Seit 01:05 Uhr Tonart
Donnerstag, 04.03.2021
 
Seit 01:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Samstag, 8. März 2014
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Der Lexikograf des Teufels
Eine Lange Nacht über Ambrose Bierce
Von Wiard Raveling
Regie: Rita Höhne

Ambrose Bierce (1842-1913/14) war der einzige bedeutende amerikanische Schriftsteller, der den Bürgerkrieg (1861-65) als aktiver Soldat von Anfang bis Ende miterlebte. Die Erlebnisse während dieser Zeit prägten seinen Charakter und seine literarischen Werke auf nachhaltige Weise. Das Thema Tod quälte
und faszinierte ihn bis zu seinem eigenen mysteriösen Ende. Obwohl Bierce eine nur sehr rudimentäre Schulbildung genoss und nie ein College oder eine Universität von innen sah, war er als 30-Jähriger einer der bekanntesten Schriftsteller der Westküste und wurde dort im literarischen Leben bald so etwas wie der Kritiker-Papst, der Schriftstellerschicksale befördern oder zerstören konnte. Was von seinem umfangreichen Werk heute noch mit Gewinn gelesen
werden kann, sind vor allem seine Kurzgeschichten, einige Berichte über Erlebnisse während des Bürgerkriegs und sein "Devil’ Dictionary". In seinen Kriegs- und Horrorgeschichten geht es so gut wie immer um einen sinnlosen, schrecklichen und jämmerlichen Tod. Am deutlichsten wird Bierces Einstellung zum Leben und zu den Menschen in seinem "Devil’ Dictionary". Hier gibt er seinem grenzenlosen Pessimismus, seinem Sarkasmus und Zynismus allen Raum. In ihm zeigt sich aber auch sein Talent zum geschliffenen witzigen Aphorismus und zur gnadenlosen Entlarvung menschlicher Schwächen wie Dummheit, Heuchelei, Eigennutz, Bigotterie und Selbsttäuschung. Bierce war auch einer der ersten bedeutenden "muckraker" (Enthüllungsjournalisten).

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Musical Time
Alan Zachary & Michael Weiner
"First Date"
Liedtexte: Alan Zachary & Michael Weiner
Buch: Austin Winsberg
Orchestrierungen: August Eriksmoen
Leitung: Dominick Amendum
Mit Zachary Levi, Krysta Rodriguez, Bryce Ryness, Kristoffer Cusick,
Blake Hammond, Sara Chase, Kate Loprest u.a.
Moderation: Birgit Kahle

Der urbane Mensch wird immer weltläufiger und ebenso auch immer einsamer. Die Bemühungen einen Partner fürs Leben zu finden, oder auch nur für eine gewisse Zeit, sind oft von Frustration geprägt, es sei denn man reißt die Mauern ein, die man selbst um sich herum errichtet hat. Zachary Levis’ und Michael Weiners kammermusikalisch gehaltene Show „First Date“ ist ein liebenswerter Einakter, in dem die beiden Broadway-Debütanten uns eine Geschichte erzählen (mit unverfälschtem Witz in den Liedtexten und einem melodiösen Stilmix) von dem Horror, den Entwürdigungen und den gelegentlichen glücklichen Überraschungen von Blind Dates, aufgezeigt an einem einzigen, - und das quasi in Echtzeit. Das Buch dieses originären Musicals schrieb Austin Winsberg, angeregt durch Lebenserfahrungen, die er selbst gemacht und bei anderen beobachtet hat.

Die zweite Stunde von „Musical Time“ erweist anlässlich des Weltfrauentages den starken weiblichen Stimmen und Charakteren der Musicalbühne die Ehre.

