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Sonntag, 13.09.2015

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    Die Muttersprache der Götter.
    Die Anfänge der Lyrik und ihr Überleben heute.
    Barbara Wahlster im Gespräch mit dem Literaturwissenschaftler Heinz Schlaffer
    (Wdh. v. 26.08.2012)

    In der Anrufung und Beschwörung von Göttern und Geistern sieht der Stuttgarter Literaturwissenschaftler Heinz Schlaffer eine besondere Sprache entstehen. Als Lyrik habe sie den Prozess der Säkularisierung überlebt und speise sich immer noch zum Teil aus dem einst erforderlichen hohen Ton und der kultischen Aufladung. Für seine „geistvollen und beobachtungsscharfen, streitlustigen und pointierten Bücher und Essays“ erhielt Heinz Schlaffer 2012 den Johann-Heinrich-Merck-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Jörg Adamczak

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Mathias Mauersberger

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Sufi-Bewegung

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Allein, für Gott und die Menschen
    Jürgen Knobel, ein christlicher Eremit in Brandenburg
    Von Elena Griepentrog
    Katholische Kirche

    Das kleine Ort Lindow liegt zwischen den hübschen Kulturstädtchen der alten Preußen, zwischen Neuruppin und Rheinsberg, rund 60 Kilometer nördlich von Berlin. Am Ortsrand steht die denkmalgeschützte katholische St. Josefs-Kirche aus rotbraunem Backstein. Und in einem Anbau lebt, mitten im dünnbesiedelten Land Brandenburg, wo nur noch jeder Fünfte einer Kirche angehört - ein christlicher Eremit. Ja, gibt's denn das noch? Oder schon wieder? Und wie kommt einer auf die Idee, als Einsiedler leben zu wollen?

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzähltag
    Der Tag am Meer
    Von Rusalka Reh
    Ab 6 Jahren
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014
    Moderation: Ulrike Jährling

    Einen speziellen Tag im vergangenen Sommer wird Mia nie vergessen. Ganz allein war sie am Strand und dann war da plötzlich dieser Delfin.

    Schon oft hat Mia versucht, den anderen Kindern von ihrem Erlebnis am Strand zu berichten. Doch sie glauben ihr nicht und so hat Mia aufgehört davon zu erzählen. Von nun an behält sie die Erinnerung an diesen Sommertag für sich, wie einen Opal in der Seele. Der Tag, als sie alleine zum Strand gegangen war, um Muscheln zu sammeln. Mia liebte es am Strand zu sein. Stundenlang konnte sie einfach so im Wind stehen und über das Meer hinweg sehen. Dann wurde alles so weit, so endlos und schön. Und plötzlich war da dieser Delfin.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Hörspieltag
    Malwine und Herr Kast
    Von Jenny Reinhardt
    Ab 8 Jahren
    Regie: Stefan Dutt
    Mit: Annemarie Nazarek, Klaus Herm, Verena von Behr, Reinhard Stornowski, Matthias Matschke, Ingeborg Medschinski, Hans Werner Kraehkamp
    Produktion: DeutschlandRadio Berlin 1997
    Länge: 52'
    (Wdh. v. 10.10.2010)
    Moderation: Ulrike Jährling

    Malwine und Sylvester kämpfen um das Leben eines Kastanienbaumes.

    Malwine ist acht Jahre alt und will sich von ihren Eltern scheiden lassen. Eltern und Kinder passen einfach nicht zusammen, erzählt sie dem alten Herrn Kast und will wissen, ob so eine Scheidung lange dauert. Ja, das dauert lange, und das ist gut so! Denn inzwischen lernt Malwine Sylvester kennen, kämpft mit ihm um den alten Kastanienbaum, und als der Mann mit dem Helm doch die Säge ansetzen will, da packt ihn Malwines Mutter am Kragen und Malwines Vater sperrt den Strom ab. Vielleicht sind Eltern ja doch zu gebrauchen, denkt Malwine und zieht ihre Scheidung zurück.

