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Freitag, 01.08.2014

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Klangkunst

    pssst Leopard 2A7+
    Von Natascha Sadr Haghighian
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014
    Länge: 47'09
    (Ursendung)

    "pssst Leopard 2A7+" ist eine klangliche Untersuchung der offenen Geheimnisse um den Panzer, der Leopard heisst.

    Es gibt Geheimnisse, die keine sind. Wie zum Beispiel die deutsche Rüstungsproduktion. Der Rüstungsexportbericht der Bundesregierung ist öffentlich zugänglich und bleibt doch in einem eigentümlichen Zwielicht. Dort genannt wird unter anderem der 2A7+, ein Gerät zur Befriedung von Unruhen, Protesten und Aufständen im urbanen Raum. Aber warum trägt ein Panzer einen Tiernamen? Und wie klingt ein Panzer, der Leopard heißt?
    'ssst Leopard 2A7+' ist eine klangliche Untersuchung der offenen Geheimnisse um den Panzer, der Leopard heißt, und dem wir vielleicht in Zukunft auf der Straße begegnen werden. Fiktive Fieldrecordings aus den Produktions- und Einsatzorten, manipulierte Geräusche aus dem Kettenfahrzeug, und Briefe an den Leopard entwerfen eine ambivalente Szenerie. Die scheinbar eindeutigen Funktionen des Kriegsgerätes werden unterwandert. Das Tier trennt sich vom Kettenfahrzeug.

    Natascha Sadr Haghighian, geboren 1967 in Teheran, ist eine deutsche Installationskünstlerin. Zahlreiche Ausstellungen u.a. documenta13.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Weltmusik
    Moderation: Carsten Beyer

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen

    05:30 Uhr
    Nachrichten
    05:50 Uhr
    Kalenderblatt

    Vor 100 Jahren: Der Erste Weltkrieg beginnt

    06:00 Uhr
    Nachrichten
    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:40 Uhr
    Alltag anders

    Zeitung
    Von Matthias Baxmann und Mathias Eckoldt

    07:50 Uhr
    Interview

    Was ist Resilienz - wie kann man sie stärken?
    Gespräch mit Professor Klaus Lieb, Leiter des neuen Deutschen Resilienz-Zentrum Mainz (DRZ)

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:20 Uhr
    Frühkritik

    Ausstellung "Die Welt um 1914. Farbfotografie vor dem Großen Krieg"
    Von Barbara Wiegand

    08:30 Uhr
    Nachrichten
    08:50 Uhr
    Buchkritik

    Sachbuch: Josef Sachs/ Volker Schmidt
    Faszination Gewalt: Was Kinder zu Schlägern macht, Orell Füssli, Zürich 2014
    Rezensiert von Susanne Billig

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Was kann man von Ihren hundert Jahren lernen?
    Gespräch mit Wilhelm Stintzing, Pfarrer i.R.

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:07 Uhr

    Lesart

    Das Literaturmagazin
    u.a.

    Marko Martin: Keine Zeit für Literatur im Gaza-Krieg!
    Gespräch mit dem Autor und Kenner der israelischen Literatur

    Der 1. Weltkrieg in der französischen Literatur
    Von Barbara Wahlster

    Originalton: Neuköllner Postkarten, Fünfte Karte
    Von Jan Wagner

    Belletristik: Flore Vasseur
    Kriminelle Bande, aus dem Französischen von Christian Driesen, Verlag Haffmanns & Tolkemitt, Berlin
    Rezensiert von Irene Binal

    Der 1. August 1944. Literatur zum Warschauer Aufstand
    Von Martin Sander

    Buchhändler im Gespräch: Ingo Herrmann, Buchhandlung Moby Dick aus Berlin

  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:07 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Vormittag
    u.a.
    Großmeister der Synästhesie: Matt Cutlers alias Lone und sein neues Album "Reali
    Von Tobias Feld

    11:30 Uhr
    Musiktipps

    Anna Prohaska: "Behind the Lines" - Lieder zwischen Krieg und Frieden
    Von Uwe Golz

    11:35 Uhr
    Tonart

    Das neue Buch von Alfred Brendel "Wunderglaube und Mißtonleiter"
    Haino Rindler im Gespräch mit dem Autor

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Mittag

    13:00 Uhr
    Nachrichten
  • Herr Ho hat Berlin geteilt
    Von Johannes Nichelmann

    Nordvietnam, Südvietnam - der alte Konflikt schwelt in Berlin weiter. Than-Thuy Luong fällt es schwer, das zu ertragen. Dass es Grabenkämpfe gibt, als etwa beim diesjährigen Neujahrsfest statt der offiziellen vietnamesischen Flagge, die rot-gelbe des Südens aufgehängt wurde. Than-Thuy war neun Jahre alt, als sie nach Deutschland kam. Ihre Eltern erzählen, dass sie keine Zeit hatten, sich um die eigene Integration zu kümmern. Sie mussten Geld verdienen, für sich und die Familie. So sind sie - wie viele andere Vietnamesen - weder in Deutschland richtig angekommen, noch in der Gegenwart des modernen Vietnams.

