese Bezeichnung stammt von dem Guarani-Lehrer Maximino Rodrigues. Seine Vorfahren lebten in Südamerika, lange bevor Humboldt dort auftauchte.
Die Künstlerin Maria Thereza Alves und die Komponistin Lucrecia Dalt suchen nach indigenen Namen für die Pflanzen im Botanischen Garten Berlin. Mit ihrem Hörstück öffnen sie einen Raum für die vielschichtigen Stimmen des Urwalds - organisch und anorganisch, menschlich und nicht-menschlich, spekulativ und real. Dabei zeigen sie auch, wie diese Stimmen durch europäische Kolonisatoren zum Schweigen gebracht wurden.

Maria Thereza Alves, geboren 1961 in São Paulo, lebt als Künstlerin in Berlin. In ihrem Werk erforscht sie soziologische und kulturelle Phänomene. Zentrale Themen sind die Auswirkungen der spanischen Eroberung Mittel- und Südamerikas sowie die des portugiesischen Kolonialismus auf die indigenen Völker Brasiliens. Alves stellt Bezüge zwischen Ökologie, Heimatgeschichte, Stadtentwicklung und Naturausbeutung her. Seit 1980 arbeitet sie mit Guarani aus dem Jaguapiru Reservat in Dourados / Mato Grosso do Sul in Brasilien.

Lucrecia Dalt, geboren 1980 in Pereira, Kolumbien, studierte Bauingenieurwesen. Heute lebt und arbeitet sie als Musikerin, Klangkünstlerin und Radiomacherin in Berlin. Sie veröffentlicht Alben und spielt Konzerte zwischen Avantgarde und zeitgenössischer elektronischer Musik. Zuletzt für Deutschlandfunk Kultur: „Catábasis“ (gemeinsam mit Regina de Miguel, 2019).

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Weltmusik
Moderation: Olga Hochweis

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Stephan Karkowsky

05:30 Nachrichten

05:50 Aus den Feuilletons

Von Klaus Pokatzky

06:00 Nachrichten

06:20 Wort zum Tage

Guido Erbrich, Magdeburg
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

07:00 Nachrichten

07:20 Politisches Feuilleton

Ein Tag ohne Bilder im Internet
Von Roberto Simanowski

07:30 Nachrichten

07:40 Alltag anders

Zuverlässigkeit
Von Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt

07:50 Interview

AfD-Flügel beim Institut für Staatspolitik - Wie umgehen mit rechten Vordenkern?
Richard Gebhardt, Politischer Referent und Publizist, Politikwissenschaftler

08:00 Nachrichten

08:20 Neue Krimis

"Verdammte Liebe Amsterdam" von Frank Göhre

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Meine Reise in die Arktis" von Julien Blanc-Gras
Rezensiert von Günther Wessel

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

SPD-Politiker Karamba Diaby im Gespräch mit Tim Wiese

Senegalesisches Waisenkind, Doktor der Chemie, Schrebergarten-Experte, Bundestagsabgeordneter: Karamba Diaby ist all das - und längst Deutscher. Rassismus erlebt der Politiker trotzdem immer wieder, bis hin zur rohen Gewalt.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Lesart

Das Literaturmagazin
Moderation: Joachim Scholl

Nochmal Deutschboden
Jetzt aber politisch
Gespräch mit Moritz von Uslar, Schriftsteller

'Naturtrüb'
Die Gruppe OIL bringt Roman und Soundtrack gleichzeitig heraus
Von Gerd Brendel

Serie:
Was weibliches Schreiben ausmacht
Von Ulla Lenze, Autorin

Buchkritik:
"Allegro Pastell" von Leif Randt
Rezensiert von Wolfgang Schneider

jos fritz buchhandlung in Freiburg empfiehlt...
Gespräch mit Tina Bolg

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Vormittag
Moderation: Carsten Beyer

Bootleg Podcasts
Das Problem nicht lizenzierter Musik auf Spotify
Von Christoph Möller

Das muss man gehört haben ... oder auch nicht: Pop
Von Oliver Schwesig

Zurückgespult - Die Woche in der Musik
Von Laf Überland

11:30 Musiktipps

11:45 Unsere roc-Ensembles

Das Abonnentenorchester des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO)
Gespräch mit Heinz Radzischewski, Trompeter und Leiter

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 - Der Tag mit ...

