Programm

Kalender
Mon
Tue
Wed
Thu
Fri
Sat
Sun

Samstag, 11.07.2015

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Allein in bester Gesellschaft
    Eine Lange Nacht der Literarischen Cafés
    Von Holmar Attila Mück
    (Wdh. v. 02./03.06.2007)
    Regie: Rita Höhne

    "Habe die Ehre", wispert das Feuilleton hinüber zur Kritik; sie sitzen beide - Tag für Tag - dicht an der Tür, neben dem Zeitungsständer. Das ist der Ort der rasanten Feder. Denn jederzeit kann ein Redaktionsbote ins Refugium stürzen, um das 'Express-Erdachte' zur Druckerei zu expedieren. Das Drama, im hinteren Teil des Reviers Quartier bezogen, wendet sich bei diesem Akt genervt ab. Die Prosa hüstelt pikiert. Neben dem Kuchenbüffet keltert unberührt der Essay schweigend neue Erkenntnisse. Die Lyrik, vor grünen Ranken platziert, rümpft die Nase und bestellt flüsternd einen kleinen Kaffee; etwas größer darf das Glas Wasser schon sein …! Das muss oft über Stunden die Geister munter halten. Die Kellner helfen schon mal aus mit einem Verb, einem Synonym, einer Briefmarke oder Telefonmünze. Das meiste hier geht auf Kredit. Mitunter sitzen sie mit knurrendem Magen gebeugt über weißem Papier oder fleckigen Zeitungsrändern und entwerfen große Gedanken, Gestalten und Schicksale; einiges davon wird Weltliteratur. Diese Stammgäste kennt hier jeder: Peter Altenberg, Joseph Roth, Alfred Kerr, Stefan Zweig, Arthur Rimbaud, André Gide, Jean Genet, William Faulkner, Henry Miller, Ernest Hemingway, Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir und Anna Seghers, James Joyce, Albert Camus, Michel Deguy, Sándor Petöfi, György Konrád, Franz Kafka … Die Kaffeehäuser sind ihre Wohn- und Arbeitszimmer und manche haben es zur Legende, zum Mythos gebracht: in Paris das de Flore, les Deux Magots, la Rotonde, de la Paix; in Wien das Hawelka, Central, den Herrenhof oder das Griensteidl; in Budapest das Gerbeaud, Eckermann oder Ruszwurm … Heute sucht man dort die Dichter wohl zumeist vergeblich. Wie ein Exot wirkt, wer nach zwei Stunden immer noch am ersten Mokka nippt und auf Servietten herumkritzelt. Er erinnert aber - wie diese 'Lange Nacht' - an etwas, was viele für die sympathischste Weltanschauung hielten - das Literaturcafé.

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Filmmusik
    Moderation: Vincent Neumann

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Prominente zu Gast
    Marcel Reich-Ranicki diskutiert mit Berliner Schülern
    RIAS 1989
    Vorgestellt von Michael Groth

    Anfang 1989 lud der RIAS den Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki zum 'Schulklassengespräch'. Die Aufzeichnung wurde am 23. Februar 1989 gesendet. Gesprächsleiter war Manfred Rexin, die Fragen stellten Schüler der Albert-Schweizer-Oberschule in Berlin-Neukölln. In großem Bogen zeichnet Reich-Ranicki dabei die Entwicklung der Literaturgeschichte und Literaturkritik. Von Formen und Inhalten über den Wert der Unterhaltungsliteratur bis zu einer detaillierten Auseinandersetzung mit Thomas Manns 'Zauberberg'. Gegenüber den gut vorbereiteten Schülern zeigt sich der Kritiker in großer Form: analytisch, streitfreudig und immer rhetorisch brilliant.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Miriam Rossius

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:20 Uhr
    Kommentar der Woche

    Die AfD - Marsch nach rechtsaußen oder ins Aus?
    Von Stefan Maas

    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:40 Uhr
    Interview

    20 Jahre nach dem Massaker von Srebrenica
    Gespräch mit Ger Duijzings, Südosteuropa Experte (hat eine Professur für Sozialanthropologie an der Uni Regensburg)

