Seit 01:05 Uhr Tonart

Dienstag, 28.01.2020
 
Seit 01:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Samstag, 11. November 2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Ewig hoffend - ewig liebend
Eine Lange Nacht über den Musiktheaterregisseur Götz Friedrich
Von Barbara Giese
Regie: Clarisse Cossais

Der 1930 in Naumburg an der Saale geborene Götz Friedrich war einer der leidenschaftlichsten Musiktheaterregisseure. Er liebte die Jazzmusik und wurde Opernregisseur. Als Bürgerlicher in der DDR durfte er nicht Jura wie sein Vater studieren, sondern Theaterwissenschaften. Er wollte bei Bertolt Brecht im Schauspiel hospitieren, kam aber zu dem Erneuerer des Musiktheaters, Walter Felsenstein an die Komische Oper in Ostberlin. Mit seinen eigenständigen Denkansätzen in der Oper war er so erfolgreich, dass Wolfgang Wagner den DDR-Regisseur 1972 für die Inszenierung des ‚Tannhäuser‘ nach Bayreuth einlud. Bei der Premiere kam es zu einem Eklat. Das vermeintlich sozialistisch geprägte Regiekonzept wurde ausgebuht, von anderen Zuschauern bejubelt. Im November des gleichen Jahres nutzte Götz Friedrich ein Gastspiel in Schweden, um dem Übervater Felsenstein und der DDR zu entfliehen und arbeitete fortan in Hamburg und im westlichen Ausland. Als Republikflüchtling durfte er nicht einmal die Transitstrecke benutzen. 1981 wurde er Generalintendant und Chefregisseur der Deutschen Oper Berlin. Der Fall der Mauer brachte ihm neben der Freude über die Wiedervereinigung aufreibende Diskussionen über die Finanzierung und Organisation der drei Opernhäuser der Stadt. Im letzten Jahr seiner Opernintendanz 2000 inszenierte er die Menotti-Oper ,Amahl und die nächtlichen Besucher’. Wenige Tage nach der Premiere starb er. Fantasie, Understatement, Hartnäckigkeit und Witz auf der Suche nach der Wahrheit waren bis zu seinem Tod kennzeichnend für ihn.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Moderation: Vincent Neumann

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Im Gespräch - Werner Lang, Vater des Trabbis
DeutschlandRadio Berlin 1997
und
Wie der Trabant entsteht
Eine Reportage aus Zwickau
Rundfunk der DDR 1962
Vorgestellt von Michael Groth

Am 7. November 1957 begann die DDR in Zwickau mit der Produktion des Trabant, besser bekannt unter seinem Spitznamen 'Trabbi'.

Werner Lang war ab 1949 für den Automobilhersteller Horch tätig. 1958 wurde er Chefkonstrukteur des VEB Sachsenring in Zwickau. Bis zur Einstellung der Produktion blieb Lang, den man den Vater des Trabbi nannte, der Autoherstellung und -konstruktion verbunden.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Ute Welty

06:20 Wort zum Tage

Pfarrerin Johanna Friese
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Fünf Korrespondentenjahre in Moskau. Alltag und Paranoia in Russland
Gespräch mit Dr. Gesine Dornblüth

08:00 Nachrichten

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Briefe an Vera" von Vladimir Nabokov
Rezensiert von Olga Hochweis

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Ausgesummt - Was tun gegen das Insektensterben?
Prof. Dr. Alexandra-Maria Klein, Professorin für Naturschutz und Landschaftsökologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Josef Tumbrinck, NRW-Landesvorsitzender des Naturschutzbund Deutschland (NABU)
Moderation: Matthias Hanselmann

Tel: 0800 2254 2254
E-Mail unter gespraech@deutschlandfunkkultur.de
sowie auf Facebook und Twitter

Eine Untersuchung sorgt für Aufregung: In den letzten knapp 30 Jahren ist die Zahl der Insekten in Teilen Deutschlands um mehr als drei Viertel gesunken. Dies belegt erstmals eine Langzeitstudie des Entomologischen Vereins Krefeld. Gesammelt wurden die Daten an mehr als 60 Standorten in Naturschutzgebieten hauptsächlich in NRW. Da aber auch in anderen Bundesländern gezählt wurde, ist von einem starken Schwund deutschlandweit auszugehen. Umweltschützer machen insbesondere die industrielle Landwirtschaft für den Rückgang verantwortlich; die Bauernverbände sehen sich zu Unrecht an den Pranger gestellt und weisen die Vorwürfe zurück.

