Programm

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Mittwoch, 05.08.2020

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Chormusik

    Ludwig van Beethoven
    Missa solemnis D-Dur op. 123
    für Soli, Chor und Orchester (Auszüge)

    Iwona Sobotka, Sopran
    Jennifer Johnston, Alt
    David Butt Philip, Tenor
    Franz-Josef Selig, Bass
    Rundfunkchor Berlin
    Kammerakademie Potsdam
    Leitung: Gijs Leenaars

    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018

    00:55 Uhr
    Chor der Woche

    Canto & Piano aus Eisfeld in Südthüringen
    Vorgestellt von Katrin Otto und Anica Zetzmann

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Americana
    Moderation: Thorsten Bednarz

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Liane von Billerbeck

    05:30 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
    06:20 Uhr
    Wort zum Tage

    Joachim Opahle, Berlin
    Katholische Kirche

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:30 Uhr
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Bestatter Julian Heigel im Gespräch mit Britta Bürger

    Der Tod gehört zu unserem Leben, aber wir verdrängen ihn allzu gern. Das weiß der alternative Bestatter Julian Heigel nur zu gut. Er unterstützt "Zugehörige" darin, den Abschied von ihren Verstorbenen so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten.

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Lesart

    Das Literaturmagazin
    Moderation: Frank Meyer

    Weiße Menschen heilen die Schlafkrankheit
    Kolonialismus in deutschen Schulbüchern
    Gespräch mit Josephine Apraku, Institut für diskriminierungsfreie Bildung

    "Der Anhalter"
    Der niederländische Autor Gerwin van der Werf im Gespräch mit Marten Hahn

    Angriffe gegen Christa Wolf und Sarah Kirsch
    Gespräch mit der Schriftstellerin Helga Schubert

    Reihe: Lyriksommer
    Mein Lieblingsgedicht
    "Es ist alles eitel" von Andreas Gryphius
    Von Prof. Dr. Sandra Richter, Direktorin Deutsches Literaturarchiv Marbach

    Reihe: Lyriksommer
    "Der heisere Anarchimedes" von Hans Thill
    Rezension von Nico Bleutge

  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Vormittag
    Moderation: Carsten Beyer

    Schulbeginn ohne Musikunterricht?
    Gespräch mit Prof. Dr. Jürgen Oberschmidt, Präsident des Bundesverband Musikunterricht (BMU)

    Slacker
    Wie sich ein Stereoptyp der Popkultur überlebt hat
    Von Juliane Reil

    Das muss man gehört haben ... oder auch nicht: Klassik
    Von Rainer Pöllmann

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Ursula Weidenfeld, Journalistin, Autorin, Kolumnistin
    Moderation: Anke Schaefer

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Moderation: André Hatting

    Lübcke-Prozess
    Aussage des Hauptverdächtigen
    Gespräch mit Ludger Fittkau

    Auf Gipfeln und Hängen herrscht nicht mehr Ruh
    Mountainbiking ohne Grenzen
    Von Henry Bernhard

    Segeln, paddeln, rudern
    Unterwegs auf Schleswig-Holsteins Gewässern
    Reportage von Johannes Kulms

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Kompressor

    Das Popkulturmagazin
    Moderation: Max Oppel

    Haben Superhelden ein #Polizeiproblem?
    Gespräch mit Markus Dichmann

    Reihe: Orte des Kolonialismus in Deutschland
    Das Nettelbeckufer in Erfurt
    Von Henry Bernhard

    Profisportler vs Trump - jetzt auch mit eigenen TV-Shows

    Fundstück 183:
    Jan St. Werner (feat. Mark E. Smith) - VS Cancelled
    Von Paul Paulun

    Der Corona-Ticker:
    Venedig, Brasilien, Emmys
    Von Christian Berndt

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • 15:05 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Nachmittag
    Moderation: Andreas Müller

    2020 - das Jahr ohne Sommerhit?
    Von Jenni Zylka

    "Als die Musik starb"
    Wie die Country-Metropole Nashville mit Corona umgeht
    Von Katrin Brand

    Newcomerin der Woche:
    Billy Nomates
    Von Christine Franz

    Planningtorock - neue EP “PlanningtoChanel”
    Von Benedict Weskott

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Abend
    Moderation: Nicole Dittmer