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:20 Uhr
    Frühkritik

    "documenta des Ostens": Ein Bericht von der Ostrale in Dresden
    Von Carsten Probst

    08:30 Uhr
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Live mit Hörern
    0 08 00.22 54 22 54
    gespraech@deutschlandradiokultur.de

    Bücher für den Ferienkoffer - Tipps für und von Hörern
    Gesprächspartner: Evelyn Röwekamp, stellv. Leiterin der "Thalia"-Buchhandlung in Rostock und Joachim Scholl, "Lesart"-Moderator - und Kritiker

    Moderation: Gisela Steinhauer

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Moderation: Ernst Rommeney

    Gespräch mit Georg M. Hafner und Esther Schapira
    über
    Israel ist an allem Schuld
    Warum der Judenstaat so gehasst wird
    Eichborn Verlag Köln

    Gespräch mit Petra Wild
    über
    Die Krise des Zionismus und die Ein-Staat-Lösung
    Zur Zukunft eines demokratischen Palästinas
    Promedia Verlag Wien

    Bahij Spiewak
    Die Hölle von Gaza
    Erkundungen eines Infernos
    Laika Verlag Hamburg
    rezensiert von Sebastian Engelbrecht

    Ahron Bregman
    Gesiegt und doch verloren
    Israel und die besetzten Gebiete
    Orell-Füssli-Verlag Zürich

    Sigrid Brinkmann über
    Claire Hajaj
    Ismaels Orangen
    Roman
    Blanvalet-Verlag München

    Klaus Hillenbrand
    Fremde im neuen Land
    Deutsche Juden in Palästina und
    ihr Blick auf Deutschland nach 1945
    S. Fischer Verlag Frankfurt
    rezensiert von Birgit Kolkmann

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages  
    Moderation: Thorsten Jabs

  • Der Wochenrückblick
    Moderation: Julius Stucke

    Schwule Ampelmännchen
    Glosse von Doris Anselm

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: André Mumot

    Muslim als Passionsspielleiter: Porträt des Oberammergauer Abdullah Kenan Karaca
    Von Michael Watzke

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Moderation: Susanne Burg

    Vorgespult: "Am grünen Rand der Welt", "Tokyo Trib" und "Station to Station"
    Vorgestellt von Christian Berndt

    Der langsame Tod der Amy Winehouse
    Gespräch mit dem Regisseur Asif Kapadia

    "Etappensieg". Die 20%-Regisseurinnen-Quote der ARD-Degeto
    Gespräch mit der Regisseurin Esther Gronenborn

    Jenseits von Bollywood: Das indische Filmfestival in Stuttgart
    Gespräch mit der Programmleiterin Alexandra Schott

    Cameo-Auftritte: Wenn Promis sich selbst spielen
    Von Matthias Dell

    Funny Games: Die Ausstellung "Film und Games. Eine Wechselwirkung"
    Gespräch mit dem Kurator Dr. Andreas Rauscher

    Top Five: die Mainstream-Charts
    Von Hartwig Tegeler

    15:00 Uhr
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Tiergeschichten

    Tierischer Melting Pot
    Von Sonja Beeker

    Modehund Mops
    Von Magdalena Bienert

    Der innere Schweinehund lässt grüßen
    Von Julia Macher

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Thorsten Jabs

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    Humanitäre Katastrophe in den ukrainischen Konfliktgebieten
    Andrij Waskowycz, Präsident der Caritas Ukraine, stellt sich den Fragen von Gesine Dornblüth

    Lebensmittel werden knapp, Pflegepersonal und Ärzte fehlen, Hilfskonvois haben Schwierigkeiten durchzukommen - die Lage für die Menschen in dem Konfliktgebiet der Ukraine wird immer schwieriger.

    Andrij Waskowycz, Präsident der Caritas Ukraine, beschreibt im Tacheles von Deutschlandradio Kultur die aktuelle Notlage in der Ukraine und mahnt dringend internationale Hilfe an.

    Die Versorgungslage, vor allem für die, die alleine zurück geblieben sind, wird immer schwieriger. Alte, bettlägerige Menschen bekommen keine Pflege mehr, „Wenn wir Zugang zu ihren Wohnungen bekommen, werden wir wahrscheinlich Tote heraustragen müssen“, sagt Andrij Waskowycz.

