Seit 11:05 Uhr Tonart

Montag, 25.05.2020
 
Seit 11:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Sonntag, 27. Januar 2013
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

Die Umkreisung der Zeit
Die rebellierende deutsche Nachkriegslyrik im transatlantischen Dialog mit den Black Mountain Poets
Von Holmar Attila Mück

Die Wiederentdeckung einer mutigen Revolte oder wie die Bauhaus-Bewegung über die amerikanische Lyrik zurückkehrte

Nachkriegsdeutschland vor der Teilung. Die junge Dichtergeneration sucht Wege aus der von ihr unverschuldeten Isolation und den Anschluss an die Weltliteratur. Sie verlangt nach politischen, ästhetischen Antworten auf die faschistische Barbarei, will sich gegen eine verharmlosende, mit „ blattver-goldeten Worten“ daherkommende Poesie, einem opportunistischen Kulturbetrieb und den „Stromlinienspießern“ in der aufkeimenden Restaurations-bewegung positionieren. Der Germanistikstudent, spätere Dichter und Verleger Rainer Maria Gerhardt wird in seiner Suche nach wirkungsvollen, neuen und effektiven Formen der lyrischen Sprache und deren einfacher Interpretation durch die nordamerikanische Dichter-Avantgarde, die Black Mountain Poets ermutigt. Im Herbst 1950 beginnt Gerhardt den bisher einzigen - und auch in Versform! geführten – transatlantischen Dialog mit den längst renommierten Dichtern Robert Creeley und Charles Olson vom Black Mountain College am Rande Ashevilles in North-Carolaina. 1933, als sich Deutschland aus dem Bund der Kulturvölker verabschiedete, wurde diese private Kunst– und Literaturakademie gegründet. Ihre Förderer und Lehrer: Ezra Pound, William Carlos Williams, Albert Einstein, Allen Tate, John Cage, Robert Duncan. Die Initiatoren sind vom Geist des Dessauer Bauhauses inspiriert. Von dort kommen und lehren auch die Emigranten Walter Gropius, Josef und Anni Albers. Das Experiment heißt: avantgardistische Ideen im Austausch der Disziplinen Literatur, Musik, bildende Kunst, Architektur, aber auch der Geistes – und Naturwissenschaften. 1948 gründet Gerhardt in Freiburg i. B. die Zeitschrift Fragmente und macht als erster Verleger den deutschen Leser mit Arbeiten von Pound, Willliams, Creeley, Olson, Miller, Alberti bekannt. Er hat sich ganz der neuen Moderne zugewandt; ihr prophezeit er eine Zukunft. Gerhardt stritt dafür bis zur physischen Selbstaufgabe. Er kam zu früh. Bekannte Germanisten, Anglisten, Essayisten und Dichter gehören zu den Wiederentdeckern einer mutigen Revolte, darunter Hans Magnus Enzensberger, Peter Härtling, Uwe Pörksen, Manfred Pfister, Franz Josef Knape.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

2254

Nachtgespräche am Telefon
0 08 00.22 54 22 54
Berlin chaotisch: Flughafen, Zuchtstuten, Steuern für Ferienwohnungen –ist die Hauptstadt nur noch peinlich?
Moderation: Birgit Kolkmann

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Tonart

Lounge
Moderation: Oliver Schwesig

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Lounge
Moderation: Oliver Schwesig

05:00 Nachrichten

05:55 Kalenderblatt

Vor 10 Jahren: Die Bundesregierung und der Zentralrat der Juden in Deutschland unterzeichnen einen Staatsvertrag

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Sonntagsmotette

Jan Dismas Zelenka
Requiem
Monika Frimmer, Sopran
Peter de Groot, Alt
Ian Honeyman, Tenor
Peter Kooij, Bass
Ensemble “Il Fondamento”
Leitung: Paul Dombrecht

Nikolaus Bruhns
Präludium für Orgel e-Moll
Matthias Eisenberg an der Führer-Orgel der Klosterkirche Riddagshausen

06:56 Uhr

Wort zum Tage

Buddhistische Gesellschaft Berlin

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Darf das Heil etwas kosten?
Von Kirchensteuer, Spenden und Kirchgeld
Von Ute Eberl
Katholische Kirche

Glaube und Geld: Das will nicht recht zusammenpassen. So sehr auch nachvollziehbar ist, dass die Kirche für ihre vielfältigen Aufgaben Geld benötigt, so sehr gerät man ins Stocken, wenn der Zugang zu den Sakramenten an einen pekuniären Beitrag gebunden ist. Seltsam, dass die Begegnung mit dem Heiligen etwas kosten soll.

