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Sonntag, 24.09.2023

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • Kritische Männlichkeiten: Wie viel Platz bietet der Pop für reflektierte Männer?

    Moderation: Christoph Reimann und Juliane Reil

    Zumindest vordergründig tut sich was im Pop: Immer mehr Frauen finden Gehör und stehen auf den Bühnen. Wenn sich aber wirklich etwas ändern soll, müssen auch die Männer, mit allen Uneindeutigkeiten des Begriffs, ihre Rolle überdenken. Wer können die Vorbilder sein? Welche Chance liegt in einer feministischen Gesellschaft? Und wo können Popmänner Popfrauen unterstützen?

    Darüber sprechen Christoph Reimann und Juliane Reil mit der Musikerin Charlotte Brandi, mit dem Autor Fikri Anil Altintas und dem Musiker Frank Spilker.

    Mitschnitt vom Deutschlandfunk Kultur Panel am 31.8.2023 auf dem Festival Pop-Kultur

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Diskurs

    Schön dick? - Die Deutschen nehmen zu. Wie gesund ist Übergewicht?

    Es diskutieren:
    - Melodie Michelsberger, Körperaktivistin und Influencerin
    - Oliver Huizinga, politischer Geschäftsführer der Deutschen Adipositas Gesellschaft
    - Harald Lemke, Philosoph und Kulturwissenschaftler, Gastrosoph

    Moderation: Axel Rahmlow

    (Wdh. vom 22.09.2023 - Wortwechsel)

    Ärzte und die Weltgesundheitsorganisation WHO warnen: Die Deutschen werden immer dicker. Längst sterben mehr an Übergewicht, als an Corona. Bodypositivity-Aktivisten ficht das nicht an: Dick ist schön, sagen sie. Wir wollen bleiben, wie wir sind.

  • 02:00 Uhr

    Nachrichten

  • 02:05 Uhr

    Klassik-Pop-et cetera

    Der Cellist Sebastian Klinger
    (Wdh. v. Deutschlandfunk)

    Er liebt es, mit seinem Cello unterschiedliche Facetten eines Musikerlebens auszukosten: als Solocellist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, als Kammermusiker, als Professor in Hamburg. 1977 in München geboren, hat Sebastian Klinger auf Gran Canaria mit dem Cellospiel angefangen; dorthin zog es die Familie. Das Leben auf der Insel hat ihn sehr geprägt, bis zu seinem elften Lebensjahr. Sein erster Lehrer war der Solocellist des dortigen Orchesters, auf Gran Canaria ist er selbst zum ersten Mal aufgetreten, am Klavier begleitet von seiner Mutter.
    Zu seinen Vorbildern gehörten Mstislav Rostropowitsch und Yo-Yo Ma, studiert hat er bei Heinrich Schiff und Boris Pergamenschikow. Sebastian Klinger gewann unter anderem 2001 den Deutschen Musikwettbewerb, aber eine „reine Solokarriere” hat ihn nie interessiert. In „Klassik-Pop-et cetera” erzählt der Cellist, mit welcher Mahler-Sinfonie er eine seiner Töchter zum Einschlafen bringen konnte.

  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Urban
    Moderation: Carsten Rochow

    04:00 Uhr
    Nachrichten
    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Leben aus erster Hand
    Pastor Fritz Baltruweit, Hildesheim
    Evangelische Kirche

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Wie kommt der Ton ins Holz?
    Von Silvia Kurschuss
    Moderation: Ulrike Jährling

    Eigentlich ist ein Holzblasinstrument, wie beispielsweise eine Flöte, ja nur ein hohler Stock mit Löchern, aus dem ein Ton kommt, wenn man reinbläst. Und doch ist jede Flöte so viel mehr. Denn ob der so erzeugte Ton schön oder schrecklich klingt, darüber entscheiden die Windkammer, das Labium, die Grifflöcher und natürlich die Fertigkeiten der Spielenden.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kinderhörspiel
    Als mein Bruder ein Wal wurde
    Von Cordula Dickmeiß nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Nina Weger
    Ab 8 Jahre
    Regie: Cordula Dickmeiß
    Komposition: Michael Rodach
    Mitwirkende: Jeremias Matschke, Tilda Jenkins, Pepe Trebs, Julika Jenkins, Arnd Klawitter, Sabine Falkenberg, Jan Uplegger, Max von Pufendorf, Felix von Manteuffel, Lasse Pantel, Claudia Mischke, Felix Lehmann, Christiane Guth, Cordula Dickmeiß
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2022
    Moderation: Ulrike Jährling

    Durch einen Unfall gerät Belas Welt aus den Fugen. Sein großer Bruder liegt im Wachkoma und die Familie soll eine wichtige Entscheidung treffen. Aber was ist richtig oder falsch?

