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Dienstag, 06.06.2023

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Neue Musik

    Die Stimme als ursprüngliches Instrument
    Die Vokal-Performerin Joan La Barbara (*1947)
    Von Thomas Groetz

    Die US-Amerikanerin Joan La Barbara ist eine experimentelle Sängerin und Komponistin, die ihre Stimme als mehrdimensionalen Klangerzeuger versteht.

    Der musikalische Weg von Joan La Barbara begann als Interpretin. In den 1970er-Jahren war sie Mitglied in den Ensembles von Steve Reich und von Philip Glass, mit denen sie international konzertierte. Später war sie an Robert Ashleys Opernprojekten beteiligt und wurde mit Solo-Werken von Morton Feldman und John Cage berühmt. Die Bandbreite ihrer vokalen Ausdrucksmöglichkeiten demonstrierte Joan La Barbara zunehmend auch in eigenen, ab Mitte der 1970er-Jahre entstehenden Solo-Stücken. Mittels Mehrspur-Aufnahmen und Live-Elektronik lässt die Composer-Performerin räumlich inszenierte Klanggewebe entstehen.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Jazz
    Moderation: Vincent Neumann

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Stephan Karkowsky

    05:30 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:30 Uhr
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Ukrainische Fotografin Yevgenia Belorusets im Gespräch mit Tim Wiese

    Den Kriegsbeginn in der Ukraine hat Yevgenia Belorusets selbst miterlebt. Schon 2014 musste die Fotografin erfahren, was Krieg bedeutet. Für ihre Bilder reiste sie regelmäßig in den Donbass. Als „Gast in einer Katastrophe“ habe sie sich dabei gefühlt. Mit ihren Arbeiten will die Künstlerin auch deutlich machen: Der Krieg gehe alle an.

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Lesart

    Das Literaturmagazin
    Moderation: Joachim Scholl

    Fankarte vom Autor - Was Verlage alles tun, um Leser zu binden
    Von Hans von Trotha

    Wie aus der Zeit gefallen: Das Bücherviertel Jimbocho in Tokio
    Von Kathrin Erdmann

    Buchkritik:
    "Pageboy. Meine Geschichte" von Elliot Page
    Rezensiert von Kim Kindermann

    Straßenkritik:
    "Das Ende des Kapitalismus..." von Ulrike Herrmann
    Von Andi Hörmann

    Literaturtipps
    Von Susanne von Schenck

    DUCKS: Comiczeichnerin Kate Beaton in Deutschland
    Von Julia Eikmann

  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Vormittag
    Moderation: Carsten Beyer

    Von Münster zum Broadway: Autobiographie von Ute Lemper
    Gespräch mit der Künstlerin

    Album der Woche: Brandt Brauer Frick, "Multi Faith Prayer Room"
    Von Juliane Reil

    Heute startet das Jazzdor-Festival in Berlin
    Von Matthias Wegner

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Moderation: Susanne Arlt

    Wärmepumpen-Installateure - Volle Auftragsbücher, aber Unsicherheiten
    Von Bastian Brandau

    Fahrradförderung in Bayern - Streit um Volksbegehren
    Von Tobias Krone

    Asylverfahren am BER - Protest gegen geplantes "Abschiebezentrum"
    Von Christoph Richter

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Kompressor

    Das Popkulturmagazin
    Moderation:Massimo Maio

    Beyond "Rammstein": Zuführung junger Frauenkörper im Rock’n’ Roll
    Von Sonja Eismann

    Arsenal in Berlin - der avantgardistische Ort für Film- und Videokunst wird 60
    Gespräch mit Stefanie Schulte Strathaus

    Der Hass und der Staat: neuer Podcast zur extremen Rechten
    Gespräch mit Thomas Vorreyer

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • 15:05 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Nachmittag
    Moderation: Martin Böttcher

    Die Benjamins: Supergroup der Generationen
    Von Christine Franz

    Zum Tod der Bossa-Nova-Ikone Astrud Gilberto
    Von Anne Herrberg

    Album "Bunny" von Beach Fossils: New York und das letzte bisschen Freiheit
    Von Christoph Reimann

    Musikbuch: The Go-Betweens Songcomic
    Von Dirk Schneider

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Abend
    Moderation: Axel Rahmlow

  • 18:30 Uhr

    Weltzeit

    Moderation: Katrin Materna

    Im Mutterland der KI
    Ruf nach Regeln in den USA
    Von Katharina Wilhelm und Nils Dampz

    Spätestens mit ChatGPT ist die Künstliche Intelligenz im Alltag vieler Nutzer weltweit angekommen und hat ihnen vor Augen geführt, was sie inzwischen alles kann oder bald noch besser können wird. Staunen und die Euphorie über die Möglichkeiten treffen dabei auf Sorgen. "Das Risiko einer Vernichtung durch KI zu verringern, sollte eine globale Priorität neben anderen Risiken gesellschaftlichen Ausmaßes sein, wie etwa Pandemien oder Krieg", heißt es beispielsweise in dem Aufruf des Center for AI Safety, den KI-Unternehmer und Wissenschaftler unterzeichnet haben, darunter Sam Altman, Chef von Open AI, der gerade noch mit einem Rückzug gedroht hat, als die EU mit ihrem AI Act in Sachen Regulierung vorgeprescht ist. Die Debatte um Regulierung ist voller Widersprüche.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Zeitfragen

    Wirtschaft und Umwelt - Magazin
    Moderation: Gerhard Schröder

    Von Chlorgas bis Nowitschok - Der schwierige Kampf gegen Chemiewaffen
    Von Marten Hahn

    Autonomes Fahren - Warum selbstfahrende Autos Assistenten brauchen
    Von Dirk Asendorpf

