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Freitag, 22.06.2018

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Klangkunst

    Zwischen - 22 Lautgedichte
    Von Jan Jelinek
    Mit: Bodo Primus
    Technische Realisierung: Norbert Vossen, Bettina Krol
    Produktion: SWR 2017
    Länge: 43'33

    Ähm ... hmm ... ööh ... Klingende Hommage an eine ins Stocken geratene Sprache.

    Wir alle kennen das Verhängnis des Sprechens: Der Redner stockt, dehnt Laute, pausiert, schweigt, setzt mehrfach an. Es entsteht eine Verzögerung oder eher ein Sprachgeräusch. Die lautpoetische Collage versammelt 22 Antworten auf 22 Fragen. Allen Antworten ist gemeinsam, dass sie in öffentlichen Interviewsituationen aufgezeichnet worden sind. Es entstehen Klangcollagen der Stille. Hörbar bleibt lediglich eine archaische Körpersprache: Modi des Atmens, Planungsphasen, gärende, nach Sinn ringende Wortpartikel, die sowohl in lautmalerischen Tumult ausbrechen, als auch in sonores Rauschen abdriften können.

    Jan Jelinek, geboren 1971 in Bad Hersfeld, lebt und arbeitet als Musiker und Musikproduzent in Berlin. 2008 gründete er das Label Faitiche. 2012 erhielt er den Karl-Sczuka-Förderpreis. Im Jahre 2016 war Jan Jelinek Artist-in-Residence in der Villa Aurora in Los Angeles, USA.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Weltmusik
    Moderation: Wolfgang Meyering

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Dieter Kassel

    u.a. Kalenderblatt
    Vor 100 Jahren: Die Begründerin der Hospizbewegung Cicely Saunders geboren

    05:30 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
    06:20 Uhr
    Wort zum Tage

    Pfarrer Hannes Langbein
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:20 Uhr
    Neue Krimis

    "Kesseltreiben" von Dominique Manotti
    Vorgestellt von Thomas Wörtche

    08:30 Uhr
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Lesen und Schreiben als Überlebenshilfe
    Katrin Heise im Gespräch mit Mirjam Pressler, Autorin und Übersetzerin

    Sie sei selbst eine Außenseiterin gewesen, sagt Mirjam Pressler, und deshalb tauchen auch in ihren Büchern immer wieder Außenseiter auf. 1940 als Tochter einer jüdischen Mutter geboren, wächst sie bei einer Pflegefamilie auf. Eine schwierige Kindheit, in der das Lesen für das Mädchen eine Überlebenshilfe ist. Mit Anfang zwanzig geht Mirjam Pressler, begeistert von der Idee der Kibbuzim, nach Israel, kehrt aber bereits ein Jahr später nach München zurück. Dort beginnt sie zu schreiben - anfangs nebenbei, um als alleinerziehende Mutter dreier Töchter Geld zu verdienen. Gleich ihr erstes Buch, "Bitterschokolade", die Geschichte eines magersüchtigen Mädchens, ist ein großer Erfolg. Über dreißig Bücher für Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene hat Mirjam Pressler seitdem geschrieben. Die Schriftstellerin, die auch Anne Franks Tagebücher oder die Werke von Amos Oz ins Deutsche übersetzt hat, interessiert sich vor allem für schwierige Kindheiten und beschädigte Biographien. "Ein Kind, dem zum Geburtstag sein Wunsch, ein Pferd, erfüllt wird, interessiert mich als Thema nicht."
    Mirjam Pressler ist zu Gast bei Katrin Heise, Im Gespräch, ab 9 Uhr 05, Deutschlandfunk Kultur

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Lesart

    Das Literaturmagazin
    Moderation: Frank Meyer

    Wie fühlt sich Alltag in der 5. Klasse an?
    Silke Lambek und ihr neues Buch
    Von Regina Voss

    Israel im Fokus: Neue Romane über die Entwicklung des Staates
    Gespräch mit Sigrid Brinkmann

    Florian Werner liest Musik:
    "Raketenstart" von Dota

    Buchkritik:
    "Jahrbuch der Lyrik" von Nico Bleutge und Christoph Buchwald
    Rezensiert von André Hatting

    Straßenkritik:
    "Notizhefte" von Henning Ritter
    Von Claas Christophersen

    Buchhandlung A. Müller aus Stuttgart empfiehlt...
    Gespräch mit Susanne Zuckschwerdt

  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Vormittag
    Moderation: Mascha Drost

    Die Traurigkeit der Troubadoure
    Ein Fest der bittersüßen Sehnsucht"
    Gespräch mit dem Minnesänger Knud Suckel

