Seit 23:30 Uhr Kulturnachrichten
Montag, 08.03.2021
 
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Tagesprogramm Samstag, 16. Februar 2013
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Salam Persepolis
Eine Lange Nacht über frühe Reisen ins alte Persien und den ersten Schah, der Europa besuchte
Von Charlotte Drews-Bernstein
Regie: Charlotte Drews-Bernstein

Die gegenwärtige Vorstellung des Iran wird dominiert von den Fernsehauftritten Mahmud Ahmadinedschads. Die Lange Nacht stellt diesem Bild ein anderes gegenüber, das von der Kultur des alten Persiens geprägt wird. Unter den frühen Reisenden nach Persien traten zwei Deutsche hervor: Adam Olearius, der 1635 mit einer Wirtschaftsdelegation nach Isfahan an den Hof des Safawiden-Schahs Safi I. reiste, um den Seidenimport in Schwung zu bringen. Obwohl dies scheiterte, kam es durch Olearius dennoch zu einem Import: Mit der Übersetzung eines Buches des persischen Dichters Sa’di öffnete Olearius für den deutschsprachigen Raum das Tor zur persischen Poesie.

Der zweite Deutsche ist Carsten Niebuhr. Er reiste 1761 in den Orient, um „das glückliche Arabien“ zu erforschen. Als unterwegs seine fünf Mitreisenden starben, entschloss sich Carsten Niebuhr zur sofortigen Rückkehr nach Europa, machte unterwegs indes noch einen Abstecher nach Persien, um die Ruinen von Persepolis zu besuchen. Hier schrieb er akribisch die alte, in den Stein gehauene Keilschrift aus dem Achämenidenreich ab, die niemand mehr lesen konnte. Erst 1802 wurde die Schrift von einem Göttinger Gymnasiallehrer dechiffriert und die Welt erfuhr, dass es sich bei Persepolis um die von dem persischen Achämenidenkönig Darius I. erbaute Königsstadt handelt, die Alexander der Große 330 v. Chr. niedergebrannt hatte.

1873 reiste dann zum ersten Mal ein Schah von Persien nach Europa. Nasir ad-Din Schah, der von 1848 bis 1896 in Teheran regierte, besuchte Europa insgesamt dreimal. Er war der letzte absolutistische Herrscher Irans. 1906 bekam Iran nach der sogenannten konstitutionellen Revolution eine Verfassung, die im Prinzip bis zur islamischer Revolution 1979 in Kraft blieb. Präsident der Islamischen Republik Iran ist seit 2005 Mahmud Ahmadinedschad.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Moderation: Vincent Neumann

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

05:30 Aus den Feuilletons

05:45 Kalenderblatt

Vor 50 Jahren: Der Physiker und Politiker Friedrich Dessauer gestorben

05:50 Presseschau

06:00 Nachrichten

06:15 Länderreport

06:23 Wort zum Tage

Andreas Brauns

06:30 Kulturnachrichten

06:50 Interview

07:00 Nachrichten

07:20 Wochenkommentar

07:30 Kulturnachrichten

07:50 Interview

08:00 Nachrichten

08:10 Netscout

08:20 Reportage

Inszenierung Berlinale
Glanz und Glamour auf den Partys
Von Gerd Brendel

Für jede Party auf der Berlinale gibt es ein Drehbuch - das behaupten Kenner der Filmszene und glauben, dass Glanz und Glamour beim wichtigsten Filmfestival der Republik wie eine Ware gehandelt werden. Ob das stimmt, und wie die Dramaturgie dann vor Ort umgesetzt wird, das hat Gerd Brendel beobachtet.

08:30 Kulturnachrichten

08:50 Kulturtipp

Sophie Hunger, Schweizer Singer-Songwriterin
mit jazzaffinem Pop auf Tournee
Von Bettina Ritter

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Radiofeuilleton - Im Gespräch

Live mit Hörern
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09:30 Kulturnachrichten

10:00 Nachrichten

10:30 Kulturnachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Radiofeuilleton - Wissenschaft und Technik

11:05 Thema

11:15 Radiofeuilleton - Musik

11:30 Kulturnachrichten

11:33 Buchkritik

11:40 Radiofeuilleton - Musik

11:50 Mahlzeit

Udo Pollmer, Ernährungsexperte

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Tacheles

13:30 Uhr

Kakadu

Entdeckertag für Kinder
Ein Pharao kehrt zurück ans Tageslicht
Howard Carter öffnet die Grabkammer des Tutanchamun
Von Brigitte Jünger
Moderation: Patricia Pantel

Wahrscheinlich ist er der berühmteste Pharao aller Zeiten - Tutanchamun. Fast jeder kennt die Totenmaske aus purem Gold und kostbarem blauen Lapislazuli, die seine Gesichtszüge zeigt. Der britische Archäologe Howard Carter hat dieses Kunstwerk und viele andere kostbare Schätze bei der Öffnung des Pharaonengrabes im Februar 1923 von der Dunkelheit befreit. Sieben Jahre lang hatte er nach dem sagenumwobenen, 3000 Jahre alten Grab gesucht. Mehrmals war er nahe daran gewesen, die Sache aufzugeben. Doch ein reicher englischer Lord stellte genug Geld zur Verfügung und so wurde das Pharaonengrab schließlich doch gefunden. Es war das einzige, das noch nicht von Grabräubern geplündert worden war! Aber bald gab es Gerüchte, dass außer dem Goldschatz auch ein böser Fluch ans Licht gekommen war. Solche Geschichten haben einiges zur Bekanntheit des Pharaos beigetragen

Brigitte Jünger arbeitet als freie Journalistin in der Nähe von Köln und schreibt Kinderbücher. Ihre CD-Reihe "Kunst-Stücke für Kinder" ist mehrfach ausgezeichnet worden.

