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Sonntag, 21.06.2020

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • Gestrandet in Rheinsberg
    Das bolivianische Ensemble OEIN in Corona-Quarantäne
    Von Julia Kaiser

    Die Verbindung von präkolumbianischer Musikkultur der Aymara mit experimenteller europäischer Vokalmusik - das war das Ziel eines Projekts des bolivianischen Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos (OEIN) und des Berliner Solistenensembles PHØNIX16. Im Dezember 2019 waren die Sängerinnen und Sänger aus Berlin in Südamerika zu Gast, im März 2020 kam das bolivianische Orchester nach Berlin, gemeinsam sollten die Ensembles das diesjährige Festival MaerzMusik eröffnen. Dann kam Corona. Da ab dem 15. März keine Flüge mehr nach Bolivien gingen, ist aus der Vorbereitungsphase eine unfreiwillige Arbeitsphase geworden. In der Musikakademie Rheinsberg erarbeitete Timo Kreuser, der Künstlerische Leiter von PHØNIX16, mit OEIN Werke für ein online sendbares Video-/Audioformat. Der gemeinsame künstlerische Prozess ist mit „environment“ betitelt, Umwelt, Umgebung und Milieu: sozial, naturbezogen, politisch, philosophisch, akustisch und als künstlerische Form und Praxis. Am 1. Juni endete das Exil von OEIN, aber zu Hause waren die Musikerinnen und Musiker noch lange nicht. Julia Kaiser hat die 12 Wochen des Exils begleitet.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Diskurs

    Speichern: Vom Papyrus zum Computer
    "Mit jedem Greis stirbt eine Bibliothek"
    Gäste: Aleida Assmann, Anglistin, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin und Mercedes Bunz, Medienwissenschaftlerin
    Moderation: Asmus Trautsch, Philosoph und Dichter

    Das Internet verändert unser Denken, unser Erinnern - und schafft neue Formen des Speicherns. In welcher Weise beeinflusst der digitale Wandel das kulturelle Gedächtnis? - Darüber diskutierten beim Forum 21. Poesiefestival die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann und die Medienwissenschaftlerin Mercedes Bunz.

  • 02:00 Uhr

    Nachrichten

  • 02:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Dirk Schneider

    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Martin Risel

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    5 Jahre danach
    Wie Papst Franziskus mit der Enzyklika "Laudato Si" zum Propheten wurde
    Von Michael Kinnen, Trier
    Katholische Kirche

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzählung
    Mücken-Tim
    Von Mara Schindler
    Gelesen von Max von Pufendorf
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020
    (Ursendung)
    Moderation: Fabian Schmitz

    Egal wie nett Timea ist, das Baumhaus gehört Henri und sie hat darin nichts zu suchen.

    Genau genommen ist das Baumhaus gar nicht seins, sondern Opas. Der hatte es nämlich vor vielen Jahren für Papa gebaut. Und Henri hatte es dann von Papa übernommen, als er groß und geschickt genug gewesen war, um ohne Hilfe hinauf- und wieder hinunterzuklettern. Nun muss er es reparieren und instandhalten und alle paar Jahre anstreichen. Daher ist es doch schon sein Baumhaus. Und daher gehört es ihm jedenfalls mehr als dieser Timea, die da plötzlich drin sitzt.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kinderhörspiel
    Yasmund
    Von Holger Teschke
    Ab 9 Jahre
    Regie: Wolfgang Rindfleisch
    Komposition: Frank Merfort
    Mit: Jennipher Antoni, Christine Oesterlein, Winfried Glatzeder, u. a.
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2009
    Moderation: Fabian Schmitz

    Viele Mächtige machten sich auf die Reise, um die friedliche Insel Yasmund zu erobern. Alle suchten sie die Bernsteinschale, die große Zauberkraft besaß.

