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Freitag, 21.08.2015

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Klangkunst

    Prix Presque Rien/Ferrari(r)écouté
    Produktion: Association Presque Rien/ZKM/HR 2011- 2013
    Länge: 55’30

    Zum zehnten Todestag von Luc Ferrari: Neue Kompositionen aus dem Archivmaterial des französischen Klangkünstlers.

    Der französische Komponist Luc Ferrari war ein Meister der akustischen Wirklichkeiten. Seine Kompositionen zeugen von den bahnbrechenden Auseinandersetzungen der musique concrète: Was ist der Grundstoff der Musik? Auf Tonband aufgenommene Geräusche dienten hier erstmals als kompositorisches Material. Bis heute schöpfen Klangkunsttalente aus dieser Quelle. Zeit seines Lebens hat Luc Ferrari seine Feldaufnahmen akribisch archiviert. Im Rahmen der Wettbewerbe Prix Presque Rien und Ferrari (r)écouté wurde dieses Rohmaterial als Grundlage für neue Kompositionen zur Verfügung gestellt. Wir präsentieren eine Auswahl der Preisträgerwerke.

    Luc Ferrari (1929-2005) war einflussreicher Klangkünstler, Komponist und Hörspielmacher. Er prägte den Begriff 'musique anecdotique'.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Weltmusik
    Karibische Kreuzfahrt
    Moderation: Carsten Beyer

    In der Tonart unternimmt Carsten Beyer eine musikalische Rundfahrt durch die Karibik: Von den Bahamas bis nach Kolumbien geht die Reise - über Kuba, Jamaika, Haiti, Puerto Rico und die Antillen. Ob Zouk, Reggae, Calypso oder Merengue - die unterschiedlichen Beats sorgen für genug Wind in den Segeln - mit dabei sind unter anderem Ibrahim Ferrer, Omara Portuondo, Peter Tosh, Desmond Dekker, Danny Rivera, Tito Puente, Zouk Machine u.v.a.

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Nana Brink

    05:30 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
    06:23 Uhr
    Wort zum Tage

    Pastor Diederich Lüken
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:40 Uhr
    Alltag anders

    Hausbau
    Von Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:20 Uhr
    Frühkritik

    Sterbeübung in Mischhalle: "Orfeo" bei der Ruhrtriennale in Essen
    Von Stefan Keim

    08:30 Uhr
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Wie zeigen sich Ihre japanischen Wurzeln in Ihrer Kunst?
    Katrin Heise im Gespräch mit Leiko Ikemura, bildende Künstlerin, ehem. Professorin der Berliner UdK

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:07 Uhr

    Lesart

    Das Literaturmagazin
    Moderation: Joachim Scholl

    Lyriksommer
    "Löwenzahn" von Christine Nöstlinger

    Postkarte aus Tokio
    Von Nora Gomringer

    Was mir durch den Kopf geht - Lyrik als Performance
    Gespräch mit Nora Gomringer

    Sachbuch: "Nein. Ein Manifest" von Eric Jarosinski
    Rezensiert von Florian Werner

    Straßenkritik:
    "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann

  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:07 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Vormittag
    Moderation: Matthias Wegner

    Das muss man gehört haben - oder auch nicht!
    Mit Uwe Wohlmacher

    11:35 Uhr
    Tonart

    Schleswig-Holstein Musikfestival: Mit Pauken zum Publikumsrekord

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Mittag
    Moderation: Frank Meyer und Katja Schlesinger

  • Trügerische Ruhe
    Was tun, wenn der Castor nicht mehr kommt?
    Von Axel Schröder