Wie bedrohlich ist die Lage der Insekten?
Welche Folgen hat der Rückgang für die Natur und uns Menschen?
Was können wir gegen das Insektensterben tun?

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Florian Felix Weyh

Michael Chabon, Ayelet Waldman (Hrsg.): "Oliven und Asche"
Schriftstellerinnen und Schriftsteller berichten über die israelische Besatzung in Palästina
Gespräch mit Eva Menasse

Natan Sznaider: „Gesellschaften in Israel“
Rezensiert von Rafael Seligmann

Dmitrij Belkin (Hrsg.): "Neues Judentum - altes Erinnern?"
Rezensiert von Shelly Kupferberg

Gregor Maria Hoff: "Religionsgespenster"
Versuch über den religiösen Schock
Gespräch mit dem Autor

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  
Moderation: Oliver Thoma

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Moderation: Jenny Genzmer

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur
Moderation: Martin Böttcher und Vera Linss

Datenspuren ins Paradies
Die Bedeutung digitaler Werkzeuge im Journalismus
Gespräch mit Vanessa Wormer

Audible, SZ, Spiegel
Wie differenziert sich die Podcastlandschaft aus?
Von Sandro Schröder

Experimente fürs Ohr: Das RadioLAB
Von Christian Conradi

Medien und Meinungen
Von Teresa Sickert

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: Susanne Burkhardt

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Susanne Burg

Frivol - Der "Fikkefuchs" kommt
Gespräch mit Regisseur Jan Henrik Stahlberg

Vorgespult: "Human Flow", "Teheran Tabu" und "The Big Sick"
Vorgestellt von Christian Berndt

Blutiger Beziehungshorror in "Animals - Stadt Land Tier"
Gespräch mit dem Regisseur Greg Zglinski

Der Eremit: Terrence Malicks Arbeitseifer
Gespräch mit Anke Leweke

Việt Nam in Osteuropa beim IFF Cottbus
Von Wolfgang Martin Hamdorf

Netflix auf Oscar-Kurs mit "Mudbound"
Von Anna Wollner

Top Five: Schlammiges Terrain
Von Hartwig Tegeler

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Blumenkinder - Das Erbe der Hippies
Moderation: Katja Bigalke

Warum die utopische Architektur der 60er und 70er heute relevanter ist denn je
Gespräch mit dem Journalisten Dr. Niklas Maak

Die Schamanin von nebenan
Von Matthias Finger

Wo alles begann: Ein Ausflug nach Haight-Ashbury
Von Wolfgang Stuflesser

Serie: Wer hat Lukas gebissen? - Folge 7: Freddie
Von Sebastian Hocke

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Oliver Thoma

17:30 Uhr

Tacheles

Autos sind den Menschen lieber als Kinder
Herman Knoflacher, Verkehrswissenschaftler, stellt sich den Fragen von Susanne Führer

In Deutschland leben rund 11 Millionen Kinder unter 14 Jahren, angemeldete Kraftfahrzeuge gibt es fast sechs Mal so viele: nämlich 62,6 Millionen. Das Auto ist nach wie vor das wichtigste Verkehrsmittel in Deutschland. Umweltbewusstsein und Bonner Klimakonferenz hin oder her. Woran liegt das?
Der Verkehrswissenschaftler Hermann Knoflacher macht dafür nicht nur gesetzliche Regelungen verantwortlich, die das Auto vor allen anderen privilegieren, sondern auch evolutionäre Gründe: im Auto ist der Mensch wieder Vierbeiner, außerdem stark und schnell. Das Auto sitzt also quasi im Gehirn. Der Mensch mutiert zum Autofahrer. „Wären die Eltern Menschen, dann würden sie die Umwelt nicht autogerecht machen, aber sie sind Autofahrer. Das Auto ist dem Menschen immer näher als jeder zweite andere Mensch.“