    18:00 Uhr
    Nachrichten
  • 18:30 Uhr

    Weltzeit

    Moderation: Ellen Häring

    Belgien und Kongo
    Nachwirkungen der Kolonialgeschichte
    Von Alexander Göbe
     

    Vor 60 Jahren endete eine der brutalsten Kolonialherrschaften der Geschichte - die spätere Demokratische Republik Kongo erklärte ihre Unabhängigkeit vom Königreich Belgien. Das kleine Belgien hatte das riesige Gebiet des Kongo mit eiserner Hand regiert; König Leopold II. hatte im Herzen Afrikas ein Regime des Schreckens entstehen lassen. Die Ausbeutung des Kongo kostete fast die Hälfte der damaligen Bevölkerung das Leben. Diese schmerzhafte Vergangenheit belastet bis heute das Verhältnis zwischen beiden Ländern. Nach 60 Jahren sind die Stimmen, die Aufarbeitung, Wiedergutmachung und einen schonungslosen Umgang Belgiens mit der Kolonialgeschichte fordern, so laut wie nie. Eines der Leitmotive: "Black Lives Matter". 

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Zeitfragen

    Magazin
    Moderation: Philipp Schnee

    Zweiter Weltkrieg?
    1931- 1945: Die chinesische Perspektive
    Von Steffen Wurzel

    Hiroshima und das Ende des "Längeren" Zweiten Weltkriegs in Ostasien
    Von Kathrin Erdmann

    Senftenberg-Ex-Schüler-Porträt (5):
    Peter Franz
    Von Günter Jeschonnek

    19:30 Uhr
    Zeitfragen

    Tondokumente aus dem Jahr der deutschen Einheit (1/4)
    "Dieser Aufbruch kam wohl um Jahre zu spät"
    Wortmeldungen von Literaten 1990
    Von Winfried Sträter
    (Teil 2 am 12.08.2020)

    1990 war ein irres Jahr. Die Mauer war gefallen und die neu gewonnene Freiheit in der DDR war größer als die des bald vereinten Deutschland. Viele lebten die Möglichkeiten aus, die sich nach dem Sturz des SED-Regimes eröffneten. Zugleich wuchs die Sehnsucht, wieder in geordneten Bahnen leben zu können. Hoffnungen von Bürgerrechtlern, die im Herbst 1989 die betonierten Verhältnisse aufgebrochen hatten, wurden bitter enttäuscht. Der Osten lernte den Westen, und der Westen den Osten kennen. Die Feuilletons entfachten eine Diskussion über die DDR-Literatur mit zum Teil bösen Anschuldigungen. Tondokumente des Jahres 1990 vermitteln Eindrücke von diesem stürmischen letzten Jahr der DDR, in dem auch für die alte Bundesrepublik die Zeit ablief.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Granada Festival
    Monasterio de San Jerónimo
    Aufzeichnung vom 11.07.2020

    Alonso Lobo de Borja
    Versa est in luctum

    De Lamentatione (Gregorianischer Choral)

    Gregorio Allegri
    Miserere mei Deus

    Tomás Luis de Victoria
    Officium Defunctorum - Missa pro Defunctis

    Tenebrae
    Leitung: Nigel Short

  • 21:30 Uhr

    Alte Musik

    "La Cecchina" - Der Singvogel
    Francesca Caccini (1587-1641): Tochter, Sängerin, Komponistin
    Von Georg Beck
    (Wdh. v. 05.04.2016)

    Ferrara hatte es vorgemacht. Jetzt wollten die anderen Höfe es auch: ein Concerto delle donne, ein Ensemble, bestehend nur aus Frauen. Sängerinnen, Instrumentalistinnen für die höfische Unterhaltung. In diese exzellente Musikwelt wird sie hineingeboren: Francesca Caccini, Tochter des Giulio Caccini, seinerseits einer der Schöpfer der Nuova musiche, der neuen Musik mit dem dominierenden Sologesang, dem Beginn der barocken Ära. Mit 13 Jahren tritt sie in Florenz erstmals als Hofsängerin auf. Schnell verbreitet sich ihr Ruf. Francesca begnügt sich nicht damit. Sie fängt an, zu komponieren. „La liberazione di Ruggiero dall’ isola d’ Alcina”, uraufgeführt am 2. Februar 1625 im Komödiensaal der Villa Poggio Imperiale in Florenz, ist die erste Oper aus der Feder einer Frau.

