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Mittwoch, 09.07.2014

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Feature

    20 Jahre Deutschlandradio
    Affentheater in Epidauros
    Verklungene Lautsphären - Über die akustische Wahrnehmung der Welt
    Von Helmut Kopetzky
    Regie: der Autor
    Mit: Cathlen Gawlich, Christian Fischer, Thomas Vogt
    Autorenproduktion für DLR Berlin 2004
    Länge: 53’05
    (Wdh. v. 24.11.2004)

    Mit Hilfe des kanadischen Sound-Pioniers R. Murray Schafer rekonstruiert der Autor akustische Räume aus einer vergangenen Zeit.

    Ein physikalisches Wunder ist die Akustik des Amphitheaters von Epidauros auf dem Peloponnes. Fremdenführer werfen Münzen auf einen Stein und wenn es still ist, hört man das „Kling“ noch in der obersten Sitzreihe. Leider folgt eine Besuchergruppe der nächsten und der Lärm löscht das Soundmirakel wieder aus. Aber schon vor Erfindung des Massentourismus war die Klangumwelt keinesfalls heil. Mithilfe des kanadischen Soundpioniers R. Murray Schafer und eigener Recherchen versucht der Autor die Rekonstruktion akustischer Räume aus einer Zeit, als wir Geräusche noch nicht beliebig ein- und wieder ausschalten konnten - als das Leben noch live war.

    Helmut Kopetzky, geboren 1940 in Mähren, begann als Zeitungsjournalist und ist heute einer der wichtigsten deutschen Feature-Autoren. Zahlreiche Preise. Für sein Lebenswerk erhielt er 2008 den Axel-Eggebrecht-Preis.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Americana
    Moderation: Christian Graf

    „Crosby, Nash & Young“ haben gerade eine Box herausgebracht, die sich auf Live-Shows beschränkt, die das Quartett 1974 absolvierte. Dabei bestand ihr Repertoire fast ausnahmslos aus den frühen Songs, die sich auf Folk, Country und Roots-Music beziehen und akustisch interpretiert wurden. Mit dem Genre Americana beschäftigen wir uns in der zweiten Stunde u.a. um eine Band, die in den 60er-Jahren noch allein die US-Hochkultur und indianische Traditionen meinte, „The Band“ - vielleicht die erste Americana-Band. Der in unseren Breitengraden kaum bekannte texanische Sänger/Gitarrist/Songwriter Joe Ely wird in der letzten Stunde gewürdigt und schließlich bewege ich mich an der Schnittstelle zum Blues - stellvertretend sei hier Otis Taylor mit afroamerikanischer Abstammung genannt.

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen

    05:30 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
    06:23 Uhr
    Wort zum Tage

    Pfarrer i.R. Rainer Stuhlmann
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:20 Uhr
    Frühkritik

    Zum Start der Berlin Fashion Week

    08:30 Uhr
    Nachrichten
    08:50 Uhr
    Buchkritik

    Stefan Selke
    "Lifelogging. Wie die digitale Selbstvermessung unsere Gesellschaft verändert"
    Econ Berlin 2014

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Justiz vermehrt in weiblicher Hand:
    Bedeutet das auch mehr Gerechtigkeit?
    Lore Peschel-Gutzeit, Justizsenatorin a.D. und Rechtsanwältin

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:07 Uhr

    Lesart

    Das Literaturmagazin
    u.a.
    "Zacharias Katz" Roman über den Beginn des Ersten Weltkriegs
    Gespräch mit Burkhard Spinnen, Schrifsteller

    Buchkritik:
    Thomas Glavinic "Meine Schreibmaschine und ich"
    Hanser Berlin 2014

  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:07 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Vormittag
    u.a.
    die lebendige Jazzszene Kapstadts am Beispiel der hochkarätigen Cape Jazz Band

    Gesungene Texte von Erich Mühsam
    Gespräch mit Salli Sallmann, Liedermacher

    11:35 Uhr
    Tonart

    Old Crow Medicine Show "Remedy"

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Mittag

    13:00 Uhr
    Nachrichten
  • Thüringen. Das Magazin
    Das Land der Mitte, das Maß der Mitte
    Von Henry Bernhard

    Wie schaut das deutsche Mittelmaß aus? Natürlich hat es mindestens einen Mittelpunkt Deutschlands. Es ist das Bundesland, dem der letzte bundesweit bekannte Politiker abhanden gekommen ist. Es hat die Rostbratwurst als Landeswappen, die in der Mitte eines aufgeschnittenen Brötchens verzehrt wird. Der Landstrich, der die Kleinstaaterei ins 21. Jahrhundert gerettet hat. Und wer aus der Mitte flüchten will, der fühlt sich zu den Franken hingezogen. Thüringen!