    Seit Ende der 70er-Jahre gab es im Wendland, rund um Gorleben, immer wieder Auseinandersetzungen um die Pläne für die End- und Zwischenlagerung von hochradioaktivem Müll. An keinem anderen Ort in der Bundesrepublik entwickelte sich eine derart aktive Kultur des Widerstands wie im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Nun steht fest: in den nächsten Jahren, vielleicht Jahrzehnten wird es keine Castor-Transporte mehr geben. Und auch die Erkundungsarbeiten im Salzstock wurden längst eingestellt. Trauen die Menschen im Wendland dem Frieden? Werden die Treffen der Anti-Atom-Initiativen bis auf Weiteres eingestellt? Wie gehen die Aktivisten mit der neuen Situation um? Zerfallen nun die Bindungen, die ihr Kampf gegen die Atomkraft, gegen den Standort Gorleben hervorgebracht hat? Ein Streifzug durch eine Region, in der die Menschen nach Jahren des Aufruhrs endlich wieder einmal durchatmen. Über ihre Hoffnungen und ihr immer noch vorhandenes Misstrauen.

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:07 Uhr

    Kompressor

    Das Kulturmagazin
    Moderation: Timo Grampes

    Frage des Tages:
    Die hohe Kunst der Luftaufnahme - was macht einen guten Drohnenfilm aus?
    Gespräch mit Marcus Bösch

    Ständig vermisst: Die Interventionen Schlingensiefs - zum 5. Todestag

    Fundstück 23: Alec Finlay/Chris Watson ‎- Siren

    Gig-Poster - Kunstwerke gegen Kommerzialisierung der Musik?

    Das Lesen der anderen: Monopol
    Gespräch mit Holger Liebs, Chefredakteur

  • 15:00 Uhr

    Kakadu

    15:05 Uhr
    Kakadu

    Ein Riese kann auch winzig sein
    Fakt und Schein von Groß und Klein
    Von Martin Klein
    (Wdh. v. 04.07.2010)
    Moderation: Paulus Müller

    Was groß und was klein ist, scheint auf den ersten Blick sonnenklar. Doch je genauer man hinschaut, desto schwerer lässt sich sagen, ob etwas absolut betrachtet riesig oder vielleicht doch eher winzig ist. Wir unternehmen eine Audioreise zum Allergrößten und zum Allerkleinsten. Unterwegs gibt es Begegnungen mit Kindern und Erwachsenen, Riesen und Zwergen, einem Astrophysiker, dem Klub der Langen und dem kleinsten Kino Berlins.

    Martin Klein lebt als freier Autor in Potsdam und Berlin. Er hat über vierzig Kinder- und Jugendbücher geschrieben, die in bislang zwölf Sprachen übersetzt wurden. Außerdem liebt er das Radio und verfasst seit vielen Jahren sehr gern Beiträge für diverse Rundfunkanstalten.

  • 15:30 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Nachmittag
    Moderation: Carsten Rochow

    10. Todestag: Porträt des Synthesizer-Pioniers Robert Moog
    Von Bernd Gürtler

    Das Pop-Duo Boy zu Gast mit neuem Album "We were here"

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Abend
    Moderation: Vladimir Balzer und Axel Rahmlow

    Bund fordert mehr Abschiebungen - Flüchtlingspfarrer über seine Erfahrungen
    Gespräch mit Bernhard Fricke

    Hochwasser, Hitze, weniger Schnee: der Klimawandel in Deutschland
    Gespräch mit Bärbel Höhn, MdB, B'90/Die Grünen

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:07 Uhr

    Wortwechsel

    Wohin steuert die Weltwirtschaft?
    Es diskutieren:
    Prof. Henning Vöpel, Direktor HWWI, Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut
    Prof. Anke Hassel, Hertie School of Governance
    Prof. Eberhard Sandschneider, DGAP, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik
    Prof. Marcel Fratzscher, Direktor des DIW, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
    Moderation: Burkhard Birke

    Chinas Wachstum lässt rapide nach, trotz dritten Hilfspakets schwebt die Griechenlandkrise wie ein Damoklesschwert weiter über der Eurozone, die Folgen der Finanzkrise scheinen alles andere als überwunden. Wohin steuert die Weltwirtschaft angesichts wachsender Schuldenberge, überbewerteter Aktien, unterbewerteten Yuans, Armutsmigration und Tiefstand beim Ölpreis? Kommt es zu einer Verschiebung der Kräfteverhältnisse zwischen USA, EU, BRICS? Greifen die klassischen ökonomischen Ansätze noch? Wie kann man den Herausforderungen begegnen?