    Zurückgespult - Die Woche in der Musik
    Von Laf Überland

    Das muss man gehört haben...oder auch nicht: Pop
    Von Claudia Gerth

    Sir Simon Rattles Abschied von der Philharmonie
    Gespräch mit Olaf Wilhelmer

    Kent Nagano zurück beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, DSO
    Von Volker Michael

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Prof. Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau
    Moderation: Marcus Pindur

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Moderation: Heidrun Wimmersberg

    Städtebauliche Katastrophe
    Die Prager Straße in Dresden
    Von Bastian Brandau

    Dichter Deine Städte
    Wolfgang Koeppen in Greifswald
    Von André Hatting

    Nicht im Paradies gelandet
    25 Jahre Bündnis-Grüne in Brandenburg
    Von Vanja Budde

    Brandenburg
    Wie Integration funktioniert - und wie auch nicht
    Von Thilo Schmidt

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Kompressor

    Das Kulturmagazin
    Moderation: Shanli Anwar

    Unser Afrika - Zum visuellen Erbe des deutschen Kolonialismus
    Fotoausstellung des Künstlers Marc Erwin Babej im Hamburger Rathaus
    (18.06. bis 13.07.2018)
    Von Axel Schröder

    Modernisierter kolonialer Blick? Ästhetisierter Kolonialismus?
    Gespräch mit Joshua Kwesi Aikins, Politikwissenschaftler, Menschenrechts-Aktivist

    Schreiben im Irak - der Lyriker und Performer Khadem Khanjar
    Von Julia Tieke

    Fundstück 125:
    Can - Ethnological Forgery Series #27
    Von Paul Paulun

    Die politische Kraft fotografischer Bilder - Deutsche Börse Photography Prize
    Von Rudolf Schmitz

  • 15:00 Uhr

    Kakadu

    15:05 Uhr
    Kakadu

    Mit Pferdeomnibussen, Autos oder Elektrorollern
    Straßenverkehr früher, heute und morgen
    Von Corinna Thaon
    Moderation: Patricia Pantel

    Grün und auf geht’s, Busse fahren an, Autos brummen und Straßenbahnen quietschen. Das war nicht immer so. Als vor ungefähr 200 Jahren immer mehr Menschen in die Städte zogen, verstopften erst einmal Kutschen die Straßen.

  • 15:30 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Nachmittag
    Moderation: Andreas Müller

    Allles, was wir machen ist Kunst - UNS
    Studiogast: Sebastian Cleemann

    Todd Rundgren wird 70
    Von Andreas Müller

    Die Rolling Stones: Ticketpreise stellen Klassen her
    Gespräch mit Dennis Pohl

    Das muss man gehört haben...oder auch nicht (Pop)
    Von Claudia Gerth

    Zurückgespult:
    Die Woche in der Musik
    Von Laf Überland

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Abend
    Moderation: Nicole Dittmer und Julius Stucke

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Wortwechsel

    Das Ultimatum - Ist der Asylstreit ein Angriff auf Europas Demokratien?

    Darüber diskutieren:
    Ferdos Forudastan, Süddeutsche Zeitung, Ressortleiterin Innenpolitik
    Everhard Holtmann, Politikwissenschaftler Universität Halle-Wittenberg
    Alexander Kain, Passauer Neue Presse, Stellvertr. Chefredakteur
    Michael Meyer-Resende, Geschäftsführer "Democracy Reporting International", Berlin

    Moderation: Gerhard Schröder

    Die CSU geht bis zum Äußersten: Innenminister Seehofer und Bayerns Regierungschef Söder drohen, die Union zu spalten und in der Flüchtlingspolitik auf nationalen Alleingang zu setzen - auch um den Preis des Koalitionsbruchs. Die Kanzlerin setzt auf eine europäische Lösung oder bilaterale Abkommen, dafür bleibt ihr eine "Gnadenfrist", bis zum EU-Gipfel Ende Juni will die CSU stillhalten. Kommt dann der Showdown in Berlin? Kann Merkel schaffen, was alle 28 EU-Staaten in drei Jahren nicht bewerkstelligt haben - Konsens und solidarische Hilfe angesichts wachsender Flucht und Migration?
    Oder stehen wir vor dem Ende der Europäischen Integration? Was kann dem "Sound of Trump" entgegengesetzt werden?