    „Manchmal, wenn ich abends im Bett lag, stellte ich mir vor, dass Julius wie ein riesiger Wal durch die Tiefen des Ozeans glitt.”
    Darf man über das Leben eines anderen bestimmen? Und woher soll man wissen, was richtig oder falsch ist, wenn man ihn nicht fragen kann? Belas großer Bruder Julius liegt im Wachkoma, die Familie soll eine Entscheidung treffen und steht kurz davor, auseinanderzubrechen. Und jetzt? Belas Freundin Martha würde zum Papst fahren. Der muss schließlich wissen, was in so einem Fall zu tun ist … Heimlich schlachten sie ihre Sparschweine, klauen eine Kreditkarte und begeben sich auf eine abenteuerliche Reise nach Rom, um eine Antwort zu finden und Belas Familie zu retten.
    Einfühlsam und einzigartig - ein wunderbares Kinderhörspiel über das Leben.

    Nina Weger wurde 1970 geboren. Sie arbeitete eine Saison als Seiltänzerin bei einem Zirkus, bevor sie eine Journalistenschule besuchte und als Redakteurin arbeitete. Heute schreibt sie für Funk und Fernsehen und veröffentlicht als freie Autorin Kinderbücher.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • 09:05 Uhr

    Kakadu

    Magazin
    Moderation: Ulrike Jährling
    08 00 22 54 22 54

  • Moderation: Ralf Bei der Kellen
    sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Plus Eins

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Helen Nikita Schreiner

  • Wochenmärkte unter Druck
    "Weniger Umsatz, mehr Papierkram“
    Von Axel Schröder

    Alle finden sie schön, die meisten würden sie vermissen, wenn sie nicht mehr da wären, aber immer weniger Menschen gehen hier auch einkaufen: auf den Wochenmärkten. In Zahlen präsentiert sich die Lage in Deutschland so: 3300 Wochenmärkte gibt es bundesweit. Und an den 250.000 Markttagen im Jahr gehen immer noch rund 30 Millionen Menschen hier einkaufen. Zumindest ab und zu. Aber das reicht nicht. Für viele Händler, und davon gibt es in Deutschland immer noch 50.000 - rechnet sich der Aufwand längst nicht mehr. Laut Handelsverband Deutschland ist ihr Umsatz allein im letzten Jahr um mehr als 7 % zurückgegangen. Die aktuelle Wirtschaftslage macht die Situation nicht besser.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Simone Rosa Miller

    Wehrhafte Demokratie: Warum Erotik für politische Klugheit hilft
    Gespräch mit Dr. phil. habil. Olivia Mitscherlich-Schönherr, Hochschule für Philosophie München

    Timothy Morton: "Ökologie ohne Natur"
    Von Nico Graack

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Anne Françoise Weber

    Orthodoxe Kirche in Finnland: Von Russland längst abgelöst
    Von Vanja und Alexander Budde

    Russland und die Orthodoxie: Warum für Putin Moskau das dritte Rom ist
    Gespräch mit dem Kulturwissenschaftler und Autor Gerhard Schweizer

    Christlich motiviert - Friedensaktivistinnen in Belarus
    Von Konstantin Kotelnikov

    Fasten in der Orthodoxie: Zwei Wochentage vegan für Gott
    Von Kirsten Dietrich

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Prinzip der vergeblichen Hoffnung
    "Porgy and Bess" von George Gershwin
    Moderation: Karl-Dietrich Gräwe
    (Wdh. v. 02.01.2011)

    George Gershwin, vor 125 Jahren geboren, schuf mit "Porgy and Bess" die erste amerikanische Oper, die um die Welt ging. Sie ist heute aktueller denn je.