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • Moderation: Miron Tenenberg

    Judenretter in Warschau
    Von Martin Sander

    Masada und sein Mythos
    Von Peter Kaiser

    Zum Schabbat erwartet Sie ein Teil des Seelengedenkens »El Mole Rachamim« von Manfred Lewandowski als Bariton und Felix Robert Mendelssohn am Cello.

    Judenretter in Warschau
    Die Allerheiligenkirche am Warschauer Grzybowski-Platz gehörte zum Warschauer Ghetto. Nach der Verkleinerung des Ghettos stand sie direkt an der Grenze. Dort fanden zahlreiche Juden Schutz vor der Deportation. Hilfe kam vom Pfarrer Marceli Godlewski, der vor dem Krieg durch seine antisemitischen Einlassungen bekannt war. Heute ist er einer der 6.500 Polen, die in Yad Vashem als „Gerechte der Völker“ ausgezeichnet wurden. Juden gerettet zu haben ist derzeit in Polen en vogue. Nun wird ein Denkmal für die Judenretter gefordert. Doch das ist umstritten.

    Masada und sein Mythos
    400 Meter über dem Toten Meer thront die Bergfestung Masada auf einem Felsplateau. Seit bald 15 Jahren zählt die Festung zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist einer der wichtigsten „Erinnerungsorte“ für alle Israelis. Erbaut von König Herodes als Winterpalast, sollte Masada ein Rückzugsort gegen feindliche Angriffe werden. Doch nach dem Jüdischen Aufstand gegen die Römer und dem Fall Jerusalems im Jahr 70 wurde die Festung die letzte Bastion gegen die Besatzer. Was hier vor Jahrtausenden im Verlauf der Kämpfe um Masada geschah, bewegt noch heute nicht nur israelische Besucher. Hier spiegelt sich ein altes israelisches Lebensgefühl wider: die Umzingelung von Feinden.

    Schabbat
    Der Brauch den Toten mit diesem Gebet zu gedenken stammt aus dem Rheinland. Dort wurde damit ursprünglich den rheinländischen Märtyrern gedacht, die während der Kreuzzüge umkamen. Dieser Brauch wurde über die Zeit ein fester Bestandteil zur Erinnerung an alle Toten und wird teilweise auch mit der Nennung der Namen vorgetragen. Der Titel »El Mole Rachamim« trägt den Zusatz »Gebet für die im Weltkrieg gefallenen Krieger« und meint damit die Juden, die im ersten Weltkrieg starben.

    Als Zwischenmusik hören Sie den Titel „Mashith“ vom 24. Album mit dem Namen »Amon« aus der musikalischen Reihe »Masada  Songbook Two - The Book of Angels« von John Zorn, interpretiert von der Band Klezmerson um den Musiker Benjamin Shwartz.
    . Dieser verfasste das Manifest zur »Radical Jewish Culture«, einer neuen progressiven Musikauffassung, die unterschiedliche Musikrichtungen umfasst, dennoch klar mit den jüdischen Wurzeln der Künstler verbunden bleibt. Für das sogenannte Erste Buch der Masada-Reihe komponierte Zorn 205 Stücke, die er mit seiner Band »Masada-Quartett« einspielte. Für den zweiten Teil der Masada-Reihe schrieb er 316 Titel, die er verschiedenen Künstlern übergab. »Masada« zu kategorisieren fällt schwer, schöpft sie doch aus John Zorns scheinbar unendlicher Kreativität und bringt Alben hervor, die aus Jazz, Kammermusik, Noise, Klassik oder Punk bestehen.