    Chancengleichheit? Fehlanzeige!
    Schulbildung für kranke Kinder
    Von Dorothea Brummerloh

    Es macht einen Unterschied, ob jemand in den USA, in Afghanistan oder der Schweiz geboren ist. Dieser Unterschied ist von niemandem behebbar. Es macht aber auch einen Unterschied, ob ein Kind in Bayern, Hessen oder Niedersachsen geboren ist. Erkrankt man eventuell psychisch oder chronisch somatisch, kann die schulische Entwicklung in den Bundesländern sehr unterschiedlich verlaufen. Denn in Deutschland gibt es viele Systeme, diese erkrankten Mädchen und Jungen zu beschulen. So werden in Niedersachsen Lehrkräften aus umliegenden Schulen abgeordnet, während es in Hamburg ein breitgefächertes Angebot an schulischer Unterstützung und Begleitung erkrankter Lernender gibt. Ein gleiches Recht auf Pädagogik bei Krankheit gibt es in Deutschland flächendeckend nicht.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Kulturpalast Dresden
    Aufzeichnung vom 02.06.2023

    Richard Strauss
    "Macbeth", Tondichtung op. 23
    Burleske für Klavier und Orchester d-Moll

    Robert Schumann
    Sinfonie Nr. 1 B-Dur op. 38 "Frühlingssinfonie"

    Francesco Piemontesi, Klavier
    Dresdner Philharmonie
    Leitung: Marek Janowski

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:03 Uhr

    Feature

    Monument für eine Stimme
    Von Lou Brouwers
    Regie: der Autor
    Mit: Veronika Bachfischer, Daniel Minetti, Cornelia Schönwald, Max Urlacher, Alexander Ebeert
    Ton: Alexander Brennecke
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2023
    Länge: 54'30
    (Ursendung)

    Die russische Autorin Nadeschda Mandelstam rettete auf einzigartige Weise viele Gedichte ihres verstorbenen Mannes Ossip Mandelstam vor dem Vergessen und vor der Beschlagnahmung: Sie lernte sie auswendig. Ein akustisches Denkmal.

    Der russische Dichter Ossip Mandelstam starb 1938 im Alter von 47 Jahren in einem Lager Stalins. Nach seinem Tod erlebte seine Ehefrau Nadeschda auf einer 30-jährigen Odyssee durch die Sowjetunion viele Hausdurchsuchungen. Man wollte die verbotenen Gedichte finden − und vernichten. Es gab nur eine Möglichkeit, sie zu retten: sie auswendig zu lernen. Sogar nachts sagte Nadeschda Mandelstam oft die Gedichte laut vor sich her, aus Angst sie zu vergessen. Schlaflose Nächte voller Stimmen. Das Feature rekonstruiert ihr Leben. Im Zentrum steht ein Fund aus einem niederländischen Archiv von 1973 − eine Aufzeichnung ihrer Stimme, der in dieser Sendung ein Denkmal gesetzt wird.

    Ende Dezember 1980 starb Nadeschda Mandelstam 81-jährig in Moskau. Der Biograph Ralph Dutli schreibt:
    „Ihr Begräbnis am 2. Januar 1981 auf dem alten Trojekurowskoje-Friedhof beim Moskauer Vorort Kunzewo wurde zur stillen, trotzigen Manifestation vorwiegend junger Russen. Aber auch Spitzel und KGB-Agenten waren zugegen. Eine Bestattung auf dem zentralen Wagankowo-Friedhof war von der Staatssicherheit untersagt worden, die befürchtete, Nadeschda Mandelstams Grab könnte zur Wallfahrtsstätte werden. Die Bestattung in Kunzewo war im Bewusstsein der Anwesenden auch eine Gedenkfeier für den im Wladiwostoker Massengrab verscharrten Dichter. (…) Beim Leichenmahl legte die Woronescher Freundin Natascha Stempel ihre Scheu ab und sprach in ruhigen Worten über das Glück ihrer Begegnung mit den Mandelstams. Dann kam es zu einem bewegenden Moment. Ohne Aufforderung stand einer nach dem anderen auf und rezitierte auswendig Gedichte Mandelstams. Natascha Stempel in ihren Erinnerungen:
    „Und vor den aufgewühlten, vom völlig unerwarteten Geschehen bestürzten Zuhörern erstand in seiner Größe der Dichter Ossip Mandelstam. Wahrscheinlich hat es noch nie ein solch inspiriertes literarisches Porträt gegeben, das erklang wie ein Requiem. Und schon gab es keinen Tod und keinen Kummer mehr. Welch überwältigende Kraft der Poesie!“

    Lou Brouwers, geboren 1947 in Valkenburg bei Maastricht, Autor, Journalist, Filmemacher, lebt seit 1984 in Berlin. Zuletzt: „Krieg im Kopf“ (DKultur 2016), ein Feature über Kriegsveteranen, und „Friedrichroda − Brüssel − New York. Toots Thielemans und der Klang der Melancholie“ (Deutschlandfunk 2018).

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Andrea Gerk

    Astrud Gilberto ist gestorben
    Gespräch mit Niklas Wandt

    Rammstein, Waters und Co. - Welche rechtlichen Möglichkeiten hat die Politik?
    Gespräch mit Ina Ruhoff

    Vision Kino 23: Perspektiven zu Film - Bildung - Kino. Kongress in Hamburg
    Von Christian Berndt

    Prinz Harry vor Gericht gegen die britische Presse
    Gespräch mit Imke Köhler

    Lee Miller: "Fotografie zwischen Krieg und Glamour“. Ausstellung in Hamburg
    Gespräch mit Katrin Baumstark