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Sonntag, 30.06.2019

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    "Sie wob ihr Netz aus Gift"
    Spinnen in der Literatur
    Von Rolf Cantzen
    (Wdh. v. 23.07.2006)

    Im Anfang war ... die Spinne. Sie spinnt den Lebens- und Schicksalsfaden, sie ist die Schöpferin. Oder auch ein Dichterseelchen.

    Ovid lässt in seinen Metamorphosen keinen Zweifel daran, dass die Menschen den Göttern im Spinnen überlegen sind. Der Weberin Arachne gelingen faszinierende Gespinste, was die für die Künste zuständige Göttin Athene zu einem Wettstreit provoziert. Athene vermag, einen Stoff mit einer passablen Geschichte und hübschen Ornamenten herzustellen, Arachne aber scheint die Wirklichkeit selbst in ihrem Wandteppich einzufangen, so lebendig wirkt er. Erzürnt zerstört Athene Arachnes Schöpfung und verwandelt die Konkurrentin in eine Spinne. Diese ist seitdem mit dem Teufel im Bunde. Die Spinne ist weiblich und giftig, sie wickelt ein, saugt aus und tötet ihre faszinierten Partner gleich nach der Befruchtung. Andererseits emanzipiert sie den Menschen, indem sie den Göttern trotzt. Sie schöpft aus ihrem Körper, nicht anders als die Dichter.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Wolfgang Meyering

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Martin Risel

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    "So muss man leben!"
    Zum 200. Geburtstag des Dichters Theodor Fontane
    Von Pfarrerin Barbara Manterfeld-Wormit
    Evangelische Kirche

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzähltag
    "Der Junge, der unbedingt zu Fuß gehen wollte ..."
    Von Wolfram Hänel
    Gelesen von André Holonics
    Ab 6 Jahre
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
    Moderation: Ulrike Jährling

    Anstatt mit Papa im Auto machen sich Jakob und seine Mama mit den Fahrrädern auf in Richtung Ostsee. Mal sehen, wer zuerst ankommt.

    Da sie keine Lust darauf haben, zusammen mit Papa im Auto an die Ostsee zu fahren, entschließen sich Mama und Jakob, die Strecke mit dem Fahrrad zurückzulegen. In aller Frühe holen die beiden ihre Fahrräder aus der Garage. Jakobs Mama klemmt ihren kleinen Rucksack auf den Gepäckträger. Mit einer Regenplane für jeden, zwei Äpfeln, einer Packung Kekse und einer Flasche Eistee. Mehr nicht. „Wenn schon Abenteuer, dann auch richtig“, sagt Mama und das leuchtet Jakob ein.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kakadus Reise
    50 Jahre Grips-Theater
    Wir schauen hinter die Kulissen des erfolgreichsten Kinder- und Jugendtheaters der Welt
    Moderation: Patricia Pantel

    Im Juni 1996 fing alles auf einer wohnzimmergroßen Bühne in Berlin Wilmersdorf an. Gab es bis dahin Kindertheater nur in Form von Weihnachtsmärchen, wurde nun echtes Theater für Kinder angeboten. Mit Stücken, extra für sie geschrieben, über Themen, die wirklich Themen bei den Kindern waren und in einer Art und Weise, die neu und anders war. Schauspieler verkleideten sich und spielten Kinder, die den Erwachsenen widersprachen, frech waren, sich eine eigene Meinung über die Welt erlaubten.
    Anfangs gab es großen Widerspruch von den Pädagogen. Doch den Kindern gefiel das, was sie auf der Bühne im Grips-Theater sahen und so spielten und spielten die Grips-Menschen weiter und weiter.
    Das Grips-Theater ist etwas Besonderes, das sagen die Menschen, die dort arbeiten und auch die Besucher. Aber was macht diese Bühne am Hansaplatz in Berlin so einzigartig?
    Patricia ist mit Kindern der Comenius-Schule losgezogen, um genau das herauszubekommen.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin
    Moderation: Oliver Schwesig
    sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • Spaziergänge mit Prominenten
    Gisela Steinhauer unterwegs mit dem Arzt und Schauspieler Joe Bausch durch Bochum

