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Samstag, 19.08.2017

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Landschaft mit Ruine
    Eine Lange Nacht über Reisen nach Italien
    Von Nora Bauer
    Regie: die Autorin

    Seit der Antike gehört das Reisen zu den kulturellen Praktiken, die zu Erwerb und Weitergabe von Bildung und Wissen genutzt werden. Im Mittelalter durchqueren die Mönche auf langen, beschwerlichen Fahrten von Kloster zu Kloster den europäischen Raum gen Süden. Die Könige reisen nach Rom, um sich vom Papst krönen zu lassen. Ihnen folgen die Händler und dann der Adel. Im Zeitalter der Aufklärung unternimmt die neue Klasse der ‚Bürger‘ Bildungsreisen nach Italien. Der Archäologe Johann Joachim Winckelmann formuliert in seiner Interpretation der antiken Statuen, die er in Italien bewundert, eine bürgerliche Ästhetik „des edlen Ausdrucks und der stillen Größe“. Er löst damit größtes Interesse unter deutschen Italien-Touristen aus, die anschließend ihre Reisetagebücher veröffentlichen. In den ‚Italienreisen‘ spiegelt sich der Paradigmenwechsel in Politik, Philosophie und Kunst vom Mittelalter über die Aufklärung bis in das Zeitalter der Nationalstaaten. Für die wechselnden Blickwinkel finden sich in den Werken von Lessing und Archenholz, Goethe, Seume und Heine frühe Signale einer Umdeutung des Sehnsuchtsziels Italien: vom Gipfel des ästhetischen Ideals bis in die Tiefen der Kritik an der politischen Rückständigkeit und der Zerstörung durch Adel, Klerus und Krieg.

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Filmmusik
    Max Steiner
    "Fighter Squadron"

    Maurice Jarre
    "Vendredi ou La vie sauvage"

    John Barry
    "Mary, Queen of Scots"

    Moderation: Birgit Kahle

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • DDR-Regimekritiker Rudolf Bahro seit einem halben Jahr in Haft
    Rundschau am Abend
    RIAS Berlin 1978

    Rudolf Bahro im Gespräch mit Karl Wilhelm Fricke und Klaus Sauer
    Deutschlandfunk 1979

    Vorgestellt von Michael Groth

    Den 21. August 1968, den Einmarsch des Warschauer Paktes inklusive DDR bei den aufmüpfigen Tschechen, bezeichnete Rudolf Bahro als „schwärzesten Tag“ seines Lebens. Nicht zuletzt dieser Tag dürfte den Wissenschaftler zu seinem Buch ‚Die Alternative‘ angeregt haben. In der DDR durfte das Werk nicht erscheinen, der Spiegel veröffentlichte Auszüge, in denen es um einen verbesserungswürdigen Sozialismus ging. Am Tag nach der Veröffentlichung, am 23.8.1977, wurde Bahro verhaftet. Im Oktober 1979 wurde er amnestiert und nach Westdeutschland ausgewiesen. Kurz nach seiner Ankunft gab er dem Deutschlandfunk ein Interview.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen

    06:20 Uhr
    Wort zum Tage

    Pfarrer Hannes Langbein
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:20 Uhr
    Kommentar der Woche
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:40 Uhr
    Interview

    Nationalbibliothek lässt durch Maschinen verschlagworten - mit welchen Folgen?
    Reinhard Altenhöner, Staatsbibliothek Berlin, Leiter der Zentralabteilung

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:20 Uhr
    Frühkritik

    Kino: 20 Jahre "Berliner Schule"

    08:30 Uhr
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Geistesblitze - Wie tickt unser Gehirn?
    Gast: Dr. Henning Beck, Neurowissenschaftler, Science Slammer und Autor
    Moderation: Matthias Hanselmann

    Wie entstehen Gedanken?
    Was passiert bei einem Geistesblitz?
    Wie kommt unser Gehirn immer wieder auf neue Ideen?
    Solche Fragen faszinieren den Neurowissenschaftler Henning Beck.
    Und da sein Gehirn auf Neugierde gepolt ist, ist er den Rätseln rund um unsere faszinierende Steuerungszentrale auf der Spur. Seine Erkenntnisse hat er in mehreren informativen, aber auch unterhaltsamen Büchern zusammengefasst. Und nicht nur das: Beck, Jahrgang 1983, ist auch Science Slammer. Er tritt regelmäßig gegen andere Wissenschaftler in den Ring, um seine Forschung im sportlichen Wettbewerb zu präsentieren. Mit Erfolg: 2012 holte er die Deutsche Meisterschaft mit seinem Vortrag "Speed up your mind".