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt live

Mit Nana Brink und Gästen

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Religionen

„Alle werden schmutzig“
Die Proben zur getanzten Johannes-Passion im Berliner Dom
Von Christian Find

„Ein Pontifikat der verpassten Gelegenheiten“
Philipp Gessler im Gespräch mit dem Theologen Hans Küng

Besondere Privilegien
Rezension des Buches von Eva Müller: „Gott hat hohe Nebenkosten“
Von Barbara Dobrick

„Wie reform-bereit sind die Papabili?“
Philipp Gessler im Gespräch mit dem Vatikan-Experten Marco Politi

Moderation: Philipp Gessler

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Lesung

Aus "Atlas eines ängstlichen Mannes" von Christoph Ransmayr
Gelesen vom Autor

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Tropenträume zu verkaufen
Zwei Dörfer in Kambodscha suchen ihre Zukunft
Von Barbara Kenneweg
Regie: die Autorin
Mit: Anne-Isabelle Zils, Rolf Kemnitzer, Karim Cherif, Romanus Fuhrmann, Lena Vogt
Ton: Hermann Leppich
Produktion: DKultur 2013
Länge: 54'30
(Ursendung)

Kambodscha zwischen Landgrabbing und dem Versuch, zusammen mit NGOs einen ökologischen Tourismus aufzubauen.

Noch verfügt Kambodscha über riesige Urwälder und kristallklare Küstengewässer mit enormer biologischer Vielfalt. Aber Investoren aus aller Welt teilen das unberührte Land unter sich auf: Sie pachten Grund und Boden für 99 Jahre, bauen Hotels, Kasinos, sogar ganze Städte. Andererseits versuchen diverse NGOs, Natur und gewachsene Kultur zu schützen. Auch die westlichen Helfer haben ihre Interessen. Viele sind vor der übersättigten westlichen Welt geflohen.
Zwei Dörfer machen sich auf den Weg: In einer Dschungelsiedlung, die einst die roten Khmer aus dem Boden gestampft haben, werden Wilderer zu Touristenführern und Hoteliers. Ein Fischerdorf verbündet sich mit einem britischen Taucher, der eigentlich nur die Seepferdchen retten wollte.

Barbara Kenneweg, geboren 1971 in Düsseldorf. Regisseurin und Autorin. Zuletzt: "Gesicht verloren" (RBB 2011).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Oper in deutschen Ländern
Live aus der Oper Leipzig

Richard Wagner
"Die Feen"
Romantische Oper in drei Akten

Der Feenkönig/Groma - Igor Durlovski
Ada - Christiane Libor
Drolla - Jennifer Porto
Arindal - Arnold Bezuyen
Gernot - Milcho Borovinov
Farzana - Jean Broekhuizen
Zemira - Viktorija Kaminskaite
Morald - Detlef Roth
Lora - Eun Yee You
Gunther - Guy Mannheim
Harald - Roland Schubert
Bote - Tae Hee Kwon
Chor der Oper Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Ulf Schirmer

nach dem 1. Akt ca 20.15 Pause

Mit einem selten gespielten Jugendwerk Richard Wagners eröffnet Intendant und Generalmusikdirektor Prof. Ulf Schirmer zusammen mit dem kanadischen Regieteam Barbe & Doucet die Feierlichkeiten zum Jubiläumsjahr des Komponisten. Der Zwanzigjährige schrieb es nach Carlo Gozzis Märchenspiel "La donna serpente" (Die Frau als Schlange). Schon in dieser frühen Oper zeichnet sich ein Hauptthema Wagners ab: Erlösung durch die Liebe. Die märchenhafte Handlung, angesiedelt zwischen Menschen- und Feenreich, erinnert entfernt an den "Sommernachtstraum", aber auch an den Orpheus-Mythos: König Arindal liebt die schöne Fee Ada. Damit er sie erringen kann, muss er sich schweren Prüfungen unterziehen und ihr sein vollstes Vertrauen schenken. Ada verbietet ihm, sie nach Namen und Herkunft zu fragen. Als er das Verbot übertritt, verliert er sie und verfällt in eine tiefe Depression. Erst nach unendlichen Mühen kann Arindal die Geliebte zurückgewinnen. Musikalisch stehen "Die Feen" in der Tradition der deutschen romantischen Oper, beeinflusst von Vorbildern wie Carl Maria von Weber und Heinrich Marschner. Das kanadische Inszenierungsteam zeigt das Stück als opulentes und psychologisch interessantes sinnliches Erlebnis menschlicher Fantasie.

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Spezial
Live von den 63. Internationalen Filmfestspielen Berlin am Potsdamer Platz

Februar 2013
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