Seit 03:05 Uhr Tonart

Samstag, 23.11.2019
 
Seit 03:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Samstag, 16. Januar 2016
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Faszination Innenwelt
Die Lange Nacht der Träume
Von Elke Pressler
Regie: die Autorin

Traum- und Wachbewusstsein - diese beiden Seinszustände ähneln sich viel mehr, als man bislang dachte. Selbst im Tiefschlaf liegt die Hirnaktivität bei 80 Prozent, während tagsüber das Gehirn mindestens in der Hälfte der Zeit im Traummodus arbeitet, obwohl es sich eigentlich im Wachzustand befindet. Dazu zählen Traumforscher die Tagträume, bei denen sich Menschen oft nur für wenige Momente in 'Hirngespinsten' verlieren. Wunschträume von einer Abenteuerreise oder einem Lottogewinn lösen im Hirn unweigerlich die Schaltkreise des Traumbewusstseins aus. Die Leistungsgesellschaft urteilt zwar ungnädig über jene Zeitgenossen, die am Tag allzu verträumt wirken, inzwischen wird aber auch in der Wissenschaft erkannt, dass Tagträumer entgegen ihrem schlechten Image recht produktiv sind: Während ihre Gedanken schweifen, verbessern sie ihre sozialen Fähigkeiten und ihr kreatives Potenzial. Schöpferisches Tagträumen fördert die Fähigkeit zum Lösen von Problemen und zu sinnvollem Planen. Möglich wird dies durch Unterbrechungen jener Informations- und Ablenkungsflut, die während des Wachzustands unentwegt auf den Geist niederbraust. Und auch während des Nachtschlafs passiert nicht nichts; das Gehirn brütet auch in diesem Zustand präzise und klar; es denkt, tüftelt und fällt sogar Entscheidungen - zuweilen effektiver als im Wachzustand. Gedankliche Abschottung oder Traumtiefen - das Imaginationsnetzwerk ist immer in vollem Gange.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Johnny Green
Raintree County (Das Land des Regenbaums)
M-G-M Symphony Orchestra and Chorus

Herbert Stothart
Random Harvest (Gefundene Jahre)

Elliot Goldenthal
Batman Forever
Royal Scottish National Orchestra
Leitung: Joel McNeely

James Horner
Apollo 13
Royal Scottish National Orchestra
Leitung: Joel McNeely

Moderation: Birgit Kahle

Edward Dmytryks hochkarätig besetztes, gefühlvolles Vor-Bürgerkriegs-Epos "Raintree County" wird begleitet von einer anspruchsvollen, sehr fein gearbeiteten Filmmusik von Johnny Green. Er wählte für dieses MGM-Südstaaten-Melodram einen leitmotivischen Ansatz und schuf ein facettenreiches und psychologisch tief blickendes Gewebe verschiedener wiederkehrender Motive. Nat King Cole interpretierte den Titelsong.
Ronald Colman und Greer Garson glänzten in der von Mervyn LeRoy inszenierten, sehr erfolgreichen Romanze "Random Harvest", die Herbert Stothart mit einer zurückhaltenden Musik begleitete, die fast unmerklich unter den Dialog schlüpft und die psychologische Struktur der Story stützt.
Elliot Goldenthal gab dem von Joel Schumacher bewusst familien-freundlich in Szene gesetzten "Batman Forever"-Abenteuer eine originäre, lebhafte, von stilistischer Vielfalt geprägte Musik mit auf den Weg ins Kino.
Einen dramatischen Augenblick in der Geschichte der bemannten Raumfahrt, nämlich die Beinahe-Katastrophe der Apollo 13, stellt höchst realistisch Ron Howards gleichnamiges Drama nach, für das James Horner u. a. eine optimistische musikalische Begleitung der Start-Szene schuf.

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Prominente zu Gast
Peter Ustinov diskutiert mit Berliner Schülern
RIAS 1988
Vorgestellt von Michael Groth

Im RIAS-Schulklassengespräch spricht der britische Schauspieler, Regisseur und Autor Peter Ustinov über sein schillerndes Leben, seine Arbeit als Schriftsteller und Theatermann, sowie die Rolle, die er als UNICEF-Sonderbotschafter einnahm. Die Diskussion mit dem 1921 geborenen und 2004 gestorbenen Ustinov war für die Schüler der Berliner Gustav-Heinemann-Gesamtschule unter anderem eine Lektion in Sachen Multikulturalität. Gesprächsleiter der am 05.05.1988 ausgestrahlten Sendung war Manfred Rexin.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Ute Welty

06:20 Wort zum Tage

Wolfgang Drießen
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

Druck auf Merkel
Von Rainer Burchardt

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Brasilien zwischen Koks, Killern und Korruption
Misha Glenny, Journalist und Autor

