Programm

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Sonntag, 20.06.2021

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Diskurs

    Verbrechen der Kolonialmächte - Verjährt Verantwortung für Völkermord?

    Es diskutieren:
    - Michael Küppers-Adebisi, Afrodeutscher Lyriker und Gründer des Daten- und Medienkanals AFROTAK
    - Henning Melber, Deutsch-namibischer Politologe, The Nordic Afrika Institute, Uppsala
    - Kristin Platt, Genozidforscherin Ruhruniversität Bochum
    - Ruprecht Polenz, CDU, Namibia-Sonderbeauftragter der Bundesregierung
    Moderation: Annette Riedel
    (Wdh. v. 18.06.2021 - Wortwechsel)

    Die Vereinbarung zwischen Deutschland und Namibia zu den deutschen Kolonialverbrechen stößt bei einigen Nachfahren der zwischen 1904 und 1908 zu 60 und 80 Prozent ermordeten Volksgruppen der Herero und Nama auf große Empörung. Die Unterzeichnung des Abkommens in Windhoek - eigentlich für Anfang Juni geplant - steht auf der Kippe. Scheitert damit die Versöhnung nach einem Jahrhundert?

  • 02:00 Uhr

    Nachrichten

  • 02:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Dirk Schneider

    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Martin Böttcher

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Neue Kirche in Deutschland (Swedenborg-Zentrum)

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Gegen das Vergessen und die Verführung des Denkens
    Zum 110. Geburtstag des Dichters Czesław Miłosz
    Von Gunnar Lammert-Türk, Berlin
    Katholische Kirche

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Gärtnern mach Schule
    Was können wir von Pflanzen lernen?
    Von Regina Voss und Ulrike Jährling
    Moderation: Tim Wiese

    Eine Schule im Grünen oder zumindest ein Garten bei der Schule war über viele Jahrhunderte die Regel - heute haben nur noch wenige Schulen in Deutschland Schulgärten und nur noch wenige Schülerinnen und Schüler richtigen „Schulgarten-Unterricht“ auf dem Lehrplan. Zum Beispiel in Halle. Dort gibt es Deutschlands ältesten Schulgarten - mit Teich, Gewächshaus und vielen Bäumen und Beeten. Aber was genau lernt man da? Was erzählen uns Pflanzen, was wir sonst nirgends lernen können?

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kinderhörspiel
    Robinson Crusoe
    Von Holger Teschke
    Nach dem Roman von Daniel Defoe
    Ab 8 Jahre
    Regie: Beatrix Ackers
    Komposition: Henrik Albrecht
    Mit: Tonio Arango, Kathrin Wehlisch, Axel Wandtke, Nico Holonics, Roman Knižka, Hans Teuscher, Michael Hanemann
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2006
    Moderation: Tim Wiese

    Nach einem Schiffsunglück kann Robinson sich und seinen Hund Jack auf eine einsame Insel retten.

    Auf der Fahrt von Brasilien nach Afrika gerät der junge Robinson in einen schweren Sturm und erleidet Schiffbruch. Er kann sich als einziger der Mannschaft mit dem Hund Jack auf eine Insel retten. Aus den Trümmern des Wracks birgt Robinson Waffen, Vorräte und die Schiffskatze Moll. Er findet eine Felsenhöhle, baut sich eine Hütte aus Treibholz und beginnt, die Insel zu erkunden. Von seinen Streifzügen bringt er den Papagei Poll mit, der ihm von nun an mit Jack und Moll Gesellschaft leistet. Eines Tages beobachtet er, wie Kanus mit Eingeborenen landen und Gefangene bringen. Einem von ihnen gelingt die Flucht, Robinson rettet ihn, gibt ihm den Namen Freitag und nimmt ihn in seine kleine Gemeinschaft auf. Monate später erscheint ein Schiff am Horizont.

    Daniel Defoe 1659-1731, englischer Schriftsteller. Der Roman "Robinson Crusoe" machte ihn weltberühmt.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • 09:05 Uhr

    Kakadu

    Magazin
    Moderation: Tim Wiese
    08 00 22 54 22 54

  • Moderation: Ralf Bei der Kellen
    sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Plus Eins

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Birgit Kolkmann

  • „Wenn du nicht jagst, bist du kein Mann“
    Taiwans Indigene kämpfen um ihre Kultur
    Von Carina Rother

    In einem Land zu leben, das einem nicht mehr gehört, mit Regeln, die Andere gemacht haben: das ist die Erfahrung von indigenen Völkern weltweit. So auch in Taiwan. Auf der ostasiatischen Insel stellen die Ureinwohner nur noch 2,5% der Bevölkerung. Sie kämpfen für den Erhalt ihrer Kultur und Lebensweise. Dazu gehört für viele auch die Jagd.
    „Jäger sind keine Verbrecher“, sagen sie. Auf der anderen Seite stehen Artenschützer. Sie kämpfen für ein Abschussverbot bedrohter Tiere. Entschieden haben nun die Richter.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Stephanie Rohde