    Joe Bausch ist ein Multitalent. Er ist examinierter Arzt und Schauspieler. Fernsehzuschauer kennen Joe Bausch aus dem Kölner Tatort. Dort spielt er den etwas grimmigen Pathologen Dr. Roth. Aber auch in Serien, Fernseh- und Kinofilmen war er an der Seite von Ulrich Tukur oder Götz George zu sehen. Bei SAT1 moderiert Bausch Sendungen mit medizinischen Themen oder mit Bezug zu Kriminalität. Beides liegt dem Mediziner, der auch Theaterwissenschaften und Jura studierte, im Blut. Wenn er keine Drehtermine für Tatort & Co. hatte, dann arbeitete er bis vor Kurzem als leitender Arzt in der Justizvollzugsanstalt Werl. Auch wenn er heute in der Nähe von Soest zu Hause ist, hat er die meiste Zeit seines Lebens in Bochum verbracht. Dort studierte er Medizin, dort stand er zuerst auf der Theaterbühne und dort erblickte auch seine Tochter das Licht der Welt. Mit Bochum verbindet ihn so vieles, doch wohlgefühlt hat er sich dort nie so richtig. Er hat die Stadt schätzen gelernt, die Ehrlichkeit der Menschen gemocht, aber eigentlich wollte er von dort immer wieder weg.

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Kirsten Lemke

    Voraussichtliche Themen:

    43. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt

    Bachmann-Preis - Abstimmung und Preisverleihung

  • Bildung für alle
    Ein Menschenrecht im Praxistest
    Von Martin Reischke

    Das Recht auf Bildung gehört zu den allgemeinen Menschenrechten, festgeschrieben bereits 1948. In Deutschland setzen die einzelnen Bundesländer dieses Recht durch: jeder und jede hat kostenlosen Zugang zu Bildung. Aber heißt das auch, dass alle die gleichen Chancen haben? Wer in einer bildungsfernen Familie aufwächst, wer in einem sozialen Brennpunkt zur Schule geht, der hat ganz andere Voraussetzungen, später Karriere zu machen als Kinder aus gutbürgerlichem Milieu. Die Herkunft spielt in Deutschland eine große Rolle für das weitere Fortkommen. Aber manchmal kommt es auch ganz anders, als man denkt. Das zeigt der Praxistest im Berliner Bezirk Wedding.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Christian Möller

    Voraussichtliches Thema:

    Philosophischer Wochenkommentar:
    Leben auf dem Mars? - Welche Enttäuschung!

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Voraussichtliche Themen:

    Aus Silke wurde Sebastian - Der transidente ev. Pfarrer von Veitshöchheim

    Die Hilfe kommt von Gott - Die Geschichte eines transidenten Juden

    Die Botschaft Christi ist die Liebe - Auch die körperliche!?

    Wenn der Prieser mit der Nonne - Sexueller Machtmissbrauch in Kamerun

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Nächte in spanischen Palastgärten
    Das "Concierto de Aranjuez" von Joaquín Rodrigo
    Gast: Stefan Jenzer, Gitarrist
    Moderation: Holger Hettinger

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin
    Moderation: Jörg Degenhardt

    Für Gleichberechtigung im Sport - Radsportlerinnen wollen wieder zur Tour de France

    Fußball-Revolution bei Lewes FC - Englischer Klub bezahlt Frauen und Männer gleich

    Sprungbrett für eine große Karriere? - Gespräch zur U 21 EM vor dem Finale

    Vor German Open im Rollstuhl-Tennis - Porträt Sabine Ellerbrock

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Quäl dich, du Sau!
    Über den Schmerz im Sport
    Von Jutta Heess

    „Quäl dich, du Sau!“ Teamkollege Udo Bölts musste 1997 Jan Ullrich auf der Tour der Leiden, der Tour de France, mit deutlicher Ansprache zum Sieg treiben. Viele Leistungssportlerinnen und Leistungssportler beschreiben immer wieder, wie sie über die „Schmerzgrenze“ gehen, „Sterne sehen“, den „Schmerz lieben“, wie hart Training und Wettkämpfe sind. Athleten müssen lernen, damit umzugehen - körperlich, mental und pharmazeutisch. Nicht selten verlangen sie ihrem Körper zu viel ab, um ganz vorn mit dabei zu sein. Das wird vor allem bei frühen Rücktritten vom Leistungssport deutlich. Gerade musste der Tennisspieler Andy Murray seine Karriere mit 31 Jahren aufgrund von Hüftproblemen beenden. Aber die Betroffenen wehren sich: Profihandballer haben in einem Social-Media-Video auf die hohe Belastung in ihrer Sportart hingewiesen. Wie viele Schmerzen können und dürfen Sportler in Kauf nehmen?