    Hörerinnen und Hörer können sich beteiligen:
    00800 2254 2254
    E-mail unter: gespraech@deutschlandfunkkultur.de
    Facebook und Twitter

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Moderation: Christian Rabhansl

    "Täuschend echt und glatt gelogen" von Maria Konnikova

    "Lügen im Netz" von Ingrid Brodnig
    Gespräch mit der Autorin

    "Narzissmus, Verführung und Macht in Politik und Gesellschaft" von Bärbel Wardetzki
    Gespräch mit der Autorin

    "Warum wir irre wählen" von Roman Maria Koidl
    Gespräch mit dem Autor

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages  
    Moderation: André Hatting

  • Der Wochenrückblick
    Moderation: Marcus Pindur

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Live aus Bochum von der Ruhrtriennale 2017
    Moderation: Susanne Burkhardt

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Moderation: Patrick Wellinski

    Von Pferden und Männern: Valeska Grisebachs WESTERN

    Vorgespult:"Ana, Mon Amour";"Parasol";"Das ist unser Land"

    Weibliches Prügelballett - Warum Charlize Theron "Atomic Blonde" produzierte

    John Bailey ist neuer Präsident der Academy of Motion Pictures and Sciences

    Was war oder ist die "Berliner Schule"? - Eine Bestandsaufnahme
    Gespräch mit Katja Nicodemus, Filmkritikerin und Florian Körner von Gustorf, Filmproduzent

    15:00 Uhr
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Moderation: Marietta Schwarz

    Auf Reisen
    Von David Tschöpe

    Projektionen im unbewohnten Raum - Kunstexpedition in die Antarktis
    Von Anne Herrberg

    Immer auf der Suche - Interview mit einem Reiseblogger
    Gespräch mit Johannes Klaus

    Gut verstaut, die Welt der Reiseutensilien
    Von Mandy Schielke

    Der Esprit der Hippiekommune - Festivals als Reiseziel
    Von Martin Böttcher

    Das Direktorenzimmer
    Folge 9: Museum Folkwang Essen
    Von Susanne Luerweg und Sabine Oelze

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: André Hatting

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    Menschen könnten die neuen Affen sein - Der Vormarsch der Künstlichen Existenz
    Thomas Metzinger, Philosoph, stellt sich den Fragen von Annette Riedel

    Eine Mehrheit von Experten ist sich einig: Noch in diesem Jahrhundert wird es Systeme Künstlicher Intelligenz geben, deren Intelligenz sich zu der unseren so verhält wie die unsere zu derjenigen der Schimpansen. In absehbarer Zeit wird es wahrscheinlich kaum noch etwas geben, was Roboter nicht besser können als Menschen.

    Schon heute hängen die Weltwirtschaft und der Finanzhandel von Computer-Algorithmen ab, die ihre Entscheidungen im Milli-Sekundenbereich treffen. Es gibt weltweit zunehmend kommerzielle Interessen, die  - ungebremst - hin zu einem nahezu unaufhaltbaren "Wettrüsten" in der Robotik führen werden.

    Je autonomer Künstliche Intelligenzen agieren, desto größer ist ihr Potential, aber desto größer wird auch die Gefahr, dass sie sich eines Tages aus der Rolle der Dienenden lösen.  Immer leistungsfähiger werdende, selbst lernende intelligente Systeme könnten Kriege auslösen; sie könnten sich der Kontrolle ihrer Erschaffer und Programmierer entziehen und sich gegen sie wenden. Vernehmbarer werden daher die Stimmen derjenigen, die warnen, dass sich mit dieser Entwicklung mindestens so viele Risiken verbinden wie Chancen. Tesla-Chef Elon Musk warnt beispielsweise, dass die Gefahren unterschätzt werden und dass Künstliche Intelligenzen zu einem "fundamentalen Risiko für die Existenz der menschlichen Existenz" werden könnten. Musk: "Wir sollten in der Regulierung proaktiv und nicht reaktiv sein." 