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

05:30 Aus den Feuilletons

05:45 Kalenderblatt

Vor 300 Jahren: Der Komponist und Kirchenmusiker Carl Philipp Emanuel Bach geboren

05:50 Presseschau

06:00 Nachrichten

06:15 Länderreport

Norderney sucht Fachkräfte
Von Hans-Otto Reintsch

06:23 Wort zum Tage

Pfarrerin Barbara Manterfeld-Wormit
Evangelische Kirche

06:30 Kulturnachrichten

06:50 Interview

Situation im Krimkonflikt
Gespräch mit Ralph Fücks, Leiter der Böll-Stiftung

07:00 Nachrichten

07:20 Wochenkommentar

Die Ukraine und die Rolle Europas
Adam Krzeminski, polnischer Journalist und Publizist

07:30 Kulturnachrichten

07:50 Interview

Griechische Kulturstiftung stoppt die Arbeit ihrer Institute - Kulturpolitischer Kahlschlag?
Gespräch mit Eleftherios Ikonomou, Griechische Kulturstiftung

08:00 Nachrichten

08:10 Netscout

08:20 Reportage

Men at work
Kochkurs für Machos in Mozambik
Von Leonie March

Heute: Internationaler Frauentag

Frauen gehören an den Herd - Männer haben in der Küche nichts zu suchen. Diese traditionelle Rollenverteilung gehört in vielen afrikanischen Ländern noch zum Alltag. Zum Beispiel in Mosambik. Vor allem in der Provinz ist die Gesellschaft noch patriarchalisch geprägt. In der Hauptstadt Maputo brechen die alten Muster jedoch zunehmend auf. Junge Mosambikaner beginnen sich für Gleichberechtigung und Emanzipation zu interessieren. Und zwar nicht nur die Frauen. Eine kleine Nichtregierungs-Organisation veranstaltet dort Kochkurse für Männer - bei denen es um viel mehr als nur Rezepte geht. Leonie March hat einen Mann dorthin begleitet.

08:30 Kulturnachrichten

08:50 Kulturtipp

"The Ukulele Orchestra of Great Britain", Tournee durch deutsche Städte

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Radiofeuilleton - Im Gespräch

Live mit Hörern
0 08 00.22 54 22 54
gespraech@deutschlandradiokultur.de
Sanfter Tourismus - eine Illusion?
Prof. Dr. Dirk Reiser, Sustainable Tourism Management an der Cologne Business School
Wolfgang Rössig, Reiseautor

09:30 Kulturnachrichten

10:00 Nachrichten

10:30 Kulturnachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Radiofeuilleton - Wissenschaft und Technik

11:05 Thema

Langzeitastronaut Alexander Gerst vor seiner ISS-Mission

11:15 Musik

Sanft, weich, schön: die stimmverliebten neuen Alben von Whomadewho und Metronomy

11:30 Kulturnachrichten

11:33 Buchkritik

Sachbuch live: Mirjam Schmitz, Instinkt: Das Tier in uns, Schattauer, Stuttgart 2014

11:40 Musik

Original und Fälschung: der Surf-Sound von Kid Simius und Dick Dale

11:50 Mahlzeit

Vitamin D in Pillen?
Udo Pollmer, Ernährungsexperte

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Tacheles

Der Hauptstadtflughafen aus Piratensicht: "Falsche Hoffnungen, Dilettantismus, Kontrollversagen"
Patrick Garber und Martin Steinhage im Gespräch mit Martin Delius, Piratenpartei, Vorsitzender des Flughafen-Untersuchungsausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus

"Das Projekt Großflughafen war von Anfang an geprägt von falschen Hoffnungen, Dilettantismus, Kontrollversagen und möglicherweise betrügerischen Vorgängen." Niemand findet beim Thema Willy-Brandt-Flughafen (BER) so klare Worte wie die Berliner Piratenpartei und deren BER-Experte Martin Delius. Seit eineinhalb Jahren leitet Delius den Flughafen-Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Was glaubt er: Wann wird der Berliner Großflughafen BER endlich fertig, wird er überhaupt jemals startklar sein? Ist das BER-Projekt noch zu retten, und zu welchem Preis? Oder muss eine Exit-Strategie her, muss der Hauptstadtflughafen ganz neu gedacht werden?