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Drei Löcher im Pappkafka
Oder: Fünf Korrespondentenjahre in Moskau
Von Thomas Franke und Gesine Dornblüth
Regie: Thomas Franke
Mit: Roman Kanonik, Irina Platon und beiden Autoren
Ton: Martin Eichberg
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017
Länge: 54'30
(Ursendung)

Nach Moskau zieht man nicht, da ist man froh, wenn man heil weg kommt, sagten unsere Mütter. Dann fällt eine Horde Möbelpacker über unseren Haushalt her, und fünf Jahre Leben und Arbeiten in Moskau beginnen. Moskau ist eine Stadt zum Erleben, nicht zum Leben. Es wird stressig, das ist klar. Dann besetzt Russland auch noch die Krim. Wir haben einen Pappkafka. Eines Tages hat die Figur drei Löcher im Kopf. Message understood. Wir werden beobachtet - oder auch nicht. Wer weiß das schon.

"Die Tatsache, dass Sie paranoid werden, heißt ja nicht, dass niemand Sie beobachtet."

"Sie sind Journalistin? Also Spionin!"

Gesine Dornblüth, geboren 1969, Slawistik-Studium und Promotion in Hamburg. Thomas Franke, geboren 1967, Politologie-Studium in Hamburg. Beide sind Journalisten seit 1989. Gemeinsam gründeten sie das Büro "Texte und Töne" in Berlin, das vor allem aus Südosteuropa und der ehemaligen Sowjetunion berichtet. 2012 bis 2017 lebten sie in Moskau, Dornblüth als Deutschlandradio-Korrespondentin. Ihr gemeinsames Stück "Bruderküsse in Demjansk" (DLF 2001) wurde mit dem Prix Europa in der Kategorie "Current Affairs" ausgezeichnet. 2017 erschien das Buch von Thomas Franke: "Russian Angst, Einblicke in die postsowjetische Seele".

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Bolschoj Theater Moskau
Aufzeichnung vom 15.06.2017

Nikolaj Rimskij-Korsakow
"Schneeflöckchen", Oper in einem Prolog und vier Akten
Libretto: der Komponist nach dem gleichnamigen Märchen von Alexander Ostrowski

Olga Seliverstova, Sopran - Schneeflöckchen
Alexandra Kadurina, Alt - Lel, ein Hirte
Anna Nechaeva, Sopran - Kupawa, ein junges Mädchen
Elchin Azizov, Bariton - Misgir, ein Kaufmann
Bogdan Volkov, Tenor - Zar Berendej
Agunda Kulaeva, Mezzosopran - Frühlingsfee
Gleb Nikolsky, Bass - König Frost
Roman Muravitsky, Tenor - Bakula, ein Häusler
Marina Lapina, Mezzosopran - Bakulas Gattin
Vladimir Komovich, Bass - Bermata, Bojar und Vertrauer des Zaren
Marat Gali, Tenor - Waldgeist
Vadim Babichuk, Tenor - Erster Bote
Valery Gilmanov, Bass - Zweiter Bote
Nikolai Kazansky, Bass - Maslenitsa, eine Strohpuppe
Eleonora Gvozdkova, Mezzosopran - Diener des Zaren
Chor und Orchester des Bolschoj-Theaters
Leitung: Tugan Sokhiev

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Britta Bürger

Großes Hörspielfest: Bilanz der ARD-Hörspieltagen in Karlsruhe
Gespräch mit Marie-Dominique Wetzel

Trauma und Tabu. Eine Ausstellung sucht das Böse im Expressionismus
Von Jochen Stöckmann

Wie weiter mit dem "Haus der Österreichischen Geschichte"?
Von Stephan Oszváth

Kulturpresseschau
Von Arno Orzessek

November 2017
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