    Klassismus
    Ausgegrenzt wegen Armut - "Es geht um verinnerlichte Vorurteile"
    Gespräch mit Prof. Klaus Dörre und Francis Seeck

    Wochenkommentar
    Blutspendeverbot für Homosexuelle
    Von Andrea Roedig

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Kirsten Dietrich

    Religion und Inklusion

    Gesten für den Glauben finden
    Katholische Messe für Gehörlose in Köln
    Von Maria Riederer

    "Ich bins, der Klotz am Bein"
    Die fromme Lüge von der Inklusion
    Von Susanne Krahe

    Gottes Rollstuhl hat feurige Räder
    Gespräch mit der Theologin und Rabbinerin Julia Watts Belser, die Behinderung als selbstverständlichen Aspekt von Glaube sieht

    Suppe und Gebet
    100 Jahre Suppenküche im Franziskaner-Kloster Berlin-Pankow
    Von Peter Kaiser

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • "Ewiger Grundstein des musikalischen Erlebens"
    Die Orgelmusik von Dieterich Buxtehude
    Gast: Harald Vogel, Organist
    Moderation: Hans-Heinrich Raab

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Birgit Kolkmann

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin
    Moderation: Thomas Wheeler

    22.06.1941: Rapid Wien wird deutschert Fußballmeister, am Tag des Überfalls auf die SU
    Von Eduard Hoffmann

    Endlich wieder pumpen
    Mit einer Bodybuilderin im Fitnessstudio
    Von Thilo Schmidt

    Philosophie des Surfens
    Die Freiheit, die unfrei macht
    Von Nele Rößler

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Ihr wolltet das doch so
    Die Geschichte eines Turnermädchens in der DDR
    Von Alexa Hennings

    Ihr habt doch alles genommen, was ihr kriegen konntet. Ihr wolltet das doch! Kerstin P., eine ehemalige Turnerin vom SC Empor Rostock, erntete bisher eher Vorwürfe als Mitgefühl für ihre Geschichte. Seit ihrem zwölften Lebensjahr bekam sie das Dopingmittel Oral Turinabol - ohne dass sie oder ihre Eltern darüber aufgeklärt wurden. Das Mittel sorgte dafür, dass sich schon Kinder bis über ihre Schmerzgrenze hinaus belasten konnten, früher Verschleiß war die Folge. Mit fünfzehn schon hatte die Turnerin ihre erste Gelenkoperation, weitere folgten. Bis heute. Deshalb war der 1. Februar 2020 ein großer Tag in ihrem Leben. Zum ersten Mal bestätigte ein deutsches Gericht in letzter Instanz: Das Doping an Kindern und Jugendlichen in der DDR war rechtsstaatswidrig. Durch den Prozess ist es nun möglich, dass Sportgeschädigte erstmals eine dauerhafte Unterstützung bekommen können. Das Bedürfnis, über ihre Geschichte und das Warum mit ihren Trainern zu reden, wird weiter ungestillt bleiben. Doch einer alten Erzieherin aus dem Internat kann sich das Turnermädchen von einst anvertrauen.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Theatertier, das ich bin
    Solo mit dem Schauspieler Jürgen Holtz
    Von Klaudia Ruschkowski
    Regie: Giuseppe Maio
    Ton und Technik: Thomas Monnerjahn, Jan Fraune
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
    Länge: 86'30

    Jürgen Holtz blickt in Gesprächen auf ein Leben in drei deutschen Staaten zurück. Beispielhafte Texte beleuchten die Arbeit des Schauspielers und Künstlers mit prominenten Autoren und Regisseuren.

    Er ist Schauspieler, Zeichner, Maler, und er schreibt: Jürgen Holtz. Seit den 1960er-Jahren arbeitet er mit wegweisenden Regisseuren, bis 1983 in der DDR, anschließend in der Bundesrepublik. Als genauer Beobachter der Zeitläufe hat er viel zu erzählen, scharf und pointiert, unter verschiedenen Blickwinkeln: über seine Ost-West-Biografie, das Theater und das Schauspieler-Sein, über Sprache und sein Spiel, das im Studio in szenischen Auszügen und in von ihm verfassten Texten hörbar wird. Jürgen Holtz in einer Selbstbegegnung.