    Jenny Reinhardt, geboren 1949, hat Germanistik studiert, war Hörspieldramaturgin, lebt als freie Autorin in Berlin. Schreibt Geschichten und Hörspiele für Kinder und Erwachsene, u. a. 2013 für Deutschlandradio Kultur das Kinderhörspiel "Nelson sucht Nele".

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • Von Geistern und verwunschenen Orten
    Glashütten im Bayerischen Wald
    Von Adama Ulrich und Vera Neumann
    (Wdh. v. 21.09.2013)

    Die alten Glasmacher kennen ihn noch, haben ihn in so mancher Nacht durch die Hütten streifen sehen: den Glashüttengeist "Durandl". Und wer wusste nicht um den Teufel, der seine Hand bei der Glaserzeugung im Spiel gehabt haben soll! Sagen und Mythen, die bis heute von Generation zur Generation weitererzählt werden und die Identität der Menschen hier prägen. Auch wenn in den Glashütten von Riedlhütte, Spiegelau und Zwiesel die Feuer in den Brennöfen nicht mehr lodern.
    Die Herstellung des wertvollen Bleikristallglases hat im Bayerischen Wald eine lange Tradition. Doch Ende des 20. Jahrhunderts begann durch die zunehmende Modernisierung und Globalisierung ein allmähliches Glashüttensterben. Die Folgen für die Menschen waren einschneidend und klingen bis heute nach. Und auch wenn sie sich den neuen Gegebenheiten angepasst haben - der Geist von "Durandl" weht weiter, nicht nur in ihren Erinnerungen, sondern auch in den Schauglashütten und Werksverkäufen.

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Axel Flemming

  • Im Dschungel
    Besuch im Flüchtlings-Slum von Calais 
    Von Margit Hillmann 

    Vor fünfzehn Jahren wurde in der nordfranzösischen Hafenstadt Calais das Auffanglager Sangatte eingerichtet. Es sollte Flüchtlingen, die von Calais durch den Eurotunnel nach  Großbritannien gelangen wollten,  eine menschenwürdige Notunterkunft garantieren. Doch die humanitäre Hilfe von damals ist längst umgeschlagen in zynische Abschreckungspolitik. Die staatliche Notunterkunft wurde geschlossen, die Flüchtlinge aus Calais vertrieben. Heute leben über 3000 Menschen unter freiem Himmel auf einem verwaisten Industriegebiet außerhalb der Stadt. Das Flüchtlingslager von Calais,  kritisieren  Menschenrechtsorganisationen, erinnere an die großen Camps auf dem afrikanischen Kontinent. Sie warnen vor einer humanitären Katastrophe.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Thorsten Jantschek

    Kleine Leute, große Fragen: Wie kommen die Gedanken in den Kopf?
    Von Regina Voss

    Der philosophische Wochenkommentar: Zuviel oder zu wenig Zensur?
    Von Catherine Newmark

    Adorno-Preis-Verleihung an Georges Didi-Huberman
    Von Mario Scalla

    Drei Fragen an Hans Kollhoff

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Menschenrechte als PR-Thema?
    Das sogenannte "Social Washing"
    Von Jens Rosbach

    Über Menschenrechte reden, nicht über Christenverfolgung
    Gespräch mit Daniel Legutke, Referent für Menschenrechte bei der Kommission "Justitia et Pax" der deutschen Bischofskonferenz

    Keine Idylle am Himalaya
    Frauen als Menschen zweiter Klasse in Nepal
    Von Dorothea Brummerloh

    Feuerzeremonie gegen Neid
    Das hinduistische Ritual des Yagya
    Von Antje Stiebitz

    Moderation: Kirsten Dietrich

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Mystische Fantasien in Schwarz und Weiß
    Die Klaviermessen Alexander Skrjabins
    Moderation: Jürgen Otten
    (Wdh. v. 24.03.2013)

