Seit 05:05 Uhr Studio 9

Donnerstag, 21.11.2019
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Mittwoch, 4. Dezember 2019
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Chormusikaufnehmen

Wie soll ich dich empfangen?
Über Tradition und Gegenwart des Chorsingens im Advent
Von Claus Fischer

„Wie soll ich dich empfangen und wie begegn’ ich dir?“ Diese Zeile von Paul Gerhardt, dem wohl wichtigsten Kirchenlieddichter des Protestantismus drückt - in Frageform formuliert - aus, was Advent im christlichen Sinne meint, nämlich nicht Vorweihnachtszeit. Gemeint ist eine vierwöchige Phase der stillen Vorbereitung auf das Kommen des Herren, in der man über sein Leben nachdenken soll, auch über Schuld und Versäumnisse. Seit dem Mittelalter ist der Gesang ein fester Teil dieser Zeit der Bereitung, denn er hilft, für das Wesentliche, für die essenziellen Fragen offen zu werden. Die traditionellen Adventsmusiken, die im kirchlichen Raum beider Konfessionen stattfinden, sind ein Mittel, um das zu erreichen. Doch im Zuge zunehmender Säkularisierung verändern auch sie ihre Struktur: Statt meditativer Choralsätze und Motetten alter Meister hört man häufig Gospel- oder Popchöre. Sogar das bis vor zwei Jahren traditionell ausgerichtete Adventssingen im ARD-Fernsehen präsentiert sich inzwischen in diesem Gewand. Doch kommt dabei nicht das eigentliche Anliegen des Advents, die stille Bereitung unter die Räder? Sicher haben auch Gospel und Pop ihre Berechtigung, aber was ist, wenn sie an Stelle der Tradition treten? Claus Fischer geht diesen Fragen nach, u.a. im Gespräch mit dem Leipziger Thomaskantor Gotthold Schwarz, dem Landeskirchenmusikdirektor der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz Gunter Kennel und mit Chorsängerinnen und -sängern aus Deutschland, die im Advent aktiv sind.

00:55 Chor der Woche 

01:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

01:05 Uhr

Tonartaufnehmen

Americana
Moderation: Thorsten Bednarz

02:00 Nachrichten 

03:00 Nachrichten 

04:00 Nachrichten 

05:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

05:05 Uhr

Studio 9aufnehmen

Kultur und Politik am Morgen

05:30 Nachrichten 

05:50 Aus den Feuilletons 

06:00 Nachrichten 

06:20 Wort zum Tage 

Militärdekan Dirck Ackermann, Berlin
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten 

07:00 Nachrichten 

07:20 Politisches Feuilleton 

07:30 Nachrichten 

07:40 Interview 

08:00 Nachrichten 

08:30 Nachrichten 

08:50 Buchkritik 

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Im Gesprächaufnehmen

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Lesartaufnehmen

Das Literaturmagazin

11:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

11:05 Uhr

Tonartaufnehmen

Das Musikmagazin am Vormittag

11:30 Musiktipps 

11:45 Rubrik: Folk 

12:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

12:05 Uhr

Studio 9 - Der Tag mit ...aufnehmen

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:05 Uhr

Länderreportaufnehmen

14:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

14:05 Uhr

Kompressoraufnehmen

Das Popkulturmagazin

14:30 Kulturnachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Tonartaufnehmen

Das Musikmagazin am Nachmittag

15:30 Musiktipps 

15:40 Live Session 

16:00 Nachrichten 

16:30 Kulturnachrichten 

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Studio 9aufnehmen

Kultur und Politik am Abend

17:30 Kulturnachrichten 

18:00 Nachrichten 

18:30 Uhr

Weltzeitaufnehmen

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Zeitfragen. Kultur und Geschichteaufnehmen

Magazin

19:30 Zeitfragen. Feature 

Der Löwe frisst die Antilope pur
Über das Würzen
Von Andrea und Justin Westhoff

Was unterscheidet die menschliche Nahrungsaufnahme von der tierischen? Vor allem das ausgeprägte Bedürfnis, die Nahrung zu würzen. Erste schriftliche Zeugnisse über Gewürze, Tontafeln mit Kochrezepten, in denen Kümmel, Koriander und Knoblauch benutzt werden, sind fast 4000 Jahre alt, das Würzen aber noch viel älter: Vermutlich nutzten Menschen schon seit der Steinzeit Pflanzenteile, um Speisen zu würzen. Und sie experimentierten auch mit Gewürzen als Heilmittel, zur Herstellung von Parfüms, als Aphrodisiakum oder für kultische Zwecke - Archäologen haben in der Nase einer ägyptischen Mumie 30 Pfefferkörner entdeckt.

Das starke Verlangen nach Gewürzen bekam daher im Verlauf der Weltgeschichte nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Bedeutung. So spielten Gewürze eine wichtige Rolle beim Aufstieg und Fall europäischer Handelsstädte, sie stimulierten zu Entdeckungsreisen (Kolumbus schrieb 1492, er sei auf der Suche „nach Gold, Gewürzen und neuen Ländern“), und auch in der Kolonialgeschichte spielte der Gewürzhandel eine Rolle.