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Wochenrückblick
Moderation: Tim Wiese

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Aus den Archiven

Musikanten gefragt
Mit Kurt Demmler und Fred Gertz
Radio DDR II 1973/1974
Vorgestellt von Olaf Kosert

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Radiofeuilleton - Kino und Film

09:05 Thema

09:20 Radiofeuilleton - Kino und Film

09:30 Kulturnachrichten

09:33 Buchkritik

09:37 Radiofeuilleton - Kino und Film

09:40 Radiofeuilleton - Kino und Film

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Radiofeuilleton

10:05 Thema

10:15 Sonntagsrätsel

10:45 Radiofeuilleton - Musik

10:55 Kalenderblatt

Vor 10 Jahren: Die Bundesregierung und der Zentralrat der Juden in Deutschland unterzeichnen einen Staatsvertrag

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Radiofeuilleton - Wissenschaft und Technik

11:05 Thema

11:15 Radiofeuilleton - Musik

11:30 Kulturnachrichten

11:33 Buchkritik

11:40 Radiofeuilleton - Musik

11:50 Mahlzeit

Udo Pollmer, Ernährungsexperte

11:59 Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

12:30 Uhr

Lesart Spezial

Das politische Buchmagazin
Entfesselte Finanzmärkte – und wie man sie wieder einbettet
Klaus Kraemer, Professor für Angewandte Soziologie der Universität Graz, stellt das von ihm herausgegebene
Buch "Entfesselte Finanzmärkte, Soziologische Analysen des modernen Kapitalismus" vor, Campus 2012.
Georg Schürmann, Geschäftsleiter der Triodos Bank über "Märkte für Menschen: So schaffen wir ein besseres Finanzsystem"
von Robert J. Shiller, Campus 2012.
Moderation: Claus Leggewie, Direktor Kulturwissenschaftliches Institut
Mitschnitt vom 22.01.2013 aus dem Café Central im Grillo-Theater Essen

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Die Reportage

13:30 Uhr

Neonlicht

Das Großstadtmagazin


Let’s get high!
In den US Bundesstaaten Washington und Colorado ist Marihuana seit ein paar Wochen legal - nicht nur für medizinische Zwecke darf jeder Volljährige eine Unze bei sich haben. Trotzdem bleibt die Lage kompliziert, denn laut Bundesgesetz sind der Konsum und das Geschäft mit dem grünen Rausch noch immer strafbar. Und während die ersten Investoren schon in den Startlöchern stehen, ist die Fantasie von Existenzgründern erst einmal grenzenlos.
Von Kerstin Zilm

Eine Megamoschee für Istanbul
Der türkische Ministerpräsident Erdogan ist ein Freund der großen Worte. Nicht zufällig nennen ihn die Türken auch den "Sultan von Istanbul". Doch nach der dritten Wiederwahl durch fast 50 Prozent der türkischen Wähler, scheinen auch große Worte nicht mehr zu genügen. Jetzt geht es um große Bauwerke! Moscheen zum Beispiel - so groß, dass manch ein Istanbuler sich Sorgen macht...
Von Luise Sammann

Die Radrebellen von Asunción
Jeden Donnerstagabend proben sie den Aufstand: die Radler von Paraguays Hauptstadt Asunción. Nur in der Masse sind sie stark und erobern die Straßen. Während verdutzte Autofahrer empört hupen, rasen rund dreihundert Radfahrer im engen Pulk über die Kreuzungen, vorbei an Bauten aus der spanischen Kolonialzeit, Hochhäusern und Shopping-Malls. In der Zweieinhalb-Millionen Metropole, einer absoluten Autostadt, ist Fahrradfahren quasi ein rebellischer Akt.
Von Victoria Eglau

Zurück auf der Southfork Ranch
Cowboycharme, schöne Frauen und viel, viel Geld: In der kommenden Woche kehrt die Fernsehserie Dallas zurück auf die deutschen Bildschirme – und zwar mit neuen Folgen. Und weil das Ganze in den USA bereits so erfolgreich angelaufen ist, dreht der amerikanische Sender TNT bereits die zweite Staffel. Grund genug für uns, die Privatranch in der Nähe von Dallas, auf der die Folgen immer noch gedreht werden und die inzwischen zur Touristenattraktion avanciert ist, zu besuchen.
Von Guido Meyer

Größenwahn, Cowboycharme und legaler Rausch
In den USA ziehen wir uns Marihuana bequem aus dem Automaten und begegnen Fahrradfahrern in Paraguay, die keine Angst vor rücksichtslosen Autofahrern haben. Das Neonlicht fragt sich außerdem, warum 3000 Moscheen in Istanbul immer noch nicht genug sein sollen und besucht aus Anlass der neuen Dallas-Folgen die Southfork-Ranch in Texas.

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Kakadu

Kakadus Reisen
Glückauf in der Zeche Knirps in Bochum
Ab 7 Jahren
Moderation: Tim Wiese