    Können und sollen diese Entwicklungen aufgehalten werden? Welche ethischen und demokratietheoretischen Fragen stellen sich, wenn System immer intelligenter, Subjekten immer ähnlicher werden? Wäre eine neue internationale "Maschinen-Ethik" denkbar und realistisch? Wären Künstliche Intelligenzen vielleicht die "besseren Menschen?

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Kleinstheim
    Hörstück aus Originaltönen
    Von Stefan Kolbe und Chris Wright
    Mit: Sarah, Nancy, Adriano, Fermin, Erzieherin Mella, Erzieherin Anette und Erzieherin Elke
    Ton: Chris Wright und Andreas Stoffels
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2011
    Länge: 52'16
    (Wdh. v. 18.04.2011)

    Im Kinderheim aufwachsen in Sachsen-Anhalt.

    In der Nähe von Magdeburg steht eine Schlossburg. Im Obergeschoss wohnen sieben Teenager. Sie führen den Alltag normaler Jugendlicher, zwischen Schule, Chatroom, erster Liebe, Langeweile und Dorfplatztratsch. Betreuer und Erzieher helfen ihnen. Kleinstheim Schloss Krottorf nennen sie das Kinderheim. Eine Sammlung von kurzen und längeren Geschichten, aufgezeichnet, aufgeschrieben oder hingekritzelt. Wo ist der eigene Platz in dieser Gesellschaft?

    Das Folgestück zu "Kleinstheim" läuft in der kommenden Woche am 26. August 18.05 Uhr: "Zwei Waisenkinder und ihr erstes Kind".

    Stefan Kolbe, 1972 in Halle an der Saale geboren. Zeitungsvolontariat. Kamerastudium an der HFF Konrad Wolf Potsdam-Babelsberg. Filmemacher, Autor, Produzent, Kameramann, Fotograf. Lebt in Berlin und in der Uckermark.

    Chris Wright, 1972 in Radcliffe, England, geboren. Studium der Germanistik und Romanistik in Cambridge und Leipzig. Schnittstudium an der HFF Konrad Wolf Potsdam-Babelsberg. Filmemacher, Autor, Schnittmeister, Dozent, Redakteur. Lebt in Berlin.

    Gemeinsam zuletzt: "Pfarrer" (DKultur 2014).

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Konzert

    Musikfest Bremen
    Eine große Nachtmusik
    Live aus dem Konzertsaal Die Glocke, aus der Kirche Unser Lieben Frauen und dem Atlantic Grand Hotel

    Felix Mendelssohn Bartholdy
    Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 "Schottische"

    Robert Schumann
    Klavierkonzert a-Moll op. 54

    Kathia Buniatishvili, Klavier
    Orquestra de Cadaqués
    Leitung: Jaime Martín

    Carlo Gesualdo da Venosa
    "Sacrae cantiones" für fünf Stimmen

    James Wood
    "Sei canti" für vier Saxophone

    Vocalconsort Berlin
    Bl!indman [sax]
    Leitung: James Wood

    Johann Sebastian Bach
    Brandenburgische Konzert Nr. 6 B-Dur BWV 1051
    Brandenburgische Konzert Nr. 4 G-Dur BWV 1049

    Il Giardino Armonico
    Leitung: Giovanni Antonini

    Klavierwerke von Fazil Say, Franz Liszt und Astor Piazzolla

    Ferhan Önder, Klavier
    Ferzan Önder, Klavier

    3 aus 27 - das ist das Motto der "Großen Nachtmusik", mit der das Musikfest Bremen eröffnet wird. Drei Konzerte aus insgesamt 27 Veranstaltungen übertragen wir live. Alte Musik steht wie selbstverständlich neben Zeitgenössischem, Orchestrales neben Kammermusik, Oper neben Jazz und Weltmusik.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke
    u.a. Lyriksommer

    Nach der Absage im letzten Jahr: Die Kunstbiennale Sinopale in der Türkei
    Von Ingo Arend

    Ultimative Objekte im Museums-Shop #5: Urgeschichtliches Museum in Blaubeuren
    Von Uschi Götz

    Arbeiten in Geschichte
    Zeitgenössische chinesische Fotografie und die Kulturrevolution
    Fotomuseum in Berlin
    Von Jochen Stöckmann

    Kulturpresseschau - Wochenrückblick
    Von Ulrike Timm