  • 19:30 Uhr

    Zeitfragen

    Lyriksommer
    Die Dinge neu sehen
    Die große amerikanische Lyrikerin Elisabeth Bishop
    Von Astrid Nettling
    (Wdh. v. 08.02.2011)

    Oft sind es alltägliche Dinge, denen Bishops dichterischer Blick überraschend neue Sichten abgewinnt.

    Elizabeth Bishop (1911 - 1979) ist eine der großen amerikanischen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts und hierzulande doch immer noch so gut wie unbekannt. Ihr relativ schmales, aber kostbares Œuvre umfasst Gedichte, Erzählungen, Prosastücke sowie Übertragungen aus dem Portugiesischen und Spanischen. In Worcester, Massachusetts, geboren, verbrachte sie nach dem Tod des Vaters ihre frühe Kindheit bei den Großeltern im kanadischen Neuschottland. Mit 19 Jahren trat sie in das berühmte Vassar College ein, wo zur gleichen Zeit Mary McCarthy studierte, und lernte dort die Dichterin Marianne Moore kennen, die sie in dem Beschluss bestärkte, freie Schriftstellerin zu werden. Nach Jahren ruhelosen Umherreisens durch Europa lebte sie 15 Jahre in Brasilien und kehrte dann in die Vereinigten Staaten zurück, wo sie 1979 in Boston starb. Bishops Dichtung, so meisterhaft wie unangestrengt, scheut die großen Gesten, erzielt jedoch durch Zurückhaltung und Sprachgenauigkeit eine umso stärkere Wirkung. Für ihren unverwechselbaren Ton hat Octavio Paz ein eindringliches Bild gefunden: "Wie Wasser kommt ihre Stimme aus einem dunklen, tiefen Ort; wie Wasser löscht sie einen doppelten Durst, den Durst nach Realität und den Durst auf Wunder."

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Schleswig-Holstein Musik Festival
    Laeiszhalle, Hamburg
    Aufzeichnung vom 18.07.2015

    Frédéric Chopin
    Andante spianato et Grande Polonaise brillante op. 22
    Klavierkonzert Nr. 2 f-Moll op. 21

    ca. 21.00 Konzertpause
    Ulrike Klobes im Gespräch mit Christian Kuhnt vom Schleswig-Holstein Musik Festival

    Igor Strawinsky
    Le sacre du printemps

    Jan Lisiecki, Klavier
    Schleswig-Holstein Festival Orchester
    Leitung: Krzysztof Urbański

  • 22:00 Uhr

    Einstand

    7. Stader Jugend-Orgelforum
    Eine Musikwoche für junge Organistinnen und Organisten
    Von Magdalene Melchers

    Bereits zum siebten Mal veranstaltete die Orgelakademie Stade das Stader Jugend-Orgelforum. Vom 23. bis zum 29. Juli erlebten hier Jugendliche im Alter zwischen 13 und 19 Jahren neue Orgelmusik und gleichermaßen alte Musik im Windschatten der großen historischen Orgeln Stades. Aber was lockt Jugendliche eigentlich heutzutage noch in die Kirche? Wie fanden sie den Weg zu diesem speziellen Instrument? Und mit welchen Wünschen und beruflichen Zielen widmen sich die Jugendlichen der Orgel? Im Rahmen des Kurses wurden die jungen Organisten auf den historischen Orgeln in Stade unterrichtet - ein bereichernder Kontakt von Profis und Anfängern, bei dem beide Seiten weitaus mehr lernen als die 'Kunst der Fuge'.

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    Lyriksommer
    "Löwenzahn" von Christine Nöstlinger

    Komplex:
    Krysztof Warlikowski inszeniert in Gladbeck Prousts "Die Franzosen"
    Gespräch mit Dorothea Marcus

    Filmerbe in Gefahr: Digitalisierung schafft Zugang - ist aber kein Archiversatz
    Gespräch mit dem Historiker Dirk Alt