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:07 Uhr

    Kompressor

    Das Kulturmagazin
    u.a.
    Die Künstlergruppe Robotlab über unsere Zukunft mit den Robotern

    Norm-Core auf der Fashion Week
    Von Marietta Schwarz

    "Heute sind doch alle magersüchtig" - oder?
    Gespräch mit Nora Burgard

  • 15:00 Uhr

    Kakadu

    15:05 Uhr
    Musiktag

    u.a. Ein Tanz mit wilden Geschichten
    Capoeira
    Von Dana Sindermann
    Moderation: Ulrike Jährling

  • 15:30 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Nachmittag
    u.a.
    Album der Woche: Sia "1000 forms of fear"

    AC/DC - die Bandgeschichte

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Abend

    18:00 Uhr
    Nachrichten
  • 18:30 Uhr

    Weltzeit

    Soziale Not bleibt groß - Millionen Griechen haben keine Krankenversicherung
    Von Thomas Bormann

    Noch effizienter? - Die Reform des finnischenGesundheits- und Sozialsystems
    Das finnische gilt als eines der kostengünstigsten Gesundheitswesen der Welt: aber jetzt soll noch eine Milliarde Euro pro Jahr durch eine Reform eingespart werden.
    Von Michael Frantzen

    Notizzettel - Wie ich in 5 Jahren in Spanien zum Straßenrowdy wurde
    Von Reinhard Spiegelhauer

    Moderation: Isabella Kolar

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:07 Uhr

    Zeitfragen

    Magazin

    19:30 Uhr
    Zeitfragen

    Bittbriefe an Barros Basto
    Wie deutsche Juden in den 30er-Jahren Zuflucht in Porto fanden
    Von Etienne Roeder

    Auf den Spuren der Marranen, einer missionarischen jüdischen Subkultur in Portugal, denen NS-verfolgte Juden ihre Rettung verdankten.

    Der Ort: ein holzgetäfelter kleiner Saal hinter dem Gebetsraum der Synagoge von Porto. Der Fund: Briefe aus den 1930er-Jahren. „Ich bin Rechtsanwalt am Oberlandesgericht in Jena und nun auf der Suche nach neuen Möglichkeiten. Ich bin 34 Jahre alt und bereit jede Stellung anzunehmen.“ Juden aus Deutschland. Der Mann, aus dessen Nachlass die Briefe stammen: Barros Basto, eine der ungewöhnlichsten Gestalten des europäischen Judentums im 20. Jahrhundert. Portugiesischer Militär, der von seinem Großvater lernte, dass seine Vorfahren zu jenen Juden gehörten, die in den Zeiten der Inquisition auf der iberischen Halbinsel gezwungen wurden, Christen zu werden. Barros Basto widmete sein Leben einer Mission: dem Wiederaufblühen jüdischen Lebens in seinem Land. Als 1938 die Synagoge in Porto eröffnet wurde, waren die Juden in Deutschland vom Tode bedroht und Basto ermöglichte vielen die Flucht. Für sie wurde Porto zum rettenden Ufer - dank des Engagements von Barros Basto, der ein Paradox in sich vereinigt: Judentum und Mission.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Staatsgalerie Stuttgart, Vortragssaal
    Aufzeichnung vom 29.06.2014

    Henry Purcell
    Arie „Music for a while“, bearbeitet für Tenor und Klavier von Benjamin Britten

    Benjamin Britten
    „Canticle I“ für Tenor und Klavier op. 40

    Henry Purcell
    Arie „Sweeter than Roses“, bearbeitet für Tenor und Klavier von Benjamin Britten

    Felix Mendelssohn Bartholdy
    Lieder für Singstimme und Klavier aus verschiedenen Werkzyklen

    Johannes Brahms
    Lieder für Singstimme und Klavier aus verschiedenen Werkzyklen

    Michael Tippett
    „Songs for Ariel“ für Tenor und Klavier

    sowie einzelne Lieder von Francis Poulenc, Roger Quilter, Ralph Vaughan Williams und Peter Warlock

    John Mark Ainsley, Tenor
    James Baillieu, Klavier

  • 21:33 Uhr

    Hörspiel

    Die dunkle Seite der Liebe (1/4)
    Das Buch der Sippe
    Von Rafik Schami
    Bearbeitung: Astrid Litfaß
    Regie: Claudia Johanna Leist
    Komposition: Henrik Albrecht
    Mit: Christian Brückner, Hansi Jochmann, Paul Herwig, Anna Thalbach u.a.
    Ton: Gertrudt Melcher
    Produktion: WDR 2006
    Länge: 53’23
    (Teil 2 am 16.07.2014)

    Farid und Rana sind verliebt ineinander. Ihre Familien gehören zur christlichen Minderheit Syriens, also gibt es kein Hindernis für die Liebe im Damaskus von 1953.

    Damaskus 1953. Als Farid die hübsche Rana im Hause seines muslimischen Freundes sieht, ist seine erste Frage an sie: „Aus welchem Stadtviertel kommst du?“ Denn im Damaskus der 50er-Jahre hängt die Liebe stärker von den Angaben im Ausweis als von den Gefühlen ab. Als sie herausfinden, dass sie beide zur christlichen Minderheit Syriens gehören, lachen sie erleichtert auf. Ranas Sippe gehört zu den griechisch-orthodoxen Schahins, Farids Sippe zu den katholischen Muschtaks. Sie ahnen noch nicht, wie der Hass zwischen ihren Familien ihre Liebe bedrohen wird.

    Rafik Schami, syrisch-deutscher Schriftsteller, geboren 1946 in Damaskus, kam 1971 nach Deutschland und studierte Chemie. Lebt in Marnheim (Pfalz).

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    u.a.
    Die Künstlergruppe Robotlab über unsere Maschinen-Zukunft
    Filme der Woche: "Die große Versuchung"/ "Rico, Oskar und die Tieferschatten"
    Nicolas LeRiche - Bühnenabschied des Tanz-Stars der Pariser Oper
    Art's Home Is My Kassel - heute startet Dokfilm über die Documenta-Stadt