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Samstag, 10.09.2016

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Fern vom Ararat
    Eine Lange Nacht über Erinnerungswelten in der armenischen Diaspora
    Von Ruth Jung und Günter Liehr
    Regie: Burkhard Reinartz
    (Wdh. v. 31.10./01.11.2015)

    "Die jüngere Schwester der jüdischen Erde", "das gelobte Land am Rande der Welt", in poetischen Bildern beschreibt der russisch-jüdische Dichter Ossip Mandelstam seine Eindrücke einer Reise durch die Republik Armenien. Es ist der Blick eines verfolgten Dichters auf ein uraltes christliches Kulturvolk, das seinerseits verfolgt und Opfer eines Genozids geworden war. Mit der Verhaftung von über 200 armenischen Intellektuellen am 24. April 1915 im damaligen Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, setzte eine gezielte und geplante Tötungsmaschinerie ein, der nur wenige entkamen. Auch 100 Jahre danach will die Türkei das Geschehen nicht als Völkermord anerkennen. Eine schwärende Wunde für die in der Diaspora lebenden Armenier: "Es gibt kein Familientreffen, keine Feier, wo dieses Thema nicht zur Sprache käme", sagt Mihran Dabag, Gründer des Instituts für Genozid- und Diasporaforschung in Bochum und selbst armenischer Herkunft, "Armenier teilen ihre Geschichte in vor dem Verbrechen und nach dem Verbrechen". In einer 'Langen Nacht' über armenische Erinnerungswelten kommen Armenier aus Deutschland wie auch aus Frankreich zu Wort, dem Land mit der größten armenischen Diaspora in Europa. Ganz unterschiedliche Lebensläufe, die doch alle eines gemeinsam haben: die über Generationen wachgehaltene Erinnerung an das Schicksal ihres Volkes. Wie es sich anfühlt, in Deutschland auf türkische Nationalisten und Genozid-Leugner zu treffen, auch darüber sprechen junge deutsche Armenier in dieser 'Langen Nacht'.

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Filmmusik
    Moderation: Vincent Neumann

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Ein Jahr nach dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen in die ČSSR
    Feature von Heinz Hofmann
    RIAS 1969

    Der 15. Jahrestag der Invasion
    Wolfgang Scheller im Gespräch mit dem Literaturwissenschaftler Eduard Goldstücker
    RIAS 1983

    Vorgestellt von Michael Groth

    Am 21. August 1968 marschierten Truppen des damaligen Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei ein. Ein Jahr später, am 21. August 1969, nahm sich der RIAS Zeit für eine erste Bilanz: ein Feature von Heinz Hofmann. Anschließend ein Gespräch, das der Sender 1983 - 15 Jahre nach der Invasion - mit dem Literaturwissenschaftler Eduard Goldstücker führte.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Ute Welty

    06:20 Uhr
    Wort zum Tage

    Prälat Prof. Dr. Felix Bernard
    Katholische Kirche

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:20 Uhr
    Frühkritik

    "Denial" von Yael Ronen im Maxim Gorki Theater Berlin
    Von Michael Laages

    08:30 Uhr
    Nachrichten
    08:50 Uhr
    Buchkritik

    "Kalkutta" von Shumona Shina
    Rezensiert von Claudia Kramatschek

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Live mit Hörern
    0 08 00.22 54 22 54
    gespraech@deutschlandradiokultur.de

    Wenn Alkohol zum Problem wird
    Klaus Pokatzky im Gespräch
    mit Prof. Dr. Johannes Lindenmeyer, Sucht-Experte und Direktor der Salus Klinik in Lindow und
    mit Uli Borowka, ehemaliger Fußball-Profi

    Ob als Stresskiller oder Lockermacher, als Anmach- oder Einschlafhilfe: Alkohol ist die Gesellschaftsdroge schlechthin. Kaum ein Fest oder Fußballspiel ohne "Stoff", kein Treffen mit Freunden ohne das berühmte "Gläschen in Ehren". Für viele endet dieser Spaß in einer Sucht. Etwa 1,8 Millionen Menschen in Deutschland sind alkoholabhängig, Schätzungen zufolge sterben jedes Jahr zwischen 42.000 und 74.000 Menschen an den Folgen ihres Alkoholkonsums. 15.500 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 17 Jahren werden wegen Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert.