    Vor langer Zeit war das Leben auf der Ostseeinsel Yasmund friedlich. Die Menschen kannten die Geheimnisse des Wassers, des Feuers und der Erde. Sie verstanden die Sprachen der Tiere und der Pflanzen und sie lebten einträchtig mit den Unterirdischen und den weißen Frauen in den Wäldern und auf den Kreideklippen. Alle hatten gleichen Anteil am Reichtum der Insel. Die Männer brachten die Ernte der Felder und des Meeres ein, die Frauen heilten Krankheiten und hüteten das Feuer. Aber die Göttin der Insel besaß eine Schale aus hellem Bernstein, deren Licht weit über das Meer strahlte und die eine große Zauberkraft besaß. Sie war so berühmt, dass viele Mächtige anrückten, um sie zu erobern.

    Holger Teschke, geboren 1958 auf Rügen, seit 2006 freier Autor und Übersetzer, für die Bearbeitung von „20000 Meilen unter dem Meer" erhielt er den Kinderhörspielpreis der Stadt Karlsruhe 2008.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • 09:05 Uhr

    Kakadu

    Magazin
    Moderation: Fabian Schmitz
    08 00 22 54 22 54

  • Moderation: Ralf Bei der Kellen
    sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Plus Eins

    11:00 Uhr
    Nachrichten
  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Oliver Thoma

  • Unterricht mit Abstand
    Schule in Zeiten von Corona
    Von Felicitas Boeselager

    Es ist ein langsames Vortasten. Alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland kehren seit ein paar Wochen zurück in ihre Schulen, zumindest tage- oder wochenweise. Allein das ist schon eine logistische Herausforderung. Niemand hat Erfahrung mit solch einem Großversuch, weder Lehrer noch Schüler. Der Alltag der Schülerinnen und Schüler ist geprägt von neuen Regeln und Unsicherheiten. Und das in einer Phase, wo das Leben für viele Teenager sowieso schon Kopf steht, Kontakt zu Gleichaltrigen immens wichtig ist. Was macht Corona, macht der Lockdown, Schule zu Hause und die ständige Erinnerung an Disziplin und Vernunft mit Jugendlichen? Und was mit ihren Lehrerinnen und Lehrern? Felicitas Boeselager zieht in ihrer Reportage eine erste Bilanz.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Setphanie Rohde

    Kommentar zu "Rasse" im GG
    Diskriminierung oder Emanzipation?
    Von David Lauer

    Philosoph Andreas Malm über Corona und Klima
    Brauchen wir einen Öko-Leninismus?
    Von Constantin Hühn

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Thorsten Jabs

    Das große C als Dach
    Die christliche Geschichte der CDU
    Gespräch mit Frank Bösch, Direktor Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

    SolidarnoϾ-Pionier und Papst-Vertrauter
    Der polnische Pater Maciej Ziêba
    Von Martin Sander

    Vererbt oder berufen?
    Pfarrerdynastien   
    Von Michael Hollenbach

    Bezahlbarer Wohnraum?
    Das Erbbaurecht der Kirche
    Von Tim Zülch

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Rosen aus dem Süden
    Das Violinkonzert von William Walton
    Gast: Harald Eggebrecht, Musikpublizist
    Moderation: Ruth Jarre

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin
    Moderation: Thomas Jaedicke

    Rassismus im Eishockey
    Erfahrungen eines Ex-Profis und NHL-Engagement
    Von Martin Hyun

    Ein weißer Profi aus Namibia im deutschen Fußball
    Gespräch mit Manfred Starke

    Ohne den 12. Mann
    Was ist der Heimvorteil im Fußball noch wert?
    Von Stefan Osterhaus

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Glück und dann auch noch Gott
    Vom Zufall im Sport
    Von Dieter Jandt

    Forscher behaupten, knapp die Hälfte aller Tore seien reine Glückssache. In der Fußball-Bundesliga aber reden die Trainer nicht von Glück oder Pech, sondern von Unvermögen, wenn jemand den Ball nur gegen den Innenpfosten knallt. Dabei sind die Abläufe im Sport oftmals unberechenbar, dem Zufall Tür und Tor geöffnet. Vom Münzwurf des Schiedsrichters bis zur Auslosung, etwa in einem Pokalwettbewerb. Man kann es schlecht Unvermögen nennen, wenn Wind den Skispringer von hinten anweht, oder wenn, wie geschehen, während eines WM-Boxkampfes ein durchgeknallter Paraglider ins Geschehen eingreift und durchs Hallendach in den Ring rauscht, aus heiterem Himmel. Da ist man gleich bei Gott. Denn der mischt womöglich auch noch mit.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Briefe an Georges
    Von Veza und Elias Canetti
    Bearbeitung und Regie: Ulrike Brinkmann
    Mit: Gottfried Breitfuß, Gudrun Gabriel, Hans-Werner Meyer
    Ton: Andreas Narr
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2006
    Länge: 84'47