    Fast zehn Jahre seines kurzen Lebens setzte sich George Gershwin mit dem Stoff seiner einzigen Oper „Porgy and Bess” auseinander. 1926 las er den Roman „Porgy” von DuBose Heyward, der ihn zu seiner „American Folk Opera” inspirierte. Geschildert wird das harte Leben in Catfish Row, einem von Afroamerikanern besiedelten Viertel in Charleston, in dem Gershwin in den 1930er-Jahren für sein Werk auch selbst recherchierte.
    Obwohl die Metropolitan Opera an dem 1935 vollendeten Werk interessiert war, bevorzugte Gershwin die ebenfalls in New York angesiedelte, weniger bekannte Theatre Guild, um das Werk wie geplant mit schwarzen Darstellern zur Uraufführung bringen zu können. Erst 1985 war die Oper an der „Met” zu sehen, und erst 2008 wurde im RIAS-Archiv des Deutschlandradios eine außergewöhnliche „Porgy and Bess”-Aufzeichnung entdeckt.
    Diese seinerzeit nicht katalogisierte Dokumentation eines amerikanischen Gastspiels im Berlin des Jahres 1952 kommt der Originalbesetzung und den ursprünglichen Intentionen Gershwins näher als viele andere Produktionen. Der Operndramaturg und langjährige Deutschlandradio-Autor Karl-Dietrich Gräwe (1937-2019) nahm sich daraufhin die Diskografie des Werks noch einmal vor und gestaltete zum Jahreswechsel 2010/11 eine Sendung, die ihrerseits historisch geworden ist.

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Helen Nikita Schreiner

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin
    Moderation: Sabine Gerlach

    "You’ll Never Sing Alone“- Wie die Musik in den Fußball kam
    Von Ronny Blaschke

    Gehts auch klassisch? "Ernste" Klänge im Sport
    Gespräch mit Stefan Lang

    "Inside Liverpool FC - Intensität ist unsere Identität"
    Von Knut Benzner

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel. Feature

    Kein Gramm zu viel
    Wenn sportlicher Ehrgeiz zu Essstörungen führt
    Von Jutta Heess

    Magere Turnerinnen, dünne Skispringer, hagere Langstreckenläuferinnen - in einigen Sportarten sieht man auffällig viele untergewichtige Athletinnen und Athleten. Sportlerinnen und Sportler sind bemüht, das eigene Körpergewicht zu reduzieren, um ihre Leistungsfähigkeit zu steigern, einer ästhetischen Vorstellung zu entsprechen oder um eine bestimmte Gewichtsklasse zu erreichen. Essstörungen und damit enorme gesundheitliche Risiken sind die Folge. Je nach Sportart ist die Zahl der Betroffenen mit 15 bis 78 Prozent im Vergleich zur Häufigkeit von Essstörungen in der Allgemeinbevölkerung (zwei bis sechs Prozent) deutlich erhöht. Welchen Preis zahlen Sportler und Sportlerinnen für ihre Erfolge? Wie kann das Sportsystem künftig verhindern, z.B. durch mehr Beratungsangebote und medizinische Aufklärung, dass immer wieder Athletinnen und Athleten mit Magersucht und Bulimie zu kämpfen haben? Und: Inwieweit ist das gesundheitliche Problem - obwohl es oft offensichtlich ist - nach wie vor ein Tabu?

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Die Dinge des Lebens
    Ein Sommer mit Hörspielen und Dokus
    Woche 13: P.S.

    Die Scham / La honte
    Nach dem gleichnamigen Buch von Annie Ernaux
    Übersetzung aus dem Französischen: Sonja Finck
    Bearbeitung und Regie: Stefanie Hoster
    Mit: Andrea Schieffer, Jördis Trauer, Lily Kottkamp und Clarisse Cossais
    Komposition: Philippe Gordiani
    Ton: Jean Szymczak
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2021
    Länge: 81'48

    Annie Ernaux seziert das bedrückende Gefühl der Scham an sich selbst. Sie erinnert sich an eine verstörende Episode ihrer Kindheit und an eine Vergangenheit, die nicht vergehen will.