    Darüber diskutiert Klaus Pokatzky mit Prof. Dr. Johannes Lindenmeyer, Sucht-Experte und Direktor der Salus Klinik in Lindow - und mit dem ehemaligen Fußball-Profi Uli Borowka. Er war selbst alkoholabhängig und hat einen Verein für Suchterkrankte gegründet.

    Hörerinnen und Hörer können sich beteiligen unter der Telefonnummer 00800 2254  2254, per E-Mail unter gespraech@deutschlandradiokultur.de oder auf Facebook und Twitter.

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Café Central, Grillo-Theater Essen
    Aufzeichnung vom 06.09.2016

    Politik machen: Wie Werte und Worte benutzt werden

    Andreas Urs Sommer, Professor für Philosophie
    Werte. Warum man sie braucht, obwohl es sie nicht gibt
    J.B. Metzler Verlag in Springer-Verlag GmbH 2016

    Elisabeth Wehling, Linguistin
    Politisches Framing. Wie eine Nation sich ihr Denken einredet - und daraus Politik macht
    (edition medienpraxis) Herbert von Halem Verlag 2016

    Jens Dirksen, Kulturchef der WAZ 

    Moderation: Christian Rabhansl, Deutschlandradio Kultur

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages  
    Moderation: Panajotis Gavrilis

  • Der Wochenrückblick
    Moderation: Jenny Genzmer

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Medien und digitale Kultur
    Moderation: Vera Linss und Martin Böttcher

    Die Messenger-Hölle: Die Kommunikation der Medusa
    Gespräch mit Ole Reißmann von Spiegel online

    Der Dashbutton von Amazon. Kann man ihn hacken?
    Von Moritz Metz

    Das neue Deus EX - Marcus
    von Marcus Richter

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: Susanne Burkhardt

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Von den Internationalen Filmfestspielen Venedig
    Moderation: Patrick Wellinski

    Top Five: Die fünf besten Venedig-Filme
    Von Hartwig Tegeler

    Venedig der Mütter: Heldinnen auf dem roten Teppich und der Leinwand
    Von Anna Wollner

    Venedig Schwarz/Weiss: Warum so viele Filme die Farbe verweigern
    Gespräch mit dem Filmregisseur Lav Diaz

    Venedig ficton: Glaube an die schöne Lüge!
    Gespräch mit Anke Leweke

    Venedig non-fiction: Welche Rolle spielt die Tagespolitik?
    Von Christiane Peitz

    Venedig ganz göttlich: Wie produziert man einen Malick Film
    Gespräch mit dem Produzenten Sophokles Tasioulis

    Venedig ganz deutsch: Wo das Fördergeld geblieben ist
    Gespräch mit dem Drehbuchautor Stefan Arndt und dem Filmregisseur Francois Ozon

    Vorgespult: "Auf Augenhöhe", "Entertainment" und "My first Lady"
    Vorgestellt von Noemi Schneider

    15:00 Uhr
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Moderation: Katja Bigalke

    Bienvenidos a Pyöngyang
    Von Julia Macher

    Maß und Maßlosigkeit
    Von Gesine Kühne

    Abschied vom Kiosk
    Von Katja Petrovic

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Panajotis Gavrilis

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    Arbeit 4.0 - "Digitalisierung ist ein Prozess der schöpferischen Zerstörung"
    Dr. Hubertus Porschen, DIE JUNGEN UNTERNEHMER, stellt sich den Fragen von Ulrich Ziegler

    "Reden können viele, aber die Dinge werden nicht umgesetzt." Zwei Jahre nach dem Start der "Digitalen Agenda" der Bundesregierung zieht der Verband der JUNGEN UNTERNEHMEN eine kritische Bilanz. Als Beispiel nannte ihr Bundesvorsitzender, Hubertus Porschen, den zögerlichen Ausbau des Breitbandnetzes. Im Deutschlandradio Kultur sagte er: "Wenn wir beim Breitbandausbau in dem Tempo weitermachen, dann dauert es bis 2057, bis die flächendeckende Versorgung gewährleistet ist."