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Axel Flemming

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Jenseits des Spielfeldes
    Kinderschutz im Sport
    Von Thilo Schmidt

    Über Jahre hat ein Übungsleiter in einem Sportverein in der ostdeutschen Provinz seine Schützlinge - die jüngsten neun oder zehn Jahre alt - sexuell missbraucht, über 150 Fälle wurden ihm nachgewiesen beziehungsweise hat er eingestanden. Der Täter wurde verurteilt. Pädophile zieht es geradezu in Sportvereine: Körperkontakt, oftmals leichte Bekleidung, die Abhängigkeit der Betroffenen von ihren Trainern, das Gefügigmachen innerhalb der Mannschaft durch Gruppenzwang. Längst steuern die Verbände gegen: Es gibt Hilfsangebote für die Vereine, die mittlerweile viel sensibler mit dem Thema umgehen. Von der Prävention bis zur Intervention im Verdachtsfall: Eine neue Kultur in den Sportvereinen kann nicht verhindern, dass es weiterhin Vorfälle gibt - aber sie kann es den Tätern erheblich erschweren. Und jungen Sportlern und ihren Eltern etwas Sicherheit geben.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Spielregeln
    Brut
    Ein Projekt mit Studenten der Abschlussklasse 'Schauspiel' der Hochschule der Künste Berlin
    Von Matthias Zschokke
    Regie: Jörg Jannings
    Komposition: Klaus Buhlert
    Mit: Natascha Bub, Susanne Weckerle, Elisabeth Romano, Uwe Preuss, Jens Wachholz, Hans Georg Waidmann, Steffen Münster, Steffen Wink, Arne Rehberg
    Gesang: Max Raabe
    Ton: Martin Eichberg
    Produktion: RIAS Berlin 1989
    Länge: 85‘48

    Zuerst war es der kindliche Wunsch, Pirat zu werden, später die Unzufriedenheit, Unruhe und Sehnsucht als Antrieb für die Seeräuberei. Ein Hörspiel-Projekt mit Schauspielstudenten.

    "Ich hätte etwas Filigranes bezüglich Seeräuberei zu berichten, etwas Kostbares unter dem Namen Brut, von sehn-süchtigen Menschen, die als Kinder unter aufgeschlagenen Knien litten, wie wir; deren Münder klebrig waren, wie unsre. Sie wünschten für sich kühne Größe, wie wir. Sie wurden Piraten - nicht wie wir. Glauben Sie nicht, dass sie nun zufrieden seien. Im Gegenteil: Die Unzufriedenheit, die Unruhe, die Sehnsucht, das sind gerade die Motore, gleichsam die Galeerensklaven oder Schiffsschraubenantriebe, der Wind in den Segeln von Brut." (Der Autor 1988 zur Uraufführung des Stücks)

    Matthias Zschokke, geboren 1954 in Bern, Schriftsteller und Theaterregisseur.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Musikfest Berlin
    Philharmonie Berlin
    Aufzeichnung vom 07.09.2015

    Ivan Wyschnegradsky
    „Arc-en-ciel“ für sechs im Zwölfteltonabstand gestimmte Klaviere op. 37 / op. 52 a

    Georg Friedrich Haas
    „limited approximations“ für sechs im Zwölfteltonabstand gestimmte Klaviere und Orchester

    Arnold Schönberg
    „Pelleas und Melisande“ Sinfonische Dichtung op. 5

    Christoph Grund, Florian Hoelscher, Klaus Steffes-Holländer, Akiko Okabe, Matan Porat, Julia Vogelsänger, Klaviere
    SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
    Leitung: François-Xavier Roth

  • Endspiel Operette oder
    "Vom Zittern der Libellen in Gewittern"
    Von Peter Knopp
    (Wdh. v. 25.07.2010)

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Hanns Ostermann

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Sigrid Brinkmann

    Der argentinische Film - eine Erfolgs-Geschichte
    Von Tobias Wenzel

    Kulturpresseschau
    Von Adelheid Wedel