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • Moderation: Gerald Beyrodt

    Die letzten Juden in Marakesch
    (Teil 2 Juden in Marokko)
    Von Christiane Kreiner

    "No fake jews“:
    Deutschlandweit größtes jüdisches Filmfestival in Berlin und Potsdam
    Von Wolfgang Martin Hamdorf

    Zum Schabbat:
    Waltraud Rennebaum und das Ensemble Shoshan mit "Tzur Mischelo"

    Die letzten Juden in Marakesch
    In Marokko befand sich einst die größte jüdische Gemeinde der arabischen Welt. Ihre Geschichte reicht mindestens 2000 Jahre zurück, in die Zeit der Römer. Die meisten marokkanischen Juden sind ausgewandert - nach Israel und nach Frankreich. Wir haben die Geschichte der marokkanischen Juden letzte Woche schon beleuchtet. Heute hören Sie den zweiten und letzten Teil unserer kleinen Serie. Die jüdische Gemeinde in Marrakesch ist winzig, jüdische Spuren von früher findet man auf Schritt und Tritt.

    "No fake jews“
    Das Wort "fake news“ war noch nicht erfunden, da kursierten schon Falschmeldungen über Judentum und Juden: Juden seien Brunnenvergifter und Ritualmörder. Bis heute beliebt sind die jüdische Weltverschwörung und die Behauptung, Juden hätten das Kapital in der Hand.Passend zur Debatte über "fake news“ heißt das jüdische Filmfestival in Berlin und Potsdam in diesem Jahr: No fake jews. Es ist das größte Forum jüdischer Filme in Deutschland.

  • 19:30 Uhr

    Zeitfragen

    Das Ende der politischen Korrektheit?
    Über Bücher und Debatten
    Von Ralph Gerstenberg

    Gibt es eine Diktatur der Political Correctness? Was geschieht, wenn Romane oder Äußerungen von Autoren als anstößig gelten?

    „Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, stellte er fest, dass er nicht mehr linksliberal war.” So beginnt der Roman ‚Selbstverfickung‘ von Oskar Roehler - eine radikale Kulturkritik, die die Frage aufwirft: „Ist das noch Kunst oder schon AfD?“ Ähnliches fragten sich Kritiker auch angesichts des neuen Romans ‚Munin oder Chaos im Kopf‘ von Monika Maron, in dem ein Gefühl der Angst und Verunsicherung geschildert wird. Medialer Höhepunkt der Debatte bildete das Streitgespräch zwischen Durs Grünbein und Uwe Tellkamp. Gibt es tatsächlich einen linksliberalen Mainstream, eine Art Diktatur der Political Correctness, die jeden Abweichler mit dem Vorwurf diskreditiert, rechts zu sein? Was passiert, wenn man mit Romanen oder Äußerungen gegen bestimmte Paradigmen verstößt? Und was steht eigentlich in den Büchern, deren Autoren die Feuilletondebatten anfeuern?
     

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Live aus der Philharmonie Berlin

    Gustav Mahler
    Sinfonie Nr. 2 c-Moll "Auferstehung“

    Alexandra Steiner, Sopran
    Okka von der Damerau, Mezzosopran
    Audi Jugendchorakademie
    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
    Leitung: Kent Nagano

    Ex-Chefdirigent Kent Nagano setzt beim DSO Berlin seinen Mahler-Zyklus fort - diesmal mit der gewaltigen 'Auferstehungssinfonie'.

    Regelmäßig kehrt Kent Nagano zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin zurück, dessen Chefdirigent er von 2000 bis 2006 gewesen war. Für sein Programm am Ende der laufenden Saison hat der DSO-Ehrendirigent Gustav Mahlers gewaltige zweite Sinfonie, die "Auferstehungssinfonie" gewählt. Mit ihr setzt er seinen Zyklus mit allen Sinfonien des Meisters fort. Die Frage nach der Ewigkeit beschäftigte den Komponisten in diesem Werk für zwei Vokalsolisten, Chor und großes Orchester. Lang ist der Weg in dieser Sinfonie durch menschliche Schicksalsschläge, Fegefeuer und Jüngstes Gericht, bis der Chor schließlich die Klopstock-Zeilen "Auferstehn, ja auferstehn wirst Du mein Staub" anstimmt. Gustav Mahler, Sohn einer tschechisch-jüdischen Gastwirtsfamilie, hatte den typisch norddeutsch-lutherischen Choral während seiner Zeit als Musikdirektor in Hamburg entdeckt. In dieser Sinfonie erlangt das simple wie hoffnungsfrohe Lied Weltgeltung.

  • 22:00 Uhr

    Einstand

    Studenten machen Radio
    Ergebnisse eines Praxisseminars an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    u.a. FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Russland 2018™

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Elena Gorgis

    Kulturpresseschau
    Von Ulrike Timm