Bertolt Meyer, Professor der Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der TU Chemnitz
Moderation: Anke Schaefer

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Länderreport

Moderation: André Hatting

Ich liebe es einfach, ich bin frei
Leben im Slum an der Rummelsburger Bucht
Von Anja Nehls

'Gast' im Sauerland
Projekt gegen Fachkräftemangel in der Gastronomie
Von Corina Wegler-Pöttgen

Kampf gegen Überlastung
Auch Uniärzte fordern bessere Arbeitsbedingungen
Von Werner Nording

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Kompressor

Das Popkulturmagazin
Moderation: Christine Watty

Schwerpunkt:
Im Fadenkreuz des DFB - Fußballfans und Protestkultur
Gespräch mit Andrej Reisin und Mara Pfeiffer

Erklärsatzbaukasten
Wie die Sportschau auf Fanproteste reagiert
Gespräch mit Dirk Jacobs

14:30 Kulturnachrichten

Von Michael Leverkus

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Nachmittag
Moderation: Andreas Müller

Bootleg Podcasts
Das Problem nicht lizenzierter Musik auf Spotify
Von Christoph Möller

"Emuna"
Neues Album von Moses Pelham, dem "Papa des Deutschrap"
Gespräch mit Davide Bortot

Das muss man gehört haben ... oder auch nicht: Pop
Von Oliver Schwesig

Zurückgespult - Die Woche in der Musik
Von Laf Überland

15:30 Musiktipps

15:40 Live Session

Marlène, Singer/ Songwriterin

16:00 Nachrichten

16:30 Kulturnachrichten

Von Michael Leverkus

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Abend
Moderation: Nicole Dittmer

17:30 Kulturnachrichten

Von Michael Leverkus

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Wortwechsel

Forum Frauenkirche
Kein Ruhekissen - Demokratie macht Arbeit
Gäste:
Claudine Nierth, Bundesvorstandssprecherin von Mehr Demokratie e.V.
Joanna Maria Kesicka, Vorsitzende des Landesschüler Rats Sachsen
Prof. Gert Pickel, Institut für Praktische Theologie der Universität Leipzig
Moderation: Alexandra Gerlach
Aufzeichnung vom 05.03.2020 aus der Frauenkirche Dresden

"Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen", hat der britische Staatsmann Winston Churchill gesagt. Tatsächlich zeigt die Erfahrung, dass Demokratie oft mühsam ist. Aber ein besserer Weg für ein Leben in Freiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit wurde bisher nicht gefunden. Einfach ist der Alltag in einer Demokratie nicht: Streit gehört dazu, Kompromisse sind notwendig, Toleranz erforderlich. Und ohne Einsatz der Bürger für ihre Gesellschaft kommt Demokratie schnell an ihre Grenzen. Gemeinsinn, Engagement und die Bereitschaft, andere Meinungen gelten zu lassen, sind notwendige Tugenden.
Das wirft im Jahr 2020 viele Fragen auf: Setzen wir uns genug für unsere Gesellschaft ein? Oder ziehen wir uns zu sehr ins Private zurück? Gefährdet zu viel Individualismus das Gemeinwesen? Sind wir noch in der Lage, Kompromisse zu akzeptieren? In welchem Land wollen wir eigentlich leben?

