Seit 01:05 Uhr Tonart

Mittwoch, 19.02.2020
 
Seit 01:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Samstag, 31. Oktober 2015
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Fern vom Ararat
Eine Lange Nacht über Erinnerungswelten in der armenischen Diaspora
Von Ruth Jung und Günter Liehr
Regie: Burkhard Reinartz

"Die jüngere Schwester der jüdischen Erde", "das gelobte Land am Rande der Welt". In solch poetischen Bildern beschreibt der russisch-jüdische Dichter Ossip Mandelstam seine Eindrücke einer Reise durch die Republik Armenien. Es ist der Blick eines verfolgten Dichters auf ein uraltes christliches Kulturvolk, das seinerseits verfolgt und Opfer eines Genozids geworden war. Mit der Verhaftung von über 200 armenischen Intellektuellen am 24. April 1915 im damaligen Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, setzte eine gezielte und geplante Tötungsmaschinerie ein, der nur wenige entkamen. Auch 100 Jahre danach will die Türkei das Geschehen nicht als Völkermord anerkennen. Eine schwärende Wunde für die in der Diaspora lebenden Armenier: "Es gibt kein Familientreffen, keine Feier, wo dieses Thema nicht zur Sprache käme", sagt Mihran Dabag, Gründer des Instituts für Genozid- und Diasporaforschung in Bochum und selbst armenischer Herkunft, "Armenier teilen ihre Geschichte in vor dem Verbrechen und nach dem Verbrechen". In einer 'Langen Nacht' über armenische Erinnerungswelten kommen Armenier aus Deutschland wie auch aus Frankreich zu Wort, dem Land mit der größten armenischen Diaspora in Europa. Ganz unterschiedliche Lebensläufe, die doch alle eines gemeinsam haben: die über Generationen wachgehaltene Erinnerung an das Schicksal ihres Volkes. Wie es sich anfühlt, in Deutschland auf türkische Nationalisten und Genozid-Leugner zu treffen, darüber sprechen junge deutsche Armenier. Und noch immer vermissen sie hierzulande klare Worte zur Mitschuld des Kaiserreichs am Völkermord.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Zu Gast: der Berliner Musiker und Filmkomponist Malakoff Kowalski
Moderation: Vincent Neumann

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Vor 25 Jahren: Auf dem Weg zur Einheit (10/10)
Ein neues Zeitalter
Die Wiedervereinigung im Oktober 1990 im RIAS, im DLF und im DDR-Rundfunk
Von Frank Ulbricht und Olaf Kosert

Geschafft! 3. Oktober 1990. Aus zwei mach eins. Nur elf Monate nach dem Mauerfall ist die DDR Geschichte. Deutschland ist wieder vereint. "Heute tritt die deutsche Nation in ein neues Zeitalter ein. Ein Zeitalter von Einigkeit und Recht und Freiheit", schreibt US-Präsident George Bush in einer Grußbotschaft. Im zehnten Teil unsere Reihe 'Vor 25 Jahren - Auf dem Weg zur Einheit', blicken wir auf die letzten drei Tage von zwei deutschen Staaten zurück. Die letzte Sitzung der Volkskammer, ein Parlament mit dem Auftrag, sich und seinen Staat abzuschaffen. Nun mussten Ost und West zusammenfinden. Ein Prozess, der länger als elf Monate dauern sollte.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Ute Welty

06:20 Wort zum Tage

Evamaria Bohle
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

Europas Flüchtlingskrise - Zäune sind von gestern
Von Stefan Ozsváth

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Vor den Parlaments-Neu-Wahlen in der Türkei
Gespräch mit Kristian Brakel, Leiter der Heinrich Böll Stiftung in Istanbul

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

Erlebnisse eines iranischen Taxifahrers im Theater Oberhausen
Von Christiane Enkeler

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Way back home" von Niq Mhlongo
Rezensiert von Birgit Koß

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Live mit Hörern
0 08 00.22 54 22 54
gespraech@deutschlandradiokultur.de