Über und unter Tage auf engstem Raum Kohle, Salz, Gold oder andere Bodenschätze fördern, das ist die Arbeit von Bergleuten. Sie gehört zu den körperlich anstrengendsten Tätigkeiten überhaupt. Trotzdem mussten oft Frauen und Kinder unter Tage arbeiten, weil sie billigere Arbeitskräfte waren und wegen ihrer geringeren Körpergröße auch in enge und kleine Stollen einfahren konnten. Die Geschichte des Bergbaus beinhaltet viele Unglücke, bei denen Bergarbeiter ums Leben kamen. In den Industrieländern ist der Beruf des Bergmanns seltener geworden, statt Kohle werden heutzutage viel mehr Öl und Gas gefördert, und viele Fundstätten für Rohstoffe gelten als ausgebeutet. Trotzdem ist die Zeit des Bergbaus noch nicht vorbei. "Kakadus Reisen" führen heute zu einem Kinderbergwerk in Bochum. Auf der Zeche Knirps können Kinder in die Rolle von Bergleuten schlüpfen. Sie lernen spielerisch, welche Arbeiten es in einem Bergwerk gibt, erkunden die Förderanlage, einen Stollen und eine Lorenbahn, und sie treffen auf den Berggeist Flözian. Und sie dürfen fördern: Kies statt Kohle.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Aus dem Salon der Nähmaschinen-Prinzessin
Die Konzerte für Tasteninstrumente von Francis Poulenc
Gast: Michael Stegemann
Moderation: Olaf Wilhelmer

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Nachspiel

Tod und Spiele
Sport in den Konzentrationslagern der Nazis
Von Ronny Blaschke

Über Jahrzehnte passte Sport als Symbol für Stärke, Gemeinschaft und Gesundheit nicht in die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vernichtungsindustrie, doch immer mehr Wissenschaftler weisen nach: In den Konzentrationslagern wurde fast überall Sport getrieben, ob Fußball, Boxen oder Turnen. Die Historikerin Veronika Springmann spricht von einem Spannungsfeld zwischen Gunst und Gewalt. Heinrich Himmler, Reichsführer der SS, führte 1942 ein Prämiensystem ein. Er wollte Häftlinge für die Rüstungsindustrie bei Laune halten. So wurden Fußballligen und Boxturniere gestattet. Doch das Privileg der Gefangenen konnte schnell umschlagen. SS-Wächter nutzten Sport vor allem, um Gefangene zu bestrafen und zu erniedrigen, durch Liegestütze, Purzelbäume, Ringkämpfe zwischen Kleinwüchsigen. Auch als Propagandamittel diente den Nazis der Sport: Der Film "Der Führer schenkt den Juden eine Stadt", in dem auch ein Fußballspiel zu sehen ist, sollte der Öffentlichkeit Normalität vortäuschen. Diese und andere Beispiele binden Fanprojekte heutzutage in ihre Aufklärungsarbeit mit Fußballfans ein, etwa in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Sie machen Geschichte für die Gegenwart nutzbar.

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Fundstücke

Die schnellste Klappe Hollywoods – der Schauspieler, Komiker und Sänger Danny Kaye
Moderation: Claus Fischer

18:30 Uhr

Hörspiel

Gilsbrod
Von Sabine Bergk
Regie: Leopold von Verschuer
Komposition: Bo Wiget
Mit: Kirsten Hartung
Ton: Thomas Monnerjahn
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2013
Länge: 87’43
(Ursendung)

Frau Gilsbrod, gerade im Begriff ihr erstes viergestrichenes C im fortissimo zu singen, verhakt sich im Text. Die Souffleuse bekommt einen Lachkrampf.

An einem kleinen Stadttheater ist der Souffleuse gekündigt worden. Wie es dazu kam, erzählt die Souffleuse selbst. Frau Gilsbrod, Diva des Hauses und Muse des Dirigenten, gerade im Begriff, ihr erstes viergestrichenes C im Fortissimo zu singen, hat sich im Text verhakt und wartet auf den Einsatz der Souffleuse. Doch die kann ihr den Text nicht geben, denn sie muss beim Anblick der Gilsbrod schrecklich lachen. Während Gilsbrod ihre Koloratur verzweifelt auf a weitersingt, steigert sich die Souffleuse in die Versatzstücke ihrer Erinnerung hinein, an ein Leben im Theater, an kleinbürgerliche und größenwahnsinnige Stadttheaterillusionen. Eine komische und zugleich abgründige Parabel.

Sabine Bergk, geboren 1975 in Bremen, Autorin und Regisseurin. Die Novelle "Gilsbrod" ist ihr erstes Hörspiel.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Konzerthaus Berlin
Aufzeichnung vom 21.01.2013

Europa-Neujahrskonzert anlässlich der EU-Ratspräsidentschaft Irland

Elaine Agnew
"string astray" für Orchester

Franz Schubert
"Der Hirt auf dem Felsen"
für Sopran, Klarinette und Orchester
Bearbeitung von Jürgen Hinz

George Osborne/Thomas Moore
"The Last Rose of Summer"
für Sopran, Klarinette und Orchester
Bearbeitung von Kenneth Rice

ca. 20.50 Konzertpause mit Nachrichten

Jörg Widmann
"180 beats per minute” für Streichsextett

Felix Mendelssohn Bartholdy
Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 11

Ailish Tynan, Sopran
Irish Chamber Orchestra
Klarinette und Leitung: Jörg Widmann

22:00 Uhr

Musikfeuilleton

Maestro suggeritore
Ist der Souffleur der heimliche Operndirigent?
Von Markus Kosel

22:30 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages mit Sport

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage

Januar 2013
MO DI MI DO FR SA SO
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