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Hell genug - und trotzdem stockfinster
    Von Peter Steinbach
    Regie: Bernd Lau
    Mit: Klaus Herm, Franziska Grasshoff, Michael Gspandl, Wol fgang Wagner, Marcus Riedel-Weber, Günter Mack, Erwin Dittberner, August Dahl, August Schmittinger, Harald Krebs, Christel Kuhn, Josef Peil, Marianne Riedel-Weber, Wilfried Este, Peter Steinbach, Michael Evers, Tobias Lelle, Patricia Johannbroer, Kristine Konrad, Susi Gerloff, Adolf Hetzel und Martha Hetzel
    Ton: Paul-Gerhard Landsiedel
    Produktion: WDR 1981
    Länge: 59'35

    Dort stand die Kanone, da war die Scheune, in der er sich versteckt hatte. So erinnert sich Johannes Gass an 1945 im Hunsrück. Doch das Fernsehteam macht seine Erinnerungen TV-gerecht.

    Anschließend:
    Peter Steinbach - ein Porträt des Medienautors, der im Februar 2019 gestorben ist
    Von Beate Becker
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019
    Länge: ca. 30'00

    Ein kleines Fernsehteam dreht im Hunsrück ein Dokumentarspiel über die letzten Wochen vor Kriegsende. Im Zentrum der Geschichte steht Johannes Gass, der 1945 als 17-Jähriger in der Nähe seines Heimatortes stationiert war. Dort stand die Kanone, da war die Scheune, in der er sich versteckt hatte. Seine Erinnerungen werden immer wieder unterbrochen durch die besonderen Erfordernisse des Mediums Fernsehen. Gass erlebt die emotionale Verarmung des Fernsehteams und die Degradierung seiner Person zu originellem Material.

    Peter Steinbach, 1938 in Leipzig geboren, am 6. Februar 2019 in Svendborg gestorben, schrieb Drehbücher und Hörspiele. Fotolehre in Köln, sechs Jahre Schiffskoch, diverse Beschäftigungen u.a. am Theater und beim HR-Kirchenfunk, ab 1976 Drehbuchautor. Vier Jahre Professur an der Universität Hamburg für Drehbuch. Für Drehbücher von "Heimat" (1984), geschrieben mit Edgar Reitz, erhielt er 1985 den Grimme-Preis. "Hell genug - und trotzdem stockfinster" (WDR 1981) wurde mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden 1982 ausgezeichnet. Er reflektiert in dem Hörspiel die Suche nach adäquaten Umgang mit authentischem Stoff bei den Recherchen für die Film-Trilogie "Heimat".

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Philharmonie Berlin
    Aufzeichnung vom 28.06.2019

    Franz Schubert
    Ouvertüre D-Dur "Im italienischen Stil" D 590

    Wolfgang Amadeus Mozart
    Klavierkonzert Nr. 17 G-Dur KV 453

    ca. 20.50 Konzertpause

    Felix Mendelssohn Bartholdy
    Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 “Italienische”

    Emanuel Ax, Klavier
    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
    Leitung: Kent Nagano

  • "Ich bin nun wieder dort angelangt, wo ich angefangen habe."
    Zum 50. Todestag des Pianisten Wilhelm Backhaus
    Von Richard Schroetter

    Der Leipziger Pianist Wilhelm Backhaus (1884 - 1969) war ein disziplinierter Außenseiter, der stets um Objektivität bemüht war. Lange bevor sich auch in der Musik eine neue Sachlichkeit durchsetzte, spielte Backhaus die Werke von Brahms und Beethoven ganz ohne Pomp und falsche Feierlichkeit. Doch eine Marotte hatte dieser so kühle Künstler: In seinem Gepäck führte er stets einen Klavierstuhl mit.

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Birgit Kolkmann

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Johannes Nichelmann

    Lesen am Wörthersee 2019
    43. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt
    Nach der Siegerehrung

    Wahnsinn in Regensburg
    Brigitte Fassbaender inszeniert "Lucia di Lammermoor"

    Cinema Ritrovato - Festival in Bologna

    Lebensretter - 20 Jahre "Writers in Exile"

    70 Jahre dpa

    Kulturpresseschau