13:30 Uhr

Kakadu

Entdeckertag für Kinder
Koscheres Fleisch oder freitags Fisch?
Göttliche Speisepläne
Von Magdalene Melchers
Moderation: Johannes Nichelmann

Nicht zu viel Süßigkeiten, lieber mehr Obst, das sind Tipps für eine gesunde Ernährung. Freitags Fisch zu essen ist hingegen ein christliches Speisegebot und Juden dürfen nur koscheres Fleisch essen. Das bedeutet, dass kein Blut mehr im Fleisch sein darf, denn im Blut sei die Seele der Tiere beheimatet, heißt es in der jüdischen Religion. Während Ramadan gilt es für Muslime zu fasten und Christen verzichten auf Genüssliches in der Fastenzeit vor Ostern. Die Gründe dafür sind nicht nur in der Ernährungslehre zu finden, da geht es auch um geistige Nahrung. Unser täglich Brot dient nicht nur dazu satt zu werden, auch wenn das hierzulande ein alltäglicher Luxus ist. Zu viel Schokolade ist ungesund und nicht sonderlich figurfreundlich, aber es ist keine Sünde, oder doch?

Magdalene Melchers kam 1967 in Soest/Westfalen zur Welt, die sie seither erkundet. Das Zusammenspiel von Musik und Religion interessiert die
freischaffende Hörfunk Autorin (DLR Kultur, DLF, SWR, WDR, NDR u.a.) mit Weitblick und Liebe zum Detail aus immer neuen Perspektiven

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Norderney im Winter
Die ostfriesische Insel in der Nordsee
Von Hans-Otto Reintsch

Der Winter verändert das Leben auf der Insel Norderney. Die Menschen, die Natur, die ganze Insel kommt zur Ruhe. Wenn die Touristen weg sind, fällt der Ostfriesischen Insel in der Nordsee wieder ein, was Abgeschiedenheit ist. Andere Probleme, andere Träume, Erinnerungen, andere Wünsche - ein anderes Lebensgefühl. Was macht der Ausrufer Bernd Krüger, der den ganzen Sommer auf den Beinen war, um wie eine sprechende Zeitung für die Urlauber da zu sein? Was plant Surfweltmeister Bernd Flessner, der gern auch mal nach Sylt surft, wenn die Küste unter Eis liegt? Was erklärt die Pächterin des Leuchtturms Else Johanni, wenn niemand mehr den Turm besteigen will? Und was treibt die Schamanin und Kartenlegerin Katharina Lerch nach Norderney im Winter? Urlaubsinseln sind Durchgangsstationen, Transitorte. Auch ein wenig Heile-Welt-Kulisse. Doch die Kulisse fällt, wenn der Schnee kommt.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Religionen

Dauernd Stadtgespräch
Wie die Römerinnen und Römer nach einem Jahr ihren Papst Franziskus sehen
Von Thomas Migge

Eine Revolution
Ein Gespräch mit dem renommierten Vatikanexperten Marco Politi zu „Ein Jahr Papst Franziskus“
Von Philipp Gessler

Die armen Schwestern brauchen Geld
Einst Ort einer Bluttat, heute ein Kloster, das verfällt - der Karmel Mayerling bei Wien
Von Alexander Musik

33 Knöpfe und ein Glaubenskrieg
Die Priestersoutane ist im katholischen Polen in der öffentlichen Diskussion
Von Marta Kupiec

Menstrualblut in der Praline
Eine Rezension von Gabriele Amorths „Memoiren eines Exorzisten“
Von Stefanie Oswalt

Einmalig in Deutschland
Eine Reportage aus Zittau - der „Stadt der Fastentücher“
Von Rocco Thiede

Moderation: Philipp Gessler

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Lesung

Adelbert-von-Chamisso-Preis 2014
Preisträgerlesung
Aus "Der schaudernde Fächer" von Ann Cotten
Gelesen von der Autorin

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Volle Geschichten im leeren Territorium
Serhij Zhadan rappt und schreibt aus der Ukraine
Von Bernd Kempker
Regie und Ton: der Autor
Mit: Thomas Wehling
Produktion: WDR 2013
Länge: 54‘30

Serhij Zhadan verewigt - als erster Dichter in ukrainischer Sprache - Dike Pole, das "wilde Feld" entlang der russischen Grenze.