    Ein Dreiecksroman in Briefen: Elias Canetti, der neben seiner Ehefrau wechselnde Geliebte hat, sein Bruder Georges, der sich zu schönen Männern hingezogen fühlt und Veza Canetti, die ihrem Schwager heillos verfallen ist.

    Elias Canetti hatte neben seiner Ehefrau Veza, die er eher aus Freundschaft geheiratet hat, ständig irgendwelche Geliebten. Die unglückliche Veza öffnet ihr Herz dem jüngsten Canetti, ihrem Schwager Georges. Der wiederum fühlt sich mehr zu Männern hingezogen. Aus Wien und später aus dem Londoner Exil gehen heimliche „Briefe an Georges“. Unabhängig voneinander schreiben Veza und Elias ihm nach Paris. Sie berichten über Liebesaffären, Eskapaden, Wahnsinnsanfälle und Depressionen, mit denen beide zu kämpfen haben. Gemeinsam ist ihnen die Sorge um den an Tuberkulose erkrankten Georges. Der bewahrt die Korrespondenz sorgfältig auf, ist selbst aber eher schreibfaul. In seinem Nachlass wurden ca. 400 Briefe gefunden.

    Elias Canetti, 1905 als Kind spanisch-jüdischer Eltern in Rustschuk (heute: Russe, Bulgarien) geboren, gestorben 1994 in Zürich, wuchs vielsprachig in Bulgarien, Manchester, Lausanne, Wien, Zürich und Frankfurt auf, studierte in Wien Chemie, promovierte zum Dr. phil. und emigrierte 1938 nach London. Der Romancier, Essayist, Naturwissenschaftler, Kulturphilosoph und Dramatiker wurde 1981 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet sowie 1972 mit dem Georg-Büchner-Preis. Hörspiele u.a. „Die Befristeten“ (WDR 1966, Rundfunk der DDR 1984), Bearbeitungen: „Die Blendung“ (NDR/DLR Berlin/BR/ORF 2002), „Party im Blitz“ (Deutschlandradio Kultur 2005), „Briefe an Georges“ (Deutschlandradio Kultur 2006), „Die Blendung“ (BR/ORF 2013).

    Veza Taubner-Calderon, verheiratete Canetti (1897-1963), Autorin und Übersetzerin. Neu herausgegebene Romane u.a. „Die gelbe Straße“ (1990), „Geduld bringt Rosen“ (1992), „Die Schildkröten“ (1999).

    Georges Canetti (1911-1971), Tuberkuloseforscher, Vizepräsident des Institut Pasteur (Paris).

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Live aus dem Kultur- und Kongresszentrum Luzern

    Franz Schreker
    Scherzo für Streichorchester

    Frédéric Chopin
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 f-Moll op. 21
    Fassung für Streichorchester von Ilan Rogoff

    Robert Schumann
    Bilder aus Osten op. 66
    Fassung für Streichorchester von Friedrich Hermann

    Antonín Dvořák
    Serenade für Streichorchester E-Dur op. 22

    Clarie Huangci, Klavier
    Daniel Dodds, Violine
    Festival Strings Lucerne
    Leitung: Daniel Dodds

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:03 Uhr

    Literatur

    "Wo kommst du her?" - Naika Foroutan über die postmigrantische Gesellschaft
    Mod.: René Aguigah

    Wdh. vom 1.7.2018

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    Fête de la Musique wird 25 Jahre
    Gespräch mit Bernadette La Hengst, Musikerin

    Traum und Vision
    Ausstellung im Museum Rolandseck
    Von Berit Hempel

    Provincia
    Bedeutende Fotosammlung wird auf Schloss Kummerow gezeigt
    Von Jochen Stöckmann

    Kulturpresseschau
    Von Paul Stänner