    Trotz offiziellen Waffenstillstands wird in der Ostukraine weiter gekämpft. Abseits der europäischen Öffentlichkeit gibt es in der Ukraine derzeit die größte humanitäre Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg. Trotz enormer Hilfsbereitschaft der Menschen vor Ort kann die größte Not nicht mehr aufgefangen werden. Die Betroffenen und die Helfer kommen inzwischen an die Grenzen ihrer seelischen, ökonomischen und körperlichen Belastbarkeit.

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Flow
    Mein Leben im Fluss
    Von Susanne Franzmeyer
    Erzählerin, Ton und Regie: die Autorin
    Produktion: Autorenproduktion für Deutschlandradio Kultur 2013
    Länge: 51’55
    (Wdh. v. 19.10.2013)

    Sind wir im Flow, empfinden wir Zufriedenheit und Glück - aber was, wenn wir uns im Kreis drehen und blockiert sind?

    Jeder kennt diesen Zustand: Man geht voll und ganz in einer Tätigkeit auf, vergisst darüber die Zeit, egal, ob bei der Arbeit oder bei einer Freizeitbeschäftigung. Sind wir im Flow, empfinden wir Zufriedenheit und Glück - und sind dabei zu enormen Leistungen fähig. Aber was, wenn bei uns Stillstand herrscht, wenn wir uns im Kreis drehen und blockiert sind? Wir können uns noch so sehr anstrengen - mit Erwartungsdruck und Ungeduld sind alle Versuche wieder in den Flow zu kommen zum Scheitern verurteilt. Was im Leben treibt uns an und wo bleibt dabei das Glück? Was kann passieren, wenn uns ein Ziel wichtiger wird als der Weg dorthin? Weshalb quälen wir uns oft so? Und warum ist vielleicht alles viel einfacher, als wir denken?

    Susanne Franzmeyer, geboren 1978 in Berlin, studierte Neuere deutsche Literatur, absolvierte die EBU Master School on Radio Features. Songwriterin, 2009 Debüt-Album. Mehrfach ausgezeichnete Feature- und Hörspielautorin. Zuletzt: 'Die letzten Mieter oder bleib doch, wenn du kannst' (Autorenproduktion für DKultur 2012) und 'Shopping is Coming Home' (mit Jens Jarisch, RBB/MDR 2013).

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Konzert

    Oper Stuttgart
    Aufzeichnung vom 19.02.2015

    Niccolò Jommelli
    Berenike - Königin von Armenien

    Lucio Vero - Sebastian Kohlhepp
    Vologeso - Sophie Marilley
    Berenice - Ana Durlovski
    Lucilla - Helene Schneiderman
    Flavio - Catriona Smith
    Aniceto - Igor Durlovski
    Kaiserliche Diener - Thembinkosi Mgetyengana, Thomas Elwin
    Staatsorchester Stuttgart
    Leitung: Gabriele Ferro

    Lucio Vero - Mitregent des römischen Kaisers Marc Aurel - hat sich auf dem Feldzug gegen die Parther in Berenike, die Königin von Armenien und Braut seines totgeglaubten Gegners Vologeso, verliebt. Doch Vologeso lebt - die klassische Konstellation. Auch die Kaisertochter Lucilla ist nicht bereit, ihren Anspruch auf die Hand ihres Verlobten Lucio Vero aufzugeben…

  • rbb, Haus des Rundfunks, Berlin
    Aufzeichnung von Februar 2014

    Max Bruch
    Acht Stücke für Klarinette, Bratsche und Klavier op. 83

    Trio Apollon:
    Matthias Glander, Klarinette
    Felix Schwartz, Viola
    Wolfgang Kühnl, Klavier

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Christine Watty

    Das Athens Epidaurus Festival wird 50: Welche Auswirkungen hat die Krise?
    Gespräch mit Maria Panagiotopoulou

    Tourauftakt Melody Gardot in Mainz
    Von Jürgen Schwab

    Übermorgenkünstler. Junge Kunst aus 8 Akademien in der Kunsthalle Baden Baden
    Von Johannes Halder

    Kulturpresseschau
    Von Klaus Pokatzky