Heute sind die meisten Gewürze im Supermarkt für ein paar Cent oder Euro zu haben und buchstäblich in aller Munde. Dadurch sind sie zwar kein Standesmerkmal mehr, und es hat auch eine gewisse „Internationalisierung der Koch- und Essgewohnheiten“ gegeben. Aber gerade bei Gewürzdüften und -geschmäckern zeigt sich , dass Sinneswahrnehmungen nicht nur eine biologische, sondern auch eine kulturelle Dimension haben. Die Gewöhnung deutscher Gaumen an Knoblauch etwa geschah erst Ende der 1960er Jahre, im Gefolge der ersten Reisewellen nach Südeuropa.

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:03 Uhr

Konzertaufnehmen

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin
Aufzeichnung vom 24.11.2019

William Harris
"Faire is the Heaven" für gemischten Chor a cappella

Benjamin Britten
"Hymn to St.Cecilia" für fünfstimmigen Chor und Solisten a cappella op. 27

Gustav Holst
"Ave Maria" für Frauenchor a cappella op. 9b

Franz Schubert
"An die Sonne" für gemischten Chor und Klavier D 439
 
Franz Schubert
"Der Tanz" für gemischten Chor und Klavier D 826

René Claussen
"Prayer" für gemischten Chor a cappella

Mitglieder des Rundfunkchores Berlin
Schola des Rundfunkchores Berlin
Holger Groschopp, Klavier
Leitung: Benjamin Goodson

21:30 Uhr

Alte Musikaufnehmen

Frivoler Sprachenmischmasch
Der "Viersprachendruck“ von Orlando di Lasso
Von Bernhard Schrammek

In seiner Sprachenvielfalt - Deutsch, Französisch, Italienisch, Latein - zeigt sich Lasso als Europäer von Format.

Der Münchner Hofkapellmeister Orlando di Lasso war eine der schillerndsten Musikerpersönlichkeiten des 16. Jahrhunderts. Um seine Ausnahmestellung noch zu verdeutlichen, veröffentlichte er 1573 einen Druck mit Vokalwerken in vier verschiedenen Sprachen. In der Sammlung befinden sich Motetten in lateinischer Sprache, italienische Madrigale, französische Chansons und deutschsprachige Lieder. Diese enorme Stilvielfalt machte ihm kein Zeitgenosse nach.

22:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

22:03 Uhr

Hörspielaufnehmen

Im Topf ein Coq au vin
Von Ulrich Gerhardt
Regie: der Autor
Mit: Wolfram Siebeck
Ton: Thomas Monnerjahn
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017
Länge: 54'31
(Wdh. v. 28.03.2018)

Wolfram Siebeck ist zu Gast auf dem Bioweingut der Familie Maugey in Frankreich. Ein Jahr vor seinem Tod übergab der Restaurantkritiker dem Autor Audiokassetten, die er in den 80er-Jahren besprochen hatte.

2016 starb Restaurantkritiker Wolfram Siebeck mit 86 Jahren. Für seine humorvollen Kritiken und bissigen Verrisse wurde er geliebt oder gehasst. Ein Jahr vor seinem Tod übergab er Autor und Regisseur Ulrich Gerhardt 36 Audiokassetten aus den 80er-Jahren, die Siebeck als Protokollmedium bei Restaurantbesuchen besprochen hatte. Vier Hörspielcollagen sind daraus entstanden. Diesmal genießt er euphorisch die Speisen und Getränke des Bioweinguts der Familie Maugey in Frankreich und geht mit seinem Lieblingskoch in Lyon auf den Markt.

Ulrich Gerhardt, 1934 in Berlin geboren, arbeitet seit über 50 Jahren für das Radio. Er war Hausregisseur bei RIAS Berlin, Hörspielchef beim Sender Freies Berlin und Mitbegründer der Kunstkopfstereophonie. Er ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der er im Jahr 2016 sein Archiv übergeben hat. Lebt in Berlin. Über 200 Inszenierungen und Literaturbearbeitungen, mehrfach ausgezeichnet u.a. mit dem Karl-Sczuka-Preis, dem Hörspielpreis der Akademie der Künste, „Hörspiel des Monats“ und „Hörspiel des Jahres“. Zuletzt als Originalton-Collage: „Morgan, Jaguar, Porsche und dann die Alpine - Wolfram Siebeck testet Sportwagen“ (Deutschlandradio Kultur 2016), „Da gehen wir nicht mehr hin“ (Deutschlandradio Kultur 2017), „Im Topf ein Coq au vin“ (Deutschlandfunk Kultur 2017) und „Mein Freund Lennie“ (HR/Deutschlandfunk Kultur 2017).

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Fazitaufnehmen

Kultur vom Tage

23:30 Kulturnachrichten 

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