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:03 Uhr

    Hörspiel

    Brot für die Fische
    Von Hans Thill
    Regie: Stefanie Hoster
    Mit: Lars Rudolph, Martin Engler, Erika Skrotzki, Nico Holonics
    Komposition: Philippe Gordiani
    Ton: Jean Szymczak
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
    Länge: 41'09

    „Fische sind plump, kalt, nicht witzig.“ Aber es winkt Geld für Einfälle! Nun heißt es: nachdenken, kalauern, verwerfen! Derweil startet der Fischmann sein Boot Richtung Meer und es entwickelt sich ein Text ...

    Anschließend:
    Fischerhaus Küche
    Von Susanne Amatosero
    Regie: die Autorin
    Mit: Eric-Alex Zipperling, Amadou Mourtala Mohamed, Issiaka Moussa
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
    Länge: 11'48

    Susanne Amatosero besichtigt Restaurantküchen in Hamburg.

    Ein Autor will einen Text über Fische schreiben. Er sollte ihn auch schreiben, denn es wurde ihm gutes Geld angeboten. Aber Fische …? Dazu fällt ihm erstmal nichts ein. Sein Umfeld hat auch keine hilfreichen Antworten: „Fische sind plump, kalt, nicht witzig!“ Also muss er die Biologie befragen! Die Suche ausweiten in die mythologischen und biblischen Geschichten, in das Feld der Kunst! nachdenken, kalauern, verwerfen!
    Derweil macht sich der Fischmann bereit. Es ist ein guter Zeitpunkt für die Flucht. Die Flüsse steigen an, es wird Zeit, das kleine Motorboot mit Kajüte loszumachen und in Richtung Meer zu starten. Als Fisch im Wasser ist das Leben möglich. Und nun entwickelt sich ein Text.

    Hans Thill, geboren 1954 in Baden-Baden, lebt in Heidelberg. Lyriker und Übersetzer. Seit 2010 Leiter des Künstlerhauses Edenkoben. Zahlreiche Übersetzungen vor allem aus dem Französischen. Herausgeber der Reihe Poesie der Nachbarn - Dichter übersetzen Dichter. Setzt Grabsteine für tote Dichter.
    Für den Gedichtband „Kühle Religionen“ erhielt er den Peter-Huchel-Preis 2004. Zuletzt erschien Prosa: „Buch der Dörfer“ (2014) und die Gedichtbände „Ratgeber für Zeugleute“ (2015) und „in riso / der dürre Vogel Bin / kälter als / Dunlop“ (2016). Zahlreiche Hörspielübersetzungen und Bearbeitungen u.a.: „Die Zeremonie“ von Cécile Wajsbrot, übersetzt von Hans Thill (DKultur/RB 2011). Mitglied des PEN.


    Am Ende von Susanne Amatoseros Hörspiel „The Girl from Ipanema in Dub“ (DLR/NDR 2003) stand ein Klang: Das weit in die Hamburger Hafenlandschaft schallende Geräusch eines Besteckkastens, der in der Fischerhaus-Küche herunterfiel. Viele Jahre später erzählt Susanne Amatosero in drei kurzen Szenen, wie es zu diesem Klang kam. Ein Lamento der Küchenhelfer.

    Susanne Amatosero, geboren 1952 in Wittlich an der Mosel, lebt als Autorin und Regisseurin für Theater und Radio in Hamburg. Für ihren Dokumentarfilm „Die Reise der Pilgrim Number One“ erhielt sie 1988 den Prix Leroi Gourhan Das Hörspiel „funky yard“ (BR/NDR 1996) wurde auf The New York Festivals 1997 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Zuletzt für Deutschlandradio die Trilogie: „Voodoo Child und die Musik als fünftes Element“ (DKultur 2011), „Mercury“ (NDR/DKultur 2012) und „Sparky“ (DKultur 2013).

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Britta Bürger

    "Shoppen ist keine Lösung"
    Warum mehr Geld für Kultur fließen muss
    Gespräch mit Matthias Lilienthal

    Autoren-Residence im eigenen Ort?
    Matthias Brandt beim Lit:potsdam

    Reihe: Orte des Kolonialismus in Deutschland
    "Mulang" im UNESCO-Park Wilhelmshöhe, Kassel
    Von Ludger Fittkau

    Filme der Woche:
    "Pandemie" / "Giraffe"
    Vorgestellt von Anke Leweke

    Kulturpresseschau
    Von Tobias Wenzel