Energiewende auf Rädern: Wie alltagstauglich ist die Elektromobilität?
Gisela Steinhauer im Gespräch mit Stephan Schwartzkopff, Vorstandssprecher des Kompetenznetzwerks Nachhaltige Mobilität eG, KoNaMo.
und Gerd Lottsiepen, Verkehrspolitischer Sprecher des ökologischen Verkehrsclubs Deutschland (VCD)

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Mitbestimmung oder Autokratie? Erfolgreiche Unternehmen im Fokus

Andreas Zeuch, Autor und Unternehmensberater
"Alle Macht für niemand. Aufbruch der Unternehmensdemokraten"
Murmann Publisher, 2015

Rüdiger Jungbluth, Journalist und Autor
"Die Quandts. Deutschlands erfolgreichste Unternehmerfamilie"
Campus, 2015

Jens Dirksen, Kulturchef Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Moderation: Florian-Felix Weyh, Deutschlandradio Kultur
Aufzeichnung vom 27.10.2015 aus dem Café Central, Grillo-Theater Essen

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  
Moderation: Miriam Rossius

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Kulturschock
Moderation: Andre Zantow

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: Susanne Burkhardt

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Susanne Burg

"Die Schüler der Madame Anne": Vom Wandel einer unbändigen Klasse
Gespräch mit dem Regisseurin Marie-Castille Mention-Schaar auch Ahmed Dramé, Hauptdarsteller und Drehbuchautor des Films

Vorgespult: "Hotelzimmer", "Die Gewählten" und "El Club"
Vorgestellt von Christian Berndt

Ermüdungserscheinungen bei Bond? Zum Start von "Spectre"
Von Thomas Klein

"El Club" - Der Club der sündigen Gottesdiener
Gespräch mit Pablo Larrain

Viennale: der österreichische Film "Einer von uns"
Gespräch mit dem Filmregisseur Stepohan Richter

Top Five: die Mainstream-Charts
Von Hartwig Tegeler

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Go east!
Moderation: Marietta Schwarz

Der Balkan-Sound
Von Jürgen Stratmann

Wie polnisch ist polnische Mode noch?
Gespräch mit Maciek Tyszecki und Piotrek Kasiazek, vom Concept Store "Quadratshop" in Berlin

Serie "Der Baum ist wie Tadasana nur auf einem Bein (Folge 1)
Von Katja Bigalke

Go east! - Wie schmeckt der Osten? Wie riecht er? Wie klingt er? Wie fühlt er sich an, 25 Jahre nachdem der Eiserne Vorhang gefallen ist? Es wäre anmaßend zu sagen, die Echtzeit findet das heraus. Aber wir schauen uns um, blicken zurück und versuchen, Gedanken, Bilder, Mythen und Geschichten einiger östlicher Nachbarn aufzuschnappen. Wie versuchen junge Leute im ukrainischen Odessa in Zeiten des Übergangs, ihre Vorstellungen vom Leben zu verwirklichen? Sind die Partyklänge aus Ost- und Südosteuropa, die zu Beginn der 00er Jahre zu uns schwappten, verklungen? Folkmusik aus Ungarn, Punk aus der Ukraine oder Gypsy-Sounds aus Rumänien? Und wie sehr unterscheidet sich die polnische Designer-Szene von ihren westlichen Modellen?

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Miriam Rossius

17:30 Uhr

Tacheles

„Wir sind noch weit davon entfernt, das 2 Grad-Klimaziel zu erreichen.“
Prof. Mojib Latif, Klimaexperte, stellt sich den Fragen von Burkhard Birke

Vom 30. November bis zum 11. Dezember findet in Paris die UN-Klimakonferenz statt. Ziel ist es, die Erderwärmung auf 2 Grad zu beschränken. Nicht über völkerrechtlich bindende, sondern freiwillige Selbstverpflichtungen soll dieses Ziel erreicht werden. Noch sind die 195 Länder der UN-Klimakonferenz aber weit von diesem Ziel entfernt, wie sich auf der vorbereitenden Konferenz letzte Woche in Bonn zeigte.