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

08:30 Nachrichten

08:50 N/A

"Delidum" von Emrah Serbes
Rezensiert von Carsten Hueck

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Live mit Hörern
Wendepunkt Köln - Wo liegen unsere Grenzen bei der Integration?
Professor Hans Vorländer, Politikwissenschaftler an der Technischen Universität Dresden
Dr. Lale Akgün, ehem. SPD-Bundestagsabgeordnete und Psychotherapeutin
Moderation: Matthias Hanselmann

0 08 00.22 54 22 54
gespraech@deutschlandradiokultur.de

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Maike Albath

Paul Theroux
Tief im Süden
Hoffmann und Campe Verlag
Rezensiert von Martin Steinhage

Gespräch mit Sabina Matthay
über US-amerikanische Neuerscheinungen:

Ian Bremmer
Superpower: Three Choices for America’s Role in the World
Portfolio/Penguin
und
Barry R. Posen
Restraint: A New Foundation for U.S. Grand Strategy
Cornell University Press
und
Joseph S. Nye
Soft Power: The Means To Success In World Politics
Public Affairs

Bryan Stevenson
Ohne Gnade
Polizeigewalt und Justizwillkür in den USA
Piper Verlag München
Rezensiert von Michael Groth

Michael Kimmel
Angry White Men.
Die USA und ihre zornigen Männer
Orell Füssli Verlag AG Zürich
Rezensiert von Martin Steinhage

Carl Schurz
Lebenserinnerungen
Mit einem Essay von Uwe Timm
Herausgegeben von Daniel Göske
2 Bände
Wallstein Verlag Göttingen
Rezensiert von Ute-Christine Krupp

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  
Moderation: Thomas Jaedicke

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Moderation: Panajotis Gavrilis

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: Susanne Burkhardt

Sein Testament
Die Proben mit David Bowie zu "Lazarus"
Gespräch mit Ivo van Hove

Die geniale Stelle
Luk Perceval über "Gähnen wie ein Affe"

Segway-Ballett
Das Potsdamer "Kombinat" macht Theater auf Elektrorollern
Von Jadwiga Korte

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Patrick Wellinski

Schlafende Soldaten und antike Geister in "Cemetery of Splendour"
Gespräch mit dem Regisseur Apichatpong Weerasethakul

Vorgespult:
'Brooklyn', 'Boulevard', 'Point Break'
Von Thomas Hartmann

Zum Tod des Schauspielers Alan Rickman

Wintergast - Launige Schweizer Ennui-Studie
Gespräch mit Andi Herzog

Am Set von 'Berlin - The Same Sky'
Von Jörg Taszman

'Anomalisa'
Die wunderbare Welt des Charlie Kaufman
Gespräch mit Anke Leweke

Beste Serie des Jahres: 'Wölfe' nach Hilary Mantells Bestseller
Von Anja Reinhardt

Top Five - Die Arthouse-Charts
Von Hartwig Tegeler

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Perspektivwechsel
Moderation: Katja Bigalke

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Thomas Jaedicke

17:30 Uhr

Tacheles

"Franz Beckenbauer ist das letzte große Opfer des Systems Blatter/Havelange"
Guido Tognoni, ehemaliger Mediendirektor der FIFA, stellt sich den Fragen von Ulrich Ziegler

Für Guido Tognoni, den ehemaligen Mediendirektor der FIFA, ist Franz Beckenbauer „eines der letzten, vielleicht das letzte große Opfer des Systems Havelange/Blatter." 41 Jahre lang hätten Havelange und Blatter die FIFA dahin geführt, wo sie jetzt steht - finanziell okay, aber moralisch im Elend. Der DFB hätte spätestens nach dem Zuschlag für die WM 2006 sagen sollen, dass der größte Teil der Mitglieder des Exekutivkomitees korrupt war, so Tognoni. „Die Deutschen hätten das auf den Tisch legen sollen. Dann wäre der Schwarze Peter nicht bei den Deutschen geblieben, sondern bei der FIFA.“

Der ehemalige FIFA-Mediendirektor glaubt nicht, dass der Weltfußballverband die Kraft hat sich bei dem bevorstehenden Kongress im Februar an „Haupt und Gliedern" zu erneuern. „Der mitteleuropäische und nordamerikanische Standpunkt einer sauberen FIFA wird auf dem Rest der Welt gar nicht geteilt.“

Für die Nachfolge von Sepp Blatter empfiehlt Tognoni den Franzosen Jérôme Champagne. „Der hat bei der FIFA gearbeitet und ist garantiert sauber, hat aber keine Hausmacht. Ob die Europäer aber nun einen Muslim wählen, ob die Afrikaner einen Araber wählen, was die Europäer sonst noch tun, ob der Kandidat der Europäer überall Wohlgefallen findet - Es ist ein sehr, sehr offenes Rennen.“

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Kriegsalbum
Was die neuen Heimkehrer nach Hause bringen
Von: Jörg Lukas Matthaei, Milena Kipfmüller und Klaus Janek
Musik und Regie: die Autoren
Ton: Kaspar Wollheim
Produktion: RBB 2014
Länge: 54’36

'Kriegsalbum' sammelt die Erlebnisse von Kriegsheimkehrern: von Soldaten, Journalisten, Mitarbeiterinnen von NGOs.