Dike Pole, das "wilde Feld" entlang der russischen Grenze, ist der imaginäre Raum aller Romane und Erzählungen von Serhij Zhadan. Schmuggler, Freikirchler, Menschenhändler und normale postsowjetische Menschen erleben hier unwahrscheinlich wahre Geschichten. Serhij Zhadan liebt sein heimatliches Territorium zwischen Charkiv und dem Kohlerevier im Südosten. Als erster Dichter verewigt er es in ukrainischer Sprache. Das ist Teil seiner
Utopie gegen alle nationalen Mythen und aktuellen politischen Strömungen. "Die Erfindung des Jazz im Donbass" ist ein Roman voller skurriler Begebenheiten. Ein Archäologe sucht deutsche Panzer und Held Hermann im Wildwest-Kapitalismus das richtige Leben. Mit seinen Lesungen oder seiner Band "Hunde im Kosmos" füllt Serhij Zhadan ganze Stadien mit jungen Menschen.

Bernd Kempker, geboren 1959 in Wuppertal, Kurator und Hörfunkautor, 2009 Hörspiel des Monats Februar "Krieg der Manifeste - Futurismus erobert Europa" (WDR). Lebt in Berlin.

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Oper Stuttgart
Aufzeichnung vom 02.03.2014

Mark Andre
„wunderzaichen“, Oper
Uraufführung

Johannes - André Jung
Der Polizist / Arzt / Erzengel - Matthias Klink
Maria - Claudia Barainsky
1. Beamtin - Kora Pavelic
2. Beamtin - Maria Theresa Ullrich
Staatsopernchor Stuttgart
Staatsorchester Stuttgart
Experimentalstudio des SWR
Klangregie: Joachim Haas
Leitung: Sylvain Cambreling

nach Ende der Oper ca. 21.12 Nachrichten

21:15 Uhr

Die besondere Aufnahme

Carl Philipp Emanuel Bach zum 300. Geburtstag

Konzerthaus Berlin
Aufzeichnung vom 08.03.2014, 20 Uhr

Carl Philipp Emanuel Bach
"Die letzten Leiden des Erlösers"
Passionskantate für Soli, Chor und Orchester Wq 233

Christiane Oelze, Sopran
Christina Landshamer, Sopran
Anke Vondung, Mezzosopran
Maximilian Schmitt, Tenor
Roman Trekel, Bariton
RIAS Kammerchor
Kammerorchester "C.P.E. Bach"
Leitung: Hartmut Haenchen

Am 8. März 2014 jährt sich zum 300. Mal der Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Sebastian Bachs zweitältestem Sohn. Er ist der Hauptvertreter der musikalischen Empfindsamkeit - jener Stilepoche, die den Übergang vom Barock in die Wiener Klassik markiert. Und er war zu Lebzeiten berühmter als sein Vater. Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart sahen in ihm ihr großes Vorbild, auf dessen musikalischem Schaffen sie aufbauen konnten. Das Kammerorchester "Carl Philipp Emanuel Bach" musiziert im Sinne des Namensgebers: lebendig und dramatisch, verliert sich dabei aber nicht in historisierenden Aufführungspraxen. In diesem Festkonzert präsentiert es gemeinsam mit seinem künstlerischen Leiter Hartmut Haenchen, dem RIAS Kammerchor und weiteren Gesangssolisten C. P. E. Bachs großartige Passions-Kantate "Die letzten Leiden des Erlösers".

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
u.a.
Rebell, Genie und Sohn - Zum 300. Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach
Geschwister Pfister in der Komischen Oper: In Nico Dostals wilder Jazz-Operette "Clivia", R: Stefan Huber, ML Stephan Prattes
Neue Akzente? Die Bundeskunsthalle Bonn zeigt "Kasimir Malewitsch und die Russische Avantgarde", 8.3.-22.6.14
Paare im Tauchurlaub: Juli Zehs Krimi "Nullzeit" als Uraufführung am Bonner Schauspiel, Regie: Sebastian Kreyer

März 2014
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Bibel und Politik in IsraelGraben nach Gott
Ein Blick auf die Jerusalemer Altstadt mit der Kirche des Heiligen Grabes. (picutre alliance / dpa / Artur Widak)

Der Untergrund von Jerusalem ist jüdisch, muslimisch, christlich und kanaanitisch. Aber wonach wird gegraben? Archäologinnen und Archäologen müssen erkennen, dass ihre Profession politisch instrumentalisiert wird.Mehr

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