    Juni 1952. Annie Ernaux ist zwölf Jahre alt. An einem Sonntagnachmittag geschieht etwas Entsetzliches: Ohnmächtig muss sie miterleben, wie der Vater die Mutter umzubringen versucht. Nach kurzer Zeit beruhigt sich der Vater, und Annie versucht, den Eklat zu vergessen. Bis sie, nahezu ein halbes Jahrhundert später, auf ein altes Foto stößt, das eine Flut von Erinnerungen auslöst. Aber was genau ist damals geschehen? Und wie ist es dazu gekommen? Je tiefer Annie in dieses entscheidende Jahr eintaucht, umso deutlicher wird ihr die Spannung, in der die Eltern lebten, zwischen dem Wunsch nach sozialem Aufstieg und dem demütigenden Rückfall in die alten Verhältnisse. Und auch Annies Zerrissenheit gewinnt an Kontur, ihr immer wieder schmerzhaftes Bemühen, dem Einfluss einer religiösen Erziehung zu entrinnen und der bohrenden Sehnsucht nach Aufbruch und einem besseren Leben zu folgen.

    Annie Ernaux, geboren 1940, französische Schriftstellerin. Als „Ethnologin ihrer selbst“, wie sie sich bezeichnet, entwickelt sie in ihren Romanen eine soziologisch geprägte Stilistik der Autobiografie. 2022 wurde sie mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Musikfest Berlin
    Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin
    Aufzeichnung vom 27.08.2023

    Sergej Rachmaninow
    Sonate für Violoncello und Klavier g-Moll op. 19

    Sechs Romanzen für Stimme und Klavier op. 38

    Transkription des Liedes "Wohin" D 795 Nr. 2 von Franz Schubert für Klavier solo

    Transkription des "Wiegenliedes" op. 16 Nr. 1 von Peter Tschaikowsky für Klavier solo

    Sinfonische Tänze op. 45 (Fassung für zwei Klaviere)

    Nadezhda Pavlova, Sopran
    Alexander Rudin, Violoncello
    Olga Pashchenko, Klavier
    Alexander Melnikov, Klavier

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:03 Uhr

    Literatur

    Das Zählen der Toten
    Chilenische Romane über die Vergangenheit, die nicht vergeht
    Von Peter B. Schumann

    Nach dem Sturz Allendes vor 50 Jahren hat die Diktatur Pinochets Chile auf Jahrzehnte traumatisiert. Noch heute erzählen Romane von den Exzessen der Gewalt.

    Die chilenische Diktatur beschäftigt die Schriftstellerinnen und Schriftsteller des Landes seit José Donosos Roman „Das Landhaus“ von 1978. Denn was auf den Putsch gegen den Präsidenten Salvador Allende im Jahr 1973 folgte, traumatisierte das Land für Jahrzehnte: die Exzesse der Gewalt, die Tausenden Verschollenen, der mühsame Kampf gegen das Schweigen, die gravierenden sozialen Verwerfungen durch den Neoliberalismus, die Schwierigkeiten bei der Durchsetzung der Demokratie. Einige chilenische Romane über diese Traumata sind in den letzten Jahren ins Deutsche übertragen worden. Sie stammen von verschiedenen Generationen mit unterschiedlichen literarischen Temperamenten, weshalb sich die Bücher stark unterscheiden. Neben der traditionellen Familiengeschichte (Isabel Allende) steht die griechische Tragödie (Carlos Franz), neben postmoderner Multiperspektivität (Alia Trabucco Zerán) die Kombination von Chronik und Selbstreflexion der Erzählerin (Nona Fernández).

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Gabi Wuttke

    Gender-Fluid: Anselm Weber inszeniert in Frankfurt Virginia Woolfs „Orlando"
    Gespräch mit Natascha Pflaumbaum

    Vorsicht vor Künstlicher Intelligenz: Benjamín Labatuts neuer Roman "MANIAC"
    Von Tobias Wenzel

    Kühl oder nahbar? Das einzige Deutschlandkonzert von James Blake in Berlin
    Gespräch mit Christoph Möller

    Der Wilde Westen und die Religion: Ausstellung in New York
    Von Andreas Robertz

    Patrik Banga: 1. Roma-Literaturpreisträger in Tschechien liest in Deutschland
    Von Marianne Allweiss