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:07 Uhr

    Kompressor

    Das Kulturmagazin
    u.a.

    Frage des Tages: Ist der Geier eine Ente? Was Hedgefonds von Dagobert Duck lernen können
    Gespräch mit Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung

    30 Jahre Anschnallpflicht - Ein Gespräch über Risikobereitschaft
    Gespräch mit Prof. Thomas Macho, Philosoph & Kulturwissenschaftler, Humboldt-Universität zu Berlin

    Kurzkritik - Super Duper Alice Cooper
    Von Uwe Wohlmacher

    Die Kunst des Krieges I: Futurimus
    Von Rudolf Schmitz

    Kai aus der Kiste? Wer ist die Neue der Stiftung Bauhaus Dessau?
    Von Nikolaus Bernau

  • 15:00 Uhr

    Kakadu

    15:05 Uhr
    Kakadu

    Frösche lesen keine Drehbücher
    Tiere vor der Kamera
    Von Brigitte Jünger
    Moderation: Tim Wiese

    Sind Wölfe wirklich gefährlich? Wo kann man sie in Deutschland in freier Wildbahn beobachten? Wie fliegen Maikäfer? Und wie leben Anemonenfische? Was ist besonders, wenn Giraffen schlafen? All diese Fragen stellen sich nicht nur Wissenschaftler, sondern auch der Tierfilmer Jens Hamann. Sein Beruf ist es, den Zuschauern eine Welt vor Augen zu führen, die sie meistens nur aus der Ferne kennen. Dafür hat er schon viele Tage und Stunden damit verbracht, auf der Lauer zu liegen, um kleine und große Tiere in ihrem Alltag zu beobachten. Neben seiner Filmkamera braucht er dabei vor allem eines: sehr viel Geduld! Wolf und Maikäfer zieren sich mindestens ebenso wie George Cloony und Brad Pitt, wenn sie etwas aus ihrem Leben preisgeben sollen. Doch das Warten lohnt sich! Am Ende erhalten die Zuschauer Einblick in eine tierische Welt, die uns normalerweise versperrt ist.

    Brigitte Jünger arbeitet als freie Journalistin in der Nähe von Köln und schreibt Kinderbücher. Ihre CD-Reihe "Kunst-Stücke für Kinder" ist mehrfach ausgezeichnet worden.

  • 15:30 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Nachmittag
    u.a.

    "Überall isch Musig" - Aus der Lieder- und Chansonszene der Schweiz

    Die "Kapelle Eidg. Moos" beim Festival "Schweizgenössisch" und zu Gast im Studio
    Von Mathias Mauersberger

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:07 Uhr

    Studio 9

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:07 Uhr

    Wortwechsel

    Putins exportierter Krieg - Zerbricht die Ukraine?
    Es diskutieren:
    Sabine Adler, Osteuropakorrespondentin Deutschlandradio
    Thomas Franke, freier Journalist, Moskau
    Patrick Keller, Konrad Adenauer Stiftung
    Wolfgang Gehrcke, MdB, Die Linke
    Moderation: Burkhard Birke     

    Es ist so gut wie sicher, dass die Maschine MH 17 über der Ostukraine mit Raketen abgeschossen wurde, die aus russischen Beständen stammen. Und es ist sicher, dass die menschenverachtenden Separatisten, die Kinder zunächst töten, und deren Angehörige und die Teams, die Informationen am Absturzort suchen, anschließend demütigen, ohne russische Unterstützung keine Chance hätten. Dennoch zögert die internationale Gemeinschaft. Die EU streitet über Sanktionen und Waffenlieferungen an Moskau. US-Präsident Obama findet außer starken Worten kaum Möglichkeiten, Putin dort zu treffen, wo es weh tut.
    Derweil zerfällt die Ukraine, die Regierung scheint hilflos - und Opfer ist, wie immer im Krieg, vor allem die Zivilbevölkerung. Ist die Lage noch beherrschbar? Wohin können die Flüchtlinge? Ist das Verhältnis zwischen Moskau und dem Westen dauerhaft beschädigt?

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • Was haben Juden mit dem Nahen Osten zu tun?
    Von Miron Tenenberg

    Ein wertvolles Erbe
    Von Rebecca Hillauer

    Tischa beAw
    Zwischen Trauer, Zorn und Hoffnung
    Von Heinz-Peter Katlewski

    Zum Schabbat : "Grant us Peace" von Kantorin Rebecca Garfein und "Ufros aleinu" (Gebet um Frieden) von Kantorin Roslyn Barak

    Moderation: Evelyn Bartolmai

    Was haben Juden mit dem Nahen Osten zu tun?
    Seit Israel vor gut 3 Wochen begonnen hat, dem ständigen Raketenhagel aus dem Gazastreifen mit einer Militäroffensive zu antworten, die auf die Zerstörung der Abschussrampen und damit der Machtstrukturen der Hamas gerichtet ist, hat das Entsetzen über das Blutvergießen in Nahost zugleich in zahlreichen Ländern eine Welle des Judenhasses ausgelöst, die im Nachkriegseuropa ohne Beispiel ist.