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Aus der jüdischen Welt mit "Shabbat"

Moderation: Miron Tenenberg

Zugang zu den Quellen des YIVO Institute for Jewish Research, New York, gefährdet
Von Carsten Dippel

Beats and Roots
Die iranisch-israelische Band Sistanagila gegen Hass in Schulen
Von Arkadiusz Luba

19:30 Uhr

Zeitfragen. Literatur

Der Übersetzungsmulti Traduki
Literatur als Kitt über Gräbern
Von Anat Kalman

Die Arbeit an Büchern bringt auf dem Balkan Menschen zusammen, deren Länder oder Volksgruppen miteinander verfeindet sind.

Übersetzen hat keinen guten Leumund. Ein italienisches Sprichwort nennt den Übersetzer gar einen Verräter: „traduttore, traditore“. Das europäische Netzwerk Traduki setzt dagegen alle Hoffnungen auf diesen Berufsstand. Es wurde vor zwölf Jahren auf der Leipziger Buchmesse gegründet, um Bücher aus den Balkanstaaten ins Deutsche und in die Sprache der Nachbarn übersetzen zu lassen. Belletristik, Sachbücher sowie Kinder- und Jugendbücher sollen über die Gräben und Gräber hinweghelfen, die die jugoslawischen Kriege hinterlassen haben. Anfangs waren neben der S. Fischer-Stiftung nur vier Staaten (Deutschland, Österreich, Schweiz und Slowenien) Mitglied, inzwischen sind es 14. Die Arbeit an den Büchern bringt Übersetzer, Schriftsteller, Verleger und Agenten aus Staaten zusammen, die teilweise noch immer im Konflikt miteinander stehen - Kosovo-Albaner und Serben etwa oder Albaner und Mazedonier. Anat Kalman stellt den kleinen, aber effektiven Übersetzungsmulti Traduki vor.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Kurt-Weill-Fest Dessau
Live aus dem Anhaltischen Theater

Leonard Bernstein
Sinfonie Nr. 1 „Jeremiah“

Samuel Barber
Adagio for Strings

Kurt Weill
Symphonisches Nocturne aus "Lady in the Dark"

George Gershwin
Klavierkonzert in F

Rita Kapfhammer, Mezzosopran
Benyamin Nuss, Klavier
Anhaltische Philharmonie Dessau
Leitung: Markus L. Frank

22:00 Uhr

Nachrichten

22:03 Uhr

Musikfeuilleton

Mit Tönen zwischen den Tönen
Die Pioniere der mikrotonalen Musik
Von Corinna Thaon

Mit unseren Klaviertasten können wir die zwölf Halbtöne einer Oktave spielen, aber was ist mit all den Tönen dazwischen? Während sie für viele Kulturen selbstverständlich sind, spielten sie bei uns lange keine Rolle. Erst vor 100 Jahren begannen Komponisten in mehreren europäischen Ländern, mit Tönen jenseits unseres Tonsystems zu experimentieren. Sie komponierten Viertel-, Sechstel-, oder auch Zwölfteltonmusik. Einige von ihnen trafen sich 1920 in Berlin, um sich auszutauschen und über passende Instrumente, wie das Vierteltonklavier, nachzudenken. Die bekanntesten Vertreter sind der Tscheche Alois Hába und der Russe Ivan Wyschnegradsky.

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Sigrid Brinkmann

Zensur und Einschränkungen
Die Kultur in Ungarn wird immer weiter beschnitten
Gespräch mit Wilhelm Droste, Autor, Übersetzer, Literaturwissenschaftler und langjähriger Kaffeehausbetreiber in Budapest

Linda McCartney - The Polaroid Diaries
Ausstellung bei C/O Berlin
Von Gerd Brendel

Preis der Leipziger Buchmesse in diesem Jahr im DLF Kultur
Gespräch mit René Aguigah

Körper. Blicke. Macht.
Eine Kulturgeschichte des Bades
Von Marie-Dominique Wetzel

Auf ein Neues:
Literarisches Quartett mit Thea Dorn als Gastgeberin
Gespräch mit Matthias Dell

Kulturpresseschau
Von Tobias Wenzel

23:30 Kulturnachrichten

Von Christian Riedel

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