Seit 1999 befindet sich Deutschland im Krieg - doch hier ist davon wenig zu spüren. 'Kriegsalbum' sammelt die Erlebnisse gegenwärtiger Kriegsheimkehrer: von Soldaten, Journalisten, Mitarbeiterinnen von NGOs. Sie geben Einblick in die realen Kriegsszenarien, die sich vor Ort brutaler darstellen, als es uns die bereinigten Nachrichtenbilder vorführen. Die Berichte treten in einen akustischen Dialog mit Berliner Alltagsgeräuschen: Partysounds vom Wochenende, Stimmen von Flüchtlingen, Fußballjubel in der Eckkneipe.

Jörg Lukas Matthaei, geboren 1969 in Köln, studierte Komparatistik, Philosophie, Ästhetik und Rhetorik. Seit 2000 unter dem Label 'matthaei & konsorten' Inszenierungen, theatrale Installationen.

Milena Kipfmüller, geboren 1981 in Porto Alegre, Brasilien, studierte Oboe/Klavier, Musikwissenschaft und Kunstgeschichte und Angewandte Theaterwissenschaft. Arbeitet in den Bereichen Hörspiel, Dramaturgie und Produktion.

Klaus Janek, geboren 1969 in Bozen, Italien, studierte klassischen Kontrabass in Venedig. Arbeitet als Komponist experimenteller elektronischer Musik, Kontrabassist, Klangdesigner, Filmkomponist und Klangforscher.

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Wiener Staatsoper
Aufzeichnung vom 13.12.2015

Leos Janáček
"Vec Makropulos" (Die Sache Makropulos)
Oper in drei Akten
Libretto vom Komponisten nach dem gleichnamigen Theaterstück von Karel Čapek

Emilia Marty (vormals Elina Makropulos) - Laura Aikin, Sopran
Albert Gregor - Rainer Trost, Tenor
Krista - Margarita Gritskova, Mezzosopran
Jaroslav Prus - Markus Marquardt, Bariton
Janek Prus - Norbert Ernst, Tenor
Dr. Kolenaty, ein Anwalt - Wolfgang Bankl, Bassbariton
Hauk-Sendorf - Heinz Zednik, Tenor
Chor und Orchester der Wiener Staatsoper
Leitung: Jakub Hrůša

22:00 Uhr

Die besondere Aufnahme

Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Aufzeichnungen vom 12. - 15.03.2015

"Sind noch Lieder zu singen?"
Das Lied in Deutschland nach 1945

Werke von:
Dennis Bäsecke-Beltrametti, Hans Werner Henze, Paul Hindemith, György Ligeti, Jan Masanetz und Iris ter Schiphorst

Claudia Barainsky, Holger Falk, Salome Kammer, Matthias Klink (Gesang)
Axel Bauni, Akiko Okabe, Steffen Schleiermacher, Jan Philip Schulze (Klavier)

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Britta Bürger

"Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs" von Milo Rau in der Schaubühne, Berlin
Gespräch mit Michael Laages

Ägyptisches Museum Kairo präsentiert geraubte und rückgeführte Kulturschätze
Von Cornelia Wegerhoff

Geschasster Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann inszeniert Dostojewskis "Idiot" im Staatsschauspiel Dresden
Gespräch mit Bernhard Doppler

Zwischen Refugium und Protest: "Grafik in der DDR"
Gespräch mit dem Kurator der Ausstellung Paul Kaiser

Große Oper
Ernst Krenek "Jonny spielt auf" im Theater Hagen
Gespräch mit Uwe Friedrich

Januar 2016
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Robin Ticciati und das DSO BerlinFaust fährt zur Hölle
Porträt der Sängerin, die in die Kamera lächelt. (Karen Cargill / Nadine Boyd Photography)

Goethe fehlten zunächst die Worte, dann konnte er nicht mehr miterleben, wie Hector Berlioz seinen Faust komplett vertonte. Die Dramatische Legende "La Damnation de Faust" haben sich das DSO Berlin und Chefdirigent Robin Ticciati jetzt vorgenommen.Mehr

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