Wie kann die Erderwärmung auf 2 Grad oder die aus Sicht der Inselstaaten nötigen 1,5 Grad begrenzt werden? Kann ein fairer Lastenausgleich zwischen Entwicklungs- und Industrieländern gelingen? Welche Auswirkungen der Treibhausgase auf Meeresspiegel und Klima lassen sich wissenschaftlich bereits heute diagnostizieren?

Antworten auf diese und andere Fragen rund um den Weltklimagipfel in Paris gibt Professor Mojib Latif in der Sendung „Tacheles“ auf Deutschlandradio Kultur.

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Erich Loest die Probleme
Der Schriftsteller und seine 'fast zweite Heimat' Osnabrück
Von Jan Decker
Regie: Giuseppe Maio
Mit: Trystan Pütter, Martin Seifert
Ton: Martin Eichberg
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2015
Länge: 53'58

Wie kam der Sachse Erich Loest in Osnabrück zurecht, wo er nach der Ausreise aus der DDR zwischen 1981 und 1987 lebte?

Die barocke Fülle deutscher Abendbrottische hat wohl keiner so schön beschrieben wie Erich Loest. Jenseits von Knackern und Brot konnte Loest, der im Februar 2016 90 Jahre alt geworden wäre, durchaus ungenießbar sein. Bärbeißig. Schonungslos direkt. Wie kam der bekennende Sachse Erich Loest in der Friedensstadt Osnabrück zurecht, seinem ersten Wohnsitz nach der Ausreise aus der DDR, und zwischen 1981 und 1987 seine 'fast zweite Heimat'? Was trieb ihn überhaupt in die 'Weltprovinz' Osnabrück? Und in welchem Licht erscheint der Ur-Leipziger Loest, wenn man seinen Transit-Ort in Westniedersachsen in den Mittelpunkt der Betrachtungen rückt?

Jan Decker, geboren 1977 in Kassel, lebt als Autor in Osnabrück. Schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Features. Für Deutschlandradio Kultur: 'Morgenland und Abendland' (2013). Zuletzt: 'Gua Nim Washoe' (SWR 2015).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Themenabend Musik

"Musik ist…eine Gabe Gottes!"
Perspektiven auf Martin Luther

"parens nostrae musicae modernae"
Heinrich Schütz, der erste protestantische Kirchenmusiker von europäischem Rang.
Die Schütz-Gesamteinspielung von Hans-Christoph Rademann schafft eine neue Wahrnehmung seiner Musik.

"Luther fängt jetzt an, milder zu werden und wütet nicht mehr so mit der Schreibfeder!"
Die Projekte von Katharina Bäuml leuchten das weltliche und geistliche Umfeld von Martin Luther aus.

Echos der Reformation bis heute
Wie hat Luther, wie hat die Reformation die Musik beeinflusst?

Musik von Heinrich Schütz, Johann Crüger, Josquin Desprez, Felix Mendelssohn Bartholdy, Max Reger, Ernst Pepping u.a.

Dresdner Kammerchor
Capella de la Torre
Rundfunkchor Berlin
RIAS Kammerchor u.a.

Studiogäste: Hans-Christoph Rademann, Katharina Bäuml, Oliver Geisler, Habakuk Traber

21:50 Uhr

Die besondere Aufnahme

Jesus-Christus-Kirche Berlin
Aufzeichnung vom 25. - 29.08.2014

Bohuslav Martinů
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 op. 196

Antonín Dvořák
Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104

Christian Poltéra, Violoncello
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Thomas Dausgaard

Koproduktion Deutschlandradio Kultur / BIS 2014

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Christine Watty

Verleihung des Georg-Büchner-Preises an Rainald Goetz
Von Ludger Fittkau

"Pathologien funktionieren wie Bibliotheken": Halloween Lecture an der HU Berlin
Gespräch mit Prof. Eric Steinhauer

Rückblick DOK - Leipzig : Inszenierung im Film
Von Matthias Dell

Kulturpresseschau-Wochenrückblick
Von Tobias Wenzel

Oktober 2015
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