Seit 01:05 Uhr Tonart

Montag, 09.12.2019
 
Seit 01:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Samstag, 6. Januar 2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

„Der Weg gehüllt in Schnee ... “
Eine Lange Nacht über das Reisen im Winter
Von Stefan Zednik
Regie: Beate Ziegs

Der Winter ist nicht die Zeit, in der es sich zu Reisen empfiehlt. Dies galt zumindest bis zur Erfindung der modernen Verkehrsmittel, dies galt vor Eisenbahn, Automobil und Flugzeug. Reisen im Winter, Reisen durch die erfrorene Natur - das wird oft mit Tod, mit Untergang verknüpft. Der Mangel an frischen Lebensmitteln, die erschwerte Begeh- und Befahrbarkeit der Wege, die Kürze der Tage und die Notwendigkeit, zur Nacht ein geschütztes Lager finden zu müssen, all dies machte das Reisen im Winter gefährlich. Napoleons Armeen scheiterten im winterlichen Russland ebenso wie die deutschen Soldaten 1942 in Stalingrad. Auch der Einzelne, der Pilger, der Händler oder der Wandergeselle früherer Tage, zog kaum im Winter los. Und dennoch ist seit der Romantik, vor allem seit der ‚Winterreise‘ von Wilhelm Müller und Franz Schubert, das Reisen in der kalten Jahreszeit ein unübersehbarer Topos der Kulturgeschichte. „Nun ist die Welt so trübe, der Weg gehüllt in Schnee", heißt es im ersten Lied des berühmten Zyklus. Die ,Lange Nacht’ wird das Reisen im Winter in seinen literarischen, philosophischen, musikalischen und auch filmischen Umsetzungen beleuchten. Denn das Sujet fasziniert Dichtung und Literatur, Musik, Theater und Film bis heute. Von Schuberts Sammlung ‚schauerlicher Lieder‘ bis hin zur ‚Winterreise‘ von Elfriede Jelinek hat die Metapher für die Isolation des Individuums in einer gefühlskalten Gesellschaft nichts von ihrer Faszination eingebüßt.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Kenyon Hopkins
"The Hustler" (Haie der Großstadt)

Christopher Wong
"Yellow Flowers on the Green Grass"
Bulgarian Symphony Orchestra SIF 309
Leitung: Denyan Pavlov

Leonard Rosenman
"Making Love "

Moderation: Birgit Kahle

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

New Orleans - eine Stadt und ihre Musik (4/7)
Anfänge der Plattenindustrie - die große Zeit des Louis Armstrong
Von Tiny Hagen
RIAS Berlin 1981
Vorgestellt von Michael Groth
(Teil 5 am 03.02.2018)

In den 20er- und 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts breitete sich der Jazz dank eines neuen Mediums rasant aus: der Schallplatte. Die Musiker profitierten von dieser Entwicklung, obwohl es für afro-amerikanische Künstler noch immer oft schwierig war, vor einem weißen Publikum aufzutreten. Auch in New Orleans herrschte der Rassismus.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Ute Welty

06:20 Wort zum Tage

Pfarrerin Barbara Manterfeld-Wormit
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

Proteste im Iran - Das Dilemma der Reformer
Von Kamran Safiarian

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Woran arbeiten Sie gerade?
Gespräch mit dem Musiker und Liedermacher Wolfgang Niedecken

08:00 Nachrichten

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Unter der Drachenwand" von Arno Geiger
Rezensiert von Jörg Magenau

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Online-Shopping: Einkaufslust mit Konsequenzen?
Alexander Graf, E-Commerce-Experte
Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg e.V.
Moderation: Gisela Steinhauer

Live mit Hörern
0800 2254 2254
gespraech@deutschlandfunkkultur.de
sowie auf Facebook und Twitter

Weihnachten ist vorüber und damit auch die umsatzstärkste Zeit des Jahres für den Handel. 2017 wurden etwa 94,5 Milliarden Euro eingenommen: Das ist knapp ein Fünftel des gesamten Jahresumsatzes. Viele Kunden werden noch herkömmlich in Kaufhäusern, Malls und in kleineren Läden unterwegs gewesen sein; immer mehr shoppen aber auch online. Pro Jahr werden mittlerweile 3,2 Milliarden Pakete im Auftrag von Amazon, Zalando & Co quer durch Deutschland transportiert. Die Folgen des Booms beim Online-Shopping kann jeder sehen, der mit offenen Augen durch Deutschlands Innenstädte geht: leere Schaufenster allerorten. Bis 2020 könnten 50 000 Geschäfte dicht machen, warnt der Handelsverband Deutschland (HDE).

Ist der Schaufensterbummel bald Geschichte?
Welche Konsequenzen hat der Online-Shopping-Boom?
Wie können beide Einkaufswelten verbunden werden?
Wie werden wir in Zukunft einkaufen?