    Dieses Tempo könne sich Deutschland nicht leisten. Die Startup-Mentalität müsse endlich auch in der Politik ankommen. Die Politik müsse endlich die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Unternehmensgründungen schnell, einfach, günstig und möglichst digital erledigt werden können. Als Vorbilder nannte Porschen Länder wie Österreich oder Estland, in denen die Digitalisierung in der Verwaltung schon weit fortgeschritten sei.

    Digitalisierung müsse und werde in allen Bereichen Einzug halten. In der Politik, in der Verwaltung aber auch in alt eingesessenen Unternehmen. "Ich bin ein Verfechter von Schumpeter. Ich kenne den Prozess der der schöpferischen Zerstörung. Wir brauchen neue, frische Unternehmen, die auch den alt eingesessenen Unternehmen Feuer machen, damit die weiter innovativ sind."

    Außerdem bräuchte man in einer Digitalen Arbeitswelt ein neues Arbeitsrecht, das auf die neuen Bedürfnisse Rücksicht nimmt. Und auch das Bildungssystem müsse sich mehr an den neuen Herausforderungen orientieren.

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    In ihrer Welt
    Von Bernd Sahling
    Regie: der Autor
    Mit: Thomas Bading
    Komposition: Oswald Schwander
    Ton: Andreas Stoffels
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016
    Länge: 53'56
    (Ursendung)

    In den 90er-Jahren gingen sehbehinderte Jugendliche auf Blindenschulen. Einige hatten den Mut, sich dem Schulalltag mit Sehenden zu stellen.

    Jonas sagt: "Ich hatte immer ein völlig anderes Bild von Integration. Ich hätte mir gewünscht, dass ich eine Ahnung von der Welt kriege, und nicht die Sehenden eine Ahnung von Blinden." In den 90er-Jahren gingen sehbehinderte Jugendliche mehrheitlich auf die Internatsschulen für Blinde. Einige wenige hatten dennoch den Mut, sich dem Schulalltag mit Sehenden zu stellen. Ihre Mitschüler interessierten sich für Mode und gingen in die Disko oder ins Kino. Die tägliche Konfrontation mit dem Anderssein auszuhalten, war schmerzlich. Fünf ehemalige Integrationsschüler erinnern sich.

    Bernd Sahling, geboren 1961 in Naumburg an der Saale, Autor und Regisseur. 1983 Volontariat im DEFA-Spielfilm-Studio in Babelsberg, anschließend Regieassistent. 1986-1991 Regiestudium an der HFF in Babelsberg, anschließend DAAD-Stipendiat in Chicago. Seitdem freier Autor und Regisseur für Kinderfilmproduktionen. 2004 Deutscher Filmpreis für "Die Blindgänger". Workshops zur Filmarbeit mit Kindern in Europa, Asien und Amerika. Mitglied der Deutschen Filmakademie, sowie zahlreicher Festivaljurys.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Konzert

    Gluck Festspiele Nürnberg
    Meistersingerhalle
    Aufzeichnung vom 18.07.2016

    Niccolo Piccini
    "Iphigénie en Tauride"
    Tragédie lyrique in vier Akten
    Libretto: Alphonse du Congé Dubreuil nach Euripides

    Iphigénie - Claudia Sorokina, Sopran
    Oreste - Frederik Cornille, Bariton
    Pilade - Benedikt Kristjansson, Countertenor
    Thoas - Jean-Vincent Blot, Bariton
    Diane - Pauline Courtin, Sopran
    Vocalconsort Berlin
    Camerata Salzburg
    Leitung: Wolfgang Katschner

    Künstler, Philosophen, Staatsmänner, Freigeister stritten im 18. Jahrhundert über die Zukunft. Diesem Streit verdanken wir die heutige Oper.

  • Mieczysław Weinberg
    Sonaten für Klavier

    Elisaveta Blumina, Klavier

    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke
    u.a. Internationale Filmfestspiele Venedig 2016

    Filmfestspiele Venedig: Die Goldenen Löwen sind vergeben
    Gespräch mit Anke Leweke und Patrick Wellinski

    Puder, Pomp und Dekadenz: "Barock - nur schöner Schein?" in Mannheim
    Von Gerald Felber

    Kulturpresseschau Wochenrückblick
    Von Arno Orzessek