    Ein wertvolles Erbe
    In Algerien vor Ausbruch des Befreiungskrieges 1954 machten muslimische und jüdische Musiker gemeinsam Chaabi-Musik. Die junge algerisch-irische Regisseurin Safinez Bousbia hat dieser wunderbaren Geschichte nachgespürt und sie in dem preisgekrönten Film "El Gusto",auf Deutsch "Die Leidenschaft", dokumentiert. Im Frühjahr war der Film in der Reihe "Filmische Reflexionen" im Haus der Kulturen der Welt in Berlin zu sehen. Rebecca Hillauer hat mit der Regisseurin gesprochen.

    Tischa beAw - Zwischen Trauer, Zorn und Hoffnung
    Beim  Blick  in den Nahen Osten präsentiert sich der aktuelle Krieg zwischen Israel und der Hamas in Gaza für die einen als Folge einer völlig aus dem Ruder gelaufenen Politik. Für andere, und insbesondere ultra-religiöse Kreise, ist der Konflikt indes logische Abfolge der Vorsehung, und gar der Beginn des messianischen Zeitalters, dem ein verheerender Zerstörungskrieg vorangeht. Der jüdische Kalender verzeichnet für nächsten Dienstag den Trauertag Tischa beAw, den neunten Tag im Monat Aw. Es ist der Tag, an dem in der Geschichte des Volkes Israel wiederholt tragische Ereignisse stattgefunden und Katastrophen begonnen haben, wie Heinz-Peter Katlewski von dem Kölner CHABAD-Rabbiner Mendel Schtroks erfahren hat.

  • 19:30 Uhr

    Zeitfragen

    "Fremdheit als Konstante"
    Die französische Schriftstellerin Marie N'Diaye und ihre rätselhaften Frauenfiguren
    Von Katrin Hillgruber
    (Wdh. v. 15.02.2011)

    Vielfach preisgekrönt, lebt und schreibt die französische Autorin in der Wahlheimat Berlin. Das Motiv der Fremdheit teilt sie mit ihren Frauenfiguren.

    Marie N'Diaye ist in ihrer 2007 erkorenen Wahlheimat Berlin angekommen: Nach dem Prix Goncourt erhielt sie gemeinsam mit ihrer Übersetzerin Claudia Kalscheuer für den Roman „Drei starke Frauen“ den Internationalen Literaturpreis, den das Berliner Haus der Kulturen der Welt und die Stiftung Elementarteilchen vergeben. Marie N'Diaye wurde 1967 in Pithiviers bei Orléans als Tochter einer Französin und eines Senegalesen geboren. Mit 17 bei einem Literaturwettbewerb entdeckt, gilt sie inzwischen als eine der vielversprechendsten Autorinnen ihres Landes. Obwohl sie sich durch und durch als Französin fühlt, ist das Motiv der Fremdheit für Marie N'Diaye und für ihre eigentümlich charismatischen Frauenfiguren eine prägende Konstante. Die weiblichen Figuren in ihren Romanen sehen sich gerade innerhalb der Familie mit Ritualen der Ausschließung und erschreckenden Abgründen konfrontiert. Oft schwingt auch ein Hauch von afrikanischem Animismus mit, vom Glauben an die Beseeltheit der Natur. „Durst nach Unrecht“ wurde Marie N'Diaye von der französischen Presse bescheinigt. Er ist noch lange nicht gestillt.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Festival Mitte Europa
    Jakobuskirche, Oberkotzau
    Aufzeichnung vom 10.07.2014

    Sonaten von Jan Dismas Zelenka und Johann Sebastian Bach

    Ensemble Prag-Berlin:
    Dominik Wollenweber / Vilém Veverka, Oboe
    Mor Biron, Fagott
    Ulrich Wolf, Kontrabass
    Barbara Maria Willi, Cembalo

  • 22:00 Uhr

    Einstand

    Swingende Leichtigkeit
    Das Uwaga! Quartett
    Von Ilona Hanning

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    u.a.

    "Rosenkavalier" - Franz Welser-Möst dirigiert in Harry Kupfers Regie in Salzburg
    Gespräch mit Frieder Reininghaus, Musik- und Theaterwissenschaftler

    Die Kunst des Krieges I: Futurismus
    Von Rudolf Schmitz

    Nach dem Ring - eine Bilanz der Bayreuther Festspiele 2014
    Von Jürgen Liebing

    "Schweizgenössisch" - Kunst und Kultur des Alpenlandes in Berlin
    Von Tobi Müller

    Kulturpresseschau
    Von Adelheid Wedel