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Christian Rabhansl

"Darknet. Waffen, Drogen, Whistleblower" von Stefan Mey
Verlag C.H. Beck
Gespräch mit dem Autor

"Die informierte Gesellschaft und ihre Feinde" von Stephan Russ-Mohl
Herbert von Halem Verlag, edition medienpraxis
Rezensiert von Elena Klotsikas

"Das Kapital sind wir" von Timo Daum
edition nautilus
Rezensiert von Vera Linß

"3TH1CS: Die Ethik der digitalen Zeit", herausgegeben von Philipp Otto und Eike Gräf
iRights.media
Rezensiert von Florian Felix Weyh

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  
Moderation: Nana Brink

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Moderation: Axel Flemming

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

Internetzensur im Iran
Gespräch mit Mahsa Alimardani

Der Mensch als Software-Erweiterung
Gespräch mit Sebastian Schmieg, Programmierer und Künstler

Welche Werke werden 2018 gemeinfrei?
Von Kolja Unger

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: Susanne Burkhardt

Supertheatergeher 2017
Warum ein Wiener Kulturjournalist 258x im Dunkeln saß
Gespräch mit Martin Thomas Pesl

Finge First Award-Träger 2017
Nassim Soleimanpours "Nassim" auf Tournee
Von Gerd Brendel

Geniale Stelle
Ulrich Tukur über Macbeth

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Susanne Burg

Chronist des 20. Jahrhunderts
Edgar Reitz und seine Werkschau in Nürnberg
Gespräch mit dem Filmregisseur

Vorgespult:
"Your Name", "Julian Schnabel" und "The Untamed"
Vorgestellt von Christian Berndt

Ein Real Life Superhero in "Lux - Krieger des Lichts"
Gespräch mit Daniel Wild

Protest in Schwarz
Die Golden Globes und #MeToo
Von Nicole Markwald

Er macht einfach immer weiter
Woody Allens "Wonder Wheel"
Gespräch mit Anna Wollner

Virtual Reality
Wird 2018 das VR-Jahr?
Gespräch mit Frank Gabler, Professor an der Hochschule Darmstadt, University of Applied Sciences

Top Five
Jahrmarkt als Filmort
Von Hartwig Tegeler

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Moderation: Katja Bigalke

Angstbesetzte Archivare
Begegnung mit einer bekannten Mentalität
Gespräch mit dem Filmemacher Gerd Kroske

Was lang halten muss
DDR-Design ist heute teuer
Gespräch mit Matthias Finger

Schlange aus Mangel
Wie eine US-Brauerei das Warten zum Erlebnis macht
Von Sonja Beeker

Was vom Neubau übrig blieb
DDR-Häuser auf Sansibar
Von Antje Diekhans

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Nana Brink

17:30 Uhr

Tacheles

Über den Tellerrand - Chancen und Risiken der Gentechnologie in der Landwirtschaft
Nicole Karafyllis stellt sich den Fragen von Thorsten Jantschek

In dieser Woche hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt von der CSU den Ernährungsreport 2018 vorgestellt. Mehr als 80 % der Deutschen wünschen sich detaillierte Informationen darüber, ob tierische Produkte gentechnikfrei, umweltfreundlich und fair erzeugt worden sind. Wir wollen wissen, was auf unseren Teller kommt. Und gerade was den Einsatz von Gentechnik betrifft, belegen auch ältere Studien, dass eine überwältigende Mehrheit gentechnisch veränderte Lebensmittel ablehnt.
Was sind die Ursachen für diese radikale Ablehnung?
Und werden die Risiken nicht durch die neuen Technologien der Gentechnologie, durch Genome Editing beherrschbar?
Tatsächlich müssen wir - was unseren Blick auf die moderne Landwirtschaft betrifft - uns von unserem romantischen Blick auf die Natürlichkeit unserer Lebensmittel verabschieden, glaubt die an der Technischen Universität in Braunschweig lehrende Biologin und Philosophin Nicole Karafyllis, ohne dabei zur Fürsprecherin jeder neuen Biotechnologie zu werden.

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Spirit
Weil das, was ist, nicht alles ist.
Von Angelika Brauer
Regie: Cordula Dickmeiß
Ton: Jean Szymczak
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017
Länge: 49'27
(Ursendung)

Was bedeutet heute Spiritualität? Menschen erzählen von ihren Erfahrungen.

Fragt man Menschen nach ihrer Sicht der ersten und letzten Dinge, dann kommen Bilder und Vorstellungen zutage, die zu den üblichen Kategorien gläubig, atheistisch und agnostisch nicht passen. Was bedeutet heute Spiritualität? Auf welche Wege führt die Suche nach Sinn? Welche inneren Gewissheiten werden gefunden - und wie helfen sie im Lebensalltag weiter? Im Feature erzählen Menschen von ihren Erfahrungen. Subjektiv, kommentarlos, ohne Für und Wider.