    Jürgen Holtz, 1932 in Berlin geboren und 2020 ebenda gestorben, zählt zu den bedeutenden Schauspielern der Gegenwart. Er studierte am Theaterinstitut Weimar und an der Theaterhochschule Leipzig. Nach Engagements in Erfurt, Brandenburg an der Havel und Greifswald kam er 1964 an die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, wechselte 1966 ans Deutsche Theater und 1974 ans Berliner Ensemble. Dort spielte er unter anderem in B.K. Tragelehns und Einar Schleefs herausfordernden Inszenierung von Strindbergs „Fräulein Julie“ (1975). 1977 kehrte er an die Volksbühne zurück. Nach Gastspielen in Hamburg und Bochum verließ er 1983 die DDR. Es folgten Engagements am Residenztheater München sowie den Schauspielhäusern in Frankfurt am Main, Köln, Bochum, Zürich und Mannheim. Nach dem Fall der Mauer kehrte er nach Berlin zurück und spielte am Deutschen Theater, seit 2006 war er erneut Mitglied des Berliner Ensembles. Jürgen Holtz arbeitete mit Regisseuren wie Adolf Dresen, Benno Besson, Einar Schleef, B. K. Tragelehn, Thomas Langhoff, Manfred Karge, Matthias Langhoff, Heiner Müller, Claus Peymann, Robert Wilson u.a. Daneben war er auch regelmäßig in Film und Fernsehen zu sehen, etwa in „Berlin - Ecke Schönhauser“ (1957), „Die Reporter: Der Terrorist/Die braune Front“ (1992, ausgezeichnet mit dem Adolf-Grimme-Preis), „Motzki“ (1993) oder „Made in Israel“ (2001). Jürgen Holtz wurde 1993 für „Katarakt“ von Rainald Goetz als Schauspieler des Jahres geehrt und erhielt 1993 den Gertrud-Eysoldt-Ring, 2004 den Hessischen Kulturpreis, 2013 den Theaterpreis Berlin und 2014 den Konrad-Wolf-Preis.

    Zum 1. Todestag von Jürgen Holtz.

    Klaudia Ruschkowski, geb. 1959, Dramaturgin, Autorin, Übersetzerin und Kuratorin. Weitere Hörspiele für Deutschlandfunk Kultur unter anderem „Schiff im Sturm Berg Mond Meer ganz und gar schwerelos“ (DKultur 2008), „Im Bild versinken“ (2011) sowie Konzept und Textbearbeitung für „Arabische Apokalypse“ (DKultur/HR 2013) von Etel Adnan.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Gewehrsaal, Schloss Ettersburg in Weimar
    Aufzeichnung vom Nachmittag

    Im Salon der Pauline Viardot

    "Nixe Binsefuss und Cancion de Infanta"
    Lieder einer Europäerin - die französische Opernsängerin, Komponistin, Pädagogin und Herausgeberin Pauline Viardot mit Vertonungen in fünf Sprachen

    Ina Kancheva, Sopran
    Lea Birringer, Violine
    Daniel Heide, Klavier

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:03 Uhr

    Literatur

    Lyrik lesen - Gedichte im Gespräch
    Von den Frankfurter Lyriktagen 2021
    Mit Jan Bürger, Gregor Dotzauer und Claudia Kramatschek
    Moderation: Barbara Wahlster

    Eine Kritikerin, zwei Kritiker, drei lyrische Neuerscheinungen. Und drei persönliche Empfehlungen.

    Gedichte können alles und das auf engstem Raum. Sie sind spielerisch oder grüblerisch, öffnen Räume und Perspektiven, führen ins unbekannte Eigene, machen Vertrautes fremd - oder umgekehrt. Gedichte sind Wahrnehmungs- und Konzentrationsbatterien: kurz und knapp und mit lange anhaltender Wirkung, im besten Fall. Gedichte handeln von allem, was in der Welt wichtig ist, und von allem anderen natürlich auch. Sie können verwundern und beglücken, verwirren und trösten, unterhalten und anstrengen, verärgern und vor den Kopf stoßen. Sind sie gelungen, dann schauen sie jedes Mal, wenn man sie ansieht, anders zurück. Von dieser kleinsten und ältesten literarischen Form lassen sich Jan Bürger (Deutsches Literaturarchiv Marbach), Gregor Dotzauer (Der Tagesspiegel, Berlin), Claudia Kramatschek (freie Kritikerin) und die Moderatorin Barbara Wahlster begeistern und verblüffen, anregen und zuweilen auch ärgern. Drei wichtige Neuerscheinungen haben sie sich ausgesucht und zudem je einen eigenen Tipp mitgebracht.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    Eine Form finden, die eigene Geschichte zu erzählen
    Die Bachmann-Preisträgerin
    Gespräch mit Nava Ebrahimi

    Zukunft der Kulturpolitik
    Plädoyer für ein Bundeskultur-Ministerium
    Gespräch mit Prof. Dr. Christina Weiss

    Kino, Kult und Klassenkampf
    Ausstellung über Western in der DDR
    Von Lenore Lötsch

    "Jahrtausen alte Perversion"
    Von Herbert Fritsch

    "Völlig durchgeknallt"
    Von Wolfram Koch

    Wolfram Koch ist "Der Theatermacher" in Herbert Fritschs Version in Frankfurt
    Gespräch mit Natascha Pflaumbaum

    "Solos"
    Siebenteilige Zukunfts-Monolog-Serie mit Helen Mirren startet morgen
    Von Stefan Keim