Angelika Brauer, 1953 in Krefeld geboren, studierte Germanistik und Philosophie, lebt in Berlin und arbeitet vor allem für das Radio-Feature. Zuletzt: "Von der Zeit zum Leben - Annäherung an ein unfassbares Phänomen" (SWR 2017).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Bühne am Park, Gera
Aufzeichnung vom 10.11.2017

Hebräische Kammeropern

Josef Tal
"Saul in Ein Dor", Opera concertante
Text: Samuel I, 28:3-25

Michail Gnesin
"Die Jugend Abrahams"
Kammeroper in drei Szenen nach den Legenden aus der Aggada für Tenor, Bariton und Klavier

Peter Prautsch - Sprecher
János Ocsovai - Saul/Abraham
Ayala Zimbler-Hertz - Die Frau
Alejandro Lárraga Schleske - Samuel/Terach, Abrahams Vater
Yuka Beppu, Klavier
Philharmonisches Orchester Altenburg-Gera
Leitung: Laurent Wagner

Josef Tal (1910-2008) musste 1934 vor dem Nazi-Terror nach Palästina fliehen und avancierte dort nach dem II. Weltkrieg zu einem Mitbegründer der israelischen klassischen Musik. 'Saul in Ein Dor' wurde 1955 uraufgeführt. Die Opera Concertante schildert die Begegnung des ersten Königs Israels mit der Wahrsagerin von Ein Dor, die ihm ein tragisches Schicksal prophezeit. „Die Bibel als Opernlibretto zu verwerten, war riskant. Judaisten sahen die Gefahr weltlicher Profanierung. Das Gegenteil stellte sich heraus: Zu hören war jüdische Musik ohne jedes Melodiezitat aus traditioneller Liturgie, israelische Musik ohne nationale Symbole und obendrein in modernistischer Atonalität“, berichtet Tal in seiner Autobiografie.
Die symbolisch aufgeladene Geschichte über die Jugend des Stammvaters Israels und dessen Streben nach Welterkenntnis diente Michail Gnesin (1883-1957) als Inspirationsquelle für seine Kammeroper. 1922 komponierte er den größten Teil des Werks in Palästina und beendete den Klavierauszug der Oper Anfang Januar 1923 in Moskau. Jascha Nemtsov hat das Manuskript dieser bislang nicht aufgeführten, ersten explizit jüdischen Oper in hebräischer Sprache in einem Moskauer Archiv wiederentdeckt. Nemtsov: „Gnesins Grundgedanke zum Wesen der Musik besteht darin, dass die musikalische Sprache einerseits geeignet ist, außermusikalische Bilder plastisch vorstellbar zu gestalten, und dass sie andererseits einen stark ausgeprägten philosophischen Aspekt beinhaltet.“
(Informationen der Bühnen der Stadt Gera)

21:00 Uhr

Die besondere Aufnahme

Offen, flexibel, immer auf der Suche
30 Jahre Spectrum Concerts Berlin

Musik von Robert Helps, William Walton, Erwin Schulhoff, Anton Arensky, Stanley Walden u.a.

Studiogäste:
Frank Dodge, Gründer und Leiter Spectrum Concerts
Habakuk Traber, Musikpublizist
Moderation: Stefan Lang

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Eckhard Roelcke

Let's talk about dance
Auftakt und Diskussion bei den Tanztagen Berlin
Gespräch mit Elisabeth Nehring

Micatone: The Crack - das Berlin-Konzert
Gespräch mit Martin Risel

Wohnen in Ikonen
Die Grindelhochhäuser in Hamburg
Von Axel Schröder

November 2017
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"German Zero"Wie ein Bürgerrat das Klima retten will
Berber sitzt im Wuestensand, Marokko, Merzouga. (imago images / blickwinkel / M. Woike)

Das Klimapaket der Bundesregierung reicht nicht, um einen entscheidenden Beitrag zur Klimawende zu leisten, sagen Kritiker. Die Bürgerinitiative "German Zero" will ein Gesetz einbringen, dass der Politik höhere Ziele setzt, das Klima zu schützen.Mehr

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Ersan Mondtags "Die Verdammten" in KölnUnter Untoten
Eine lange Tafel, an deren beiden Enden zwei Frauen sitzen. Eine Frau sitzt auf dem Tisch. Im Hintergrund ist ein überdimensioniertes Foto eines Babys zu sehen. Dahinter ist eine Treppe zu sehen, auf deren oberen Ende ein Mann sitzt. Über allem liegt eine Schicht weiße Federn. (Birgit Hupfeld / Schauspiel Köln)

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